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NACHRICHTEN: November 2005



November 2005 [< Nachrichten Übersicht ]

25.11.2005 Bahnhof Ahrweiler: Stadt und Kreis nehmen Bahn in die Pflicht (AW)
30.11.2005 Bauckhage: Enormer Zuwachs auf der Schiene (HPK)
28.11.2005 Forderung nach dreiteiligen Triebwageneinheiten auf der RB 23 (HPH)
09.11.2005 Explosion in der Zuckerfabrik Jülich (MKe)
07.11.2005 IG Rurtalbahn: Jahresrückblick am 4.12. in Vettweiss" (RUR)
07.11.2005 2. Vortrag der Dia-Wintersaison 2005/2006 beim "Eifelbahn e.V." (EV)
03.11.2005 Fotos: Schmidtheimer Berg (PWe)


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Bahnhof Ahrweiler: Stadt und Kreis nehmen Bahn in die Pflicht

Kritik an Erscheinungsbild und Einstiegsmöglichkeiten - Bahnsteige zu niedrig 

Der Bahnhof Ahrweiler und sein Umfeld geben ein ungepflegtes Bild ab. Wenn es 
nach dem Willen von Stadt und Kreis geht, soll sich dieser Zustand so schnell 
wie möglich ändern. Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe und Landrat Dr. Jürgen 
Pföhler fordern mehr Engagement von der Deutschen Bahn. 

Ein weiteres Problem neben dem äußeren Erscheinungsbild: Das Einsteigen in die 
Wagen der Ahrtalbahn ist vor allem für ältere oder behinderte Menschen ein 
schwieriges Unterfangen. Die Bahnsteige, die zudem in einem Rechtsbogen liegen, 
sind zu niedrig und verfügen gleisseitig nur über eine wassergebundene Decke. 

Bürgermeister und Landrat ziehen beim Ahrweiler Bahnhof an einem Strang. Bei 
einem Ortstermin erinnerten sie an eine Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG. 
Denn: Die Fertigstellung des Bahnhofs Bad Neuenahr im Jahre 2001 war an die 
Zusage geknüpft, dass die DB danach die Station in Ahrweiler verkehrstechnisch 
und städtebaulich umbaut und ein entsprechendes Antragsverfahren auf Förderung 
beim Land einleitet. 

"Erst der maßgeblichen Initiative der Stadt war es zu verdanken, dass 2001 der 
Bahnhof in Bad Neuenahr vorbildlich in Schuss gebracht werden konnte," erinnerte 
Dr. Tappe. Der Bürgermeister betonte, es sei nun an der Zeit, den Bahnhof in 
Ahrweiler ebenso in einen mustergültigen Zustand zu bringen. "Dabei ist die 
Planungsphase für den Bahnhof Ahrweiler bereits seit längerem abgeschlossen", 
sagte Dr. Tappe, "auch das Baurecht wurde durch die Aufsicht führende Behörde, 
das Eisenbahnbundesamt, geschaffen. Jetzt ist die DB am Zug." 

Auch Landrat Dr. Pföhler plädiert dafür, dass DB und Land die erforderlichen 
Mittel zeitnah bereitstellen: "Bürger der Region und die vielen Touristen sollen 
eine moderne, kundenfreundliche Verkehrsstation vorfinden." Im Stadtgebiet von 
Bad Neuenahr-Ahrweiler befänden sich fünf Haltepunkte und Bahnhöfe. "Lediglich 
der Bahnhof Bad Neuenahr werde seiner bedeutenden Funktion gerecht", meinte der 
Landrat. 

Stephan Pauly, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel, der über Jahre 
die planerischen Vorbereitungen zwischen den beteiligten Institutionen 
begleitet, sieht "die dringende Notwendigkeit" des Bahnhof-Umbaus. "Seit vielen 
Jahren werden aus Sicht des Verkehrsverbundes ganze Kundengruppen von der 
Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs von der jetzigen Anlage 
ausgeschlossen." Der Umbau würde wesentlich dazu beitragen, weitere 
Kundenpotenziale zu erschließen, so Pauly. 

Die DB Station & Service AG führe am Ahrweiler Bahnhof nur die notwendigsten 
Ausbesserungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durch, hieß es weiter. Bürgermeister 
und Landrat sehen die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, die für die 
Koordination der Bauarbeiten zuständig ist, aber in der Pflicht. "Sollte der 
Umbau im Frühjahr oder Sommer beginnen," so Dr. Tappe, "dann könnte der Bahnhof 
ab Herbst 2006 zur Visitenkarte von Ahrweiler werden." 

Stadt und Kreis blicken bereits weiter nach vorne: Nach Abschluss der Arbeiten 
am Ahrweiler Bahnhof solle der Bahnhaltepunkt Ahrweiler Markt in Angriff 
genommen werden. 

FOTO: 
Wann kommt die Bahn und erneuert den Bahnhof Ahrweiler? Sven Kleine 
(Zweckverband Schienen-Personen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord, v.l.), Dr. 
Hans-Ulrich Tappe, Beigeordneter Guido Orthen, Dr. Jürgen Pföhler und Stephan 
Pauly nehmen die DB in die Pflicht. 

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie unter: 
http://www.kreis.aw-online.de/pressedienst/1132920902.html 


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Güterverkehr in 2004 - Bauckhage: Enormer Zuwachs auf der Schiene 

Der Güterverkehr mit der Eisenbahn hat im Jahr 2004 in Rheinland-Pfalz einen 
außerordentlichen Aufschwung genommen. Für den rheinland-pfälzischen 
Wirtschafts- und Verkehrsminister ist dies ein  Beleg dafür, dass die 
Bemühungen der Landesregierung, den Anteil des Schienengüterverkehrs am 
Gesamttransportvolumen nachhaltig zu steigern, greifen. Das Motto „Weg von 
der Straße und hin zur Schiene“ werde durch den gezielten Ausbau der 
Umschlagsanlagen zwischen Straße und Schiene auch zukünftig weiter 
unter­stützt werden, so der Minister. 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die im 
Eisenbahngüter­verkehr Rheinland-Pfalz transportierte Tonnage im Jahr 2004 
gegenüber 2003 von 15,5 auf 17,2 Millionen Tonnen an. Dies entspricht einer 
Steigerungsrate von elf Prozent. Dieses Ergebnis ist umso beachtlicher, als 
im Vorjahr bedingt durch extreme Niedrigwassersituationen in der 
Binnenschifffahrt bereits ein Wachstum auf der Schiene zu beobachten war. 

Insbesondere bei den beiden Verkehrsbezirken Mainz (+120 Prozent) und Trier 
(+70 Prozent) ist ein überdurchschnittlicher Zuwachs zu verzeichnen. Dies 
resultiert insbesondere aus dem erhöhten Schienengüterverkehrsaufkommen in 
den bi- und trimodalen Umschlageinrichtungen der rheinland-pfälzischen Häfen 
in Trier, Andernach, Koblenz, Mainz, Worms, Ludwigshafen, Germersheim und 
Wörth. 

Im Gegenzug ist der Umschlag 2004 im Straßennah- und Fernverkehr in 
Rheinland-Pfalz gegenüber 2003 um 3 Prozent von insgesamt 304,7 Millionen 
Tonnen auf 295,7 Millionen Tonnen zurückgegangen. Gleichwohl bleibt die 
Straße damit weiter der Verkehrsträger Nr. 1 in Rheinland-Pfalz. 
 

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, 
Stiftsstraße 9, 55116 Mainz 
Pressestelle: Tel: 06131/162220, Fax: 06131/162174, E-mail: 
pressestelle@mwvlw.rlp.de 


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Forderung nach dreiteiligen Triebwageneinheiten auf der RB 23

Auf ihrer Sitzung am 25.11.05 in Herzogenrath hat die Verkehrskommission beim Regionalrat Köln beschlossen, DB Regio bzw. VRS aufzufordern, , in den Spitzenstunden zwischen Euskirchen-ggf. Rheinbach- und Bonn dreiteilige Triebwageneinheiten (VT 644) einzusetzen.
Die Verkehrskommission stellt fest, das der zweigleisige Ausbau der RB 23 und der Bau zusätzlicher Haltepunkte auf Jahre hin nicht gesichert sind. Der Grund liegt in der Mischfinanzierung mit den Großvorhaben auf der S 12 und S 13. Damit sind aber auf der RB 23 keine Fahrplanverbesserungen in der Spitzenzeit möglich. Deshalb bietet sich der Einsatz dreiteiliger VT 644 an, zumal in den Spitzenzeiten einige Züge bereits heute überfüllt sind und keinen Zuwachs der Fahrgastzahlen zulassen.
Die bestehenden Bahnhöfe, die werktags angefahren werden, sind bereits heute für die Aufnahme dreiteiliger Einheiten ausgebaut.

Nach der Sitzung fuhren die Teilnehmer mit dem Ottmar-Altsprinter der Rurtalbahn über die Bördebahn von Düren nach Euskirchen mit Weiterfahrt nach Köln, um sich über die Potentiale der Bördebahn zu unterrichten.

Hans Peter Höfel, Rheinbach


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Explosion in der Zuckerfabrik Jülich

Auf dem Gelände der Zuckerfabrik Jülich kam es am Dienstagmorgen zu einer 
Kohlenstaub-Explosion. Die vorsorglich in großer Zahl angerückten Rettungskräfte 
mussten nur eine leicht verletzte Person ins Krankenhaus bringen. 

Gegen 07.25 Uhr wurde in die Außenmauer des Kesselhauses mit einem lauten Knall, 
der in weiten Teilen des Stadtgebietes gut zu hören war, ein Loch in der Größe 
von etwa 10 x 20 Meter gerissen. Metallteile der Fassade wurden durch die Luft 
geschleudert und fielen auf das Hofgelände. Die Explosion war so stark das 
selbst das 1 km von der Zufa entfernte Haus von Michael Escher wackelte. 

Das Unglück ereignete sich, als gerade Braunkohle, die zum Betrieb des 
Kesselhauses eingesetzt wird, angeliefert und aus Waggons der Rurtalbahn 
entladen wurde. 

Ein 19 Jahre alter Mann aus Vettweiß, der an der Entladestation arbeitete, 
erlitt bei dem Vorfall einen Schock. Er musste zur ärztlichen Behandlung mit 
einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. 

Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die bisherigen 
kriminalpolizeilichen Ermittlungen haben ergeben, dass es im Bereich des im 
Kesselhaus betriebenen Förderbandes zu einer Kohlenstaubexplosion gekommen ist. 
Die genauen Umstände müssen noch untersucht werden. 

Ob in den nächsten Tagen die Kohlezüge der Rurtalbahn wie üblich verkehren ist 
noch die Frage.


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Jahresrückblick IG Rurtalbahn / Bördebahn

Liebe Freunde der Rurtal- und der Bördebahn, sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der IG Rurtalbahn e.V. lade ich Sie herzlich zu unserem diesjährigen Jahresrückblick ein:

Am Sonntag, dem 04.12.2005,
um 15:30 Uhr in der Bürgerhalle Vettweiß,
52391 Vettweiß, Gereonstraße

Wir möchten mit Ihnen einen Rückblick auf die vielfältigen Vereinsaktivitäten des Jahres 2005 halten. Es gilt die Ergebnisse der Aktivierungsbemühungen der Bördebahn zu feiern. Unsere Veranstaltung soll das Interesse von Wirtschaft, Politik und Bürger verbinden.

Damit wollen wir zur baldigen Betriebsaufnahme auf der Bördebahn zwischen Euskirchen und Düren beisteuern.

Gerne nehmen wir Ihr Grußwort in den Ablauf des Nachmittags auf.

Um diesbezüglich die Tagesordnung erstellen zu können, bitten wir um Rückmeldung bis zum 02.12.2005.

Um unseren Jahresrückblick auch im Jahre 2005 mit einer Fahrt auf der Bördebahn verbinden zu können, bitten wir um Rückmeldung, ob Sie mit dem Regiosprinter anfahren möchten und wo Sie zusteigen möchten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen am  Sonntag, den 04.12.2005,  und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Hansbert Schruff
Holger Filipowicz
Karsten Liessen


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Presse-Info 11-2005

2. Vortrag der Dia-Wintersaison 2005/2006 beim "Eifelbahn e.V."

Die Dia-Wintersaison beim Verein „Eifelbahn e.V.“ hat begonnen. Nun steht schon der zweite Vortrag an zum Thema „Die Schnellzug-Dampflok Baureihe 01 im Planbetrieb von 1971-1973 und bei Sondereinsätzen von 1976-2004“. Der Vortrag wird stattfinden am

 Samstag, 12. November 2005, 15.30 Uhr
 in der Gaststätte „Zur Bahnhofswirtin“, Gerolstein.

Hermann Grüter aus Nerdlen zeigt Dias von einer der berühmtesten deutschen Dampflok-Baureihen, die im schweren Schnellzugdienst jahrzehntelang auch in der Eifel verkehrte. Sowohl an ihren letzten Einsatzorten in den Bahnbetriebswerken Ehrang und Hof als auch vor schweren Zügen auf der bekannten „Schiefen Ebene“ in Oberfranken wird die Lokbaureihe vorgestellt. Ab 1976 wurden dann noch zahlreiche Sonderzüge mit diesen Maschinen bespannt.

Die Fortsetzung des Vortrags von Hermann Grüter über die Schnellzug-Dampflokbaureihe 01 findet am 10.12.2005 an gleicher Stelle statt.

Alle Bahn- und Heimatfreunde sind herzlich zum Vortrag eingeladen. An- und Abreise per Bahn sind entlang der Eifelstrecke und auch noch über die Eifelquerbahn problemlos möglich.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Hans-Peter Kuhl


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Schmidtheimer Berg

Schmidtheimer Berg am 03.11.2005: Dreiteiliger Dieseltriebzug auf Probefahrt und Dreifachtraktion 628/926

Fotos: Peter Weber