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NACHRICHTEN: Juli  2003



Juli 2003 [< Nachrichten Übersicht ]

21.07.2003 Koblenz: Sonderausstellung im DB Museum (DB)
23.07.2003 Betzdorf: Connex hält ab 2004 in Betzdorf (RZ)
23.07.2003 Raubach: Fahren bald Personenzüge durchs Holzbachtal? (RZ)
15.07.2003 Gleisbauarbeiten auf der Moselstrecke (DB)
01.07.2003 Mit der Schüler-Ferienkarte auch 2003 günstig unterwegs (DB)
02.07.2003 Werk Opladen (DB)
02.07.2003 Stiftung Warentest gibt Rurtalbahn gute Noten (AZ)
04.07.2003 Merzenich: Neuer S-Bahn-Haltepunkt / Buir (PWe)
04.07.2003 Schlechte Noten für Bahnhöfe der Region Trier (AKSR)
29.06.2003 Abschied von der Baureihe 215 (CMe)

26.07.2003 Prüm: Filetstücke am Bahnhof (TV)
25.07.2003 Gerolstein: Bahn frei für Radler (TV)
23.07.2003 Pfalzel / Trier Hbf: Gleisarbeiten (TV)
23.07.2003 Schönes-Wochenende-Ticket wird bis Dezember nicht teurer (TV)
22.07.2003 Trier: Umtausch ausgeschlossen (TV)
22.07.2003 Gerolstein: Zug rammt Traktor (TV)
16.07.2003 Nahverkehr bis Luxemburg (TV)
11.07.2003 Spezialtarif nach Luxemburg (TV)
07.07.2003 Einweihung neuer Bahnhaltepunkt "Wehr/Mosel" (TV)
04.07.2003 Trier-Paris in zweieinhalb Stunden? (TV)
03.07.2003 Vier Fragen an Heiner Monheim (TV)
03.07.2003 Gerolstein - Densborn: Stück für Stück zum Radler-Glück (TV)


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Zug-Metamorphosen – Sonderausstellung im DB Museum Koblenz 
Fotoarbeiten von Karin Meiner stellt Fotoarbeiten aus

(Frankfurt am Main, 21. Juli 2003) Die Kölner Künstlerin Karin Meiner stellt vom 26. Juli bis zum 4. Oktober 2003 Fotoarbeiten zum Thema „Eisenbahn“ im DB Museum Koblenz aus. Das DB Museum hatte bereits 2002 in seinem Stammhaus in Nürnberg Arbeiten von Karin Meiner präsentiert. Wurden damals vor allem Gemälde und Plastiken gezeigt, so werden jetzt im DB Museum Koblenz Fotoarbeiten der Kölner Künstlerin ausgestellt.

Mobilität ist seit 15 Jahren immer wiederkehrendes Thema in der multimedialen Kunst von Karin Meiner. Züge, Autos, Flugzeuge und Raketen finden sich in ihrem Gesamtwerk. In ihrer aktuellen Ausstellung im DB Museum Koblenz wird Karin Meiner „Zug – Metamorphosen“ zeigen. Kaleidoskopartig verfremdete Fotos verschiedenster Züge scheinen sich um das Auge des Betrachters zu drehen. Poppige Motive in greller Farbigkeit oder serieller Wiederholung ermöglichen dem Besucher einen völlig neuen Blick auf oftmals schon gesehene Züge.

Dem Koblenzer Kunstpublikum ist Karin Meiner inzwischen bekannt. In den 80iger Jahren führte die gebürtige Andernacherin zusammen mit der Künstlergruppe Breitengrad Art-Performances und DaDa – Kabarett in der Koblenzer Kulturfabrik auf; in den 90iger Jahren war sie in Ausstellungen der Galerie Laik vertreten; 1996 wurden ihre Arbeiten „Städtebilder“ und „Stoßstangenfiguren“ im Mittelrhein-Museum einem größeren Publikum präsentiert. Viele Kinder und Eltern kennen und bespielen in der KiTa in Koblenz-Metternich den „Irrgarten“, den Karin Meiner zusammen mit Manfred Hammes dort als Kunst-am-Bau auf Dauer installiert haben.

Das DB Museum Koblenz ist nun schon seit 2001 nicht mehr aus der Koblenzer Museumslandschaft weg zu denken. Von ehrenamtlichen Helfern betrieben, zeigt das DB Museum hier Elektrolokomotiven und Salonwagen. Mit Wechselausstellungen, wie etwa zum Jubiläum des Koblenzer Hauptbahnhofes oder auch mit der Ausstellung von Aquarellen des fränkischen Künstlers Arnulf Karl, versucht das DB Museum Koblenz immer wieder einen großen Kreis von kulturell interessierten Menschen im Raum Koblenz anzusprechen.

Das DB Museum Koblenz, Schönbornsluster Straße 3, 56070 Koblenz ist jeden zweiten Samstag im Monat geöffnet. Die Zug-Metamorphosen von Karin Meiner sind am 26. Juli, 9. August, 23. August, 6.September, 20. September und 4. Oktober geöffnet. Führungen oder Besuche von Gruppen und Schulklassen können auch außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten stattfinden. Terminabsprachen über: Wolfgang.Ihrlich@bahn.de

Deutsche Bahn AG
Gerd Felser 
Pressesprecher für Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland

DB Museum
Antje Bittner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

DB Presseinfo


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Connex hält ab 2004 in Betzdorf 
Direkte Anbindung mit dem Zug an Berlin 

BETZDORF. Noch fährt der InterConnex täglich durch Betzdorf, ohne 
anzuhalten. Das soll sich im Juni 2004 ändern. Das bestätigte 
Connex-Geschäftsführer Hans Leister der verkehrspolitischen Sprecherin MdL 
Elke Kiltz (Bündnis 90/Grünen). Leister hatte vor wenigen Tagen in einem 
Schreiben an Kiltz deutlich gemacht, dass das Unternehmen so schnell wie 
möglich in Betzdorf halten möchte. Ein Angebot von DB Netz sieht vor, nach 
Beendigung der Bauarbeiten im Siegtal ab Juni 2004 mit den 
InterConnex-Zugpaar zwischen Berlin und Köln in Betzdorf zu halten. 

RZ ca. 23.07.2003


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Fahren bald Personenzüge durchs Holzbachtal? 

Strecke Altenkirchen-Raubach: Seit 1984 beförderte Bahn erstmals wieder 
Menschen - "Pro Bahn" und IWQ: "Jetzt handeln!" 

RAUBACH. Da staunten die Anwohner der Bahnstrecke im Holzbachtal nicht 
schlecht, als sonntags plötzlich ein waschechter Personenzug an ihnen 
vorbeifuhr - denn die Strecke wurde seit 1984 nicht mehr von Personenzügen 
befahren. Zwischen Altenkirchen und Raubach zockelte ein 
"Nahverkehrs-Triebwagen" der Baureihe 628 mit 45 Stundenkilometern durchs 
Tal - eine Sonderfahrt, die das Interesse nicht nur ausgemachter Bahn-Fans 
auf sich lenkte. 

In Raubach endete die Tour durch das romantische Tal, und hier, am Alten 
Bahnhof, war für eine deftige Stärkung der Bahnreisenden gesorgt. Die rund 
50 Besucher - unter ihnen Puderbachs VG-Chef Wolfgang Kunz - nutzten das 
Angebot der Veranstalter, vom Bahnwagen in einen Bus umzusteigen und die 
Burg Reichenstein bei Puderbach zu besuchen. Danach ging's schließlich 
zurück von Raubach nach Altenkirchen. 

Ziel des Schienen-Events war es, die Wiederinbetriebnahme der etwa 20 
Kilometer langen Holzbachtal-Strecke "anzuschieben". Der hierfür aktive "PRO 
Bahn Regionalverband Mittelrhein-Westerwald" und die "Interessengemeinschaft 
Westerwald-Querbahn" (IWQ) suchen seit Jahren nach Möglichkeiten, um die 
vorhandenen, aber stillgelegten Bahntrassen erneut für den Bahnverkehr zu 
öffnen. Zwischen Westerburg und Wallmerod wurde die vorhandene Bahntrasse 
bereits zu einem Fahrradweg umfunktioniert. 

"Das soll hier nicht passieren", sind sich die Vorstände beider Gruppen 
einig, "die bei uns noch bestehenden Kapazitäten sollten für die Bahn 
genutzt werden." 

Manuel Zimmermann von der IWQ sieht jede Menge Vorteile in der 
Wiederbelebung der Holzbachtal-Strecke, die seit 19 Jahren nur noch von der 
Westerwaldbahn-GmbH für den Güterverkehr benutzt wird: "Wenn wir es 
schaffen, diesen Teil des Westerwalds an das Schienennetz anzubinden, wäre 
man von hier aus in etwa einer Stunde in Frankfurt. Die lästige 
Parkplatzsuche fiele weg, und man könnte ohne großen Aufwand direkt in die 
Innenstadt fahren." Auch die Straßen der Region und selbst die Autobahnen 
würden entlastet, behauptet er. Alternativ zur Deutschen Bahn soll dann im 
Westerwald der Schienenverkehr neu aufgezogen werden. 

"Die Verkehrsbedingungen sind hier eine echte Katastrophe", meint 
Zimmermann, "hier fährt alle drei Stunden mal ein Bus, und man ist 
vollkommen auf das Auto angewiesen." 

Mit zwei gemieteten DB-Wagen rangierte Manuel Zimmermann selbst durch das 
idyllische Tal. "Das macht schon Spaß", schmunzelt er. Natürlich haben 19 
Jahre Stillegung auch ihre Spuren auf der Strecke und ihren Bahnhöfen 
hinterlassen. "Der Zerfall ist noch nicht so schlimm, dass er sich nicht mit 
geringen finanziellen Mitteln beheben ließe", schätzt der Lokführer. "Aber 
es ist besser, wir handeln jetzt, als dass in zehn Jahren die Schienen porös 
sind und die Bahnsteige verfallen." 

Um das Gestrüpp auf dem Raubacher Bahnsteig zu entfernen, hatte zuvor eine 
Arbeitsgruppe aus den beiden Interessengruppen stundenlange Schwerstarbeit 
geleistet. Ob das überhaupt lukrativ ist? "Klar!" sagt Manuel Zimmermann: 
"Wenn man mit einer vernünftigen Geschwindigkeit hier lang fährt, lohnt sich 
die Sache finanziell über alle Maßen. Außerdem steigen dann hier die 
Grundstückspreise und das Vermögen der hiesigen Anwohner, die Benzin zuhauf 
sparen." (mb/sel) 

RZ ca. 23.07.2003


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Die Bahn baut für ihre Kunden 

Gleisbauarbeiten auf der Moselstrecke

(Frankfurt am Main, 15. Juli 2003) Wegen Bauarbeiten zwischen Hatzenport und Kobern-Gondorf fallen an den Sonntagen 20. und 27. Juli zwischen Moselkern und Koblenz Hbf acht und in der Gegenrichtung sieben RegionalBahnen (RB) aus; sie werden durch Busse der Fa. Reuter ersetzt. Die Züge warten in Moselkern die Ankunft der Busse ab. Durch die verlängerten Fahrzeiten der Busse erhalten die wartenden Züge eine Verspätung von ca. 20 Minuten.

In Koblenz treffen die Busse jeweils ca. zehn Minuten später ein.

Bei der Reiseplanung sollte beachtet werden, dass aufgrund dieser Verspätungen Anschlusszüge nicht immer erreicht werden.

Außerdem ist an den genannten Wochenenden jeweils von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 24 Uhr auf der Moselstrecke mit Verspätungen von bis zu 15 Minuten zu rechnen. 

Die Bahn informiert über die Busfahrzeiten und Haltestellen durch Fahrplanaushänge und bittet um Verständnis für die Auswirkungen der Bauarbeiten.

Anlage Fahrplanaushänge 

Deutsche Bahn AG
Hartmut Lange
Kommunikation Hessen, 
Rheinland-Pfalz, Saarland
hartmut.lange@bahn.de


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Mit der Schüler-Ferienkarte auch 2003 günstig unterwegs

(Frankfurt am Main, 1. Juli 2003) Auch in diesem Jahr bietet die Deutsche Bahn AG und die Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft (RMV) in Zusammenarbeit mit den Verkehrsverbünden Rhein-Mosel (VRM) und Region Trier (VRT) sowie ca. 60 regionalen Verkehrsgesellschaften eine Schüler-Ferienkarte an.

Schüler und Studenten können während der Sommerferien (19. Juli – 31. August 2003) Busse und Bahnen der beteiligten Verkehrsunternehmen an allen Tagen zu beliebig häufigen Fahrten für nur 18 Euro nutzen. Die Schüler-Ferienkarte gilt in den Landkreisen Altenkirchen, Westerwald, Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück, Mayen-Koblenz, Neuwied, Ahrweiler, Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich, Daun, Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und in den kreisfreien Städten Trier und Koblenz. Außerdem auf den Strecken der DB Niederhövels – Au/Sieg, Geilhausen – Au/Sieg, Berzhahn – Limburg, Niedererbach – Limburg, Diez – Limburg, Unkel – Bad Honnef, Rolandseck – Bonn-Mehlem, Taben – Merzig und Nennig – Perl. 

Bei der Deutschen Bahn AG können alle Nahverkehrszüge (SE, RE und RB) in der 2. Klasse benutzt werden. Im Rahmen vorhandener Kapazitäten kann in diesen Zügen montags – freitags ab 9.00 Uhr , an den Wochenenden ganztägig, ein Fahrrad kostenfrei mitgenommen werden.

Schülerferienkarten werden ausgegeben durch die DB-Verkaufsstellen in den Regionen Koblenz und Trier, in den Bussen der RMV sowie in besonders bekannt gegebenen Verkaufsstellen der übrigen Verkehrsunternehmen. Ein Verkauf in den Zügen der DB findet nicht statt.

Wer noch mehr Bahn fahren möchte und dabei auch die Familie, Freunde und Bekannte mitnehmen möchte, dem empfiehlt die Deutsche Bahn das Rheinland-Pfalz-Ticket. Hier können für 21 Euro bis zu 5 Personen (Eltern/Großeltern mit beliebiger Anzahl eigener Enkel/Kinder) Montags bis Freitags ab 9.00 Uhr bis Betriebsschluss alle Züge des Nahverkehrs in Rheinland-Pfalz und im Saarland nutzen.

Da das Rheinland-Pfalz-Ticket darüber hinaus in den Verkehrsverbünden Region Trier (VRT), Rhein-Mosel (VRM), Westpfalz (WVV) sowie in den linksrheinischen Gebieten der Verkehrsverbünde Karlsruhe (KVV), Rhein-Nahe (RNN) und Rhein-Neckar (VRN) in allen Verkehrsmitteln gilt, bedeutet dies eine sehr gute Alternative zum Familien-Ferien-Ticket welches in diesem Jahr wegen mangelnder Nachfrage nicht mehr aufgelegt wird. 

Deutsche Bahn AG
Gerd Felser 
Pressesprecher für Hessen,
Rheinland-Pfalz, Saarland 
gerd.felser@bahn.de

DB Presseinfo


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Bahn mahnt Betriebsrat in Opladen zur Vernunft 
Bensel: Gesundheit von Beschäftigten nicht aufs Spiel setzen

(Berlin, 30. Juni 2003) Die Deutsche Bahn sieht die Eskalation der Ereignisse um das Werk Opladen mit großer Sorge und mahnt alle Beteiligten zur Vernunft. Bahn-Personal-Vorstand Dr. Norbert Bensel: „Wir haben Verständnis dafür, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten jeder um seinen Arbeitsplatz kämpft. Die Bahn hat wie wenige Groß-Unternehmen mit den Gewerkschaften ein flächendeckendes Beschäftigungsbündnis abgeschlossen, wonach bei der Bahn auch aus betriebsbedingten Gründen Mitarbeiter nicht einfach entlassen werden können. Die Bahn nimmt somit ihre soziale Verantwortung wahr.“ So werde auch allen Beschäftigten des Werkes Opladen ein neues Arbeitsplatzangebot gemacht – vorzugsweise in Nordrhein-Westfalen. Bensel: „Ich habe deshalb kein Verständnis dafür, dass jetzt die Gesundheit von Beschäftigten durch einen eskalierenden Hungerstreik aufs Spiel gesetzt wird und dass wir sogar daran gehindert werden sollen, den Beschäftigten in Opladen Angebote für neue Arbeitsplätze und für umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Ausbildung zum Lokführer zu machen.“ Die Bahn habe deshalb einen JobService eingerichtet und biete den Beschäftigten auch Einzelberatung an.

Die Wortführer des Protestes in Opladen, so Bensel, räumen mittlerweile selber ein, dass es ihnen bei ihren Aktionen gar nicht um neue Arbeitsplätze und Qualifizierung der Beschäftigten für eine sichere berufliche Perspektive gehe, sondern ausschließlich um die Erhaltung des Standorts. Zur Schließung des Standorts Opladen gibt es keine Alternative. Bensel: „Ich frage mich, wer am Ende die Verantwortung dafür übernimmt, dass die Beschäftigten in Opladen davon abgehalten werden, neue Arbeitsplätze zu bekommen, die sonst anderweitig besetzt werden müssen.“ Alle Modelle, über die lange verhandelt worden sei, hätten sich als nicht tragfähig erwiesen. Die Bahn muss sich angesichts ihrer Modernisierungsoffensive mit Fahrzeugen, die nicht mehr so wartungsintensiv sind, von Werkskapazitäten trennen – nicht nur Opladen.

Aktuell zu besetzen sind in NRW 215 Arbeitsplätze einschließlich Qualifizierungsmaßnahmen, die die Bahn allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch den JobService angeboten hat: 

[siehe unten]

Die Zahl der Angebote wird sich in den folgenden Monaten weiter erhöhen. 

Die Chronologie der Ereignisse 

[siehe unten]

Deutsche Bahn
Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation

Deutsche Bahn
Christine Geißler-Schild
Sprecherin Technik
 

Zum Bahnwerk in Opladen

(Berlin, 04. Juli 2003) In einem Gespräch am Freitag, dem 04. Juli 2003 in Berlin mit den Bundesministern Dr. Manfred Stolpe und Wolfgang Clement, dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Transnet Norbert Hansen, dem Vorsitzenden des Betriebsrates des Bahnwerkes Opladen sowie den Vertretern der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Minister Dr. Axel Horstmann, und Staatssekretär Dr. Josef Fischer hat der Vorstandsvorsitzende der DB AG Hartmut Mehdorn die Lage am Standort des Bahnwerkes Opladen dargestellt. Als Ergebnis des Gespräches wird erklärt: 

Die Gespräche zwischen der DB AG, der Politik und den Arbeitnehmervertretern haben ergeben, dass es keine Alternativen zum Vorstandsbeschluss über die Schließung des Bahnwerkes Opladen gibt. Weder die Fortführung des Werkes als Bahnwerk noch die durch einen Investor können erfolgreich sein. Daher besteht zur Schließung des Werkes zum 31. Dezember 2003 keine Alternative. 

Die Gewerkschaft Transnet und der Betriebsratsvorsitzende haben in dem Gespräch zum Ausdruck gebracht, dass sie die Entscheidungsgründe nicht akzeptieren können. Da aber offensichtlich keine Chance mehr gegeben ist, diese Entscheidung zu verändern, sehen sie ihre Verantwortung darin, für die Beschäftigten geeignete Ersatzarbeitsplätze zu vermitteln. 

Keinem Beschäftigten wird gekündigt. Jeder Beschäftigte des Bahnwerkes erhält ein Arbeitsplatzangebot. Der überwiegende Teil liegt in Nordrhein-Westfalen. Die DB AG garantiert die Fortführung der Ausbildung an allen nordrhein-westfälischen Ausbildungsstandorten. 

Die Beteiligten an dem Gespräch bitten die Beschäftigten des Standortes Opladen, ihren Ausstand zu beenden und die angebotenen Arbeitsplätze anzunehmen. 

Die DB AG-Personalverwaltung organisiert die konkrete Arbeitsplatzvermittlung. Die Arbeitsverwaltung wird diesen Prozess begleiten. 

Deutsche Bahn AG
Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation

Deutsche Bahn AG
Christine Geißler-Schild
Sprecherin Technik
 

Nach Aufsichtsratssitzung keine Veränderung der Standortentscheidung zum Werk Opladen

(Berlin, 03. Juli 2003) Aufgrund eines Briefs des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück hat sich der Aufsichtsrat noch einmal mit dem Werk Opladen befasst. Dabei wurde nochmals festgestellt, was die Deutsche Bahn alles unternommen hat, um mit einer Investoren-Lösung die beschlossene Werksschließung noch zu vermeiden. Es hat sich hieraus für den Aufsichtsrat kein neuer Erkenntnisstand ergeben.

Die Entscheidung des Vorstands aus Gründen der Wirtschaftlichkeit die Arbeit der Werke an weniger Standorten zu konzentrieren und betroffenen Arbeitnehmern alternative Beschäftigungen anzubieten, wird vom Aufsichtsrat mitgetragen – und zwar ungeachtet vorangegangener kontroverser Debatten zum Gesamt-Werke-Konzept. Der Aufsichtsrat sieht keine Möglichkeit, den Standort Opladen zu erhalten und bedauert, dass alle Bemühungen des Vorstands mit Investoren kein tragfähiges Konzept ergeben hätten.

Die Bahn mahnt alle Beteiligten zur Vernunft und fordert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, die Arbeit im Werk wieder aufzunehmen. Personal-Vorstand Dr. Norbert Bensel: „Wir haben Verständnis dafür, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten jeder um seinen Arbeitsplatz kämpft. Zur Zeit haben wir gute Möglichkeiten, gemeinsam mit den Mitarbeitern des Werkes für jeden von ihnen – trotz der schlechten Arbeitsmarktsituation – eine berufliche Perspektive in der Bahn finden zu können. Ich fordere die Mitarbeiter deshalb auf, diese Chance zu nutzen und das Angebot der individuellen Beratungsgespräche vor Ort wahrzunehmen.“

Für die Mitarbeiter des Werkes gibt das mit den Gewerkschaften und Betriebsräten vereinbarte Beschäftigungsbündnis eine berufliche Zukunft in der Bahn. Seit Montag dieser Woche hat der JobService für die Mitarbeiter des Werkes Opladen sein Vermittlungsbüro eröffnet. Der JobService ist die konzernweite Personalvermittlungsagentur der Bahn und kümmert sich um die berufliche Neuorientierung und Perspektiven für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern, die von einem Wegfall ihres Arbeitsplatzes betroffen sind oder seien könnten. Die Bahn will hiermit die Erfahrungen und Qualifikationen ihrer Mitarbeiter im Konzern für die zukünftige Entwicklung sichern. Der JobService vermittelt deshalb Mitarbeiter auf freie Arbeitsplätze in Konzernunternehmen. Am Montag hat die Bahn 215 zu besetzende Arbeitsplätze in NRW und 47 Arbeitsplätze in der Fahrzeuginstandhaltung bundesweit den Mitarbeitern des Werkes Opladen anboten. Die Arbeitsplatzangebote gehen vom Schlosser in der Instandhaltung von Dieselfahrzeugen in Ulm bis zum Arbeitsplatz für Schlosser und Elektriker mit Qualifizierung zum Wagenmeister in Hagen, Raum Oberhausen und Köln oder Arbeitsplatz mit Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer in Köln. Zwischenzeitlich sind weitere 40 Arbeitsplätze in der Region hinzugekommen.

... [siehe unten]

Die Zahl der Angebote wird sich in den folgenden Monaten weiter erhöhen

Deutsche Bahn AG
Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation

Deutsche Bahn AG
Christine Geißler-Schild
Sprecherin Technik
 

Zur Werksschließung in Opladen: Bahn weist Vorwürfe der Landesregierung zurück und mahnt Betriebsrat zur Vernunft 
Bensel: Gesundheit von Beschäftigten nicht aufs Spiel setzen

(Berlin, 02. Juli 2003) Die Deutsche Bahn sieht die Eskalation der Ereignisse um das Werk Opladen mit großer Sorge. Sie weist allerdings die Vorwürfe einer mangelnden Kooperation bei den Verhandlungen der Werksübernahme durch einen Investor zurück, den die Landesregierung NRW in einem öffentlich gemachten Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden der DB AG zum Ausdruck bringt. Die Bahn mahnt alle Beteiligten zur Vernunft. Personal-Vorstand Dr. Norbert Bensel: „Wir haben Verständnis dafür, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten jeder um seinen Arbeitsplatz kämpft. Die Bahn hat wie wenige Groß-Unternehmen mit den Gewerkschaften ein flächendeckendes Beschäftigungsbündnis abgeschlossen, wonach bei der Bahn auch aus betriebsbedingten Gründen Mitarbeiter nicht einfach entlassen werden können. Die Bahn nimmt somit ihre soziale Verantwortung wahr.“

So werde auch allen Beschäftigten des Werkes Opladen ein neues Arbeitsplatzangebot gemacht – vorzugsweise in Nordrhein-Westfalen. Bensel: „Ich habe deshalb kein Verständnis dafür, dass jetzt die Gesundheit von Beschäftigten durch einen eskalierenden Hungerstreik aufs Spiel gesetzt wird und dass wir sogar daran gehindert werden sollen, den Beschäftigten in Opladen Angebote für neue Arbeitsplätze und für umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Ausbildung zum Lokführer zu machen.“ Die Bahn habe deshalb einen JobService eingerichtet und biete den Beschäftigten auch Einzelberatung an. 

Die Wortführer des Protestes in Opladen, so Bensel, räumen mittlerweile selber ein, dass es ihnen bei ihren Aktionen gar nicht um neue Arbeitsplätze und Qualifizierung der Beschäftigten für eine sichere berufliche Perspektive gehe, sondern ausschließlich um die Erhaltung des Standorts. Zur Schließung des Standorts Opladen gibt es keine Alternative. Bensel: „Ich frage mich, wer am Ende die Verantwortung dafür übernimmt, dass die Beschäftigten in Opladen davon abgehalten werden, neue Arbeitsplätze anzunehmen, die sonst anderweitig besetzt werden müssen.“ Alle Modelle, über die lange verhandelt worden sei, hätten sich als nicht tragfähig erwiesen. Die Bahn muss sich angesichts ihrer Modernisierungsoffensive mit Fahrzeugen, die nicht mehr so wartungsintensiv sind, von Werkskapazitäten trennen – nicht nur Opladen.

Aktuell zu besetzen sind in NRW 215 Arbeitsplätze einschließlich Qualifizierungsmaßnahmen, die die Bahn allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch den JobService angeboten hat: 

20 Arbeitsplätze für Schlosser und Elektriker mit Qualifizierung zum Wagenmeister/Wagenmeisterin, Einsatzort: Hagen, Raum Oberhausen und Köln 

10 Arbeitsplätze für elektrotechnische Meister mit Qualifizierung zum Bauüberwacher/Bauüberwacherin. Einsatzort: Duisburg und Köln 

15 Arbeitsplätze mit Qualifizierung zum Arbeitszugführer/Arbeitszugführerin. Einsatzort: NRW 

15 Arbeitsplätze mit Qualifizierung zum Triebfahrzeugführer/Triebfahrzeugführerin. Einsatzort: Köln 

10 Arbeitsplätze mit Qualifizierung zum Lokrangierführer. Einsatzort: Hagen und Raum Wanne-Eickel / Dortmund 

30 Arbeitsplätze für Schlosser und Schweißer. Einsatzort: Paderborn 

5 Arbeitsplätze für Kommunikationstechniker als Servicetechniker/Servicetechnikerin. Einsatzort: Essen und Köln 

5 Arbeitsplätze für Rangierbegleiter/Rangierbegleiterin. Einsatzort: Hagen und Hamm 

40 Arbeitsplätze als Sicherheitsposten und Sicherheitsaufsicht. Einsatzort: NRW 

10 Arbeitsplätze als gastronomische Zugbetreuer/Zugbetreuerin. Einsatzort: Dortmund 

50 Arbeitsplätze als Mitarbeiter/Mitarbeiterin für gewerbliche Tätigkeiten. Einsatzort: NRW 

5 Arbeitsplätze als Landschaftspfleger. Einsatzort: NRW 

Darüber hinaus werden bundesweit folgende 47 Arbeitsplätze in der Fahrzeuginstandhaltung angeboten: 

10 Arbeitsplätze für Elektrofachleute als Elektriker/Elektrikerin und Elektroniker/Elektronikerin. Einsatzort: München 

20 Arbeitsplätze für Schlosser/Schlosserinnen in der Instandhaltung von Dieselfahrzeugen. Einsatzort: Ulm 

7 Arbeitsplätze für Elektriker/Elektrikerin. Einsatzort: Frankfurt/Main 

10 Arbeitsplätze für Mechatroniker/Mechatronikerin in der Instandhaltung. Einsatzort: Frankfurt/Main 

Die Zahl der Angebote wird sich in den folgenden Monaten weiter erhöhen.
 

Die Chronologie der Ereignisse 

Die Deutsche Bahn hatte in den vergangenen Monaten mit Nachdruck Verkaufsaktivitäten des Werkes Opladen forciert, mit dem Ziel, den Standort zu erhalten. Alle geführten Gespräche mit möglichen Investoren wurden von deren Seite eingestellt, da kein realistisches tragfähiges Konzept auf der Basis nachfragegerechter Leistungen, auch mit Unterstützung unabhängiger Wirtschaftsprüfer, erstellt werden konnte. In die Gespräche waren die Betriebsräte, Gewerkschaftsvertreter, das Land und der Bund einbezogen.

Im Sommer 2001 hatte die Deutsche Bahn AG ein Sanierungskonzept aller Werke der schweren Instandhaltung erarbeitet, um Überkapazitäten abzubauen und die Werke künftig wirtschaftlich zu betreiben. Es wurde beschlossen, acht Standorte im Bundesgebiet zu schließen, darunter das Werk Opladen in Nordrhein-Westfalen. Die Bahn hat zu jeder Zeit eine Privatisierung dieser Werke angestrebt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Es gilt das Prinzip: Verkauf geht vor Schließung.

Leider mündete keine der Verkaufsaktivitäten für das Werk Opladen in abschließende Verhandlungen mit einem Investor. Das zuletzt von der Gewerkschaft Transnet vorgetragene Konzept war ebenfalls nicht realisierbar. Die geforderte Voraussetzung, ein Arbeitsvolumen für anfangs180 Mitarbeiter durch die Bahn über fünf Jahre zu garantieren, ist nicht zu erfüllen.

In den Monaten davor hat die Deutsche Bahn zur Sicherung des Standortes Opladen verschiedene Ansätze zur Privatisierung eingeleitet. So hat die Bahn 2001 gemeinsam mit dem Land NRW ein Standortkonzept in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit einer Privatisierung abzusichern. Ende 2001 erfolgte die europaweite Ausschreibung des Werkes zum Verkauf. Bombardier hatte hier Interesse bekundet. Noch vor Einstieg in vertiefende Verhandlungen hat das Unternehmen sein Angebot zurückgezogen.

Ergänzend wurde im vergangenen Jahr mit einer Interessentengruppe aus dem Werk Opladen ein Management Buy Out (MBO) verhandelt. Unabhängige Wirtschaftsprüfer stellten jedoch fest, dass ohne Industriepartner ein solches Konzept nicht tragfähig ist. Neuerliche Verhandlungen mit Bombardier wurden aufgenommen und mit den MBO-Ansätzen verknüpft. Mitte April 2003 hat Bombardier diese Gespräche beendet, begründet mit der zu erwartenden unzureichenden Auslastung für einen eigenständigen, privatisierten Standort.

Aufgrund hoher Überkapazitäten in den Revisionswerken und unter Berücksichtigung der hohen Investitionen der Bahn in die Modernisierung der Fahr-zeugflotte, die zusätzlich den Bedarf an Instandhaltungskapazitäten verringern, sieht die Bahn keine Alternative zur Anpassung ihrer Kapazitäten.

Deutsche Bahn AG
Dieter Hünerkoch
Leiter Kommunikation

Deutsche Bahn AG
Christine Geißler-Schild
Sprecherin Technik

DB Presseinfos


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Stiftung Warentest gibt Rurtalbahn gute Noten

Kreis Düren. Die Stiftung Warentest hat im ersten Halbjahr 2003 Regionalbahnen in Deutschland getestet und schreibt unter der Überschrift «Viele gute Züge» über den Regionalverkehr auf den Schienen in Deutschland.

Die Rurtalbahn ist eine von 18 getesteten Bahnen. Die Redakteure der Stiftung Warentest würdigen das gute Angebot der Rurtalbahn mit kurzen Taktzeiten.

Für Sauberkeit wird der Rurtalbahn ein überdurchschnittliches Prädikat erteilt. In der Rubrik «Fahrgastinformation» wird vor allem der Telefonservice der Rurtalbahn als vorbildlich bezeichnet.

Der Service der Fundsache hat die Rurtalbahn als Beste der 18 Bahnen bestanden. Ein von den Tester in der Rurtalbahn liegen gelassener Terminplaner mit Anschrift wurde in kürzester Zeit an den «Verlierer» zurückbefördert.

Während im Bereich «Service und Komfort» die Behindertenfreundlichkeit und die Fahrrad- und Kinderwagenfreundlichkeit der Rurtalbahn hervorgehoben wird, bemängeln die Redakteure der Zeitung die fehlende Toilette und siedeln die Rurtalbahn bei Raumklima (fehlende Klimaanlage) und Sitzkomfort nur im Mittelmaß an.

Hans-Peter Nießen, Geschäftsführer für den Bahnbereich der Dürener Kreisbahn GmbH, zum Testergebnis: «Das gute Testergebnis in den Bereichen Sauberkeit, Fahrgastinformation und Service der Fundsache bestätigt uns in der Kundenorientiertheit unseres Unternehmens.

Wir wissen, dass unsere Regio Sprinter sich im Einsatz auf der Rurtalbahn bewährt haben, dass wir jedoch kurz- bis mittelfristig über andere Fahrzeugkonzepte nachdenken müssen, um auch hier unseren Kunden Optimales bieten zu können.»

Aachener Zeitung  (02.07.2003 | 17:51 Uhr)


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Merzenich: Neuer S-Bahn-Haltepunkt

An der Strecke Köln - Aachen wurde in km 35,0 der neue S-Bahn-Haltepunkt Merzenich errichtet. Für eine Zufahrtstrasse ist allerdings kein Geld mehr vorhanden. Autos können aber über einen Feldweg die Bahnstation erreichen. Die Busse des ÖPNV halten auf der Brücke in der Nähe.


 

Buir

Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Strecke Köln - Düren hat sich auch der Bahnhof Buir verändert. Der Bahnsteig besitzt jetzt zu den Durchgangsgleisen hin eine (hässliche) Lärm- oder Personenschutzwand. Der Bahnübergang ist durch eine neue Unterführung entfallen, dadurch ist auch das Stellwerk Bf verwaist.

Peter Weber


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Schlechte Noten für Bahnhöfe der Region Trier

Schlechte Noten erteilt die Deutsche Bahn AG insbesondere ihren Bahnhöfen in der Region Trier. In einer jetzt erschienen Broschüre „Bahnhofsentwicklungskonzeption Rheinland-Pfalz – Einladung zum Dialog“ wurden alle Bahnhöfe im Bundesland einer Bewertung nach den Kriterien Kundeninformation, Erscheinungsbild, Aufenthaltsqualität, Reisebedarf, Bauliche Anlagen, Barrierefreier Zugang / Ausstattung und Intermodalität bewertet. Vergleicht man nun die 43 Bahnstrecke miteinander, erhält die Saarstrecke den letzten, die Eifelstrecke den vorletzten und die Obermoselstrecke nach Perl den viertletzten Platz. 

Dieses beschämende Ergebnis gerade für die Urlaubsregion Trier / Saar / Eifel ist nach Meinung des „Arbeitskreises Schienenverkehr im Rheinland“ nicht allein auf die jahrelange Vernachlässigung der kleineren Stationen durch die Deutsche Bahn AG bzw. früher die Bundesbahn zurückzuführen, es zeigt sich hier auch das vielfach anzutreffende Desinteresse der Kommunen, den Bahnhof als Eingangstor zum Ort anzusehen und entsprechend für ein optisch und funktional gutes Erscheinungsbild mit Sorge zu tragen. Indiz für diese Tatsache ist es, dass in der Pfalz die gleichen schlechten Bahnhöfe existierten, dort aber in den vergangenen 10 Jahren eine große Zahl von Gemeinden mit eigenen Zuschüssen für Verbesserungen sorgten. Die Folge: die fünf ersten Plätze werden allen von Bahnstrecken belegt, die in der Pfalz liegen, teilweise mit der „Traumnote“ 1,0! 

Immerhin gibt es auch in der Region Trier vereinzelt positive „Ausnahmen“. So sind die Neubau-Halte Konz-Mitte, Kreuz Konz und Ehrang Ort, aber auch die Bahnhöfe Kordel und Traben-Trabach mit „grün“ (= guter Zustand) bewertet worden. Wichtige Bahnhöfe wie Trier Hbf, Wittlich Hbf oder Gerolstein hingegen zeigen mit ihrer Einstufung in die „rote“ Kategorie, dass noch ein großer Nachholbedarf besteht. Hier gilt es nach Ansicht des Arbeitskreises, in konzertierten Aktionen alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und in zu erstellenden Stufenplänen konkrete Verbesserungsmaßnahmen zu planen. Die verschiedensten Bahngesellschaften, die Kommunen und der SPNV-Zweckverband als Moderator sollten gemeinsam dies erarbeiten. Wenig hilfreich ist es jedoch, lediglich zu bevorstehenden Kommunalwahlen das Thema Bahnhof in den Vordergrund zu rücken, nur um dann in den Folgejahren andere Projekte zu favorisieren. Gerade auch für den Tourismus sollte die Chance moderner Bahnhöfe genutzt werden.

Bewertung der Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
 
 
KBS rot (x5) gelb (x3) grün (x1) Wert
460 4 5 1 3,6
461 - 15 3 2,7
462 2 3 - 3,8
465 - 11 - 3,0
466 2 7 - 3,4
470 - 8 3 2,5
471 3 12 5 2,8
474 8 9 - 3,9
477 1 8 3 2,7
478 3 8 - 3,6
479 - 3 1 2,5
625 3 8 1 3,3
629 2 6 2 3,0
660 2 12 1 3,1
661 6 - 4 3,4
662 3 5 6 2,6
666 1 1 11 1,5
667 1 3 9 1,8
670 2 18 2 3,0
671 - 7 4 2,3
672 4 10 8 2,6
673 1 10 3 2,7
674 - 5 2 2,4
675 1 8 2 2,8
676 1 8 3 2,7
677 5 6 - 3,9
677.1 - - 4 1,0
678 - - 3 1,0
679 - 1 3 1,5
680 4 9 6 2,8
685 6 3 - 4,3
690 15 11 3 3,7
691 - 2 1 2,3
692 7 3 2 3,8
693 - 1 1 2,0

Die 5 besten Strecken :  Wörth – Lauterbourg (677.1), Winden – Bad Bergzabern (678), Neustadt –  Wissenbourg (679),  Frankenthal – Ramsen (666), Neustadt Hbf – Monsheim (667)

Die 5 schlechtesten Strecken: Saarbrücken – Trier (685), Jünkerath – Ehrang (474), Schifferstadt – Wörth (677),  Trier – Perl (692), Betzdorf – Dillenburg (462)

Arbeitskreis Schienenverkehr im Rheinland, Presse-Info Mai 2003


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Abschied von der Baureihe 215

In den frühen Morgenstunden des 27. Juni wurden mit 215 034, 035 und 036 die letzten Kölner 215er als Fbz 76900 von Köln-Deutzerfeld nach Trier überführt, wo weitere Loks aufgenommen wurden. Die Maschinen wurden ins AW Bremen abgefahren. 

Weitere Einsätze der Baureihe 215 wird es auf der Eifelstrecke also nicht mehr geben.

CMe