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NACHRICHTEN: Februar  2003



Februar 2003 [< Nachrichten Übersicht ]

23.02.2003 Remagen: 400 Tonnen Beton schweben lautlos ans Ziel (GA)
21.02.2003 Moselstrecke: Fahrplanänderung wegen Unfall in Hatzenport (DB)
19.02.2003 Hatzenport: Unfall mit Güterzug - DB-Pressemeldung(DB)
19.02.2003 Hatzenport: Unfall mit Güterzug - PP Koblenz(PP)
21.02.2003 Trier: ÖPNV-Fahrkarte für die tollen Tage(TV)
18.02.2003 Euskirchen: Bauzug mit 203 311-6 (PWe)
19.02.2003 Hatzenport: Zwei mit Neuwagen beladene Güterwaggons entgleist (TV)
18.02.2003 RLP: "Schluss mit Bahn-Chaos im Land" (RU)
13.02.2003 Randnotizen (MWo)
11.02.2003 Santer-Kommission für überregionalen Verkehrsverbund Saar-Lor-Lux(TV)
13.02.2003 ÖPNV-Brevier gegen „Fachchinesisch“ (HPK)
10.02.2003 Brühl: Entgleisung (HGK) (SJa)
07.02.2003 Jugendleiter-Card (JULEICA) (EAZ)
06.02.2003 Milliarden-Vertrag soll Rheinland-Pfalz-Takt sichern (TV)
06.02.2003 Trier: Sonderzug nach Karlsruhe - Eintracht-Zug wird länger (TV)
06.02.2003 EBM: Weitere DFG-Leistung (CMi)
06.02.2003 Trier: Loks BR 215 und 141 zur Verschrottung? (RKr)
06.02.2003 Trier: Sonderzug nach Karlsruhe (TV)
05.02.2003 Autofasten (TV)
04.02.2003 Zug zum Flug: Bahnanschluss für Findel und Kirchberg (TV)
01.02.2003 Trier Nord: Bahnanschluss bleibt (TV)


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400 Tonnen Beton schweben lautlos ans Ziel 

Der neue Fußgängertunnel von der B 9 bis zum Bahnhof Remagen liegt auf Sand 
In nächtlicher Aktion bewegt sich der Koloss zentimetergenau unter die Behelfsbrücke

Von Werner Meyer 

Remagen. Der Koloss ist 20 Meter lang und hat ein Eigengewicht von locker 400 Tonnen. Doch er schwebt fast wie von Geisterhand bewegt Millimeter für Millimeter voran, bis er nach eineinhalb Stunden exakt dort liegt, wo die Planer ihn hin haben wollten. 

Scheinwerfer tauchten Beton und Arbeiter am Remagener Bahnhof in grelles Licht. Der Fußgängertunnel wurde Zentimeter um Zentimeter nach rechts an die alte Unterführung herangeschoben. Foto: Vollrath

Bei etwas gespenstigem Nachtlicht ist der späte Samstagabend ein fast historischer Moment für Remagen: Der zukünftige Fußgängertunnel wird auf riesigen Schienen und auf Spezialgleitern mit Stickstoff-Luftkissen an die alte bestehende Unterführung geschoben, in den nächsten Tagen erfolgt der Durchstich. 

Es ist zwar Routine für die drei dick eingepackten Männer am Rande der Baugrube, aber trotzdem ist es spannend. Andreas Burghardt von der Kommunalbau Rheinland-Pfalz, Richard Grohse von der Fritz-Herzog-AG und Günter Koch als Leiter des ausführenden Ingenieurbüros verfolgen sehr aufmerksam das Szenario. 

Grelle Scheinwerfer hüllen die Baustelle in grelles Licht, die Arbeiter wieseln gezielt umher, jeder Griff sitzt exakt. Um den Bahnhof und die Gleise auch von der B 9-Seite her anbinden zu können, wird seit November die neue Unterführung gebaut. 

Später, im kommenden Jahr, wird die Attraktivität des Remagener Bahnhofs deutlich gesteigert sein. Mit Park & Ride-Parkplätzen, die durch den neuen und alten Fußgängertunnel mit den Gleisen, aber ebenso mit der Innenstadt verbunden sein werden. Aufzüge befördern vor allem auch Rollstuhlfahrer und Behinderte aus dem "Untergrund" ans Tageslicht. 

Das gesamte Umfeld wird freundlich und für den Benutzer erkennbar gestaltet. Die Gesamtmaßnahme kostet fünf Millionen Euro. 

Doch bis zur Eröffnung wird noch viel Erde bewegt, viel Geld ausgegeben. Für die Nachtaktion am Samstag hatten die Arbeiter in wochenlangen Bemühungen den schweren Tunnel an Ort und Stelle geschalt und betoniert. Um die Baugrube überhaupt ausheben zu können, wurden die dort liegenden Rangiergleise getrennt, die Züge mussten auf die Schienen direkt am Bahnhof umgeleitet werden. "Um solche Aktionen durchführen zu können, muss man im Vorfeld planen und entsprechende Genehmigungen einholen", erklärte Burghardt. 

Die Oberleitungen mussten gekappt, die Schienen abgeschweißt und entfernt, Proben für den Untergrund müssen genommen werden, ohne Erlaubnis für die Nachtarbeiten geht natürlich gar nichts. Und schließlich stand der Termin: Die Nacht von Samstag auf Sonntag. 

"Ein Verfahren aus der ehemaligen DDR, inzwischen immer weiter perfektioniert", fand laut Grohse Verwendung in Remagen. Eine Behelfsbrücke über die tiefe Arbeitsschlucht stand, der Tunnel wurde betoniert und lag auf speziell vorbereitetem Untergrund aus Sand. "Da durfte sich nichts mehr bewegen, der Koloss lag schon in exakter Richtung", erläuterte Koch. 

Schwere Eisenträger wiesen den Weg Richtung alte Unterführung, wohin der Tunnel geschoben werden sollte. Seitlich an dem Bauwerk sind vier schwere Träger angebracht, mit denen die 400 Tonnen schließlich über Druckzylinder angehoben und auf den Luftkissen wie von Geisterhand lautlos geschoben wurden. 

Für Mitternacht war die Aktion angekündigt, um 20.30 Uhr begann sie. "Wir sind eben schnell", freute sich Grohse. Dass durch die vorgezogene Zeit kaum Schaulustige das Verschieben der schweren Fracht mitbekamen, störte niemanden, so konnten die Arbeiter in Ruhe den Tunnel verlegen. 

Ohnehin lief das Ganze ohne die geringste Hektik ab, lediglich ein Stück Kantholz musste abgesägt werden, weil es dem Transportgut im Wege stand. "Ein paar wenige Zentimeter Luft nach oben und zu den Seiten, mehr Toleranz haben wir nicht. Wir sind nicht in der Feinmechanik, sondern am Bau, hier rechnen wir noch in Zentimetern", gab sich Burghardt auch noch locker, als der Tunnel knapp vor dem Ziel angekommen war. 

"Passt, wackelt nicht und hat ein kleines Stückchen geplante Luft zu der Trennmauer an der alten Fußgängerunterführung", stellte das verantwortliche Experten-Trio am Rande fest, als sich die 400 Tonnen fernbedient wieder senkten. Lediglich mit einem Handschlag wurde die ungewöhnliche und äußerst exakte Arbeit "gefeiert". 

Während von weitem vereinzelt jecke Tön der Remagener Narren zu hören waren, hatten 400 Tonnen Beton fast ohne Geräusch nach einer "Wanderung" von zwei Dutzend Metern einen neuen Platz gefunden. Gleich nach dieser Meisterleistung hob ein riesiger mobiler Kran die Eisenträger und die Druckzylinder aus der Grube, und die Verfüllung begann. 

Bis zum Montag soll das gewaltige Arbeitsloch in der Erde zu sein. Dass Planungen nicht immer so funktionieren, hatte sich am Remagener Bahnhof bereits gezeigt. Im Vorfeld der Arbeiten entdeckte der Kampfmittelräumdienst an einem Gleis einen verdächtigen Gegenstand in der Tiefe und untersagte daher Rammungen. 

Das urspüngliche Vorhaben, dort eine Spundung einschlagen, musste wegen der damit verbundenen Erschütterungen fallen gelassen werden, der große Bohrer kam zum Einsatz. Wer die Geschichte von Remagen kennt, wird über Bombenfunde in der Stadt nicht erstaunt sein. 

Dieser Fund wird nicht der letzte sein. Bei den weiteren Arbeiten zur Gestaltung des Bahnhofsumfeldes werden die Sprengstoffexperten dieses Objekt noch genauer unter die Lupe nehmen. 

(GA/23.02.2003) 


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Fahrplanänderung auf der Moselstrecke 
Busersatzverkehr zwischen Treis-Karden und Kobern-Gondorf 

(Frankfurt am Main / Koblenz, 21.2.2003) Nach dem Güterzugunfall in Hatzenport und den damit verbundenen Reparaturarbeiten kann der Streckenabschnitt zwischen Treis-Karden und Kobern-Gondorf auf noch unbestimmte Zeit nur eingleisig befahren werden. Dadurch entfallen alle RegionalBahnen (RB) zwischen Treis-Karden und Kobern-Gondorf sowie der Gegenrichtung und werden durch Busse ersetzt, die nicht immer am Bahnhof halten:

Bus-Haltestellen: 

Treis-Karden   am Bahnhof 
Müden          B 416, Höhe Bahnhof 
Moselkern      B 416, Höhe Bahnhof 
Hatzenport     B 416, Einfahrt Campingplatz 
Löf            B 416, Höhe Bahnhof 
Kattenes       B 416, Höhe Bahnhof 
Lehmen         B 416, am Bahnübergang 
Kobern-Gondorf am Bahnhof 

Die Züge warten in Kobern-Gondorf und Treis-Karden jeweils die Ankunft der Busse ab.

Besonders zu beachten ist, dass umlaufbedingt die RB 22207 zwischen Cochem (ab 7.03 Uhr) und Treis-Karden (an 7.14 Uhr) und die RB 22264 zwischen Koblenz Hbf (ab 12.15 Uhr) und Kobern-Gondorf (an 12.31 Uhr) entfallen.

Die RegionalExpress-Züge (RE) und die InterCity-Züge (IC) sind von dieser Maßnahme nicht betroffen. Mit Verspätungen ist aber auch hier zu rechnen. Bei der Reiseplanung sollte daher beachtet werden, dass Anschlusszüge nicht immer erreicht werden. 

Weitere Informationen sind bei den Verkaufsstellen der Bahn oder über die Rufnummern 01805-194 195 und 11 8 61 zu erhalten. 

Hartmut Lange
Kommunikation Hessen, 
Rheinland-Pfalz, Saarland
hartmut.lange@bahn.de


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DB-Pressemeldung:

Behinderungen auf der Moselstrecke nach Güterzugentgleisung in Hatzenport 
Beide Gleise zwischen Kobern-Gondorf und Treis-Karden gesperrt

(Frankfurt am Main, 19. Februar 2003) Gegen 10.30 Uhr sind zwei Wagen eines Güterzugs auf der Fahrt von Koblenz nach Trier in Hatzenport entgleist und die Böschung hinabgestürzt. Die Güterwagen hatten Autos geladen.

Die Moselstrecke ist zwischen Kobern-Gondorf und Treis-Karden unterbrochen. Güter- und Fernverkehr werden umgeleitet, Züge des Nahverkehrs wenden in den o.a. Bahnhöfen, dazwischen werden Busse eingesetzt,.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist niemand verletzt worden. Zur Klärung der Unfallursache ist auch das Eisenbahnbundesamt eingeschaltet worden. 

Gerd Felser
Deutsche Bahn AG
Pressesprecher Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Gerhard.Felser@bahn.de


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Hatzenport: Unfall mit Güterzug - Folgemeldung

PP Koblenz
Pressemeldung vom 19.02.2003, 11:45 Uhr 

Ereignis : Unfall mit Güterzug 
Ort :         Hatzenport/Mosel 
Zeit :         10.15 Uhr 
Sachverhalt : Ergänzend zur Erstmeldung:

Abgestürzt ist entgegen der Erstmeldung nur ein Waggon, der zweite hängt noch an der Kupplung über dem Tal und droht abzustürzen. Menschen kamen definitiv nicht zu Schaden. Der gemeldete Schaden an dem Wohnhaus ist nur minimal (Dachziegel, Regenrinne). Neben dem Güterwaggon wurden 15-20 Neufahrzeuge beschädigt/zerstört. Die Bergungsarbeiten dauern an, die Bahnstrecke ist noch auf unabsehbare Zeit gesperrt. 

Hinsichtlich der Unglücksursache deuten erste Indizien auf einen gebrochenen Radreifen hin. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Wir bitten daher, derzeit von weiteren Nachfragen abzusehen. Ein ausführlicher Pressebericht folgt. 

PP Koblenz
Moselring 10-12
56068 Koblenz
Tel: 0261 / 103-2013


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Trier: ÖPNV-Fahrkarte für die tollen Tage

TRIER. Die Lizenz zum Feiern hat Scheckkarten-Format und kostet 11,11 Euro. Triers Prinzenpaar Carmen I. vom Verkehrsverbund und Christoph I. von der City-Initiative haben das Karneval-Ticket für die Session 2003 vorgestellt, mit dem die Narren von Weiberfastnacht bis Fastnachtsdienstag mit Bus und Bahn fahren können. Neu: Die ÖPNV-Fahrkarte gilt erstmals für die gesamte Region Trier. 

TV vom 21.02.2003


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Euskirchen: Bauzug mit 203 311-6

1. Lok: 203 311-6 (DB Bahnbau), gebaut als 202 169-9 in Henningsdorf 12/1969, Fabrik-Nr. 12470, modernisiert in BR 203 am 20.01.2003.

2. Gerätewagen 633

3. Wohnwerkstattwagen 480 (ehem. 3achsiger Umbauwagen)

4. Kranwagen (168 ?)

5. Dwg 817 (4achsiger Flachwagen) in gelb, als Schutzwagen
 
Bauzug am ehemaligen Dürener Bahnsteig in Euskirchen.
203 311-6 vor Bauzug in Euskirchen. Fotos (2): Peter Weber

Peter Weber


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Zwei mit Neuwagen beladene Güterwaggons entgleist

Koblenz (dpa) - Zwei mit Neuwagen beladene Güterwaggons sind auf der Bahnstrecke von Koblenz nach Trier entgleist. Die Waggons seien bei Hatzenport in Rheinland-Pfalz auf einer Eisenbahnbrücke von der Lok abgerissen und auf eine Kreisstraße herunter gestürzt. Das teilte die Polizei mit. Menschen wurden nicht verletzt. An der Unglücksstelle am Bahnhof von Hatzenport gab es Gleisarbeiten. Die genaue Unfallursache ist aber noch unklar. 

TV vom 20.02.2003


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RLP: "Schluss mit Bahn-Chaos im Land"

18.02.2003 10:08 Uhr 

SINZIG / KREIS AHRWEILER. Mit der Forderung ?Wir wollen mit 
pünktlichen Zügen fahren" verband die CDU im Kreis 
Ahrweiler gestern ihren Protest gegen das ?Bahn-Chaos". 
CDU-Landtagsabgeordneter Guido Ernst, Sinzigs 
Stadtverbandschef Markus Schlagwein und 
CDU-Stadtratsmitglied Karl-Heinz Inhoffen hatten sich in 
aller Frühe am Sinziger Bahnhof zu einer Flugblattaktion 
eingefunden. 
?Auf den Zug muss Verlass sein. Doch davon sind wir aus 
Rheinland-Pfalz weit entfernt. In den ersten Wochen des 
neuen Jahres ist es noch schlimmer geworden. Züge fallen 
aus. Züge halten auf freier Strecke. Die Fahrgäste werden 
nicht informiert. Massive Verspätungen häufen sich", hatten 
die Christdemokraten in ihrem Flugblatt ihre Sicht der 
Dinge festgehalten. ?Jährlich rund 350 Millionen Euro lässt 
sich das Land den Schienennahverkehr kosten. Für diese 
Riesensumme darf man volle Qualität erwarten", meinte Guido 
Ernst. 
?Es kann nicht sein, dass in einem Hochtechnologieland bei 
vier Grad minus die Weichen nicht mehr funktionieren, weil 
niemand mehr da ist, der sie eisfrei hält", so die 
Christdemokraten weiter. Die CDU-Rheinland-Pfalz will eine 
nüchterne Bestandsaufnahme der Lage im Nahverkehr und kein 
Schönreden, schimpften die CDU-Vertreter gestern auf 
Landesregierung und Bahn. Dabei nahmen die Christdemokraten 
die Bahnmitarbeiter ausdrücklich in Schutz: ?Sie geben sich 
alle Mühe. Sie sind für das Chaos nicht verantwortlich, 
müssen aber täglich mit dem Ärger und dem Zorn von immer 
mehr Fahrgästen fertig werden." Von 6.30 Uhr bis 8 Uhr 
wollten die Christdemokraten bei klirrender Kälte vor allen 
auch mit den Berufspendlern ins Gespräch kommen. 
Grundsätzlich kein ganz einfaches Unterfangen, da die 
Pendler naturgemäß etwas in Eile waren, um die an diesem 
Morgen recht pünktlichen Züge noch zu erreichen. 
Von vielen Klagen über die Bahn bis hin auch zu einer 
gewissen Grundzufriedenheit reichte dabei das aufgeschna 
ppte Meinungsspektrum. Oder wie meinte ein Pendler: ?Die 
Pünktlichkeit der Bahn ist für mein persönliches Erleben 
nicht unbedingt das Problem, aber sie sollten einmal das 
Thema Sauberkeit in den Zügen ansprechen." ?Teilen Sie uns 
ihre Erfahrungen mit dem Nahverkehr in Rheinland-Pfalz 
mit", fordert die CDU die Bürger auf. Im Kreis Ahrweiler 
kann dies unter der Rufnummer (0 26 41) 50 80, per Fax 
unter (0 26 41) 3 16 71 oder unter der E-Mail-Adresse 
eckart.lesch@cdu-aw <mailto:eckart.lesch@cdu-aw.de> 
erfolgen. (RU/bez) 

RU


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Randnotizen

- In Kalscheuren kommt die Arbeit am neuen Tunnel voran. Der Abstieg von Gleis 51/52 (?? -> wo die Eifel-Bahnen halten) ist fertig betonniert. 

- In Kierberg wurde der Mittelbahnsteig durch ein Gitter in Richtung Gleis 1 gesichert; die Absperr-Kette durch eine - manuell zubedienende - Schranke ersetzt. 

- Bis auf ein kurzes Stück zwischen Kierberg und Erftstadt ist der Kabelschacht fertig. 

- Auf der Erfttalbahn, die erst vor ca. vier Jahren komplett renoviert wurde, schaukelt es von Euskirchen bis hinter Stotzheim schon wieder kräftig. Keine sehr solide Arbeit... 

Marco


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Kernland ohne Anschluss
Santer-Kommission für überregionalen Verkehrsverbund im Saar-Lor-Lux-Raum

Von unserer Redakteurin SABINE SCHWADORF

TRIER. Die Großregion von Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Wallonien liegt zwar im Herzen Europas. Verkehrstechnisch ist sie allerdings weit ab vom Schuss. Das will die Santer-Kommission ändern. Sie schlägt deshalb einen Verkehrsverbund vor, der die Hindernisse für den freien Verkehr in der Großregion aus dem Weg räumen soll.

"Je tiefer die EU zusammenrückt, desto stärker werden die Regionen." Dieses Credo verkündet Jacques Santer bei jeder der Sitzungen der gleichnamigen Kommission, die ein Zukunftsbild der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz-Wallonien für das Jahr 2020 zeichnen soll. Dass es damit aber nicht weit her ist, musste das Team um den renommierten Luxemburger nun (auch) beim Thema Verkehr und Infrastruktur feststellen. "In der Großregion wird an verschiedenen Strängen in verschiedene Richtungen gezogen. Es gibt zu viele sporadische Initiativen", sagt Santer. 
Nicht nur, dass die Großregion von den Achsen der Schnellverkehrszüge abgekoppelt sei oder der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) an Attraktivität für die Mehrzahl der Pendler zu wünschen übrig lasse. Es fehle das große Ganze, ein Konzept für die Verkehrspolitik in der Großregion. "Wir setzen uns für einen großregionalen Verkehrsverbund ein, der einen wettbewerbsfähigen ÖPNV anbieten soll", sagt Franz Peter Basten, Koordinator der Santer-Kommission. Dazu sollen auch private oder halb-öffentliche Förderer gefunden werden, der Prozess solle wissenschaftlich begleitet werden. "Ohne eine entscheidende Veränderung kommt kein ÖPNV in der Großregion zustande. Er ist heute in einem desolaten Zustand", sagt Basten. 

Um derzeit mit der Bahn von Trier nach Metz zu reisen, muss man in Luxemburg eine Stunde auf den Anschluss warten; von Luxemburg nach Brüssel scheint der Fahrplan jahrzehntelang ohne Veränderung geblieben zu sein; gut 75 000 Pendler fahren jeden Tag mit ihrem eigenen Auto nach Luxemburg zur Arbeit gegenüber rund 3600 Grenzgängern, die den ÖPNV nutzen. Dies sind nur wenige Beispiele dafür, dass die Kernregion Europas infrastrukturell aufgewertet werden muss, bevor sie ins Abseits gerät, heißt es in der Santer-Kommission. Zu ihr gehören auf rheinland-pfälzischer Seite auch Alt-Ministerpräsident Carl-Ludwig Wagner und Ex-Staatssekretär Karl Haehser. 

Ob Luftverkehr, Bahnverbindungen oder Schiffswege - das Santer-Team will der Präsidentschaft der Großregion deshalb bei ihrem nächsten Gipfel im Juni eine Liste vorstellen, auf der die verkehrstechnischen Hindernisse aufgeführt werden sollen. "Ich glaube, dass die Infrastruktur in der Großregion oberste Priorität haben muss. Und dafür muss auch das nötige Geld bereitstehen", fordert Jacques Santer. Dafür wolle er sich auch beim aktuellen Präsidenten der Großregion, Saarlands Ministerpräsident Peter Müller, stark machen. 

TV vom 11.02.2003


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Presseinfo

Sehr geehrte Damen und Herren, 
beiliegend eine Presse-Info zu einem neuen Projekt des "AK Schienenverkehr 
im Rheinland" - dem ÖPNV-Brevier. In diesem Werk werden kurz und knapp 
wichtige Begriffe aus dem Bereich von Bus und Bahn erläutert mit regionalem 
Schwerpunkt auf die Eifel. Wir hoffen, dass auch Sie dies für Ihre Arbeit 
nutzen können. 

Mit freundlichen Grüßen 
Hans-Peter Kuhl 
AK Schienenverkehr im Rheinland 
 

ÖPNV-Brevier gegen „Fachchinesisch“

Eine neue Serviceleistung für alle am öffentlichen Personenverkehr Interessierte bietet der „Arbeitskreis Schienenverkehr im Rheinland“ jetzt an. Mit einem über Internet abrufbaren „ÖPNV-Brevier“ soll auch Nichteisenbahnern die Diskussion rund um Schiene und Bus erleichtert werden. Fachbegriffe werden hier in leicht verständlichen Worten erläutert, dabei wird die Eifelregion mit ihren Besonderheiten wie z.B. den hier tätigen Verkehrsunternehmen vertieft berücksichtigt. Zusätzlich geben – wo möglich – Internet-Adressen als Link Hinweise für weitere speziellere Informationen zu einer Vielzahl von Themen.

Ausgelöst wurde dieses „Projekt“ durch eine Anfrage des Gerolstein Bürgermeisters Matthias Pauly, welcher in einem Gespräch darauf hinwies, wie nützlich es gerade in der Kommunalpolitik auch sein könnte, kurz und knapp für das „Fachchinesisch“ der Bahn Erklärungen zu finden. Hieraus ist das ÖPNV-Brevier entstanden, welches fortlaufend ca. alle 2- 3 Monate erweitert wird. Die zweite Ausgabe mit insgesamt 20 verschiedenen Begriffserklärungen ist bereits abrufbar, die nächste Erweiterung befindet sich in der Arbeit. Zum leichteren Erkennen werden alle neuen, alphabetisch geordneten Begriffe in Kursivschrift einsortiert. Zu finden ist das ÖPNV-Brevier als Download unter der Internet-Adresse http://members.tripod.de/Eifelquerbahn

Verbesserungsvorschläge, Wünsche zu speziellen Begriffen oder ähnliches können dort gerne als e-mail geäußert werden. Der Arbeitskreis hofft, auf diesem Weg gerade auch denjenigen, die nur gelegentlich sich mit dem ÖPNV oder der Schiene befassen (müssen), eine praktikable, kostenfreie Hilfe anbieten zu können. 


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Brühl: Entgleisung (HGK)

Heute [10.02.2003] entgleiste in Brühl bei der HGK ein Güterwagen beim Rangieren, der Zug wollte vier geschlossene Wagen in den Gleisanschluß der Mauser Werke schieben, 
wobei die erste Achse geradeaus fuhr und die zweite Achse auf der Weiche zum 
zweiten (nicht mehr benutzten Gleisanschluß der Mauser Werke) / ehem. 
Zuckerfabrkik nach links fuhr, dabei entgleiste der Wagen. 

Stefan Jansen


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Jugendleiterinnen und Jugendleiter fahren billiger Bahn 
Gute Neuigkeiten für die Inhaberinnen und Inhaber der Jugendleiter-Card (JULEICA)

Astrid Schmitt, MdL, freut sich, dass alle Besitzerinnen und Besitzer der JULEICA, die die BahnCard zum Preis von 60 Euro erwerben wollen, hierzu einen Zuschuss von 20 Euro erhalten können. Die JULEICA erhalten alle ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die an einer Schulung des kreiseigenen Jugendamtes teilgenommen haben.

Auch nachdem durch das neue Preissystem der Bahn AG die BahnCard deutlich billiger geworden sei, werde das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend deren Kauf durch die Inhaberinnen und Inhaber der JULEICA weiter unterstützen. „Der Zuschuss könne unter Vorlage von Kopien der Jugendleiter-Card und der BahnCard formlos beim Landesjugendamt in Mainz beantragt werden“ gibt Astrid Schmitt bekannt. 

„Die BahnCard ist anerkanntermaßen ein sinnvolles Instrument, um umweltbewusstes Verkehrsverhalten zu fördern. Deshalb freue ich mich, dass Inhaberinnen und Inhaber der Jugendleiter-Card auch weiterhin ein sehr attraktives Angebot zur Nutzung der Bahn vom Ministerium gemacht werden kann. Außerdem stärkt es die Anerkennung der ehrenamtlich geleisteten Arbeit mit Jugendlichen, die ich für sehr wichtig erachte“, so Astrid Schmitt abschließend.

EAZ Ausgabe 07/2003


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Milliarden-Vertrag soll Takt sichern
Mainz verhandelt mit der Bahn - Bis 2014 werden alle Strecken ausgeschrieben

Von unserem Redakteur JOACHIM WINKLER

MAINZ. Ein langfristiger Vertrag mit der Bahn soll trotz Sparpolitik den Rheinland-Pfalz-Takt weitestgehend erhalten. Das Land setzt auf Entgegenkommen der DB und plant mit Abbestellquoten von bis zwei Prozent pro Jahr. 

Millionen-Einsparungen soll ein bis Ende 2014 laufender Verkehrsvertrag zwischen Land, den beiden kommunalen Zweckverbänden für den Nahverkehr und der Deutschen Bahn (DB) bringen. Die Vereinbarung, die bis Ende März unter Dach und Fach sein muss, um Planungssicherheit ab 2004 zu schaffen, regelt auch die stufenweise Ausschreibung des Streckennetzes in den kommenden elf Jahren. 

Sparen und trotzdem weiterfahren 

Bisher war geplant, bis spätestens 2011 alle Regionalstrecken im Land öffentlich auszuschreiben, um im Wettbewerb zu möglichst günstigen Fahrangeboten zu kommen. Für die nun längere Planungssicherheit der Bahn hofft das Land im Gegenzug niedrigere Zuschüsse pro Zugkilometer aushandeln zu können. Gleichzeitig sollen Fahrleistungen von eins bis zwei Prozent jährlich abbestellt werden. 

Bisher erhält das Land jährlich rund 350 Millionen Euro Regionalisierungsmittel vom Bund für den öffentlichen Personennahverkehr. Davon fließen 280 Millionen direkt in den Schienenverkehr. Etwa 90 Prozent dieser Summe (250 Millionen Euro) kassiert die DB als Zuschuss für die insgesamt 33 Millionen Zugkilometer im Regionalverkehr, die von den Zweckverbände bei ihr bestellt werden. Der geplante Vertrag mit der Bahn stellt nach Angaben von Verkehrsminister Bauckhage sicher, dass der Rheinland-Pfalz-Takt in den nächsten Jahren "weitestgehend" erhalten bleibt. Bauckhage war bereits nach heftigen Diskussionen um angeblich geplante Einsparungen von 25 Millionen Euro zurück gerudert und hatte versichert, dass es weder zu Streckenstilllegungen noch zu massiven Einschnitten kommen werde. 

Allerdings sollen weniger ausgelastete Strecken auf den Prüfstand gestellt und späte oder frühe Verbindung sowie die Taktfolge gegebenenfalls neu bestimmt werden. Eine Liste gefährdeter Strecken gebe es nicht, wird im Verkehrsministerium versichert. Zusätzliche Angebote im Rheinland-Pfalz-Takt wird es künftig nur geben, wenn an anderer Stelle gespart wird. Die Grünen befürchten eine schleichende Ausdünnung des Rheinland-Pfalz-Taktes in den nächsten Jahren. Ankündigungen aus dem Verkehrsministerium, künftig nur noch in besonderen Ausnahmen Investitionszuschüsse für Schienenprojekte zu zahlen und aus der Förderung von Schienenfahrzeugen ganz auszusteigen, werden nach ihren Angaben die Kosten der Zweckverbände erhöhen und damit zum Abstellen von Zügen führen.

TV vom 08.02.2003


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Eintracht-Zug wird länger

TRIER. (AF) Wer spontan mit dem Eintracht-Sonderzug nach Karlsruhe fahren will und noch keine Karte hat, bekommt noch eine Chance: Der Sonderzug zum Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) wird erweitert - nach Bemühungen der Deutschen Bahn wird ein fünfter Wagon eingesetzt. Dadurch wird die Kapazität von 360 auf 450 Plätze erhöht. Restkarten gibt es bei Sport Linz (Trier, Bahnhofstraße). Bei der Eintracht geht man davon aus, dass auch die übrigen Tickets schnell weg sind. Wer sich derweil schon auf ein Flutlicht-Derby gegen Aachen gefreut hat, wird enttäuscht: Die Partie, die ursprünglich am Freitag, 7. März, um 19 Uhr auf dem Aachener Tivoli steigen sollte, ist auf Sonntag, 9. März (15 Uhr), verlegt worden.

TV vom 08.02.2003


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EBM: Weitere DFG-Leistung

Laut DS-Privatbahn-Forum fährt die EBM seit dieser Woche neben dem bekannten Malzzug nach Kulmbach/Schweinfurt eine weitere DFG (Dritte, Fernverkehr, Güter)-Leistung quer durch Deutschland. Jeweils in der Nacht von Montag auf Dienstag gehts mit 10-12 Wagen von Bitburger auf gen Norden, genauer gesagt nach Oldenburg. In der folgenden Nacht geht die Fahrt dann wieder zurück. Abfahrt angeblich gegen 23.00 Uhr ab Euskirchen jeden Montag. Über die Ankunft Mittwochs weiß ich nix, der Zug geht aber auch um 23.00 Uhr ab Oldenburg wieder zurück...ich vermute, er wird relativ früh in Euskirchen sein, damit die Lok evtl. nach dem Tanken direkt weiter Richtung Kulmbach laufen kann.

Christoph


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Lokzug zur Verschrottung?

Auf dem Schienenweg am Samstag nach Gerolstein ist er mir schon aufgefallen, heute habe ich ihn mir mal unter die Lupe genommen: Der Lokzug, bestehend aus folgenden Maschinen, in unmittelbarer Nähe des Hbf Trier abgestellt: 

BR 215: 
139-7, 131-4, 125-6, 132-2, 120-7, 117-3, 123-1, 114-0, 127-2, 121-5, 043-1, 130-6 
(bei den beiden letzteren Loks ist die Nr. seitlich bereits überpinselt!) 

BR 141: 
055-4, 121-4 

Ob diese Loks auf ihre Verschrottung bei der Fa. Steil im Trierer Hafen warten? 

R. Kremer, 06.02.2003 
NimsSauertalbahn@web.de

PS.: Fotos folgen bei Gelegenheit! 


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Eintracht-Ecke

Riesiger Ansturm auf den Sonderzug am Sonntag nach Karlsruhe: Bereits am gestrigen Mittwoch waren alle 360 Tickets für die vier Waggons verkauft. "Das ist ein Riesenerfolg", freute sich Eintracht-Pressesprecher Ralf Wigger, der aber bedauerte, dass nicht mehr Trierer Fans mit dem Sonderzug zur Partie beim KSC anreisen können: "Wir haben versucht, kurzfristig die Kapazität des Sonderzuges zu vergrößern, aber das war nach Gesprächen mit der Bahn leider logistisch nicht möglich."(fan) 

TV vom 06.02.2003


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Ohne Auto geht es auch
Bistümer und evangelische Kirche rufen zu Autofasten auf

TRIER. (hil) Auf Süßigkeiten, Alkohol oder ähnliches verzichten Menschen in der Fastenzeit seit Generationen. Die Tradition des Autofastens ist vergleichsweise jung. Zum sechsten Mal rufen die Bistümer Trier und Mainz gemeinsam mit der evangelischen Kirche im Rheinland, in Hessen und Nassau dieses Jahr zum Autofasten auf.

Das Auto stehen lassen, Besorgungen zu Fuß erledigen, zur Arbeit radeln oder für längere Fahrten Bus und Bahn nutzen. Also verzichten, um sich über den Einsatz des Autos bewusster zu werden und nebenbei die Umwelt zu schonen - das ist es, was die Organisatoren der Aktion wollen. 
"Autofasten ist eine zeitgemäße Form christlichen Fastens", betont Hans-Gerd Wirtz von der Umweltkommission des Bistums Trier. 

Ziel sei es nicht, ausschließlich den Verzicht zu propagieren, sondern mit dem organisierten Fasten eine Chance zur Verbesserung der Lebensqualität zu eröffnen. 

Man wolle mit der Aktion, an der in den letzten fünf Jahren fast 3000 Männer und Frauen teilgenommen haben, dazu animieren, vor dem Hintergrund der christlichen Botschaft den alltäglichen Umgang mit dem Auto zu hinterfragen. 

Es gehe nicht darum, das Autofahren zu verteufeln. Vielmehr stehe die Suche nach alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten im Vordergrund. 

Das betonten sowohl Wirtz als auch VRT-Geschäftsführer Wolfgang Hammermeister. Der Verkehrsverbund unterstützt das Autofasten mit 200 Zwei-Wochen- Tickets, die unter allen Teilnehmern, die sich bis zum 10. März angemeldet haben, verlost werden. Im ganzen Aktionsgebiet - Rheinland-Pfalz und Saarland - werden insgesamt 700 Tickets verlost. 

Unter Autofastern, die bereits im vergangen Jahr an der Aktion teilgenommen haben und in diesem Jahr einen weiteren Autofaster zum Mitmachen animieren können, werden zusätzlich zehn Bahn-Cards verlost. 

Unterstützt wird der Autoverzicht in Trier außerdem durch die Zweiradwerkstatt der TINA. Gewinner der Autofasten-Tickets können sich dort kostenlos ein Fahrrad leihen. Für alle anderen gibt es in der Aktionszeit vom 15. März bis zum 15. April Sonderkonditionen. 

Informationen zur Aktion:  www.autofasten.de oder Telefon unter 0651/810 53 33. 

TV vom 05.02.2003


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Zug zum Flug
Bahnanschluss für Findel und Kirchberg

Von unserem Mitarbeiter MARCUS STÖLB

LUXEMBURG. Die luxemburgische Regierung hat die Weichen für eine Schienenanbindung von Flughafen und Kirchberg gestellt. Davon profitieren könnten auch Pendler aus der Region Trier.

Im Zug zum Flug - ab 2014 wird es eine direkte Schienenverbindung von Trier über Wasserbillig zum Flughafen Findel geben. Der Ministerrat des Großherzogtums hat jetzt ein Großprojekt beschlossen, das sowohl eine Schienenanbindung des Airports wie auch des aufstrebenden Stadtteils auf dem Kirchberg vorsieht. Zwar muss das luxemburgische Parlament dem Projekt "Modul K" noch zustimmen, doch deutet alles darauf hin, dass auch die Abgeordneten grünes Licht geben werden. 
Das Konzept sieht vor, dass der Kirchberg in zwei Etappen an das Schienennetz angeschlossen wird. Schon in vier Jahren soll eine so genannte Train-Tram den Bahnhof der Stadt Luxemburg mit dem Messe- und Europazentrum verbinden. Dieses Fahrzeug kann sowohl auf klassischen Eisenbahnschienen als auch auf speziellen Straßenbahnschienen fahren. 

In einem zweiten Projektabschnitt soll dann ab 2014 der Flughafen vor den Toren der Stadt direkt an das Schienennetz angebunden werden. Bei Sandweiler wird dazu ein neuer Schienenstrang abgezweigt, der über Findel bis zu einem Peripherie-Bahnhof auf dem Kirchberg führen wird. Auf dieser Strecke würde dann sowohl die Train-Tram als auch auch der klassische Zug fahren. 

Rund 2,6 Milliarden Euro wird Luxemburg in den kommenden 20 Jahren in den massiven Ausbau seines Schienennetzes investieren. Allein die Anbindung von Findel und Kirchberg soll 390 Millionen Euro kosten. So soll der Anteil der Menschen, die im Großherzogtum öffentliche Verkehrsmittel benutzen, von derzeit etwa 14 auf 25 Prozent gesteigert werden. Untersuchungen haben ergeben, dass bislang 93 Prozent der Pendler aus dem Ausland für ihren Weg nach Luxemburg das Auto benutzen. 

Was die Pendlerströme anbelangt, setzen die Planer vor allem auf die französischen Nachbarn. "Die Autobahnanbindung der Region Trier an den Flughafen und die Stadt ist sehr gut", sagt Tom Juttel vom luxemburgischen Transportministerium . Deshalb sei man bei den Planungen davon ausgegangen, dass selbst bei einem besseren Schienenverkehrsangebot die meisten deutschen Pendler mit dem Auto fahren würden. Gleichwohl birgt der Ausbau des Schienennetzes im Nachbarland auch Chancen für die Region Trier. Denn viele Deutsche arbeiten auf dem Kirchberg oder fliegen vom Findel ab. Beide Ziele sind bislang ohne Auto nur mühsam zu erreichen. 

TV vom 04.02.2003


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"Bahnanschluss bleibt"
Wirtschaftsdezernentin: Unbegründete Ängste

TRIER. (hw) Selten stehen in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten Geschäftsführung und Betriebsrat zusammen, wie bei Laeis Weichenbau in Trier.Mit einem Protestschreiben kämpfen Betriebsrat und IG-Metall für den Bahnanschluss in Trier-Nord.

Die Geschäftsführung des 50-köpfigen Unternehmens Laeis, das Weichen unter anderem für die Bahn AG herstellt, macht sich sogar ernsthafte Sorgen um den Bestand des Metall-Betriebes. "Dazu gibt es keine Gründe", sagt indes Wirtschaftsdezernentin Christiane Horsch. " Es ist keine Frage, dass wir alles tun, den Bahnanschluss zu erhalten. Im Gegenteil wir setzen für die Zukunft auf die Schiene." 
Bei dem Trierer Unternehmen klingelten die Alarmglocken, als bei der Veröffentlichung des geplanten Flächennutzungsplans für Trier-Nord der Gleisanschluss nicht zu erkennen war. "Ohne den Gleisanschluss könnten wir das Unternehmen keinesfalls wie jetzt geplant von 50 auf 80 Mitarbeiter erweitern", sagte der Betriebsratsvorsitzende Helmut Schwind. Mittelfristig wäre sogar der Standort Trier insgesamt gefährdet. Wirtschaftsdezernentin Horsch teilt diese Sorgen nicht und verspricht, dass der Bahnanschluss bleibt. "Es wäre aber wichtig, dass auch weitere Unternehmen die Schiene als Transportmittel nutzen, denn in wenigen Jahren werden wir chaotische Verhältnisse auf den Straßen haben." Wichtig sei dabei auch, dass die Deutsche Bahn AG Strecken, die sie nicht selbst bewirtschaftet, zu "vernünftigen" Preisen anbiete, damit das Potenzial besser genutzt werde. 

TV vom 01.02.2003

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Zwangsaufenthalt: 
In Bonn-Duisdorf musste der Zug wegen einer Störung halten und konnte erst einige Minuten später die Fahrt fortsetzen.
Zwischenstop:
Der Halt an Gleis 3 im Bonner Hauptbahnhof dauerte keine Minute

Fotos: Peter Weber

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