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NACHRICHTEN: Januar  2003



Januar 2003 [< Nachrichten Übersicht ]

30.01.2003 Pressemeldung zu den Finanzproblemen der trans regio GmbH (FEn)
27.01.2003 Ehrang: Ortsbeiratssitzung (u.a. Bahnunfall vom 29.08.2002) (TV)
27.01.2003 Bahn lässt ihre Senioren im Stich (TV)
24.01.2003 Trier: InterCity-Anbindung für 3 Jahre sicher (EAZ)
24.01.2003 Endstation Trierer Hafen (3) (RKr)
23.01.2003 Hetzerath (Moselstrecke): Fototip (KRo)
19.01.2003 Bauarbeiten auf der Moselstrecke (DB/KRo)
17.01.2003 Verschrottung BR 215/103: Endstation Trierer Hafen (2) (RKe)
16.01.2003 Verschrottung BR 215/103: Endstation Trierer Hafen (1) (RKe)
17.01.2003 Streit um Sparkurs für Regional-Bahn (TV)
15.01.2003 Gleisbauarbeiten zwischen Pünderich und Ürzig (TV)
15.01.2003 Kein Kahlschlag beim Bahn-Takt (TV)
14.01.2003 "Das ist moderne Wegelagerei" (TV)
13.01.2003 Weniger Züge, um Löcher zu stopfen (TV)
13.01.2003 Wer es bequemer will, zahlt drauf (TV)
13.01.2003 Kunden werden vergrault (TV)
13.01.2003 Pendler sauer: Intercitys zu teuer (TV)
11.01.2003 Ignoranten (TV)
11.01.2003 Ärgerliche Verspätungen (TV)
03.01.2003 Trier: Tödliche Abkürzung / Stillstand in Pfalzel (TV)
04.01.2003 Vortragsreihe in Gerolstein erfolgreich gestartet (PWe)
01.01.2003 Malzzug - an Neujahr! (PWe)


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Pressemeldung zu den Finanzproblemen der trans regio GmbH 

Förderverein: Von einer drohenden Einstellung des Bahnverkehrs zwischen 
Kusel und Kaiserslautern kann keine Rede sein 

Angesichts der Medienberichte um Finanzprobleme um trans regio und einer 
möglichen Einstellung des Bahnverkehrs durch das Verkehrsunternehmen nimmt 
der Förderverein Schienenverkehr Glan-Lautertal-Bachbahn e.V. wie folgt Stellung: 

"Der ÖPNV in der Westpfalz darf durch offenkundigen Fehlentscheidungen des 
früheren Mitgesellschafters und der früheren Geschäftsführung, die bekannt 
gewordenen technischen Mängel an Fahrzeugkomponenten und die Unruhe bei der 
Muttergesellschaft Rheinbahn nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Trans 
regio hat einen bis zum Jahr 2008 laufenden Verkehrsvertrag mit dem 
Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd zu erfüllen. Dem 
Unternehmen wurde die Anschaffung der Fahrzeuge durch Zuschüsse bzw. 
Darlehen der öffentliche Hand erleichtert, es erhält für den Bahnbetrieb 
laufende Zuschüsse. Die kommunale Rheinische Bahngesellschaft AG Düsseldorf 
als 100%ige Eigentümerin hat sowohl für die über 60 Beschäftigten an den 
drei rheinland-pfälzischen Standorten wie auch für einen funktionierenden 
Bahnverkehr in der Westpfalz Verantwortung übernommen, zu der sie sich 
bekennen muss. 

Der Förderverein geht davon aus, dass das kommunale Unternehmen Rheinbahn 
die weiteren Schritte - auch vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen 
der Staatsanwaltschaft - für die Öffentlichkeit und die Fahrgäste in der 
Pfalz transparent und nachvollziehbar darlegt. Die Bahnkunden dürfen nicht 
verunsichert werden, sondern auf die Zuverlässigkeit des ÖPNV vertrauen 
können. 

Der Förderverein hat erst kürzlich ein erstes Gespräch mit der 
Geschäftsleitung von trans regio zur Bildung eines Fahrgastbeirates für die 
Strecke Kusel - Landstuhl geführt und steht auch mit der Rheinbahn in 
Kontakt. Wir gehen davon aus, dass sich die Muttergesellschaft Rheinbahn zu 
ihrer Verantwortung bekennt und den Verkehrsvertrag erfüllt, sonst wären 
beispielsweise solche Initiativen sinnlos. 

Sollte der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Rheinbahn in Düsseldorf 
beschließen, die trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH zu liquidieren, so 
stehen dem als Aufgabenträger verantwortlichen Zweckverband 
Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd die notwendigen Instrumente 
zur Verfügung, um den Rheinland-Pfalz-Takt nach Kusel weiter garantieren zu 
können (Auferlegung gemäß § 4 Satz 2 RegG). Befürchtungen, dass der Verkehr 
nach Kusel wegen einer möglichen Auflösung der trans regio GmbH eingestellt 
werden müsste, sind deshalb aus Sicht des Fördervereins nicht begründet. Die 
Rheinbahn ist für diesen Fall aufgefordert, unverzüglich und unbürokratisch 
Personal und Fahrzeuge einem anderen Betreiber zur Verfügung zu stellen. 

Für den Vorstand 

Fritz Engbarth, stv. Vorsitzender 


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Ehrang: Ortsbeiratssitzung

Die nächste Sitzung des Ortsbeirates Ehrang-Quint findet am Mittwoch, 5. Februar, 20 Uhr, im Edith-Seifer-Haus, Franziskusstraße 33 statt. Auf der Tagesordnung: Informationen zum Bahnunfall vom 29. August durch Gesundheitsamt, Berufsfeuerwehr, Ordnungsamt und Bahn AG; Ortsteilbudget 2001-2003; SPD-Anträge "Hochwassersituation" und "Straßenbeleuchtung in Quint"; Änderung des Teilbebauungsplanes "Auf der vorderen Heide". 

TV vom 27.01.2003


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Bahn lässt ihre Senioren im Stich 
Nach dem großen Streichkonzert: Ehrenamtliche halten Betreuungsstellen des Bahnsozialwerks am Leben

GEROLSTEIN/JÜNKERATH. (vog) Die Beratungsstellen des Bahnsozialwerkes (BSW) sind in der Eifel nur noch durch Ehrenamtliche aufrecht zu erhalten. Zu den Ortsstellen Jünkerath (550 Mitglieder) und Gerolstein (950 Mitglieder) gehören ausschließlich Senioren. Sie müssten ansonsten für die BSW-Hilfsangebote weite Wege bis Köln oder Saarbrücken in Kauf nehmen. Das ist jedoch für viele unmöglich. 

"Die Senioren wurden vor den Kopf gestoßen. Es ist unverständlich, wie sich die Bahn AG und ab 2005 auch das Amt für Bundeseisenbahnvermögen (BEV) aus der Verantwortung stehlen", schimpft Hans Gith, Betreuer der BSW-Beratungsstelle Jünkerath. Der 66-Jährige macht den ehrenamtlichen Dienst seit sieben Jahren an zwei Vormittagen je Woche und will, so lange er gesund bleibt, weitermachen. Albert Wehlen, Vorsitzender der Ortsgruppe Gerolstein, meint: "Ich habe mich mit der Regelung abgefunden, weiß aber, dass es so nicht in Ordnung ist. Mir tun die alten Leute leid, die auf das Hilfsangebot angewiesen sind." 
Franz-Otto Smits, Chef der Kölner BSW-Zentrale, weiß: "Gith ist der schärfste Gegner der Änderung, aber auch der erste gewesen, der ehrenamtlich eingesprungen ist." Smits sieht aber nicht nur bei der Bahn den Schwarzen Peter: "Auch Banken und Krankenversicherungen sind aus dem einheitlichen Finanzierungstopf ausgestiegen." 

Nach der Privatisierung der Bundesbahn übernahm die Stiftung BSW die Betreuungsstellen. Von Anfang 1996 bis Ende 2001 wurden sie von dem Bahn AG-Banken-Versicherungen-Konsortium finanziert. Dann sprang die BEV-Behörde ein. "Bundesweit werden 6,14 Millionen Euro gebraucht, das kann das BSW mit den Stiftungsgeldern nicht bezahlen", sagt Smits. 

Prognosen, wie es nach dem Ausstieg der BEV-Behörde Ende 2004 weitergehen wird, wagt der Kölner BSW-Chef nicht. Solange wie möglich wollen die engagierten Ehrenamtlichen für die 1500 BSW-Angehörigen in der Eifel weitermachen, erklären sie unisono. 

Durchschnittlich 30 Senioren berät Gith jede Woche in Jünkerath. Einer von ihnen ist Rudi Schmitt aus Alendorf. Der 73-Jährige sagt: "Die Geschäftsstelle in Jünkerath ist absolut wichtig. Ich könnte nicht für meine Angelegenheiten nach Köln fahren, weil ich meine kranke Frau nicht so lange alleine zu Hause lassen kann." 

Gith hilft Schmitt bei den Anträgen zur Kur für dessen Ehefrau, die seit 31 Jahren unter Multipler Sklerose leidet. Auch beim Antrag zu einem Erholungsaufenthalt in einem BSW-Hotel ist Gith der richtige Ansprechpartner. 

Johann Lucas kommt wegen einem anderen Problem zum BSW-Schalter. Der 68-Jährige hat zum Jahresbeginn die neue Freifahrkarte nicht erhalten. Ein Telefonat und Gith hat für den Rentner aus Jünkerath alles geregelt. 

Ein Griff ins Regal, und schon naht Hilfe 

Renate Feininger wartet schon hinter Lucas. Sie ist für ihren Onkel Josef Lenzen unterwegs. Der 80-Jährige hat den zweiten Schlaganfall erlitten, und seine Ehefrau braucht Formulare für die Vollmachten zur Kranken- und Pflegeversicherung. Ein Griff ins Regal, und schon sind die Papiere parat. 

Auch bei Sterbefällen steht Gith mit Rat und Tat zur Seite. Oder bei Bankangelegenheiten. Gith weiß: "Alte Leute haben oft 10 000 Euro oder mehr auf dem Giro- statt auf dem Sparkonto." 

Der Gerolsteiner BSW-Vorsitzende Wehlen zeigt den Unterschied zwischen Betreuungs- und Beratungsstelle auf. Er erklärt: "Wir dürfen beispielsweise bei Rentenanträgen nur beim Ausfüllen helfen, und dann müssen sie bei der Verbandsgemeinde abgegeben werden. Die Betreuungsstellen in Köln oder Saarbrücken können sie annehmen und abstempeln." 

Die BSW-Beratungsstellen sind nur für Mitglieder offen. Der monatliche Beitrag beträgt 2,50 Euro, für Hinterbliebene zwei Euro. Öffnungszeiten in Jünkerath: Dienstag und Donnerstag von 9 Uhr bis 12 Uhr, in Gerolstein: Mittwoch von 9.30 Uhr bis 12 Uhr.

TV vom 27.01.2003


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Intercity-Anbindung Trier für drei Jahre sicher 

Zu einem Gespräch über die neue Intercity-Anbindung der Stadt Trier und der Eifel-Mosel-Region trafen sich am Jahresende Vertreter der DB AG, Bereich Reise & Touristik, mit dem „Arbeitskreis Schienenverkehr im Rheinland“. Kernpunkt der Aussagen der Bahnmitarbeiter: dem Intercity wird ein adäquater Zeitraum zur effektiven Markteinführung gegeben. Die Nachfrageentwicklung der nächsten 2 Jahre wird dann eine Beurteilung darüber erlauben, ob die Fernverkehrsanbindung dauerhaft erhalten bleiben soll. Verbesserungen des eingesetzten Wagenmaterials werden sukzessive erfolgen.

Ausgangspunkt des Gesprächs, welches der Sprecher des Arbeitskreises, Hans-Peter Kuhl, mit den Herren Reiske (Internationales Routen-Management) und Ostwald (Teamleiter Kurz- und Mittelfristplanung Fernverkehr) in Frankfurt führte, war eine vom Arbeitskreis Ende 2000 beim Europäischen Parlament eingebrachte Petition zur Bedienung Triers und Luxemburgs im Fernverkehr der Bahn. Die EU-Kommission hatte während ihrer Prüfungen der Petition festgestellt, dass „es Anzeichen dafür gibt, dass grenzüberschreitende Verkehrsdienste in der EU unterentwickelt sind“ und Gespräche des Arbeitskreises mit den deutschen Behörden hierüber angeregt.

Während das Bundesverkehrsministerium die Gesprächsanfrage rundweg ablehnte – wie eine gleich geartete Petition im Jahr 2000 auch – hatte die DB AG sofort ihr Interesse signalisiert. Die Moselfernzüge wurde von den Bahnvertretern zwar als „leicht defizitär“ eingestuft, jedoch würden sie ihren Deckungsbeitrag im Gesamtnetz des Fernverkehrs erbringen. Deutlich werde dies zusammen mit der Erwartung einer positiven Weiterentwicklung durch die vermehrten Fahrten nach Luxemburg, welche von drei auf fünf Fahrtenpaare zum Fahrplanwechsel aufgestockt wurden. Insbesondere die neue direkte IC-Verbindung Luxembourg – Frankfurt soll dazu beitragen, dass der Fernverkehr auf der Moselstrecke eine attraktive Alternative zu anderen Verkehrsträgern wird. Von Beginn der IC-Fahrten an seien klimatisierte 1. Klasse-Waggons und Bistrowagen im Einsatz, bis 2005 werden auch modernisierte 2. Klasse-Wagen eingesetzt. Hier dauere der Übergang zu höherwertigem Rollmaterial länger, da nur nach und nach die Fahrzeugflotte zwecks Modernisieren aus dem laufenden Verkehr genommen werden könne.

Die Eifelstrecke wurde nicht als Konkurrenz zum Mosel-IC gesehen, da es verschiedene Kundengruppen seien, die die unterschiedlichen Züge benutzten. Angesprochen auf den Wunsch der Region, die Konzer Moselbrücke zweigleisig auszubauen, ebenso wie die Strecke bis Wasserbillig, erklärten die Vertreter von DB Reise & Touristik, dass dieses Vorhaben nicht dem vordringlichen Bedarf des Fernverkehrs entspreche. Hier wäre wohl das regionale Interesse höher anzusehen. Der Vertreter des Arbeitskreises sah dem gegenüber die Bedeutung des Vorhabens in der Zusammenschau. So werde zwar der Regional- und der Güterverkehr jeweils für sich gesehen ein größeres Interesse haben als der Fernverkehrssektor der DB AG, die wirkliche Bedeutung der Baumaßnahme werde aber nur in der Zusammenschau aller Interessen sichtbar. Dies sollte sowohl von der DB insgesamt als auch von der Politik berücksichtigt werden. Mit der Feststellung, dass solche Erörterungen viel zur Klärung verschiedener Standpunkte und Interessen beitragen können, wurde das Gespräch in gutem Einvernehmen beendet. 

EAZ, Woche 05/2003


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Endstation Trierer Hafen (3)

Anliegend ein paar Fotos der "alten" Todeskandidaten und der "Neuankömmlinge", die am 22.01.2003 im Trierer Hafen eingetroffen sind - vom 23.01.2003, 13.00 Uhr.

Kommentare: 

- Selbst in ihrer letzten Stunde ist manche Maschine nicht vor großflächigen Schmierereien gefeit. (Die 103er im Doppelpack sind die nächsten Kandidaten für die Schrottpresse.) Bilder (1) - (3)

- Die erste 103 des Lokzuges, der vergangene Woche in Trier eingetroffen war, ist bereits den Weg allen alten Eisens gegangen: Bei genauer Betrachtung des Schrotthaufens erkennt man ihre sterblichen Überreste ... Bild (4)

- Der Lokzug, der am Mittwoch an seinem letzten Ziel angekommen ist, wurde etwas abseits im Trierer Hafengelände abgestellt. Bild (5)

Nachtrag vom 29.01.2003:
Übrigens war ich gestern mittag noch einmal dort, um die neusten Schrott-103er zu begrüßen. Diese waren jedoch auch nach 13.00 Uhr noch nicht eingetroffen. Die 3 103er, die vorletzte Woche zur Fa. Steil gekommen sind, sind bereits zu Kleinteilen verarbeitet worden. Der 103er-Fünferpack, der heute vor einer Woche eingetroffen ist, harrt noch im Verbund am anderen Ende des Hafenbeckens seinem Schicksal. Aktuelle Meldungen hierzu wie immer unter www.103er.de!

Nachtrag vom 01.02.2003:
Mittags war ich noch im Trierer Hafen, dort standen 8 103er hintereinandergereiht und warten auf die Verschrottung. Mittlerweile hat sich das bei 103er-Fans natürlich rundgesprochen und die Fa. Steil ist zu einem Mekka geworden. 
 
 
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)

Alle Fotos (C) Ralf Kremer

R. Kremer, eMail: NimsSauertalbahn@web.de
 


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Hetzerath: Interessanter Zug- bzw. Fototipp

Jede Woche Freitags fährt ein fester Sonderzug (Fun-Express) von Rheine mit
diversen Haltestellen in Nordrhein-Westfalen über Koblenz die Moselstrecke
entlang bis nach Hetzerath (zwischen Wittlich und Trier). Geplante Ankunft des Zugs
ist jeweils 15.10 Uhr in Hetzerath (wie gehabt unter Vorbehalt).
Der Zug fährt als Zubringer im Auftrag der Fa. Eurostrand für den Eurostrand-Park in Leiwen/Mosel.
Gezogen wird der Zug z.Teil von historischen E-Loks. Im Einsatz war bereits in der
Vergangenheit u.a.  die schweizerische Oldtimer-Lok Re 4/4 10019 aus dem Jahr 1948 (eingestellt bei der NEB Berlin). Am 10.01.2002 wurde der Zug von einem "Krokodil" gezogen, das in letzter Zeit bereits mehrmals zum Einsatz gekommen sein soll.+

Der Sonderzug war auch heute am 24.01.2003 wieder mit einem DB-Krokodil bespannt
und pünktlich unterwegs. Eingestellt in den Zug waren diesmal u.a. auch Waggons der
Eifelbahn-Zugtouren.

Klaus Rodenborn


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Bauarbeiten auf der Moselstrecke
Busse ersetzen die RegionalBahnen zwischen Bullay und Wittlich

(Frankfurt am Main, 15.1.2003) Wegen der Gleiserneuerung zwischen Ürzig und Bullay fallen an den Sonntagen 19. und 26. Januar, 2., 9., 16. und 23. Februar sowie 9., 16. und 23. März 2003 zwischen Ürzig und Bullay (und Gegenrichtung) nachfolgend aufgeführten RegionalBahnen (RB) aus:
 
Wittlich Hbf  ab 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr,  16.00 Uhr, 18.00 Uhr
Ürzig ab 10.04 Uhr, 12.04 Uhr, 14.04 Uhr,  16.04 Uhr, 18.04 Uhr
Bengel ab 10.08 Uhr, 12.08 Uhr, 14.08 Uhr, 16.08 Uhr, 18.08 Uhr
Bullay an 10.14 Uhr, 12.14 Uhr,  14.14 Uhr, 16.14 Uhr, 18.14 Uhr
Bullay ab 09.37 Uhr, 11.34 Uhr, 13.34 Uhr,  15.34 Uhr, 17.34 Uhr, 19.34 Uhr
Bengel ab 09.43 Uhr, 11.41 Uhr, 13.41 Uhr, 15.41 Uhr,  17.41 Uhr, 19.41 Uhr
Ürzig ab 09.48 Uhr, 11.45 Uhr,  13.45 Uhr, 15.45 Uhr, 17.45 Uhr, 19.45 Uhr
Wittlich an 09.52 Uhr, 11.49 Uhr, 13.49 Uhr, 15.49 Uhr, 17.49 Uhr, 19.49 Uhr

Ersatzweise verkehren Busse der Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) zwischen den genannten Bahnhöfen. Die Busse der RMV halten vor den Bahnhöfen in Bullay und Wittlich Hbf, in Bengel an der Kirche und in Ürzig an der Ersatzhaltestelle an der Kreisstr. 57. Die Züge warten in Wittlich die Ankunft der Busse ab. Durch die längeren Busfahrzeiten erhalten die wartenden Züge in Wittlich eine Verspätung von 20 bis 30 Minuten.

In der Gegenrichtung fahren die RegionalBahnen planmäßig in Bullay Richtung Koblenz ab. Reisende, die in Bullay aus Richtung Wittlich mit dem Bus ankommen, erreichen den durch die Baustelle verspäteten RegionalExpress (RE) in Richtung Koblenz. Die RE halten nicht an allen Bahnhöfen. Reisende, die auf den Zwischenstationen aussteigen wollen, müssen den nächsten Takt der RegionalBahn abwarten.

In den Bussen des Schienenersatzverkehrs ist eine Fahrradmitnahme leider nicht möglich.

Außerdem ist an den genannten Sonntagen auf der Moselstrecke mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten zu rechnen. Dies gilt auch für die jeweils vorhergehenden Samstage in der Zeit ab 18.00 Uhr

Bei der Reiseplanung sollte daher beachtet werden, dass aufgrund dieser Verspätungen Anschlusszüge nicht immer erreicht werden.

Die Bahn bittet um Verständnis für die Auswirkungen der Bauarbeiten. 

Hartmut Lange
Kommunikation Hessen, 
Rheinland-Pfalz, Saarland
hartmut.lange@bahn.de

medienbetreuung@bahn.de

Presse-Information der DB


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Endstation Trierer Hafen (Nachtrag)

Danke für die Veröffentlichung der Bilder vom Trierer Hafen. Das ist doch ein - zwar wieder trauriges - Bahnhighlight für die Region. Die Nrn. der zu verschrottenden Loks lauten: 
103 176-4, 227-5 und 237-4 sowie 215 143-9, 107-4 und 148-8.

Am kommenden Mittwoch, 22.01.2003, sollen weitere 6 Maschinen der BR 103 auf ihre letzte Fahrt zur Fa. Steil, Trier, geschickt werden ...

Ralf Kremer, NimsSauertalbahn@web.de 


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Endstation Trierer Hafen

Gestern sind 3 Elloks der BR 103 der DB AG im Trierer Hafen angekommen, um dort (bei der Fa. Steil) zerlegt zu werden. 
 
Elloks der Baureihe 103 warten im Trierer Hafen auf ihre Verschrottung, ...

13.01.03: Auf der Jagd nach etwaiger 103er Richtung Trierer Hafen (sollen dort angeblich bei der Fa. Steil verschrottet werden) habe ich heute mittag dieselben zwar dort nicht angetroffen, aber - sozusagen als Nebenprodukt - außer diversen, wirklich schrottreifen Reisezugwagen, 3 Dieselloks (Nr. war für mich auf die Distanz nicht zu erkennen). Hier eine Auswahl an Fotos.
 
.. ebenso Dieselloks der V 160-Familie (vermutlich 215er).
Noch nicht zur Verschrottung vorgesehen: Grüne Köf mit der Aufschrift "Werklok 2, 323 587-6"
Auch Reisezugwagen fallen im Zeitalter der Triebwagen dem Schneidbrenner zum Opfer

Fotos (4): Ralf Kremer

Ralf Kremer, NimsSauertalbahn@web.de 


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Streit um Sparkurs für Regional-Bahn
Verkehrsminister: Keine Streckenstilllegungen ­ Kürzungsumfang noch unklar

MAINZ. (win) Bei den Einsparungen im Bahnverkehr des Rheinland-Pfalz-Taktes soll es zwar nicht zu Streckenstilllegungen kommen. Unklar bleibt vorerst allerdings, wie hoch die geplanten Kürzungen ausfallen.

Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) hat im Landtag klargestellt, dass es bei den für 2004 geplanten Kürzungen im Schienen-Regionalverkehr nicht zur Stilllegung von Strecken kommen wird. Die eingesparten Gelder sollen in die Finanzierung anderer Linienverkehre (Regiobusse) fließen und dort Haushaltslöcher stopfen. Über die Höhe der zu streichenden Gelder machte Bauckhage keine Angaben. Bisher war von einer Summe von bis zu 25 Millionen Euro die Rede. 

Nur der Entrüstungssturm der vergangenen Tage habe Bauckhage von den keineswegs unverbindlichen Streichplänen abgebracht, sagte der CDU-Abgeordnete Georg Gölter. Wer in diesem Bereich massiv sparen wolle, müsse Strecken stilllegen, weil eine Ausdünnung des Zugverkehrs alleine nicht viel einbringe, so Gölter. Haushaltsprobleme auf Kosten des bundesweit vorbildlich organisierten Schienennahverkehrs im Land zu lösen ist nach seiner Überzeugung jedoch gegen alle Vernunft. 

Die FDP räumte ein, dass die Sparaktion nicht gerade vorbildlich gemanagt worden sei. Die SPD dringt darauf, dass die eingesparten Gelder im Systeme des Öffentlichen Personennahverkehr bleiben. Minister Bauckhage stellte klar, dass es keinen Kahlschlag gebe, aber dennoch gespart werden müsse. Um den effizienten Einsatz der insgesamt 350 Millionen Euro Regionalisierungsmittel des Bundes zu gewährleisten, werden alle Zugverbindungen vor allem in den Tagesrandzeiten und in der Taktdichte auf den Prüfstand gestellt. Mit der Bahn sowie den zuständigen Zweckverbänden Nord und Süd, die für die Bestellung von Fahrleistungen verantwortlich sind, wird verhandelt. Nach Auffassung der Grünen gibt es allerdings genügend Einsparmöglichkeiten im Verkehrsressort außerhalb des Rheinland-Pfalz-Taktes. Die rot-grüne Bundesregierung habe dafür gesorgt, dass die Regionalisierungsmittel entgegen früheren Planungen sogar angestiegen seien, sagte die Abgeordnete Elke Kiltz. Davon profitiere vor allem Rheinland-Pfalz. Dies dürfe nun vom Land durch Kürzungen nicht ins Gegenteil verkehrt werden.

TV vom 17.01.2003


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BAHNARBEITEN

Noch bis Ende März werden auf dem Streckenabschnitt der Deutschen Bahn zwischen Pünderich und Ürzig, Bahn-Kilometer 62,000 bis Bahn-Kilometer 70,000, Gleiserneuerungsarbeiten durchgeführt. Es kann zu Lärmbelästigungen kommen.

TV vom 15.01.2003


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Kein Kahlschlag bei Bahn-Takt

MAINZ. (win) Die Stilllegung von Bahnstrecken oder kompletten Verbindungen im Rheinland-Pfalz-Takt ist vom Tisch. Darauf haben sich Ministerpräsident Beck und Verkehrsminister Bauckhage (FDP) verständigt. Streckenstilllegungen waren im Rahmen der Sparpolitik des Landes vom Verkehrsministerium nicht ausgeschlossen worden. Allerdings bleibt es bei der Vorgabe, 25 Millionen Euro bei den Bahn-Regionalisierungsmitteln einzusparen, um damit letztlich Haushaltslöcher bei den Zuschüssen für Schülerkarten und Regio-Buslinien zu stopfen.

TV vom 15.01.2003


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"Das ist moderne Wegelagerei"
Massive Kritik an der Bahn: TV -Leser über Reform erbost - Große Resonanz auf Telefonaktion

Von unserem Redaktionsmitglied DENISE JUCHEM

TRIER. "Bin ich richtig bei Ihnen, wenn ich mich über die Bahn beschweren möchte?" ­ Für zwei Stunden verwandelte sich gestern die TV -Redaktion anlässlich einer Telefonaktion in die Beschwerdestelle der Bahn, und die Drähte liefen heiß. 

"Wer freiwillig Bahn fährt, muss krank sein. Und wer pünktlich ankommen will, sollte schon gar nicht mit dem Zug fahren." Was sich wie ein Slogan der Autofahrer-Partei anhört, ist der geballte Frust des Berufspendlers Jürgen Brauer aus Trier. "Ich habe das Vergnügen, jeden Tag mit dem Intercity von Trier nach Koblenz zu fahren", erzählt er mit ironischem Unterton. "Meine Erfahrungen nach der Bahnumstellung sind verheerend: Die Züge sind nie pünktlich, die Preise gestiegen und die Waggons in einem schlechten Zustand", erzürnt sich Brauer. 

Für viel Verärgerung sorgt der Intercity (IC), der seit 15. Dezember den Interregio abgelöst hat. "Das ist doch eine Mogelpackung und moderne Wegelagerei. Da hat sich außer der Farbe überhaupt nichts geändert. Der IC bietet weniger für mehr Geld", sind sich viele Bahnfahrer einig. Der IC kostet nämlich im Gegensatz zum Interregio Zuschläge. Der Berufspendler Christoph Oberweis aus Sirzenich muss durch den Wegfall der Interregios 20 Prozent mehr bezahlen. "Ich käme zwar noch zum alten Preis hin und zurück, müsste dafür aber zu lange warten", erklärt er. 

"Die IC-Strecke Trier-Luxemburg halte ich für eine gute Sache", lobt Klaus Buring aus Trier, schränkt aber ein: "Die Bahn sollte sich jedoch überlegen, diese Strecke zuschlagfrei zu machen, sonst sind wir sie bald los." 

Beim Thema Intercity sprudelt es aus Herbert Longen aus Trier nur so heraus: "Mit den ICs haben unsere lieben Politiker uns vielleicht was eingebrockt", regt er sich auf. "Was brauchen wir diesen Zug nach Koblenz? Das ist, seit der ICE von Montabaur aus fährt, ein totes Loch." Seiner Meinung nach wären Verbindungen nach Mannheim, Luxemburg und Köln bedeutend sinnvoller, da von dort die schnelleren Züge abfahren. 

Dreimal pro Woche pendelt der "Bahnfreund" Gustav Vogt aus Trierweiler nach Saarbrücken. Doch trotz aller Liebe zur Eisenbahn fühlt sich der Dozent durch die Bahnreform stark gerupft, denn seit einem Monat bezahlt er für sein Ticket satte 50 Prozent mehr. Trotz der Preiserhöhung wird er in den sauren Apfel beißen und weiterhin Bahn fahren, da er dabei in aller Ruhe arbeiten kann. 

Auch über den undurchsichtigen Tarifdschungel hat sich Gustav Vogt schon geärgert. Als er mit seiner Familie über Weihnachten nach Österreich fahren wollte, ließ er sich von einem Bahnbeamten den günstigsten Preis ausrechnen. "Sage und schreibe fünf Stunden habe ich am Schalter verbracht, und am Ende war ich mir immer noch nicht sicher, dass dies das günstigste Ticket." Dem Schalterbeamten wolle er damit aber keinen Vorwurf machen, denn das neue Tarifsystem sei einfach undurchschaubar. 

Auch das Urteil von Herbert Kail aus Hetzerath fällt hart aus: "Die neue Bahn ist das Letzte." Gerade auf den kurzen Strecken seien die Preise enorm gestiegen. Doch auch auf einer längeren Distanz hat er bereits schlechte Erfahrungen gemacht. "Auf der Strecke Weimar-Saarbrücken wurden wir in Homburg aus dem gebuchten ICE vor die Tür gesetzt und mussten wegen technischer Schwierigkeiten in die Regionalbahn umsteigen." Jetzt versucht der Hetzerather, den zuviel gezahlten ICE-Zuschlag zurück zu bekommen ­ bisher erfolglos. 

Einen Monat nach der Tarifumstellung der Bahn ist ein Großteil der Kunden verärgert. Doch da die meisten auf dieses Verkehrsmittel angewiesen sind, fühlen sie sich machtlos und ausgeliefert.

TV vom 14.01.2003


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Weniger Züge, um Löcher zu stopfen 
Bauckhage will Gelder für den Bahnverkehr im Land kürzen - Keine Auswirkungen in der Region

MAINZ/TRIER. (win/wie) Sparpläne von Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) für den Schienennahverkehr sorgen für Aufregung. Der Minister will rund 25 Millionen Euro der jährlich 350 Millionen Euro, die der Bund für die Bahn-Regionalisierung zahlt, umleiten, um damit Haushaltslöcher im eigenen Etat zu stopfen. Mit den Bundesgeldern zahlen die beiden Zweckverbände im Norden und Süden des Landes den regionalen Bahnverkehr. Sollten laufende Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zu keinem finanziellen Entgegengekommen der DB-Manager führen, ist im schlechtesten Fall mit Einschränkungen im Rheinland-Pfalz-Takt vor allem im Süden des Landes zu rechnen, wie der Sprecher des Verkehrsministeriums, Jörg Wagner sagt. Dort fließen zum einem mehr als die Hälfte der Bundesgelder hin, zum anderen gibt es in der Pfalz und in Rheinhessen viele gesonderte und jüngst erst mühsam reaktivierte Strecken. Denkbar wäre, dass wenig genutzte Verbindungen früh morgens und spät abends oder am Wochenende eingespart werden. Auch eine Verlängerung der Taktzeit einzelner Linien von einer halben oder einer Stunde wird nicht ausgeschlossen. Dass komplette Verbindungen aufgegeben werden könnten, bezeichnete Bauckhage als Horrorvision. Bestritten wird vom Ministerium, eine rechtlich fragwürdige Umleitung von Geldern zu planen. Auf den Schienenpersonennahverkehr in der Region haben die Pläne keine Auswirkungen, wie der Vorsitzende des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Nord, Trier-Saarburgs Landrat Richard Groß, versichert. Über 90 Prozent der benötigten Mittel seien Pflichtzuweisungen des Landes.

TV vom 13.01.2003


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Wer es bequemer will, zahlt drauf
Neues Preissystem und neue Züge sorgen für Ärger bei den Bahnkunden

Von unserem Redakteur BERND WIENTJES

TRIER. Das neue Preissystem der Bahn und der Wegfall der Interregio-Züge sorgt für Ärger bei Bahnkunden. Die Beratung beim Fahrkarten-Kauf dauert länger, einige Strecken sind teurer geworden.

Trier Hauptbahnhof, Reisezentrum, Freitagvormittag. Ein älteres Ehepaar steht am Schalter, will eine Fahrkarte nach Saarbrücken kaufen. "Wann wollen Sie denn wieder zurückfahren?", fragt der durchaus freundliche Bahnmitarbeiter. "Wissen wir noch nicht. Wir gehen einkaufen. Danach fahren zurück." - "Sie müssen mir schon genau sagen, mit welchem Zug Sie wieder zurückfahren wollen, sonst kann ich Ihnen nicht die günstigste Fahrkarte raussuchen", erklärt der lächelnde Schalterbeamte. Hinter dem Ehepaar bildet sich eine kleine Schlange. Das Beratungsgespräch dauert noch eine Weile, bis die beiden Ab-und-Zu-Bahnfahrer ihr Ticket haben. Eine typische Szene in diesen Tagen. "Das, was früher in einer halben Minute erledigt war, dauert nun bis zu zehn Minuten", beschreibt ein Bahnexperte die derzeitige Situation in den Reisezentren. 

"Der Beratungsaufwand ist nicht höher als vorher", meint Bahnsprecher Gerd Felser hingegen. Für Verwirrung sorgt auch, dass man an Nahverkehrsautomaten keine Fahrkarten mehr für Fahrten etwa nach Koblenz oder Saarbrücken kaufen kann. So war es bisher möglich, etwa von Schweich bis Koblenz durchzulösen. Nun muss in Wittlich am Bahnhof beim Umsteigen in den Intercity oder beim Zugbegleiter eine Fahrkarte für den Fernverkehr gekauft werden. Für die Intercity-Züge Interregios gelten nämlich nicht die Tarife des Fernverkehrs. Außerdem wird noch ein Zuschlag fällig. Daher hat das neue Preissystem indirekt doch Auswirkungen auf den Nahverkehr. Zwar bleiben die Preise für die Regionalzüge gleich, doch wer die zu Intercity-Zügen umlackierten Interregios benutzen will, etwa zwischen Trier und Luxemburg, muss mehr zahlen. Und eben das sorgt bei vielen für Ärger. Die Bahn habe bei Vorstellung des neuen Preissystems verschwiegen, welche Auswirkungen der Wegfall der Interregios auf die Bahnpreise haben, kritisieren namhafte Verkehrsexperten in einem Brief an Bahnchef Mehdorn. "Das ist echt ein Dilemma", sagt Unternehemssprecher Felser. 

Verbraucherschützer und der Verkehrsclub Deutschland gehen mittlerweile davon aus, dass die Bahn dem Druck der Kunden nicht allzu lange Stand halten kann und ihr Preissystem korrigieren wird.

TV vom 13.01.2003


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Kunden werden vergrault
BERND WIENTJES ZU: BAHN

Bahnfahren ist angeblich billiger geworden. So richtig glauben will es keiner. Fast Jeder hat nämlich mindestens ein Beispiel parat, wo Zug fahren teurer geworden ist. Und die, die ab und zu mal fahren, schreckt das neue, komplizierte Preissystem ab. Statt sich am Schalter anzustellen und sich dann noch ewig lang beraten zu lassen, bis der passende Preis, der dann vielleicht hätte doch noch günstiger sein können, wenn man nur mit einem anderen Zug zu einer anderen Zeit gefahren wäre, nutzen viele lieber doch gleich wieder das Auto. Und einige, die es sich leisten können oder deren Firmen die Reisen bezahlen, sehen im Flugzeug noch immer das bequemere und schnellere Fortbewegungsmittel. Darin liegt der Fehler des neuen Preissystems: Die Bahn will sich mit dem Flugzeug messen. Dabei ist der Hauptkonkurrent das Auto. Statt Bahnfahren so attraktiv zu machen, dass Autofahrer umsteigen, orientiert man sich am System von Flugreisen: Wer frühzeitig bucht, bekommt Rabatt, wer storniert, muss zahlen. Eingefleischte Autofahrer werden so nicht umsteigen. Warum sollen sie sich denn schon zwei Wochen vorher festlegen, welche Züge sie nehmen, wenn die Autobahn auch ohne Reservierung jederzeit benutzbar ist? Und statt Pendler als neue Kunden zu gewinnen, vergrault die Bahn ihre Vielfahrer durch teuerere Züge. Gerade in der Region Trier, in der zahlreiche Arbeitnehmer Tag für Tag hunderte Kilometer zur Arbeit fahren, ist der Wegfall der Interregios ein falsches Signal. Für die gleiche Verbindung, den gleichen Zug, aber zum Teil ungünstigere Abfahrtzeiten muss mehr bezahlt werden. Wer da noch freiwillig mit der Bahn fährt, ist Idealist oder Bahnmitarbeiter. 

TV vom 13.01.2003


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Pendler sauer: Intercitys zu teuer
TV -Aktion: Sind Sie mit den Bahntarifen zufrieden?

TRIER/MAINZ. (wie) Viele Bahnfahrer, vor allem Pendler aus der Region, sind sauer: Weil Interregio-Züge durch zuschlagspflichtige Intercitys ersetzt wurden, müssen sie mehr zahlen.

Die Verbraucherschützer machen Front gegen den Wegfall der Interregios. Die Umstellung auf Intercity-Züge sei Etikettenschwindel: "Die Züge bekommen einen anderen Namen und werden teurer. Nur der Lack ändert sich, Waggons und Reiseziele bleiben gleich", kritisiert Holger Jansen, Bahnexperte der der Verbraucherzentrale Bundesverband. "Auf vielen Strecken war der Interregio für den Nahverkehr unentbehrlich. Oftmals konnten die bequemeren und schnelleren Verbindungen mit Nahverkehrs-Fahrscheinen genutzt werden. Das ist jetzt weggefallen", sagt Jansen. Preiserhöhungen von bis zu 100 Prozent und mehr seien die Folge. Die Bahn gesteht mittlerweile ein, dass es ein Fehler war, die Interregio-Linien zeitgleich mit der Einführung des neuen Preissystems durch Intercitys zu ersetzen. "Damit hätten wir etwas warten sollen. Nun müssen viele Pendler wegen der Zuschläge mehr zahlen und schimpfen auf das neue Preissystem, obwohl das damit nichts zu tun hat", meint ein Bahn-Sprecher. Das Unternehmen bestreitet, dass das Bahnfahren für Kunden im Nahverkehr teurer geworden ist. "Im reinen Nahverkehr und in Verkehrsverbünden hat sich nichts geändert. Und auf längeren Strecken ist Zugfahren sogar billiger geworden, wenn man seine Fahrt rechtzeitig plant und bucht", sagt der Bahnsprecher. Als "Roßtäuscherei" bezeichnen verschiedene Wissenschaftler und Verkehrsexperten, unter ihnen auch der Trierer Uni-Professor Heiner Monheim, die Umbennung der Interregios. Der höhere Preis für die gleiche Fahrzeit wird bei Kunden auf wenig Akzeptanz stoßen, schreiben sie in einem offenen Brief an Bahn-Chef Mehdorn. 

Unterdessen sorgen Sparpläne von Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) für den Schienennahverkehr für Aufregung. Er will rund 25 Millionen Euro von den 350 Millionen Euro, die der Bund für die Bahn-Regionalisierung zahlt, umleiten, um damit Haushaltslöcher zu stopfen. Auswirkungen auf den Bahnverkehr in der Region seien damit aber nicht verbunden, stellte der Vorsitzende des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Nord, Landrat Richard Groß fest. Ministerpräsident Beck dementierte indes die Pläne. 

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem neuen Preissystem der Bahn gemacht? Ist Bahnfahren für Sie billiger oder teurer geworden? Oder hat sich nichts verändert. Schildern Sie uns wie Sie die "neue" Bahn erlebt haben. Rufen Sie uns heute zwischen 14 und 16 Uhr unter 0651-7199-483 an und sagen Sie uns Ihre Meinung.

TV vom 13.01.2003


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Ignoranten
Zum Artikel "Danke, Deutsche Bahn" (TV vom 19. Dezember) (Leserbrief)

Liebe Barbara Peters und Romy Kessler-Mettlach, 

Sie machen etwas verkehrt! Ziehen Sie um nach Köln und suchen Sie sich ‘ne Arbeit in Frankfurt! Lesen Sie die ganzseitigen Anzeigen der DB, da werden Sie feststellen, dass Sie täglich eine Stunde Zeit sparen! 

Im Ernst: Die DB nimmt ihre Kunden auf den Arm. In ganzseitigen Anzeigen, die Millionen kosten, behaupten die Macher, der Jahrhundertfahrplan sei kundenfreundlich und die Kunden würden sparen. Dabei wird eine Strafe von 40 Euro kassiert, wenn sie den gebuchten Zug verpassen oder einen späteren Zug nehmen, weil es bei der Oma so schön war. Begründet wird dies mit dem Hinweis, im Flugzeug sei dies immer so gewesen. Warum vergleicht man es nicht gleich mit dem Shuttle zur Weltraumstation. Da wird zwei Jahre im Voraus gebucht ­ nur, die Astronauten bezahlen keine Strafe, wenn ihnen etwas dazwischen kommt. Aber heute lese ich: 45 000 Zugbegleiter, Lokführer und Service-Mitarbeiter bekommen eine neue Unternehmenskleidung. Toll! Die Bahn schreibt, sie komme ihrem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, einen großen Schritt näher. Das glaube wer will. Ich nicht. Da sind eine Menge Ignoranten am Werk, die Mitglieder des Vorstandes sind die Spitze. Mit einem Freifahrtschein für die erste Klasse kann man gut die Vorzüge der DB hinausposaunen. 

Karl Heinz Gerth, 54344 Kenn

TV vom 11.01.2003


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Ärgerliche Verspätungen 
Zu den neuen Zugverbindungen und Fahrpreisen der Deutschen Bahn (Leserbrief)

Ich fahre jeden Tag mit dem Zug von Sehlem nach Trier zur Schule. Auf der Rückfahrt ist eine zehn- bis 15minütige Verspätung die Regel. Niemand würde sich beschweren, wenn das einmal im Monat vorkäme. Aber Tag für Tag solche Verspätungen hinnehmen zu müssen, ist einfach zu viel. Man hat Glück, wenn der Zug ein bis zwei Mal im Monat mit nur etwa fünf Minuten Verspätung ankommt. Kürzlich habe ich einen Bediensteten der Bahn auf die verspätete Abfahrt des Zuges angesprochen und zur Antwort bekommen: "…möchten Sie gerne mal dem Zug hinterher laufen…?" Auch wenn ich verstehe, dass die Schaffner/Innen für diese Verspätungen nicht verantwortlich sind, meine ich, dass diese Antwort unpassend war. 
Es wäre keine schlechte Idee, die vielen Fahrgäste, die fast täglich auf Züge mit Verspätung warten müssen, zu "entschädigen", vielleicht durch verbilligte Fahrpreise. Denn auch die von der DB angepriesenen tollen Rabatte sind nicht so günstig wie es scheint. Ich habe ein DB-Abonnement und bezahle dafür monatlich rund 54 € für die Hin- und Rückfahrt von Sehlem nach Trier. Das ist zwar billiger als Auto fahren, aber dies wäre mit weniger Stress verbunden und ich käme wahrscheinlich auch meist pünktlich ans Ziel. Aus meiner Sicht lässt die Deutsche Bahn sehr zu wünschen übrig. 

Stefan Kronauer, 54518 Esch 

TV vom 11.01.2003


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Trier: Tödliche Abkürzung

(f.k.) Ein Todesopfer forderte ein tragischer Unfall auf dem Trierer Hauptbahnhof. Wie erst gestern bekannt wurde, hatte ein älteres Ehepaar am Montagmorgen versucht, von der Güterstraße kommend die Gleise in Richtung Hauptbahnhof zu überqueren. Dabei wurde das Paar gegen 6.50 Uhr von einem Personenzug erfasst. Der 65-jährige Mann wurde so schwer verletzt, dass er am Neujahrstag in einem Krankenhaus starb. Seine gleichaltrige Ehefrau kam mit leichten Verletzungen davon. Der Bundesgrenzschutz weist ausdrücklich darauf hin, dass der Betriebsweg, der von der Güterstraße über die Geleise in Richtung Hauptbahnhof führt, nur vom Bahnpersonal benutzt werden darf. Es sei in der Vergangenheit dort schon mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Unbefugte die „bequeme Abkürzung“ hätten nehmen wollen. 

TV vom 03.01.2003
 

Stillstand in Pfalzel

TRIER. (jf) Mit nahezu zwei Stunden Verspätung kam der ICE 434 aus Norddeich gestern Nachmittag in Trier an. Der Grund: Unter anderem musste der Zug vor der Pfalzeler Brücke anderthalb Stunden warten. Nach Auskunft von Gelfo Kröger, Pressesprecher der Deutschen Bahn, war eine Weiche eingeklemmt. Der Zug stand zwischen 15.10 und 16.35 Uhr still. Zunächst versuchten Techniker, die Weiche zu reparieren. Als dies nicht gelang, banden sie sie provisorisch fest. Statt um 14.47 Uhr erreichte der ICE schließlich um 16.55 Uhr Trier. Unmut herrschte bei einigen Fahrgästen. Reisegutscheine, die die Bahn nach 90-Minuten-Verspätung verteilt, blieben aus. Vier Passagieren, die nachfragten, wurden Bescheinigungen für die Verspätung ausgestellt. Damit können sie einen Reisegutschein schriftlich anfordern. 

TV vom  03.01.2003


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Vortragsreihe in Gerolstein erfolgreich gestartet

Am Samstag dem 4.1. stand ein Termin in Gerolstein an - der Diavortrag von Hans-Peter Kuhl versprach interessante Einblicke in die Geschichte der Eifelbahnen. 
Natürlich nutzte ich die "stilechte" Anreise mit der Bahn. Ich bevorzuge "richtige" Züge, und der RE 13.59 ab Euskirchen passte zeitlich gut. Am Bahnsteig in Gerolstein konnte ich dann auch sehen, dass die leider inzwischen verkehrsrote 218 217 im Einsatz war (Lok bei Zügen Richtung Trier i.a. hinten). Die Frontpartie des 628er an Gleis 2 (der auf die Rückfahrt nach Trier wartete) wies Spuren von Schnee auf - irgendwo in der Eifel musste es geschneit haben. Und an Gleis 5 wartete eine Gruppe bei schneidender Kälte auf ihren Schienenbus - die EBM-Mannen machten am gleichen Tag einen Betriebsausflug und warteten auf die Rückfahrt Richtung Köln.

Der Diavortrag von Hans-Peter Kuhl in der Gerolsteiner Bahnhofsgaststätte, in dem rückblickend Bilder zur Eisenbahn im Eifelraum vor rund 20 Jahren gezeigt wurden, war gut besucht. Die rund 100 hochinteressanten Fotos zeigten erschreckend die Tatsache, wieviel in dieser Zeit an Gleisen, Bauten u.a. verloren gegangen ist! Nach dem Vortrag wurde auch von der Gelegenheit zur Diskussion und Erfahrungsaustausch reichlich Gebrauch gemacht.

Dadurch, und weil es wieder ein RE sein sollte, stand ich dann kurz vor 19.00 Uhr wieder am Bahnsteig und wartete auf den RE 22092. Ich freute mich schon auf 218 217 vor dem Zug (hätte zeitlich gepasst). Beim ersten Anblick des einfahrenden Zuges der Gedanke "Steuerwagen doch vorne", beim Näherkommen "Talent oder 628er?" und dann stand es fest: ein 612er (612 501/612 001) - für mich eine Premiere. Laut Zugbegleiter gibt es derzeit einen Umlauf im Probebetrieb: Samstags abends in Richtung Köln und Sonntags morgens zurück nach Trier (wer weiss Genaueres? > siehe Eifelstrecke).

Wenn es terminlich hinhaut, werde ich natürlich auch bei den weiteren Vorträgen dabei sein. Folgende Termine sind geplant:

Sa 01.02.2003 Dampf in der Eifel - das Betriebsgeschehen der siebziger Jahre (Referent: Hermann Grüter, Nerdlen)

Sa 08.03.2003 Die Bahn baut - von Nachtbaustellen und Neubaustrecken
(Referent: Hans-Peter Kuhl)

Der Eintritt ist frei. Die Vorträge beginnen jeweils um 15.30 Uhr, Ende der Veranstaltung ist ca. 17.45 Uhr. Somit kann auch aus den Räumen Köln und Trier „stilecht“ mit der Bahn angereist werden, die Abfahrt in beide Richtungen ist ebenfalls gesichert.

Peter Weber


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Malzzug - an Neujahr!

Am Neujahrstag startete wieder einmal 212 299-2 der EBM von Euskirchen aus über Bonn in Richtung Kulmbach. In Bonn-Duisdorf musste der Zug halten und dann mit Ersatzsignal ausfahren, weil bei den (auch an Neujahr!) stattfindenden Umbauarbeiten ein Kabel durchtrennt worden war. Bei einem kurzen Halt in Bonn Hbf stieg ein zweiter Lokführer zu.
 
 
Zwangsaufenthalt: 
In Bonn-Duisdorf musste der Zug wegen einer Störung halten und konnte erst einige Minuten später die Fahrt fortsetzen.
Zwischenstop:
Der Halt an Gleis 3 im Bonner Hauptbahnhof dauerte keine Minute

Fotos: Peter Weber

Peter Weber