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NACHRICHTEN: Dezember  2002



Dezember 2002 [< Nachrichten Übersicht ]

19.12.2002 "Danke, deutsche Bahn" (TV)
18.12.2002 Teurer Zug zum [Flughafen] Hahn (TV)
17.12.2002 Wittlich: Europas größte mobile Modelleisenbahnanlagen-Schau (TV)
16.12.2002 Umstellung mit kleinen Pannen - Kunden ... nicht überzeugt (TV)
14.12.2002 Fahrplanwechsel: Auto statt Schiene? (4 Beiträge) (TV)
10.12.2002 Ehrang + Trier: Umbau / Traben: Bahnschwellen gestohlen (TV)
10.12.2002 Euskirchen: Sprayer schlugen DB-Mitarbeiter bewusstlos (KRU)
10.12.2002 Hermeskeil: Fahrten auf der Hochwaldbahn (TV)
10.12.2002 Wittlich Hbf (Wengerohr):Stromlinien-Schnellzugdampflok begeisterte (TV)
07.12.2002 Morbach: Modelleisenbahn (TV)
07.12.2002 Hermeskeil: Eisenbahnmuseum (TV)
06.12.2002 Wittlich: Europas größte mobile Modelleisenbahnanlagen-Schau (TV)
06.12.2002 VRM erhöht die Preise / MobilCard + Schüler-Plus-Ticket (RZ)
05.12.2002 Neue VRM-Fahrpläne im AW-Kreis kostenlos... / MobilCard (AW)
05.12.2002 Traben-Trarbach: Auswirkungen des neuen Preissystems an der Mosel (TV)
05.12.2002 Wittlich (Wengerohr): Dampflok macht Station (TV)
02.12.2002 Vortragsreihe von Eifelbahn e.V. + AK Schienenverkehr in Gerolstein (HPK)
02.12.2002 Euskirchens bunte Bahnen (PW)
02.12.2002 Buch: Moselbahn Trier - Bullay (NL)


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"Danke, deutsche Bahn!"

Trierer Luxemburg-Pendler sauer über Fahrplan-Änderung ­  Zwölf Stunden unterwegs für achtstündigen Arbeitstag ­ Viele steigen aufs Auto um

TRIER. (mic) Die jüngste Fahrplanänderung der Bahn zum Nachteil vieler Trierer Luxemburg-Pendler ruft nun auch die Politik auf den Plan.

Weil die Züge zwischen Trier und Luxemburg künftig andere Abfahrtszeiten haben und weniger häufig zwischen beiden Städten verkehren, sind viele der Trierer Luxemburg-Pendler gezwungen, aufs Auto umzusteigen. Die Bahn sorgt dafür, dass sich ihr Feierabend deutlich nach hinten verschiebt, weil viele der im Einzelhandel und in Büros arbeitenden Deutschen den ersten Zug nach 18 Uhr in Richtung Trier nicht mehr erreichen können (der TV berichtete). Andere Pendler müssen zudem auch noch viel früher aufstehen, wenn sie künftig noch per Bahn rechtzeitig zu ihrem normalen Arbeitsbeginn ankommen wollen. Die Konsequenz: Viele werden aufs Auto umsteigen. So berichten die TV -Leserinnen Barbara Peters und Romy Kessler-Mettlach aus Trier, dass sie dank der Bahn künftig bei einem achtstündigen Arbeitstag am Samstag insgesamt rund zwölf Stunden unterwegs sein werden. Beide arbeiten in Luxemburg im Einzelhandel. Bisher nahmen sie einen Zug um 7.29 Uhr von Trier nach Luxemburg, der nun entfällt. Für ihren Arbeitsbeginn um 8.30 Uhr müssten sie nun einen Zug um 6.39 Uhr benutzen. "Da kann man nur sagen: Danke, deutsche Bahn!", schreiben die beiden in einer Reaktion auf die TV -Berichterstattung. Andere Pendler hatten sich in einem offenen Brief an die deutsche und die luxemburgische Bahn sowie an den Trierer Oberbürgermeister beschwert. 
In einem Brief an den Trier-Saarburger Landrat Richard Groß, zugleich Vorsitzender des Zweckverbands Schienenpersonen-Nahverkehr Nord, hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster nun für die Pendler eingesetzt. Nach seinen Informationen sind die Abfahrts- und Ankunftszeiten in Trier auf die entsprechenden Anschlüsse mit dem Regionalexpress abgestimmt. Dennoch, so Kaster, erscheine ihm die Argumentation der Betroffenen auf Grund des Ladenschlusses und der üblichen Bürozeiten sehr berechtigt. Der Abgeordnete bittet Groß daher darum, in Verbindung mit der Luxemburgischen Bahn nach Abhilfemöglichkeiten für die Pendler zu suchen.

TV vom 19.12.2002


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Teurer Zug zum Hahn
Neubaustrecke zum Flughafen in weiter Ferne

MAINZ. (win) Hohe Kosten scheinen einer schnellen Bahnverbindung zwischen den Flughäfen Frankfurt und Hahn einen Riegel vorzuschieben.

Rund 700 Millionen Euro kostet laut einem Gutachten der Deutschen Eisenbahn-Consult Karlsruhe ein eingleisiger Streckenneubau zwischen Bingen und Hahn, der eine Verbindung beider Airports in weniger als 60 Minuten sicherstellen soll ( TV vom 22. November). Doch weitere 300 Millionen Euro würden für den notwendigen Ausbau der Strecke nach Frankfurt fällig, zitiert die "Frankfurter Rundschau" nun einen Bahn-Manager. Aus dessen fachlicher Sicht gebe es weder eine Begründung für eine Neubaustrecke, die auf Dauer Defizite einbringe, noch für die Wiederbelebung der Hunsrückbahn. Die DB-Zentrale in Frankfurt wollte den Bericht nicht kommentieren. Es gebe keine Stellungnahme der Bahn zu dem Gutachten, das die Wirtschaftsministerien in Mainz und Wiesbaden sowie die Flughafengesellschaft Fraport in Auftrag gegeben haben, so ein DB-Sprecher. Dass es große Engpässe vor allem auf der Strecke Mainz-Frankfurt gibt, ist nach seinen Angaben nicht neu. Auch die Reaktivierung der Hunsrückbahn sieht die DB offenbar skeptisch. Sie würde in einer ersten Stufe 40 Millionen Euro kosten. Noch einmal mehr als 30 Millionen Euro könnte eine neue, schnellere Anbindung im Nahetal verschlingen. Anfang Dezember schloss das Mainzer Verkehrsministerium eine Planungsvereinbarung mit der DB zur Reaktivierung der Hunsrückstrecke. Ende Januar soll es ein Spitzengespräch zwischen den Verkehrsministern aus Hessen, Rheinland-Pfalz und des Bundes über die Anbindung des Flughafens Hahn geben.

TV vom 18.12.2002


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Bitte treten Sie zurück: Großer Bahnhof für kleine Lok 
Aus Niedersachsen nach Wittlich gereist: Die größte mobile Modelleisenbahn-Ausstellung in Europa

Von unserem Mitarbeiter KLAUS KIMMLING

WITTLICH. Im Atrium des Wittlicher Gymnasiums konnte am Wochenende die "Europas größte mobile Modelleisenbahn-Ausstellung" besichtigt werden.

"Nein, wir sind nicht mit der Bahn angereist", sagt belustigt Daniel Monzer. Er steht inmitten der großen Ausstellungsfläche, einer Schienenlandschaft. Mit Lkw und Großraum-Anhängern machten sich die Modelleisenbahnfreunde aus dem niedersächsischen Bötersen auf den Weg ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz. 
"Gemessen am Aufwand, den wir hier betreiben, hätten wir uns eigentlich höhere Besucherzahlen gewünscht", so Monzers erste Bilanz in Wittlich. Dennoch, er freue sich jedes Mal, wenn Jungen und Mädchen gleichermaßen Papa oder Mama am Ärmel zupfen und mit den Fingern auf irgendeines der vorbei ratternden Modelle zeigen, so Monzer. Wie zur Bestätigung hört man von der benachbarten Moselleisenbahn den lauten Ruf von Dustin Jakobi: "Guck mal, Papi, der macht Musik." Dietmar Jakobi war mit seiner Familie, Ehefrau Birgit, Marvin und Dustin aus Arzfeld in der Eifel nach Wittlich gekommen. 

Jakobi senior, "schon von Kindesbeinen an überzeugter Eisenbahnfan", war begeistert über die Vielfalt der ausgestellten Stücke, "die täuschend echte Geräuschkulisse und das Drumherum überhaupt." Und in der Tat, es waren nicht nur die Augen von Kindern, die immer wieder groß schauten und leuchteten, wenn irgendeines der maßstabgetreuen Modelle aus einem Tunnel hervorkam, oder die Kirche inmitten der Wohnviertel zur Andacht läutete. Die Pfiffe an unübersichtlichen Stellen, die Fahrgeräusche der Lokomotiven und nicht zuletzt die naturgetreu gestalteten Miniaturlandschaften waren es, die die Besucher immer wieder zum Verweilen an gerade dieser oder jener Anlage verleiteten. Ob die Frauen die Männer zu diesem doch recht verbreiteten Hobby begleiteten oder umgekehrt, konnte so klar gar nicht immer ausgemacht werden, wie man(n) es vielleicht annimmt. Elisabeth Bodner aus Bitburg kannte sich aus in dem Geschäft, wusste, "das rollende Material auf dieser Anlage ist von Märklin, Roco und Hübner, benutzen wir zu Hause auch". 

Diejenigen, die müde geworden waren und dennoch nicht genug von der Nostalgie hatten, konnten sogar mitfahren auf einer der vielen Rundreisen des Glacierexpresses. Die Fahrt wurde mittels einer eingebauten Videokamera überspielt auf einen Bildschirm, und die Beobachter dieser Fahrt konnten sich fühlen wie der Lokführer selbst. Phantasie muss man eben haben. 

1400 Meter Gleise und eine eingebaute Kamera

"Mit dieser Ausstellung wollen wir unter anderem Zeitgeschichte dokumentieren, vor allem aber das Interesse am Modellbau steigern", erklärt Monzer von den "Modelleisenbahnfreunden Bötersen". In den letzten Jahren sei es deutlich zurückgegangen, gab er zu bedenken. Aber er weiß, dass Modelle mit diesen Ausmaßen natürlich in Zeiten des knappen Wohnraums nur wenig Chancen haben, ganzjährig benutzt zu werden. Der Verein hat sich deshalb einen alten Bauernhof gekauft, umgebaut und speziell auf eigene Wünsche, wie beispielsweise den Bau einer Werkstatt, ausgerichtet. Während des ganzen Jahres stehen die rund 550 000 Euro teuren Modelle dort, stets wird daran gearbeitet, und an mehreren "Tagen der offenen Tür" bestaunen Touristen und Niedersachsen die Anlagen, die im einzelnen zwischen 50 000 und 180 000 Euro gekostet haben. Insgesamt wurden 1,4 Kilometer Gleise verlegt.

TV vom 17.12.2002


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Bahn: Umstellung mit kleinen Pannen 

Fahrplanwechsel der Bahn in Trier weitgehend problemlos - Kunden von neuem Intercity nicht überzeugt

Von unserem Mitarbeiter WOLFGANG LENDERS

TRIER. Neuer Fahrplan, neue Preise ­ die Deutsche Bahn AG bewältigt die umfangreichste Umstellung in ihrer Geschichte ohne größere Probleme. Beispiel Trier: Kleinere Pannen nehmen die meisten Kunden am Sonntag gelassen hin.

Trier Hauptbahnhof, Sonntagmorgen, neun Uhr. Die Anzeigetafel in der Bahnhofshalle ist defekt. "Bitte Aushangfahrpläne beachten", heißt es auf dem Bahnsteig. Im Lauf des Vormittags wird ein eigens einbestellter Bahn-Mitarbeiter den Fehler beheben. 
Pünktlich um 9.07 Uhr fährt der Intercity 431 Luxembourg-Emden an Gleis 12 ein ­ und verlässt den Bahnhof mit 17 Minuten Verspätung. Es ist einer der ersten Intercitys überhaupt, der Trier anfährt. Ein Schaden am Triebfahrzeug habe einen Lokwechsel nötig gemacht, erklärt der Schaffner mit kratziger Lautsprecherstimme. 

Von außen versprechen die weiß-rot lackierten Schnellzugwagen bislang unbekannten Komfort ­ doch innen bietet sich das aus dem Interregio gewohnte Bild. Ein Leckerbissen für Bahnnostalgiker sind ein paar alte Abteilwagen, die ersatzweise im Einsatz sind ­ auch wenn sie nicht in das Komfort-Konzept des Verkehrsbetriebs passen. "Uns fehlen heute drei Wagen", bestätigt der Zugbegleiter auf Nachfrage. "Wir versuchen, das Beste draus zu machen." 

Mit dem neuen Preissystem haben sich die meisten Reisenden noch nicht beschäftigt. "Ich habe das heute erst mitbekommen", sagt Andreas Hendus. "Da ich nicht oft fahre, ist für mich der Preis okay. Als Vielfahrer würde ich mich aber ärgern." 

Einige Fahrgäste haben noch eine "alte" Bahncard. "Mit dem neuen System beschäftige ich mich im Mai, wenn die ausläuft", sagt beispielsweise Rudolf Braun. "Für Leute, die planen können, ist das neue System attraktiv. Wer jeden Morgen zur Arbeit fährt, muss aber mehr zahlen." Nicht gerade glücklich mit dem neuen Fahrplan ist Martin Friedriszik. "Ich fahre regelmäßig von Saarbrücken nach Recklinghausen", erzählt er. "Weil es den durchgehenden Zug nicht mehr gibt, muss ich jetzt eine halbe Stunde früher aufstehen." An diesem Sonntag muss er einer weitere Verzögerung hinnehmen, denn der Intercity hat sich schon bis Wittlich 20 Minuten verspätet. 

Zwei Zuschläge für einen Zug 

Zurück in Trier: Brigitte Weber aus Köln ist ziemlich verärgert über das neue Preissystem. Sie hat für die nächsten Tage zwei Fahrkarten, eine von Köln nach Trier und eine von Trier nach Luxemburg. "Nach dem neuen Preissystem brauche ich jetzt zwei Intercity-Zuschläge", ärgert sie sich. "Obwohl ich im gleichen Zug sitzen bleibe." Den höheren Preis für den neuen Zug hält sie für grundlos. "Mit dem Interregio war ich zufrieden, zum Intercity sehe ich keinen Unterschied ­ nur dass mich die Fahrt mehr kostet." 

Das "Unternehmen Zukunft" hat derweil seinen Mitarbeitern anlässlich der Umstellung eine Informationssperre diktiert. Nicht einmal die Frage, ob am Samstag mehr der "alten" Bahncards verkauft wurden, dürfen die Kundenberater beantworten. Die Berichterstattung in den Medien sei wohl zu negativ gewesen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Immerhin, ein paar Informationen darf Rita Reiter, stellvertretende Bahnhofsmanagerin, dann doch geben. Sie lobt die gute Teamarbeit in Trier: "Alle Kollegen haben bei der Umstellung mitgezogen. Bis spät in die Nacht sind einige im Einsatz gewesen." Spontan musste am Samstagabend die Bahnhofsleitung einige Mitarbeiter aus dem Urlaub einberufen, um den unerwartet hohen Andrang von Informationssuchenden zu bewältigen. "Der späte Nachmittag war sehr stressig", sagt Reiter. "Das Telefon ist richtig heiß gelaufen."

TV vom 16.12.2002


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Bahn: Neue Pläne, alter Ärger 
Fahrplan-Wechsel und Preis-Änderungen der Bahn sorgen in Region für Unmut

MAINZ. (win) Neuer Fahrplan, neue Preise: Ab Sonntag wird das Fernverkehrsnetz im Westen Deutschland umgestellt. Auch an Mosel und Saar ist der Wechsel nicht ohne Folgen und sorgt für Unmut.

Die Region Trier bleibt auch nach dem 15. Dezember an den Fernverkehr angekoppelt. Allerdings werden mit der Umwidmung der Interregio-Linie (über Köln und Koblenz nach Münster) zum Intercity (IC) nicht nur die täglichen Verbindungen von sieben auf sechs verringert. Die bisher teilweise Verlängerung über die Saarstrecke nach Saarbrücken wird vollends gekappt. Nur zwei der wegfallenden vier Zugpaare werden dort durch Regionalexpresszüge von Trier nach Saarbrücken ersetzt. Einen Ersatzzug im Nahverkehr wird es auch für den Ausfall auf der Moselstrecke geben, allerdings nicht am Wochenende. Fünf von sechs der nun als Intercity ausgewiesenen Fernverbindungen werden nach Luxemburg weitergeführt. Neu ist dabei, dass ein Frühzug ab 6.24 Uhr von Luxemburg (Trier: 7:07 Uhr) eine durchgehende Verbindung nach Frankfurt (10:05 Uhr) schafft. Am Abend fährt ein Zug retour. Da mehrere Intercity-Linien von der linksrheinischen Strecke auf die neue Schnelltrasse Köln-Rhein/Main verlegt werden, verlängert sich der Rhythmus der Fernverkehrsverbindung von Koblenz nach Frankfurt auf einen Zwei-Stunden-Takt. Die Lücken werden in den selben Zeitabständen durch zusätzliche Regionalexpresszüge geschlossen. Nur geringe Änderungen gibt es auf der Eifelstrecke. Wegen wachsender Nachfrage wird es nach 22 Uhr eine Spätverbindung von Köln nach Gerolstein geben. 
Für Verdruss bei Bahnkunden sorgt vor allem die Umwidmung des Interregio zum teureren Intercity. Mit Einführung der neuen Preise müssen für die Fahrt nach Koblenz fünf Euro mehr bezahlt werden. Zuschläge werden für Pendler nach Luxemburg fällig, wenn sie mit dem IC fahren. 

TV vom 14.12.2002
 

Auto statt Schiene 
Warum die Bahn dank der Fahrplanänderungen viele Kunden zwischen Trier und Luxemburg verlieren wird

Von unserem Redakteur MICHAEL SCHMITZ

TRIER/LUXEMBURG. Noch ehe der erste Zug nach der Fahrplan-Änderung an diesem Sonntag abgefahren ist, sorgt die Umstellung für Ärger. Ein Beispiel: Luxemburg-Pendler aus Trier sind sauer, weil die Bahn ihnen einen späteren Feierabend beschert. Konsequenz: Viele steigen aufs Auto um.

Beim Blick auf den neuen Fahrplan der Bahn vergeht derzeit vielen Luxemburg-Pendlern aus Trier die Lust am öffentlichen Personennahverkehr. Denn die neuen Abfahrtszeiten verschieben für viele den Feierabend extrem nach hinten. Betroffen sind vor allem diejenigen, die im Banken- und Europa-Zentrum auf dem Kirchberg oder in den Geschäften in der Altstadt arbeiten. Da viele Läden in Luxemburg um 18 Uhr schließen und um diese Zeit auch Feierabend in den meisten Büros ist, konnten die Pendler bisher in der Regel den Interregio um 18.32 Uhr von Luxemburg-Stadt nach Trier nehmen. Nach der Fahrplan-Änderung fällt diese Verbindung nun ab Sonntag weg. Ein Regionalexpress startet stattdessen um 18.17 Uhr - zu früh für die meisten Pendler. Die nächsten Verbindungen sind Regionalbahnen um 18.22 Uhr und 18.53 Uhr. Die fahren allerdings nur bis Wasserbillig, ohne Anschluss nach Trier. Der nächste Zug in die Mosel-Metropole geht um 19.15 Uhr ab Luxemburg-Stadt und kommt erst um 20.06 Uhr im Trierer Hauptbahnhof an. Wer noch mit Bus oder Rad weiterfahren muss, für den ist der Abend gelaufen: "Bei einem Feierabend um 18 Uhr bin ich dann erst kurz vor 21 Uhr in Trier-Pfalzel", klagt beispielsweise Jutta Palme, die in einer Buchhandlung in Luxemburg arbeitet - etwa eine Stunde später als bisher. "Das kann doch wohl nicht wahr sein", habe sie gedacht, als sie den neuen Fahrplan gelesen habe, erzählt Jutta Palme. 

Bahn-Reform verschiebt den Feierabend 

Vielen der täglich Mitreisenden ("Man kennt sich ja") sei es ähnlich gegangen: "Die waren alle total baff." Viele hätten auch über die Verschlechterungen aus Richtung Trier nach Luxemburg geklagt. Jutta Palmes Vorschlag, die Änderungen nicht einfach so hinzunehmen, stieß auf großes Gehör. Einen spontan formulierten offenen Brief unterschrieben 20 Mitreisende. Das Schreiben ging in dieser Woche an die Deutsche Bahn, den Generaldirektor der Luxemburgischen Bahn und den Trierer Oberbürgermeister Helmut Schröer. "Warum wird nicht auch von Seiten der Bahn der Tatsache Rechnung getragen, dass nun mal die aussichtsreichsten Arbeitsplätze der Region zur Zeit in Luxemburg liegen?" fragen die Pendler. Und dem Trierer OB schreiben sie in Stammbuch: "Quattropole, Großregion, Saar-Lor-Lux ­ das scheinen für die verantwortlichen Akteure nur schön klingende Schlagworte zu sein. Hier ist Ihr Einsatz jetzt wirklich gefordert." 

Der neue Fahrplan zwinge viele deutsche Pendler zum Wechsel von der Schiene auf die rund um die Hauptstadt des Großherzogtums ohnehin überlasteten Straßen. Dass es auch anders gehe, beweise die Luxemburgische Bahn in Richtung Frankreich. Nach Vomerange-les-Mines werde ein neues, zusätzliches Gleis gebaut, um Bahnfahren attraktiver zu machen.

TV vom 14.12.2002
 

Verwirrung droht
An Schnittstellen ist Ärger programmiert

MAINZ. (win) Einfach und transparent statt Tarifdschungel. Unter diesem Motto lobt die Bahn ihr neues Preissystem "Plan & Spar". Doch Branchenkenner erwarten an der Schnittstelle zum Nahverkehr einigen Ärger.

Ein "fürchterliches Durcheinander" befürchtet Thomas Geyer vom Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord, wenn ab Sonntag das neue Preissystem der Bahn gilt und gleichzeitig aus dem bisher zumindest bei längeren Strecken zuschlagfreien Interregio auf der Moselstrecke ein teurerer Fernzug Marke Intercity (IC) wird. Wer sich in Schweich eine Fahrkarte nach Koblenz kauft, mit der Regionalbahn nach Wittlich fährt und dann in den IC einsteigt, um rasch ans Rhein-Mosel-Eck zu kommen, wird nach seiner Einschätzung Ärger bekommen. Die Karte gilt nur für den Regionalzug, doch der Intercity kostet vier Euro mehr. Auch unterschiedliche Regelungen zwischen Bahn und regionalen Verkehrsverbünden können nachhaltige Verwirrung stiften. Sehr zurückhaltend betrachtet deshalb Geyer das neue DB-Preissystem. Auch Wolfgang Hammermeister, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT), hat so seine Zweifel. Für die VRT-Kunden bringt das neue DB-Preissystem Verschlechterungen, sagt Hammermeister. So müssen Pendler, die mit dem Intercity nach Luxemburg fahren, nun auf eine Monatskarte (90 Euro) einen Aufpreis von 20,45 Euro zahlen. Für Abo-Karten werden pro Monat 16,85 Euro Zuschlag fällig. Bei einem VRT-Einzelfahrscheinen gibt es nach seinen Angaben keine Möglichkeit mehr, einen Fernverkehrszuschlag zu lösen. Gegen eine solche Regelung habe sich die Bahn gesperrt. Wer also mit dem Bus zum Bahnhof Trier, von dort mit dem IC nach Wittlich und anschließend mit dem Bus weiterfahren muss, braucht im ungünstigsten Fall drei Fahrscheine. Hammermeister verweist zudem darauf, dass die Plan & Spar-Tarife der Bahn erst ab einem Fahrpreis von 15 Euro greifen. Die Tour mit dem Intercity von Trier nach Wittlich (7,60 Euro) ist also ohnehin bei Vergünstigungen außen vor.

TV vom 14.12.2002
 

Ein teurer Zug

Mit viel Pomp und Werbe-Millionen hat die Bahn ihre "revolutionären Neuerungen" verkauft. Doch noch lange ist nicht alles Gold, was glänzt: Die Fernzüge bleiben in der Region, werden jedoch weniger und nur auf längeren Strecken günstiger. Die durchgängige Verbindung zum ICE-Bahnhof Saarbrücken ist zudem vom Gleis. Weil es nach neuer DB-Philosophie keinen Interregio mehr geben darf, werden kurzerhand die gleichen Züge zum Intercity umdeklariert. Da der auf kurzen Wegen merklich teurer kommt, ist bereits für jede Menge Ärger bei den Bahnkunden auf der Moselstrecke gesorgt. Mit ganz gezielten finanziellen Zusatzbelastungen versucht die Bahn, die Nahverkehrskunden von ihren Fernzügen fernzuhalten. 

Dort stören sie offensichtlich beim Versuch, die Auslastung zentral zu steuern. Ein nicht gerade kundenfreundlicher Zug der Bahnmanager. Längerfristig könnte sich dies sogar als Gefahr für den Bestand der überregionalen Verbindung entpuppen. Bereits beim ursprünglich verkündeten Aus für den Fernverkehr Richtung Trier gab es immer wieder Verweise von Bahn-Chef Mehdorn auf angeblich zu wenig ausgelastete Züge. Nicht auszuschließen, dass er die Mosel-Intercitys schon mittelfristig auf der Liste der Auslaufmodelle stehen hat, wenn die Zahl der Reisenden nur niedrig genug ist. 

Einen Schritt nach vorn hat die Bahn mit ihrem neuen Preissystem gemacht. Statt Tarif-Wirrwarr gibt es ein übersichtlicheres Rabattsystem, wenn auch mit einigen Haken. So sind die Nachlass-Kontingente je nach Reisetag und Strecke begrenzt und insgesamt an enge Vorgaben gebunden, happige Entgelte werden fällig, wenn die Karte ungenutzt zurückgegeben wird. Auch bleiben die Spontan-Fahrer außen vor. Um gezielte Nachbesserungen wird die Bahn nicht herumkommen, wenn sie neue Kunden gewinnen will. 

j.winkler@volksfreund.de 

TV vom 14.12.2002
 

Unruhige Nächte

TRIER. Möglicherweise unruhige Nächte stehen den Anwohnern der Bahnhöfe Ehrang und Trier-Süd sowie des Hauptbahnhofs bevor. Die Deutsche Bahn AG beabsichtigt, dort von Samstag auf Sonntag, Sonntag auf Montag und Montag auf Dienstag, jeweils von 20 bis 7 Uhr, Weichengroßteile auszuwechseln. Die Arbeiten müssen nachts ausgeführt werden, da der Bahn am Tage keine ausreichenden Sperrpausen zur Verfügung stehen und keine Umleitung von Zügen möglich ist. 

TV vom 14.12.2002


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DEUTSCHE BAHN

Die Deutsche Bahn wechselt im Bahnhof Ehrang und im Bahnhof Trier am Wochenende und am Montag, 16. Dezember, Weichenteile und Schienen aus. Es kann dabei zu Lärmbelästigungen kommen. 
 

BAHNSCHWELLEN GESTOHLEN

Unbekannte Täte haben in der vergangenen Woche auf dem Gelände hinter dem Edeka-Markt in Traben Bahnschwellen gestohlen. Es handelt sich um Metallschwellen einer Weichenanlage des ehemaligen Güterbahnhofs Traben. Die schweren Teile müssen mit einem Lkw abtransportiert worden sein. Hinweise: Polizei Traben-Trarbach, Tel. 06541/6270.

TV vom 12.12.2002


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Farbverschmutzungen führen zur Vermutung 
Sprayer schlugen DB-Mitarbeiter bewusstlos 

EUSKIRCHEN. Bewusstlos geschlagen wurde ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn 
AG in der Nacht zum Sonntag kurz vor 4 Uhr, als er im Rahmen seines 
Nachtdienstes auf dem Abstellgleis verdächtigen Geräuschen auf den Grund 
gehen wollte. 

Zwischen zwei dort geparkten Talentzügen bemerkte er zwei Jugendliche im 
Alter von etwa 16 Jahren, die in Richtung Alfred-Nobel-Straße wegliefen. 
Von hinten näherten sich ihm nach eigenen Angaben zwei weitere Personen, von 
denen einer ihm einen Schlag in den Nacken versetzte, der ihn kurzfristig 
bewusstlos werden ließ. 

Großflächige Verschmutzungen 

An den geparkten Talentzügen wurden später großflächige Verschmutzungen mit 
verschiedenen Farben festgestellt. 
Das Kriminalkommissariat Euskirchen hat die Ermittlungen aufgenommen. 
Mögliche Zeugen, die Hinweise auf die Identität der unbekannten, 
jugendlichen Sprayer geben können, werden gebeten, sich unter (02251)799410 
oder 7990 mit den Beamten in Verbindung zu setzen. 

Kölnische Rundschau 10.12.02


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Die Hochwaldbahn kommt 

Eisenbahnromantik pur: 200 Kinder und Erwachsene tuckerten mit einem alten Schienenbus durch den Hochwald

Von unserer Mitarbeiterin KATJA KRÄMER

HERMESKEIL. Auf einer 88 Kilometer langen Gleisstrecke genießen Familien und Eisenbahnfans die landschaftlichen Reize des Hochwalds, weihnachtliche Überraschungen und ein etwas anderes Fahrgefühl mit dem roten Brummer.

14 Uhr, Bilderbuchwetter - bitte einsteigen zur vorweihnachtlichen Panoramafahrt mit dem altertümlichen Triebwagen der Hochwaldbahn. Vier Tage hat ein Mitarbeiter der Hochwaldbahn den verstaubten Schienenbus auf Hochglanz geschrubbt. Um elf Uhr wirft Lokführer Dieter Witteg den Triebwagen an. "Er braucht einige Zeit zum Warmlaufen", erklärt der 63-Jährige. Drei Stunden später trudeln die Fahrgäste im Hermeskeiler Bahnhof ein. 
David Danschke hat bei einer Verlosung in seiner Schule den Familienausflug per Bahn gewonnen. "Wir lassen uns überraschen", sagt Vater Danschke. Der kleine Mitfahrer Jonas Grasmücke aus Stipshausen ist ganz aufgeregt. "Vielleicht kann ich dem Lokführer zuschauen", hofft er. Der 66-jährige Eisenbahnliebhaber Berthold Resch aus Reinsfeld möchte die Eisenbahnromantik genießen. 

Jonas, der Lokomotivführer

Noch bevor es los geht, erfüllt sich der Wunsch von Jonas. "So habe ich mir das nicht vorgestellt", schwärmt der Junge beim Eintritt in den Zug. Anders als in den modernen Zügen können die Fahrgäste Dieter Witteg während der Fahrt über die Schulter schauen. Mächtig stolz nimmt Jonas auf dem Führersitz Platz und Dieter Witteg erklärt ihm das Zug-Cockpit. Jonas und der Zugführer tauschen wieder die Plätze, die Fahrgäste steigen ein und los geht's. 

Auf der 1897 erbauten Strecke von Hermeskeil bis Türkismühle genießen die Fahrgäste durch die großzügigen Fenster bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern die Landschaft des Hochwalds. Die in den 50er und 60er Jahren gebauten Schienenbusse bringen eine maximale Geschwindigkeit von 90 Stundenkilometern auf die Gleise. "Die als ,rote Brummer‘ bekannten Alufahrzeuge wurden aus der Not heraus gebaut", erzählt Bernd Heinrichsmeyer, Geschäftsführer der Hochwaldbahn, die zweimal im Jahr zu öffentlichen Fahrten mit fantastischer Streckensicht einlädt. Die Dampflok wurde in ihrer Unterhaltung zu teuer, und die Schienenbusse wurden mit Omnibus-Teilen gebaut und zu "Rettern der Nebenstrecken". 

"Eigentlich waren die Triebwagen nur für 15 Jahre geplant, doch weil die Lobby der Straßen immer größer wurde und die Deutsche Bahn immer weniger Geld hatte, wurde der letzte Schienenbus erst 2000 in Tübingen außer Dienst gestellt", weiß Heinrichsmeyer. 

Von Türkismühle ging der Adventszug weiter nach Freisen, wo sich die Gäste mit Glühwein und Tee aufwärmen ließen. Dieter Witteg zog das so genannte "Besteck" (abschraubbare Hebel und Schalter) von seinem Führerstand ab, ließ den Rolladen herunter und machte sich auf zum anderen Ende des Brummers, wo er in Sekundenschnelle das Cockpit für die Rückfahrt betriebsbereit machte. Dann tuckerte der Schienenbus wieder Richtung Hermeskeil. Zwei technische Pannen, die schnell behoben waren, zwangen Witteg zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp. Ansonsten hat das einteilige Fahrzeug mit fünf Waggons und ohne feste Achsen die Adventsfahrt locker überstanden. Nach vier Stunden rustikalem Fahrgefühl hieß es in Hermeskeil: Endstation für die Eisenbahnromantik.

TV vom 10.12.2002


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Mächtig unter Dampf 

Spektakel am Wittlicher Bahnhof: Hunderte verfolgen Befüllen der weltweit einzigen Stromlinien-Schnellzugdampflok

Von unserem Mitarbeiter ERICH GERTEN

WITTLICH. Als Besonderheit war es angekündigt worden. Zum Spektakel wurde es: Im Wittlicher Hauptbahnhof begeisterten sich am Sonntagmorgen 750 Besucher bei der Ankunft der weltweit einzigen Stromlinien-Schnellzugdampflok. Bei der abendlichen Rückfahrt waren es noch einmal etwa 250 Eisenbahnfans. 

Wenn die Bahn noch Bahnsteigkarten verkaufen würde, hätte sie am Sonntag im Wengerohrer Bahnhof ein dickes Geschäft machen können. "Das ist ja ein Betrieb wie in Köln am Hauptbahnhof." So mancher Besucher war erstaunt. 750 Menschen allein am Sonntagmorgen, vom Vorschulkind bis zu den Großeltern, bevölkerten die Bahnsteige, als die weltweit einzige DRG Stromlinien-Schnellzugdampflok vom Typ 01 1102 "Blue Star" eintraf. Die 35-minütige Verspätung hatten derweil viele Eisenbahnfans und auch solche, die einfach aus Interesse gekommen waren, zum Schwelgen in alten Erinnerungen genutzt. "Nach dem Krieg habe ich Tag für Tag die Bahnstrecke von Ürzig bis Wengerohr nach heruntergefallenen Kohlen absuchen müssen, damit wir zu Hause heizen konnten", erzählte Egon Roth aus Wengerohr. "Dieses Ereignis in Wittlich lassen wir uns nicht entgehen", meinten die Eisenbahnfreunde Rolf Weber und Karl-Heinz Lehnen. "In den 60er Jahren bin ich oft mit dampflokbespannten Zügen gefahren und möchte dies nochmals sehen", schwärmte Angelika Genetsch aus Lieser. In der Wartehalle des Bahnhofs war kaum ein Durchkommen, die Bahnhofswirtschaft übervoll. Die meisten Menschen blieben trotz eisigkalter Temperaturen draußen, um nur ja nicht die Ankunft zu verpassen.

Und dann kam sie vorgefahren, elegant und stromlinienförmig wie versprochen. 62 Jahre alt, doch durch ihre Außenverkleidung hebt sie sich von den herkömmlichen Dampfloks ab. Mit fast 3000 PS kann sie eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometer erreichen. Befeuert wird sie mit Schweröl. Die Freiwillige Feuerwehr Wittlich, allen voran der Löschzug Wengerohr stand parat, um die Wassertanks aufzufüllen. 35 000 Liter fasst der Tender, um daraus Dampf herzustellen. 20 000 Liter wurden von der Feuerwehr nachgefüllt. 

Der Lokführer war schon auf der Säubrennerkirmes 

Lokführer Hans Friedrich, ein waschechter Berliner mit gepflegtem Schnurrbart, kam zum Gespräch auf den Bahnsteig. Auf die Einladung von Bürgermeister Bußmer, die Wittlicher Säubrennerkirmes zu besuchen, entgegnete er zur Überraschung der Umstehenden, dass der Stopp für ihn gewissermaßen ein Heimspiel sei: "Auf der Säubrennerkirmes war ich schon oft. Mein Bruder Hans-Jürgen wohnt in Wittlich." Zusammen mit seinen Heizern Bernhard Marx und Jens Röder, dem Schaffner Johannes Klinks sowie dem Lehrling Jahn Kallweit betreuten sie die Fahrt von Wiesbaden nach Luxemburg und zurück mit 480 Passagieren im "Gepäck". Nach einer guten halben Stunde waren die Tanks aufgefüllt. Die Fahrt konnte fortgesetzt werden. 

Elektrische Schiebelok passte nicht so recht 

Ganz in Weiß gehüllt dampfte die 25 Meter lange Nostalgie-Lok mit ihren zehn Waggons in Richtung Trier, fotografiert von vielen hundert Schaulustigen. 

Die dann letztendlich ebenfalls ganz in Weiß "eingenebelt" wurden. Eine Erfahrung, die früher Alltag war und heute nur noch selten zu machen ist. 

Der zehnjährige Martin Gaeth aus Graach zog spontan Resümee: "Cool, einfach cool." Und gelernt hat er auch noch was: "Jetzt weiß ich, wie eine Dampflok funktioniert." Opa Gerhard Braun ergänzte, ganz im Sprachgebrauch seines Enkels: "Das war ein Super-Erlebnis!" 

Für waschechte Eisenbahnfans blieb dennoch ein kleiner Wermutstropfen, denn am Zugschluss war eine elektrische Schiebelok angekoppelt, die nicht so recht passte. 

Peter Berens vom Löschzug Wengerohr war dennoch zufrieden: "Die Wasserzuführung hat einwandfrei geklappt." Abends war das "Betanken" dann schon fast Routine. Auf der Rückfahrt haben die Wengerohrer Feuerwehrmänner dann "nur" noch 15 000 Liter nachgefüllt.

TV vom 10.12.2002


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Unimog rollt unterm Dach 
Die Morbacher Modellbauer-Familie Weyand hat sich in ihrem Haus eine Hunsrückstadt im Mini-Format geschaffen

Von unserer Mitarbeiterin URSULA SCHMIEDER

MORBACH. Seit 30 Jahren frönt Familie Weyand aus Morbach einer großen Leidenschaft: dem Modellbau. Unter dem Dach ihres Hauses haben Vater Manfred und Sohn Thomas 75 Meter Schienen verlegt und eine große Eisenbahn-Anlage aufgebaut.

Für den Morbacher Manfred Weyand und seinen Sohn Thomas könnte der Tag ruhig ein paar Stunden mehr haben, wenn sie gemeinsam an der Eisenbahn- und Modellbahn-Anlage unterm Dach werkeln. "Man müsste noch mehr Zeit fürs Hobby haben", stellt Manfred Weyand fest. Und dazu natürlich noch möglichst viel Platz und reichlich Geld. 
Für den 61-Jährigen und seinen 36-jährigen Sohn Thomas ist ein enger Raum im Dachgeschoss des Hauses oft ihr eigentliches Zuhause. Dort halten die beiden sich auf, wann immer es ihre Zeit erlaubt, und werkeln an ihrer Eisenbahn, den Modellautos und der Modellbahn-Anlage herum. Nur im Sommer ist es den Männern unter der Dachschräge einfach zu warm. Doch im Herbst läuft die Arbeit wieder auf vollen Touren. Da entsteht in der "Werkstatt" auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk. 

Auf einer Fläche von 15 Quadratmetern haben Vater und Sohn ihre Eisenbahn aufgebaut und dabei etwa 75 Meter Schienen verlegt. Sie sind stolz darauf, dass die gesamte Anlage vollautomatisch fährt: Ein Zug löst das Anfahren des nächsten selbstständig aus. Neben aus Gips und Fliegendraht selbst modellierten Felskonstruktionen kamen mit den Jahren Unterführungen und Autostraßen hinzu. Nachbildungen historischer Häuser und öffentlicher Bauten runden das ganze ebenso ab wie eine komplett eingerichtete Autowerkstatt oder die hochherrschaftliche Burganlage, die mit zum Erscheinungsbild einer naturgetreuen Landschaft beiträgt. 

Mit dem Nachbau von Fahrzeugen, wie sie tagtäglich auf den Straßen des Hunsrücks zu sehen sind, haben Vater und Sohn erst später begonnen. Heute fahren Lastwagen der Firma Papier Mettler ebenso selbstverständlich unter dem Weyandschen Dach wie die der Sprudelfirmen der Region. 

In der gesamten Anlage spiegelt sich mittlerweile auch einiges aus dem Privatleben, wie Thomas Weyand erklärt. So sind die originalgetreuen Langholzfahrzeuge und Spanzüge ein Indiz für die mehr als 20-jährige Tätigkeit von Vater Manfred in einem Morbacher Sägewerk. 

Und für den Gemeindearbeiter Thomas versteht es sich von selbst, dass diverse orangefarbene Fahrzeuge ­ darunter "sein" Unimog mit Frontlader ­ ebenso wenig fehlen dürfen, wie ein kompletter Bauhof. 

Die Zahl ihrer Modelle, die sich auf die Anlage und Vitrinen in den verschiedenen Wohnetagen des Hauses befinden, schätzen die Bastler auf etwa 600. "Der größte Feind unserer Anlage ist der Staub", gesteht Thomas Weyand ein. Clever wie sie sind, verzichten die beiden daher bei ihren Konstruktionen meist auf die Außenspiegel an den Fahrzeugen. Doch abgesehen von der Optik ist allzu dicker Staub auf der Fahrbahn vor allem für die selbstgesteuerten Magnet-Autos ein echtes Handicap. 

Züge, Autos und ein großer Kirmesplatz 

Daher wissen die Tüftler zu schätzen, dass es bereits Autos mit eingebautem Staubsauger und Bürsten gibt, die auf der Anlage regelmäßig zum Einsatz kommen. Dass Interesse von Enkel Leon lässt Manfred Weyand zudem auf tatkräftige Hilfe in der nahen Zukunft hoffen. Der Vierjährige geht ihm und "Patti" Thomas bereits heute mit Begeisterung zur Hand. Schon seit 30 Jahren betreiben Vater und Sohn das gemeinsame Hobby ­ und zwar mit viel Liebe zum Detail, wie Thomas betont. Das beweist zum Beispiel auch der Kirmesplatz, der in die Anlage integriert wurde. 

Zusammenrechnen, was sie an Geld schon in ihr Hobby hineingesteckt haben, wollen sie dabei lieber nicht. Mit Rücksicht auf das gute Verhältnis zu ihren Ehefrauen. Doch allein für zwei Polizeipferde mit Reiter seien leicht zehn Euro weg oder 60 Euro für ein Karussell-Modell. Daher schauen sich Vater und Sohn regelmäßig auf Spielzeugbörsen um. "Da kann man schon mal ein Schnäppchen machen", sagen die Weyands.

TV vom 07.12.2002

Adventskalender

HERMESKEIL. (LH) Das waren noch Zeiten, als aus dem Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerks auf dem Bahnhof in Hermeskeil die Dampfrösser auf Reisen gingen. Heute sind die Tore überwiegend verschlossen, ausgenommen die Öffnungstage des Dampflokmuseums an Sommer-Wochenenden. Dann werden bei den Besuchern Erinnerungen wach an eine Zeit, als noch Personenzüge auf der landschaftlich reizvollen Hochwaldstrecke zwischen Trier und Hermeskeil verkehrten. Was 1889 mit einem mehrtägigen Volksfest begann, war zum 100. Geburtstag bereits beendet. Der Personenverkehr wurde in den 80er Jahren eingestellt, vereinzelt rollten noch Güterzüge über die Geleise. Heute erinnert nur noch das Bett aus Schottersteinen an die Trasse. Die Gleise sind abgetragen. Nostalgietouren gibt es noch, so wie am 8. Dezember, wenn der Hochwaldbahn e.V. eine Adventsfahrt nach Freisen anbietet. Abfahrt 14 Uhr. (Anmeldung unter 06503/921490).Auch in diesem Jahr liefert die TV-Lokalredaktion wieder einen besonderen "Adventskalender": Täglich zeigen wir eine ungewöhnliche Tür und erzählen ihre Geschichte.

TV vom 07.12.2002


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Für kleine und große Männer 
Europas größte mobile Modelleisenbahnanlagen-Schau

WITTLICH. (red) Da schlagen Männerherzen höher: Europas größte mobile Modelleisenbahnanlagen-Ausstellung wird am 14. und 15. Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr im Cusanus Gymnasium in Wittlich zu sehen sein. 

Glacierexpress, Orientexpress, Rheingold oder DDR-Staatszug: Überall bimmelt, pfeift und zischt es. Auf rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche verlegen die Modelleisenbahnfreunde Bötersen über 1400 Meter Gleise, bauen eine unübersehbare Anzahl von Bäumen, Büschen, Häusern, Figuren, Lampen und Straßenfahrzeugen schmücken ihre bis ins kleinste Detail naturgetreu gestalteten Miniaturlandschaften. In der Ausstellung können die Besucher alle Spurgrößen der Welt (Spuren Z, N, TT, H0, H0m, H0e, 0m, I, und II m) sehen. Eines der Hauptanliegen der Modelleisenbahnfreunde Bötersen ist es, die Besucher über alles zu informieren, was die Modelleisenbahn und ihr großes Vorbild bietet. Schmuckstücke sind: sechs Großanlagen bis zu 16,40 Meter lang und 4,50 Meter tief. Außerdem fahren 130 Züge immer zur gleichen Zeit. In der Lok des Glacierexpress befindet sich zudem eine Videokamera, das Bild wird auf einen Fernsehschirm übertragen. Die Besucher können also aus der Sicht des Lokführers über die Anlage fahren. Spaß ist garantiert, wenn Presslufthammer-Bernhard seine Löcher in die Straße rammt oder Gustav mit seiner Draisine über die Gleise saust. Auf der Dino-Anlage können die Kinder selbst nach Herzenslust spielen. In einer Videoschau werden Filme der Deutschen Bundesbahn gezeigt, über die Geschichte der Bahn, die Gegenwart und die Zukunft sowie über die schönsten Dampfloks und Bergbahnen aus aller Welt.

TV vom 06.12.2002


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VRM erhöht die Preise 
Zwei neue "Flaggschiffe": MobilCard und Schüler-Plus-Ticket

KOBLENZ. Bei einer Pressekonferenz ließ VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly die Katze aus dem Sack: "Moderate Preisanpassung von 3,3 Prozent." Grund: Anhaltende Kostensteigerungen, zum Beispiel durch eine höhere Ökosteuer. Erfreulich dagegen: Das VRM-Angebot wird zum 1. Januar verbessert und ergänzt: 

MobilCard: Sie ist für neun Euro zu erwerben und gibt jeweils 15 Prozent Rabatt auf einen Einzelfahrschein im gesamten Verkehrsverbund. Pauly: "Damit möchten wir Kunden, die nur unregelmäßig Bus oder Bahn benutzen, die Entscheidung für den öffentlichen Personen-Nahverkehr erleichtern." 

Schüler-Plus-Ticket: Nach dem erfolgreichen Test in Cochem-Zell kann es jetzt im gesamten Verbund erworben werden. Das Ticket bringt die "Kids" (nicht nur Fahrschüler) ab 14 Uhr zu Freunden, zum Shoppen, zum Sport. An schulfreien Tagen gilt es ganztägig. Kostenpunkt: 79 Euro im Jahr. 

Umgestellt die Schülerjahreskarten. Hier hatte es wegen der hohen Wiederbeschaffungsgebühr Proteste gegeben. Jetzt werden die Schülerkarten pro Monat ausgegeben. 
Die 9-Uhr-Karte wurde im Preis gesenkt (bis 30 Prozent). 
Als absoluten Renner bezeichnete der VRM-Geschäftsführer die Mini-Gruppen-Karte. 
Das Rheinland-Pfalz-Ticket gilt ab 1. Januar in allen Verkehrsmitteln im VRM. Bisher konnte es nur in der Bahn und in den Regio-Bussen genutzt werden. 
Ab Herbst 2003 soll ein Studenten-Ticket (bisher gilt das nur für Remagen) für die rund 11 000 Koblenzer Studenten auf den Markt kommen. 

Neu auch: Die Fahrpläne sind erstmals in einem einheitlichen Layout, wurden erstmals vom VRM selbst erstellt, und kosten einen Euro Schutzgebühr. Erstmals gibt es auch eine Gesamtausgabe. Für die Verkehrsunternehmen sagte Kevag-Prokurist Joachim Linden: "Im Mittelpunkt steht der Fahrgast. Und deshalb sind wir froh, mit verbesserten Angeboten den ÖPNV attraktiver machen zu können." 

RZ vom 06.12.2002


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Neue VRM-Fahrpläne im AW-Kreis kostenlos zu haben
Mit MobilCard werden Einzelfahrten um 15 Prozent preiswerter 

Der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) gibt zum Fahrplanwechsel ab 15. Dezember 
neue Fahrpläne heraus. Die grün-blaue Broschüre ist im Kreis Ahrweiler kostenlos 
erhältlich. Die Kreisverwaltung kann 12.000 Fahrpläne kostenlos verteilen, weil 
das Projekt von Unternehmen gesponsert wurde. 

Die 400 Seiten umfassende Schrift ist erhältlich bei den Verkehrsunternehmen, 
der Kreisverwaltung in der Ahrweiler Wilhelmstraße, den Verwaltungen der Städte 
und Verbandsgemeinden, den örtlichen Touristik-Infos sowie den Filialen der 
Kreissparkasse und der Banken. 

Der zum Jahresbeginn 2002 eingeführte VRM-Gemeinschaftstarif hat sich nach den 
Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler in der Praxis bewährt. Neben dem 
bestehenden breiten Angebot an Fahrausweisen soll es bald weitere Sondertickets 
geben. Dadurch solle die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel weiter 
steigen. Konkret nennt Pföhler die MobilCard für Gelegenheitskunden, die 
maßgeblich auf Initiative des Kreises Ahrweiler zustande kam, sowie das Job- und 
Semesterticket und eine Schüler-Plus-Karte. 

Ausdrücklich weist die Kreisverwaltung auf das Angebot der MobilCard im VRM hin. 
Für Inhaber dieses Tickets werden Einzelfahrten im VRM-Bereich ab 1. Januar 2003 
um 15 Prozent rabattiert. Der neue Fahrplan nennt Infos zu Bus- und 
Bahnverbindungen sowie der Rhein-Schifffahrt. Nähere Auskünfte erteilt der VRM 
unter der Info-Hotline 01805/986986 (0,12 Euro pro Minute). 

Pressedienst der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 05.12.2002


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Ohne Umsteigen von der Mosel ans Meer 
Ohne teurere IC-Fahrkarte geht's nur noch im Zwei-Stunden-Takt von Traben-Trarbach nach Trier und Koblenz

Von unserer Mitarbeiterin GERDA KNORRN-BELITZ

TRABEN-TRARBACH. Ab 15. Dezember führt die Deutsche Bahn ein neues Preissystem ein und räumt nach eigenen Angaben mit der verwirrenden Vielfalt der Angebote auf. Neu ist auch der Intercity-Anschluss in Bullay. Der TV ging der Frage nach, welche Änderungen sich für die Bahnreisenden von und nach Traben-Trarbach ergeben. 

Erst einmal heißt es umdenken: Bislang verlässt der erste TransRegio Traben-Trarbach um 6.15 Uhr, von 7.30 Uhr bis 21.30 Uhr verkehrt er stündlich in Richtung Bullay. Ab dem 15. Dezember fährt der erste Zug um 6.23 Uhr und fortan nicht mehr genau "um halb", sondern stündlich von 7.44 Uhr bis 21.44 Uhr. 

Auf der Strecke Koblenz ­ Trier verkehren künftig Intercitys statt der bisher eingesetzten Interregio-Züge. Im Zwei-Stunden-Takt fahren diese ICs, für die sich der Fahrpreis um fast fünf Euro pro Strecke von Traben-Trarbach nach Trier oder Koblenz erhöht. Wer preiswerter reisen will (10,60 Euro pro einfacher Fahrt), muss auf die alle zwei Stunden fahrenden Regionalzüge umsteigen und damit auf einen echten Stundentakt verzichten. 

Bonn wird als Ziel unattraktiv

Wurde die Fahrkarte für eine Regionalbahn erworben, darf damit nicht der Intercity benutzt werden. Das bislang mögliche Lösen von Zuschlägen für den IC entfällt künftig. Gelfo Kröger, Pressesprecher der Deutschen Bahn in Frankfurt/Main, erklärt dies mit "festen Relationspreisen". Sie hätten die Abschaffung der Intercity-Zuschläge möglich gemacht. Wer hingegen in Trier oder Koblenz studiert und noch in Traben-Trarbach wohnt, darf sich freuen, wenn er im Besitz eines Semester-Tickets ist. "Übergangsweise gilt dieses Ticket bis Ende 2003 auch für die Benutzung von Intercity-Zügen", erklärt der Pressesprecher. 

Der Einkaufsbummel in Bonn wird möglicherweise gänzlich unattraktiv: Die einstige Bundeshauptstadt wurde von Traben-Trarbach stets in weniger als zwei Stunden erreicht (1:57 Stunden). Jetzt sind neben dem höheren Intercity-Fahrpreis auch ganze 2:36 Stunden einzuplanen. Gut hingegen haben es die Nordseeurlauber: Sie können ab 15. Dezember im IC von Bullay bis Norddeich Mole durchfahren, ohne umsteigen zu müssen."Die Bahn hat Anfang des Jahres 2002 begonnen, eines ihrer größten Modernisierungsprogramme anzupacken", weiß Gelfo Kröger. Ende nächsten Jahres soll es abgeschlossen sein. Die alten Intercity-Züge werden unter anderem mit neuen Radsätzen und einer neuen Inneneinrichtung ausgestattet. Die bislang eingesetzten Interregios würden zu Intercity-Zügen umgebaut. Kröger wollte nicht ausschließen, dass möglicherweise noch einige Monate lang der weniger komfortable Interregio als Intercity auf der Moselstrecke eingesetzt werde. Seit der Schließung des von der Firma Entrada betriebenen Fahrkarten-Verkaufsschalters im alten Bahnhofsgebäude von Traben zum 1. Juli können Reisende ihre Fahrkarten bei den Zugbegleitern im TransRegio oder im Café Meyer in Traben-Trarbach erwerben. Doch nicht alle Reiseziele hat der kleine Fahrkartencomputer gespeichert. Oftmals muss in Anschlusszügen nachgelöst werden, wobei je nach Länge der Strecke zwischen 1,50 und 4,60 Euro zugezahlt werden müssen. 

In Traben-Trarbach sind Fahrkarten auch im Reisebüro Mittelmosel bei Gudrun Hilgers erhältlich, sie müssen allerdings zwei Tage vorher bestellt werden. Das neue Preissystem der Bahn stößt auch bei der Reisebürokauffrau auf Kritik. Die von der Bahn gepriesene Transparenz sei schwer zu durchschauen, und für Gudrun Hilgers bedeutet der Fahrkartenverkauf erheblich mehr Arbeit, seit die Bahn Preisnachlässe bei frühzeitiger Vorausbuchung verspricht, solange der Vorrat reicht. "Den Kunden ist oft nicht klar, dass sie sich bei der Hin- und Rückfahrt bereits für einen bestimmten Zug an einem bestimmten Tag entscheiden müssen. Noch eine Tasse Kaffee trinken und einfach den nächsten Zug nehmen wird teuer." Wird der Zug durch eigene Schuld versäumt, ist für die dann fällige neue Fahrkarte die Differenz zwischen dem Plan&Spar-Preis und dem Normalpreis zu zahlen sowie eine Gebühr von 45 Euro. 

Gudrun Hilgers rät dazu, noch die alte Bahn-Karte zu kaufen, die ein Jahr lang einen Preisnachlass von 50 Prozent auf Fahrkarten gewährt. Reisende ab 60 Jahren zahlen nur 70 Euro dafür. Bis zum 14. Dezember kann sie noch erworben werden. Bahnfahrern, die sparen wollen und flexibel bleiben möchten, erspart sie das frühe Buchen und Festlegen auf ganz bestimmte Züge und Reisetage.

TV vom 05.12.2002


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Dampflok macht Station

WITTLICH. Ein toller Tag für Eisenbahnfreunde: Ein Nostalgie-Dampfschnellzug macht am Sonntag Halt in Wittlich- Wengerohr, und die Feuerwehr Wittlich tankt die Lok auf. 
Die weltweit einzig erhaltene, betriebsfähige DRG Stromlinien-Schnellzugdampflok 01 1102 "Blue Star" fährt am Sonntag, 8. Dezember, von Wiesbaden nach Luxemburg und macht auf ihrer Reise um 10.07 Uhr auf Gleis 1 des Hauptbahnhofs Wittlich zum "Betanken" Rast. Von der Feuerwehr Wittlich werden die Wassertanks zur Weiterfahrt wieder befüllt. 

Für alle Eisenbahnfreunde ist dies eine einmalige Gelegenheit, die historische Lok, die durch ihr stromlinienförmiges Aussehen besticht, aus nächster Nähe zu sehen. Sie stammt aus dem Jahre 1940 und ist 25 Meter lang; an der Lok hängen zehn Wagen. Ihre Treibräder sind zwei Meter hoch, und sie legt eine Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern zurück. 

Insgesamt 600 Personen werden erwartet, die an der Fahrt teilnehmen und an den Haltestationen auch aussteigen werden. 

Die genaue Haltezeit der Schnellzugdampflok am Hauptbahnhof Wittlich ist von 10.07 bis 10.40 Uhr und auf der Rückfahrt von Luxemburg nach Wiesbaden wieder von 19.25 bis 20.25 Uhr. Veranstalter ist die Transeurop-Eisenbahn AG / Suisse, Repräsentanz Deutschland in Potsdam.

TV vom 05.12.2002


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Winterzeit - Diazeit
Vortragsreihe in Gerolstein „Eifelbahn e.V.“ mit „AK Schienenverkehr im Rheinland“ 

In der Winterzeit hat so mancher mehr Gelegenheit zu einem gemütlichen Zusammensein und zum Gedankenaustausch zur Eisenbahn, fallen doch viele Veranstaltung weg, die sonst im Jahr besucht werden. Dies soll genutzt werden, indem monatlich einmal ein Diavortrag in Gerolstein vom „AK Schienenverkehr im Rheinland“ veranstaltet wird, verbunden mit einem Stammtisch des „Eifelbahn e.V.“ Je Vortrag wird ein bestimmtes Thema mit ca. 100 Dias behandelt. Anschließend besteht Gelegenheit zur Diskussion. 

Folgende Vorträge und Termine sind geplant:

Sa 04.01.2003 Die Eisenbahn im Eifelraum vor 20 Jahren - ein Rückblick
(Referent: Hans-Peter Kuhl, Gerolstein)

Sa 01.02.2003 Dampf in der Eifel - das Betriebsgeschehen der siebziger Jahre (Referent: Hermann Grüter, Nerdlen)

Sa 08.03.2003 Die Bahn baut - von Nachtbaustellen und Neubaustrecken
(Referent: Hans-Peter Kuhl)

Der Eintritt ist frei. Die Vorträge beginnen jeweils um 15.30 Uhr, Ende der Veranstaltung ist ca. 17.45 Uhr. Somit kann auch aus den Räumen Köln und Trier „stilecht“ mit der Bahn angereist werden, die Abfahrt in beide Richtungen ist ebenfalls gesichert.


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Euskirchens bunte Bahnen

In Euskirchen sind immer wieder mal Loks privater Bahnen zu sehen, so auch Anfang Dezember. - Heute soll es auch Militärverkehr nach Höddelbusch mit BR 225 gegeben haben.
 
 

V 65 TWE, eingestellt bei der RSVG, steht am 1.12.2002 im Güterbahnhof.
203 007-0 EBM Cargo ist mit Müllwagen aus Mechernich in Euskirchen eingetroffen, 2.12.2002.
Am ehemaligen Dürener Bahnsteig abgestellt: V 1204 MWB. 2.12.2002.
Taigatrommel "HOYER" in Euskirchen - Betriebsnummer 220 CL 554 (danke, Nobbi!).
Foto: Thomas Farber, Euskirchen


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Buch: Moselbahn Trier - Bullay

Nach sehr langer Wartezeit ist endlich das Buch "Moselbahn Trier - Bullay"
im Kennig-Verlag für 42,80 Euro erschienen. Das Buch hat ein DIN A4 Format 
mit 270 Seiten mit vielen Abbildungen..

Norbert