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NACHRICHTEN: November  2002



November 2002 [< Nachrichten Übersicht ]

29.11.2002 Karthaus: Lärmbelästigungen (TV)
28.11.2002 Rabatt gibt es nicht überall (TV)
27.11.2002 Ehrang: "Wir haben genug von Belästigungen" (TV)
26.11.2002 Leserbrief zu Gleichbehandlung? (Semesterticket) (TV)
25.11.2002 Neues aus Euskirchen (PW)
22.11.2002 Hunsrück: Neue Bahnstrecke zum Flughafen Hahn? (TV)
22.11.2002 VRT: Fahrschein-Vielfalt (TV)
21.11.2002 Konz: Vandalismus (TV)
19.11.2002 Malzzug (x)
18.11.2002 Stellwerke (CMi)
15.11.2002 Gleichbehandlung? Intercity mit Semesterticket (Leserbrief) (TV)
15.11.2002 DB Werk Trier: Die Angst geht um (TV)
13.11.2002 EBM / Malzzug (CMi)
12.11.2002 Waldorf: Historischer Bahnhof eingestürzt (KRU)
11.11.2002 Mehr Bahnen! - Newsletter Nr. 24 (MB)
11.11.2002 Trier-Ehrang: Anwohner-Beschwerden nach Kesselwagen-Havarie (TV)
08.11.2002 Wasserbillig: Arbeiten am Stellwerk (TV)
07.11.2002 80 Jahre Dampflok 94 1538 - Pendelfahrten Gerolstein - Daun (TV)


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Karthaus

LÄRMBELÄSTIGUNGEN: Weichenteile müssen heute ab 21.30 Uhr bei Bahnkilometer 116,826 im Gleis Karthaus ­ Trier-Süd ausgewechselt werden. Die Arbeiten dauern etwa bis 6 Uhr am Samstagmorgen. Es kann zu Lärmbelästigungen kommen.

TV vom 29.11.2002


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Rabatt gibt es nicht überall

BITBURG. (rh) Das neue Tarifsystem der Deutschen Bahn AG bringt auf kleineren Bahnhöfen unerfreuliche Neuerungen. Denn langfristig buchen und damit Geld sparen, können die Kunden bei weitem nicht an allen Bahnhöfen. Bitburg-Erdorf ist jedoch an das Computersystem angeschlossen, das ein umfassendes Angebot möglich macht. Die Befürchtung, dass zum 15. Dezember verschiedene Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn in der Eifel geschlossen werden sollen, ist indes unbegründet. Dies versicherte die Pressestelle der DB AG in Frankfurt auf TV -Anfrage. Ein Sprecher der Bahn bestätigte jedoch zugleich, dass es Einschränkungen geben wird. Bei allen Verkaufsstellen, die nicht an das neue Computersystem angeschlossen sind, das für die Buchung von Zugreisen mit Vorbestellung für ein bestimmtes Datum notwendig ist, können nur noch Karten für den Nahverkehr bis 100 Kilometer gelöst werden. 
Bahnkunden die den Frühbucherrabatt im Fernverkehr nutzen möchten, erhalten entsprechende Fahrkarten in der Eifel nur an den Schaltern in Bitburg-Erdorf, Gerolstein, Jünkerath und Wittlich sowie in einigen Reisebüros. 

TV vom 28.11.2002 


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''Wir haben genug von Belästigungen'' 
Ehranger ärgern sich über Lärm und Schmutz
Erneut Arbeiter in Schutzanzügen vor Ort

Von unserer Mitarbeiterin GABRIELA BÖHM

EHRANG. Nach dreimonatiger Bauzeit an der Zugunglücksstelle in Trier-Ehrang reicht es den Anwohnern im Laacher Weg: Erst mussten sie mit Baulärm Tag und Nacht und am Wochenende leben, "bis das Porzellan im Schrank bebt". Jetzt sorgen wiederholte Auftritte von Arbeitern in Schutzanzügen für Verunsicherung.

Schon am Freitag gab es massive Verwirrung unter den Anwohnern im Laacher Weg. Drei Rohrnetzmonteure reparierten dort mit Atemschutz und Sauerstoffgeräten einen Wasserrohrbruch (der Trierische Volksfreund berichtete). Fehlende Auskunftsbereitschaft der Arbeiter führten zu Verärgerungen und Beunruhigung der Anwohner. "Die Erde muss also doch erheblich mit Cumol verseucht sein", schlussfolgerte Anlieger Josef Besslich. 
Arbeiter lachen Anwohner aus 

Auch Anwohner Axel Ganz hat von den "Belästigungen dieser Art" genug: Seine besorgten Fragen in Hinblick auf die Schutzanzüge wurden von mehreren umstehenden Arbeitern mit Gelächter quittiert. "Außerdem ist die ganze Gegend hier versaut", schimpft der Mann. "Seit Wochen ist die Straße mit Schlamm überzogen, der nach Cumol stinkt. Den tragen wir mit den Schuhen ins Haus." Anlieger Joachim Wasniewski will gar Anzeige erstatten, "wenn die Straße nicht bald ordentlich gereinigt wird". 

Dafür ist die Bahn zuständig, in deren Auftrag die Firma THG am Laacher Weg die Sanierungsarbeiten ausführt. Der stellvertretende Projektleiter der Bahn, Heinrich Marx erklärte gegenüber dem Trierischen Volksfreund : "Wir setzen eine eigene Trocken-Kehrmaschine ein. Darüber hinaus gehende Reinigungen werden erledigt, wenn wir es für erforderlich halten." 

Gerüchte im Laacher Weg, dass bei dem Wasserrohrbruch verunreinigtes Erdreich mit Trinkwasser in Berührung gelangt sein könne, weist Stadtwerke-Sprecher Andreas Wagner als unbegründet zurück. Trotz des Trinkwasserrohrbruches sei die Leitung mit einem Druck von 4,5 Bar weiter betrieben worden. Lediglich die Hausanschlüsse wurden vorsichtshalber gesperrt. "Wegen des Überdrucks schützt sich die Leitung selbst vor Verunreinigung", sagt Wagner. Nach der Reparatur sei der Leitungsstrang mit der dreifachen Wassermenge durchgespült worden ­ "ein Standardverfahren". 

Am Dienstagmorgen registrierten besorgte Anwohner einen erneuten Besuch von Arbeitern in Schutzanzügen. Das Stadtentwässerungsamt nahm Bauwerksvermessungen an der Unterführung im Laacher Weg vor. Dort wird ­ abhängig vom Baufortschritt der Brückensanierung ­ ein größerer Abwasserkanal entstehen. 

Keine Schäden durch das Zugunglück 

Die Messungen, bei denen mit Pressluftatmern gesicherte Berufsfeuerwehrleute in den Schacht stiegen, stünden in keinem Zusammenhang mit dem Zugunglück, versicherte der technische Leiter Wolfgang Broßat. Untersuchungen des Kanals mit einer Kamera im September hätten keine Schäden durch das Zugunglück gezeigt. 

"Wenn die Anwohner verunsichert sind, sollten sie mit ihrem Ortsvorsteher sprechen", sagte Broßat Luftschadstoffmessungen der Berufsfeuerwehr Trier im Kanal hätten am Dienstag beruhigende Werte ergeben: "Wir haben kein Cumol gemessen", sagte Hauptbrandmeister Richard Gauer. 

Die Instandsetzungsarbeiten im Laacher Weg sollen am 15. Dezember abgeschlossen sein. Dann haben die Anwohner voraussichtlich Ruhe bis zum nächsten Sommer, wenn die endgültige Sanierung der Brückebeginnt. 

Unterdessen bemerkten Anwohner der etwa 500 Meter entfernten Merowingerstraße am Dienstag einen deutlichen Cumol-Gerucht aus der Kanalisation. Stadt-Pressesprecher Ralf Frühauf hält einen Zusammenhang mit der zuvor erfolgten Kanalspülung im Laacher Weg für möglich. 

TV vom 27.11.2002


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Preis Verhandlungssache
Leserbrief zum Thema "Semesterticket/Ungleichbehandlung"

Herr Decker schreibt, es liege eine Ungleichbehandlung vor, indem Semestertickets billiger seien als Schülertickets. Preislich stimmt's - aber sonst hinkt der Vergleich. Herr Decker weiß und deutet auch an, dass Schüler 10 Jahre mit hohem Zuschuss zur Schule fahren. Das hat mit Schulpflicht zu tun. Für die folgenden drei Jahre gibt es immerhin noch einen Sozial-Zuschuss. 
Was er nicht erwähnt: Die Verkehrsunternehmen bekommen Rabatte aus Schülertickets von der öffentlichen Hand ersetzt. Das Semesterticket finanziert sich hingegen selbst. Alle Studenten müssen zwangsweise das Semesterticket bezahlen. Egal, ob jemand Bus und Bahn nutzen kann, oder nicht. 

Der Grundgedanke ist, dass dieser Solidarbeitrag studentische Mobilität gewährleistet und ein potentielles Verkehrschaos (15 000 Studenten in Trier) verhindern hilft. Der Preis ist Verhandlungssache der Uni/Studentenwerk mit den Verkehrsunternehmen. Die öffentliche Hand zahlt hier keinen Zuschuss! Die Studenten finanzieren die Sache vollständig alleine. 

Bleibt zu hoffen, dass durch diese Diskussion nicht wieder Sozialneid auf die Studenten entsteht. Sie bündeln in der Stadt Trier eine Menge Wirtschaftskraft.

Christian Hüsing, 54295 Trier 

TV vom 26.11.2002


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Neues aus Euskirchen

Die Bauarbeiten zur neuen (und unnötigen) Bahnunterführung (Millionengrab - eifelbahn.de berichtetete) in Euskirchen dauern weiterhin an. Am 23.11. konnten Bauzüge vom Güterbahnhof zur Baustelle mit Zweiwegebagger und jeweils zwei Güterwagen beobachtet werden.

Im Lokschuppen war am gleichen Tag neben der noch mit Girladen geschmückten 94 1538 eine neue VEB-Lok zu sehen: 361 663 (ex DB 361 663-8). Die Kontrollnummer wurde entfernt.

An diesem Wochenende stehen in Euskirchen diverse Gleisbaumaschinen und ein Gleiskran. Die Züge nach Bonn enden in Witterschlick, vermutlich wegen Gleisbauarbeiten in Bonn-Duisdorf.
 
 

Der aus einem Zweiwegebagger und zwei K-Wagen bestehende Bauzug hat die Baustelle erreicht und mit dem Abladen des Schotters begonnen. Da die Reichweite der Schaufel begrenzt ist, wird er später einen kleinen Radlader auf den Wagen heben, der den übrigen Schotter beifährt.
An der Ladestrasse im Güterbahnhof werden von einem Zweiwegebagger zwei Schotterwagen abgeholt...
...und zur Baustelle gebracht. Erstaunlich ist die Zugkraft des Baggers, der trotz der Last auch die Steigung des Ablaufbergs schafft.
Eine neue VEB-Lok im Euskirchener Lokschuppen: 361 663 (ex DB 361 663-8).
Am 24.11.2002 befinden sich 5 CITA-Wagen in Euskirchen: drei im Güterbahnhof (Bild) und zwei weitere an der Ladestrasse.
Gleiskran mit Schutzwagen in Euskirchen, 24.11.2002


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Land will schnelle Bahn zum Hahn
Trasse durch den Hunsrück für 700 Millionen Euro

Von unserem Redakteur JOACHIM WINKLER

MAINZ. Rheinland-Pfalz will eine neue Bahnstrecke vom Rheintal bei Bingen auf die Hunsrückhöhen für einen schnellen Zug zum Flughafen Hahn. Geschätzte Kosten: 640 bis 710 Millionen Euro.

Den Neubau einer Bahnstrecke von Bingen nach Hahn hat das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Nur mit einer neuen Trasse im Hunsrück sei eine Verbindung der Flughäfen Frankfurt und Hahn in der angestrebten Fahrtzeit von 60 Minuten zu gewährleisten, sagte Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage (FDP) am Donnerstag im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtages. Einschließlich eines Tunnels werden die Kosten der Trasse auf bis zu 710 Millionen Euro geschätzt. 
 

Nachtflüge ab 2006 auf dem Hahn

Der Flughafen Hahn, der mehrheitlich im Besitz der Flughafengesellschaft Frankfurt (Fraport) ist, soll nach dem Ausbau von Rhein-Main im Jahr 2006 dessen Nachtflüge übernehmen. Bereits beantragt ist von den Landesregierungen in Mainz und Wiesbaden bei der EU, Frankfurt und Hahn als Flughafensystem zuzulassen, um eine enge Kooperation zu ermöglichen. 

Die Kosten für die neue Bahnstrecke könnten jedoch nicht von den beiden Ländern aufgebracht werden, so Bauckhage. Um eine möglichst schnelle Bahnanbindung sicherzustellen, soll unabhängig vom anvisierten Neubauprojekt möglichst bis 2005 die Hunsrückbahn zwischen Hahn und Langenlonsheim bei Bingen wieder reaktiviert werden.
 

Pläne für Nahverkehrsstrecke fertig

Die Kosten werden auf 35 Millionen Euro veranschlagt. Eine Planungsvereinbarung mit der DB-Consult liegt nach Angaben des Ministers unterschriftsreif vor. Diese Nahverkehrsstrecke soll zudem eine neue Verbindungsspange über die Nahe erhalten, um eine schnellere Fahrzeit ins Rhein-Main-Gebiet zu erreichen. Trotz kritischer Bewertungen aus der DB-Spitze zur Rentabilität der Verbindung geht Bauckhage weiterhin davon aus, dass die Bahn die Strecke betreiben wird. Er deutete allerdings an, dass auch andere Betreiber bereits Interesse gezeigt haben. Mehr als 120 Millionen Euro werden die beiden Flughafengesellschaften sowie die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen in den Ausbau von Hahn stecken. Vorgesehen ist die Verlängerung der Startbahn auf 3800 Meter, der Ausbau des Parallel-Rollweges und der Bau weiterer 14 Abfertigungspositionen im Vorfeld. Das Land Hessen wird laut einer jüngst abgeschlossenen Vereinbarung 20 Millionen Euro zuschießen. über den rheinland-pfälzischen Anteil ist noch nicht endgültig entscheiden.

TV vom 22.11.2002


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Fahrschein-Vielfalt 
VRT-Einzelfahrscheine gelten nicht mehr im Intercity

TRIER. (red) Ab 15. Dezember kann der neue Intercity nur noch mit VRT-Zeitfahrkarten und Fernverkehrsaufpreis genutzt werden, VRT-Einzelfahrscheine gelten nicht mehr. Diese Entscheidung haben die Verantwortlichen im Verkehrsverbund Region Trier in der vergangenen Woche getroffen.

Zum 15. Dezember werden die Interregios (IR) in der Region Trier eingestellt. Schnelle Fernverkehrsverbindungen bietet dann nur noch der Intercity (IC) von Koblenz nach Trier mit Weiterfahrt nach Luxemburg. Auf der Saarstrecke werden die IR-Züge durch Regionalexpress-Züge ersetzt. Derzeit werden alle Verbundfahrscheine im IR anerkannt, wenn der Fahrgast vor Fahrtantritt einen Fernverkehrsaufpreis gelöst. 

Ab 15. Dezember wird sich das ändern. Nur noch die VRT-Zeitkarten (Wochenkarten, Monats- und Abokarten) werden mit Fernverkehrsaufpreis im IC anerkannt. Der Aufpreis bleibt aber unverändert. 

Die Nutzung von Verbundfahrscheinen im Einzel- und Tageskartenbereich wird vom Geschäftsbereich Reise&Touristik der Deutschen Bahn aus vertrieblichen Gründen mit Hinweis auf das neue Preissystem der Bahn (PEP) abgelehnt. Dessen wesentlicher Bestandteil ist ein Frühbucherrabatt: Je früher ein Fahrgast seine Fahrkarte bucht, desto günstiger wird sie. "Für unsere Strecke Trier ­ Wittlich kann ich diese Begründung nicht nachvollziehen", sagt Landrat Richard Groß, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des VRT. "Wer bucht denn schon seine Einkaufsfahrt oder die Fahrt zum Arzt nach Trier eine Woche vorher? Für Urlaubs- oder Geschäftsreisen mag das sinnvoll sein, aber im Nahverkehr wird kurzfristig über eine Fahrt entschieden. Zudem liegt der Fahrpreis für die einfache Fahrt unter dem Mindestpreis für das neue Frühbuchersystem." 

Der Wegfall des Interregio sei für die Region Trier ein erheblicher Verlust, ergänzt VRT-Geschäftsführer Wolfgang Hammermeister. Denn bisher galt auch in den Zügen des Fernverkehrs ein Fahrschein für alle Angebote im Verbund. In Zukunft brauchten Umsteiger zwei bis drei Fahrscheine für ihre Tour.

TV vom 22.11.2002


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16-Jähriger ausser Rand und Band 

Konz. (red) Ein 16 Jahre alter Jugendlicher aus Konz hat in den Morgenstunden des 19. November die Glasscheiben des Wartehäuschens der Deutschen Bahn am Luxemburger Damm zertrümmert. Dabei wurde er von zwei Zeugen beobachtet, die unabhängig voneinander die Polizei verständigten. Der Junge konnte noch in Tatortnähe festgenommen werden, teilte die Polizei gestern weiter mit. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro. Da der Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss stand, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Auf dem Weg zur Polizeidienststelle in Trier leistete der Festgenommene massiven Widerstand, bedrohte und beleidigte die eingesetzten Beamtinnen und Beamten in übler Weise, so dass gegen ihn neben Sachbeschädigung nun auch wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt wird.

TV vom 21.11.2002


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Malzzug nach Kulmbach

Gefahren wird immer mit Zweitbesetzung, da es für einen Lokführer zu viel ist und in Kulmbach und Schweinfurt rangieren werden muss und eine Übernachtung in Kulmbach eingeplant ist. Lok seit einiger Zeit 212 299 - so auch Mittwoch geplant. Vorbereitung ca. ab 8.00h morgens. Vermutlich mit 6 leeren Tbis von Cita. Abfahrt des Zuges DFG 80334 ca. 9.00h. Ein genauer Fahrplan liegt noch nicht vor. Rückfahrt ab Kumbach ca. 11-11.30h. 


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Stellwerke

Beim Lesen der traurigen "Verkaufsannonce" für die DB-Strecke Jünkerath - Losheimergraben fällt folgender Abschnitt auf: 

"Der Bf Jünkerath wird künftig von Lissendorf aus ferngestellt. Für die im Auftrag eines neuen Betreibers erforderliche Anbindung der Strecke an die Sicherungstechnik des neuen Stellwerks entstehen zusätzlich einmalige Investitionen in Höhe von rd. 530.000 EUR".

Somit scheinen sich Informationen zu verdichten, wonach angeblich schon in 2003 in Lissendorf ein Container als, sagen wir "Mini-ESTW" die Fdl der Bahnhöfe Oberbettingen (Of), Jünkerath (Jf & Jo) sowie auch das alte Fachwerkstellwerk Lf in Lissendorf ersetzt werden soll. Dies soll wohl allerdings nur eine vorübergehende Lösung sein, da schon recht bald danach ein großes ESTW die komplette Strecke steuern soll. Wie gesagt, die obige Info nur unter Vorbehalt...

Christoph


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Gleichbehandlung? 
Zum Beitrag "Intercity mit Semesterticket" (TV vom 17. Oktober)

Erstaunt lese ich: Ein Student zahlt für die Benutzung aller Buslinien in Trier und Umgebung sowie für die Bahnstrecken bis Saarbrücken, Koblenz, Jünkerath und Perl im Jahr 135 Euro. 

Ich stelle fest: Für meine Tochter, Gymnasiastin in Klasse 10, zahle ich ausschliesslich für den Busverkehr zwischen Riol und Trier im Jahr 204,52 Euro. 

Ab Klasse 11 entfällt der Zuschuss des Schulverwaltungsamtes Trier, sodass die Schülermonatskarte im Jahr 655 (!) Euro kosten wird. Allerdings bekommen die Eltern, deren Einkommen unter 16 000 (!) Euro im Jahr liegt, weiterhin einen "gestaffelten" Zuschuss. Welche Großzügigkeit! 

Wo bleibt die Gleichbehandlung? Wo ist die bildungs- und familienfreundliche Politik? Wir können um unserer Kinder Willen ja wohl nicht streiken. Gegen wen auch? Gegen die, die wir selbst gewählt haben? 

Ich möchte betonen: Mich persönlich trifft es nicht sehr, da es mir finanziell gut geht. Ich denke aber an die große Menge der Menschen, die das leider nicht von sich sagen können. 

Alfred Decker, 54340 Riol 

TV vom 15.11.2002


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DB Werk Trier: Die Angst geht um
Gewerkschaft sieht 120 Arbeitsplätze in Trier gefährdet

Von unserem Redakteur HERIBERT WASCHBÜSCH

TRIER. Bei den rund 120 Mitarbeitern im DB Werk Trier geht die Angst um. Nach Meinung der Gewerkschaft Transnet stellt die Bahn ursprüngliche Millionen-Investitionen in Trier in Frage. Damit seien zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet.

Nach Informationen von Transnet kam die DB Regio bei der so genannten "Westerwald"-Ausschreibung nicht zum Zuge. "Nach offizieller Darstellung waren die Konkurrenten um über 20 Prozent günstiger", heißt es seitens der Gewerkschaft. "Auch aufgrund der anstehenden Ausschreibungen für Eifel- sowie Mosel- und Luxemburger Strecke und der damit unter Umständen verbundenen Verluste an Aufträgen bestehe, so die inoffizielle Aussage von DB Regio, eine gewisse Planungsunsicherheit, sagt der der Gewerkschaftssekretär der Transnet, Dieter Mohr. Das dadurch vorhandene unternehmerische Risiko veranlasse DB Regio, über die Zukunft des Werks Trier nachzudenken. Rund 14 Millionen Euro sollten in Trier in Zukunft investiert werden. Für die Mitarbeiter Gewissheit, das ihre Arbeitsplätze an der Mosel sicher wären. Doch nachdem rund 2,5 Millionen Euro im Trierer Werk investiert wurden, gebe es nun andere Gerüchte, schreibt Transnet. Dieter Mohr kommt zu dem Schluss, dass möglicherweise bei der Landesregierung, aber auch bei DB Regio eine vollkommen neue Strategie verfolgt werde. 
Sollte im Werk Trier nicht mehr investiert werden, habe bei zukünftigen Streckenausschreibungen DB Regio keine Chance, neue Aufträge an Land zu ziehen. Damit seien ­ Lokführer und Zugbegleiter mit eingerechnet ­ 380 Arbeitsplätze in Gefahr. Allein im Werk Trier zur Zeit 120. Auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende beim DB Werk Trier, Marcel Schanen, ist verunsichert. "Die Leute machen sich große Sorgen." Man könne nicht verstehen, dass die DB Regio mit ihrem Angebot so deutlich über dem der Konkurrenz gelegen habe. 

Seitens der DB Regio war gestern keine offizielle Stellungnahme zum Werk Trier zu bekommen. Beim Nahverkehrsbranchentreff der Deutschen Bahn tagten rund 400 Verkehrs-Experten in Montabaur und berieten über den Wettbewerb im Schienenpersonennahverkehr. 

Die Ängste der Gewerkschaft sehen indes zahlreiche Experten unter ganz anderen Vorzeichen. Hier werde versucht, mit dem Angstfaktor verkehrspolitischen Einfluss zu üben, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Thomas Geyer, Verbandsdirektor des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr (SPNV): "Wir haben damit gerechnet, dass nach der Vergabe im Westerwald über den Standort Limburg diskutiert wird. Aber Trier ­ das kann ich wirklich nicht verstehen." 

Im Westerwald hat sich nach TV -Informationen eine Bietergemeinschaft gegen die DB Regio durchgesetzt. Die weiteren Strecken im Nahverkehr in Rheinland-Pfalz sollen bis 2012 ausgeschrieben sein. Bei der Eifel- und Moselstrecke wird es nach unbestätigten Informationen aber bereits bis 2006 zur Ausschreibung kommen.
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Auf dem Holzweg

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die Gewerkschaft Transnet befürchtet den Verlust von bis zu 380 Arbeitsplätzen allein bei der DB Regio. Die Angst geht um, zunächst einmal bei den 120 Mitarbeitern des Trierer Werks. Denn dort sorgen sich die Mitarbeiter darum, dass die Bahn schon zugesagte Investitionen zurückzieht. Eigentlich soll das Werk in Trier nach und nach für rund 14 Millionen Euro auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Rund 2,5 Millionen Euro sind schon umgesetzt. Die Angst der Gewerkschaft und der Mitarbeiter ist nicht aus der Luft gegriffen. Aber wo kommt sie her? Die DB Regio war gestern zu keiner Stellungnahme zu erreichen. Von dort also vorerst keine Aufklärung. Dass allein die Vergabe des Schienenpersonennahverkehrs imWesterwald ­ auf einer relativ unbedeutenden Strecke ­ an eine Privatbahn dazu führen soll, in Trier Werkstattkapazitäten abzubauen, ist kaum zu glauben. Dass die Bahn sich aber Sorgen um die "Filetstücke" Mosel- und Eifelstrecke macht, ist sehr wahrscheinlich. Doch wer versucht, mit dem Angstfaktor "Arbeitsplätze" Verkehrspolitik zu beeinflussen, ist auf dem Holzweg. 

h.waschbuesch@volksfreund.de 

TV vom 15.11.2002


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Malzzug

Wie heute bei der Drehscheibe zu lesen war, verkehrt seit neuestem ein Zug der EBM-Cargo wöchentlich von Euskirchen nach Kulmbach in Bayern und zurück. Bespannt ist der "Malzzug" offenbar durchgehend mit einer Lok der EBM, heute war es die 212. 

Die Wagen sind, wie schon angedeutet, Malztransportwagen zur Bitburger Brauerei, vermutlich werden sie ab Euskirchen der Übergabe zugefügt. Der Zug verkehrt bis mind. 14.12. jeweils Mittwochs ab Euskirchen (ab ca. 09.00) und erreicht den Ausgangsbahnhof wieder am späten Donnerstagabend (ca. 22.30). Der Zug verkehrte heute über die KBS 475 und dann weiter linke Rheinstrecke, ist aber auch schon über die rechte Rheinseite und Kalscheuren gelaufen.

Christoph
 

Sieh mal hier!

http://www.railfan.de/forum/forum.pl?read=26049
http://www.railfan.de/forum/forum.pl?read=26041
http://www.railfan.de/forum/forum.pl?read=25962

Auch die Follow-Ups dazu sind teils interessant! 

CM


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Historischer Waldorfer Bahnhof eingestürzt 
"Wie ein Stich ins Herz" 

von ANDREAS NÖTHEN 

BORNHEIM-WALDORF. Der Waldorfer Bahnhof steht nicht mehr. Von dem früheren 
Hauptgebäude ist nur noch der rückwärtige Giebel übrig. Das Dach liegt zur 
Bonn-Brühler-Straße hin geneigt. 

Nur noch ein Haufen aus Backsteinen und Dachziegeln lässt vermuten, dass 
dieser Schuttberg einmal die Frontseite darstellte, auf der bis vor kurzem 
noch der Namenszug "Waldorf" von der einstigen Bedeutung des Gebäudes 
kündete. 

Auch den Querbau hat es schwer erwischt - hier zeigen sich in den 
Seitenwänden riesige Löcher. 

"Das hat einen ganz schönen Schlag gegeben", berichtet Gertrud Kreuel, die 
Besitzerin des Bahnhofs, die in der Nacht auf Samstag von dem Lärm des 
einstürzenden Gebäudes aus dem Schlaf gerissen wurde. 

Sie vermutet, dass der starke Wind dem alten Bahnhof den Rest gegeben hat. 
Dass jemand nachgeholfen hat, schließt sie aus. 

Der Waldorfer Bahnhof hatte viele Freunde. Vergeblich hatten sich die 
Oppositionsparteien des Stadtrates seit Mitte der 80er Jahre darum bemüht, 
den letzten Bahnhof der Köln-Bonner-Eisenbahn auf die Tagesordnung des 
Planungsausschusses zu setzen, um endlich einen Eintrag in die Denkmalliste 
zu erwirken. 

Das scheiterte immer wieder an der CDU-Mehrheitsfraktion und der Besitzerin, 
die sich auf ein Gutachten der oberen Denkmalbehörde aus dem Jahre 1981 
beriefen. 

Dieses besagt, dass der Bahnhof per se nicht als denkmalwürdig einzustufen 
sei. Jedoch räumte es der Stadt Bornheim ausdrücklich ein, den Bahnhof in 
die eigene Denkmalliste einzutragen. 

Mit Bestürzung hatte Willi Sechtem, Ehrenratsherr und ehrenamtlicher 
Mitarbeiter des Stadtarchivs auf dem Weg zur Arbeit den Einsturz zur 
Kenntnis genommen. 

"Das war wie ein Stich mitten ins Herz." Dass der Wind den Bahnhof 
umgerissen hat, bezweifelt er, zumal "wenn man sieht, wie der Bahnhof den 
schweren Sturm vor 14 Tagen mit Bravour überstanden hat." 

"Sehr ärgerlich und schade", findet es auch Dr. Harald Herzog vom 
Rheinischen Landesamt für Denkmalpflege. Auch Dr. Horst Bursch blieb ob der 
Nachricht förmlich die Spucke weg. 

Auf Anfrage der Rundschau deutete der Heimatforscher, der im Waldorfer 
Bahnhof ein "heimatgeschichtliches Denkmal allererster Güte" sah, an, was in 
Bornheim viele denken: "Da zeigen sich Parallelen zum Kliehof in Bornheim," 
so Bursch. 

Zur Erinnerung: 1986 sollte die damalige Gaststätte "Kliehof" auf der 
Königstraße gegen den Willen der Eigentümerin unter Denkmalschutz gestellt 
werden. Daraufhin zündeten unbekannte Brandstifter den Gasthof an. Die 
Stadtverwaltung wusste bis gestern nichts vom Einsturz des Waldorfer 
Wahrzeichens. 

Zu einem eventuell gestellten Abrissantrag für den auf Bauland stehenden 
Bahnhof konnte Bauamtsleiter Rainer Rausch nichts sagen, versprach aber, 
sich zu informieren. 

Die Zukunft des Bahnhofes ist nun fraglicher denn je. "Ein Wiederaufbau geht 
nur mit viel gutem Willen", äußerte Dr. Harald Herzog vage Hoffnung - 
politisches Umdenken vorausgesetzt. 

Kölnische Rundschau vom 12.11.2002


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Mehr Bahnen! - Newsletter Nr. 24

Von: Mehr Bahnen! - Vereinigung für Wettbewerb im Schienenverkehr e.V. 
[mailto:info@mehrbahnen.de] 
Gesendet am: Donnerstag, 7. November 2002 19:35 
Betreff: Newsletter Nr. 24 für Wettbewerb im Schienenverkehr 

Sehr geehrte Damen und Herren, 
obwohl die Koalition in Berlin eine einheitliche Fahrplanauskunft 
fordert, sperrt sich die DB dagegen - zumindest wenn es 
unliebsame Wettbewerber betrifft: 
http://www.mehrbahnen.de/news.php3?id=351 
Auch mit der verbalen Diskriminierung fährt die DB fort, indem 
sie ihren Konkurrenten unterstellt, Dumpinglöhne zu zahlen - 
das Gegenteil ist der Fall: 
http://www.mehrbahnen.de/schwarzbuch.php3?id=335 
Der Aufsichtsrat der DB zeigt wieder einmal, dass er an einer 
Kontrolle des Unternehmens wenig Interesse hat: 
http://www.mehrbahnen.de/news.php3?id=349 
Es wundert uns daher nicht, dass ein engagierter 
Verkehrspolitiker dieses Gremium verlassen hat: 
http://www.mehrbahnen.de/dateien/as-ar-beendigung.pdf 
http://www.mehrbahnen.de/news.php3?id=355 
Die DB ruft offenbar kaum die budgetierten Infrastrukturmittel 
ab: 
http://www.mehrbahnen.de/schwarzbuch.php3?id=337 
Dabei gibt es auf der regionalen Ebene genügend 
Investitionsbedarf,, wie die fiolgende Studie zeigt: 

hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier hier 
hier hier hier: 
http://www.bbr.bund.de/raumordnung/moro/download/abschlussbericht_bahnverkeh 
r.pdf 
Noch ein Hinweis in (fast) eigener Sache: Das Thema Wettbewerb im SPNV ist 
Gegenstand folgender Tagung am 2./3. Dezember: 
http://www.iir.de/app/?navi=161&pid=619 
Zu diesem Thema empfehlen wir auch das Positionspapier 
des VDV: 
http://www.vdv.de/pressnews/download/1325_positionsp.pdf 
Sollten Sie einzelne Links nicht aktivieren können, schauen 
sie bitte direkt auf unseren Seiten (www.mehrbahnen.de) nach. 
Mit freundlichen Grüßen 
Ihr Mehr Bahnen!-Team 

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Schauen Sie bei uns vorbei! http://www.mehrbahnen.de 
Täglich aktuelle Nachrichten rund um den Wettbewerb im Schienenverkehr, 
interessante Gutachten, Gerichtsurteile, pointierte Stellungnahmen und 
Pressemitteilungen. 

Haben Sie Anregungen oder Fragen an die Redaktion? 
mailto:service@mehrbahnen.de 

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"Eine akademische Diskussion" 

ZDF greift Anwohnerbeschwerden nach Ehranger Kesselwagen-Havarie auf ­ Behörden halten dagegen

Von unserer Mitarbeiterin GABRIELA BÖHM

EHRANG. Noch immer gibt es Vorwürfe von Anwohnern, die über Gesundheitsbeeinträchtigungen infolge des Zugunglückes in Ehrang am 29. August klagen. Auch das ZDF nahm sich in der Sendung "Die Reporter" des Themas an. Die Behörden halten dagegen. 

Kopfschmerzen, Engegefühl in der Brust, Atemnot, Abgeschlagenheit ­ in der ZDF-Sendung am Mittwoch wurden Vorwürfe von Anwohnern laut, die ihre gesundheitlichen Beschwerden auf das Zugunglück zurückführen. Bei dem Unfall waren Kesselwagen mit der giftigen Chemikalie Cumol entgleist und in Brand geraten (der TV berichtete ausführlich). "Einseitige Berichterstattung" oder "Die wussten doch schon vor ihrer Recherche, wie sie die Sache darstellen wollten" lautet die Medienschelte einiger der involvierten Behörden gegenüber den ZDF-Filmemachern. 
Bahn und Kreis weisen Vorwürfe zurück 

"Das hörte sich an, als würden wir die Löcher nur zustopfen", wehrt Bahnmanager Ludwig Thies den Vorwurf unzulänglicher Dekontaminierungsarbeiten im verseuchten Erdreich ab. "In Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden tun wir alles Menschenmögliche, um umweltschädliche Risiken auszuschließen." 

Kreisverwaltungs-Sprecher Thomas Müller betont, dass sämtliche Boden-, Luft- und Wohnraummessungen Werte ergeben hätten, die im tolerablen Bereich lagen. "Wenn in dem Film die Gefahrlosigkeit dieser Grenzwerte angezweifelt wurde, ist das eine akademische Diskussion, die nicht unsere Sache ist", sagt er. Nach wie vor biete die Kreisverwaltung den Betroffenen an, sich durch das Gesundheitsamt oder andere Ärzte untersuchen zu lassen. "Wenn es dann einen Ursachenzusammenhang zwischen Beschwerden und Zugunglück gibt, werden wir dem nachgehen ­ jetzt haben wir keine Anhaltspunkte dafür." 

Gesundheitsamt-Chef Dr. Harald Michels hat seinen wiederholt zitierten Unbedenklichkeits-Erklärungen nichts Neues hinzu zu fügen. Kein einziger Anwohner habe sich im Gesundheitsamt durchchecken lassen. Lediglich die beteiligten Feuerwehrleute würden derzeit prophylaktisch untersucht. "Klar ist Cumol gefährlich, die gemessenen Werte waren aber unbedenklich", meint Michels. 

Das sieht der Trierer Nervenarzt Dr. Peter Binz anders, der sich in der ZDF-Sendung als behandelnder Arzt betroffener Anwohner äußerte. Die beklagten Gesundheitsbeschwerden im Film seien klare, akute Reaktionen auf das Gift, die ­ nicht vorhersehbar ­ Wochen bis Jahre anhalten könnten. "Man soll die Leute nicht verängstigen. Aber zu sagen, dass die Cumol-Belastung unschädlich war, ist kompletter Quatsch." 

Binz verweist auf die IDHL-Liste (immediately dangerous to life or health/unmittelbar gefährlich für Leben oder Gesundheit), in der auch Cumol aufgeführt sei. "Die Leute können durchaus verschieden betroffen sein. Die Reaktion auf das Gift ist abhängig von ihrer persönlichen Vorgeschichte", sagt Binz. Der Frankfurter Bahnpressesprecher Hartmut Lange weist indes Anwohnerbegehren wegen Gesundheitsschäden infolge des Zugunglücks ab. Einer Rechtsanwalts-Vorlage sei es nicht gelungen zu beweisen, dass die im Film behaupteten Gesundheitsbeeinträchtigungen auf das Zugunglück zurück zu führen sind. Etwa 40 von 50 Schadenersatzansprüchen wegen Sachbeschädigungen seien bereits reguliert worden. Bis auf das im Film aufgetretene Paar, das über verschiedene Beschwerden klage, gebe es keine Streitfälle. 

Verärgert wegen nächtlicher Bauarbeiten

In der Nacht zum Sonntag wurde mit einem Großaufgebot von schweren Baufahrzeugen die beschädigte Brücke im Laacher Weg durch eine zwölf Meter lange Hilfsbrücke ersetzt. Anwohner, die sich wegen "Null Informationen" über den nächtlichen Lärm beschwerten, müssen sich auf weitere Beeinträchtigungen einstellen. Am frühen Dienstag- und Mittwochmorgen sollen zwei Hilfsbrücken an der Kyll montiert werden. 

TV vom 11.11.2002


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Arbeiten am Stellwerk

LANGSUR/WASSERBILLIG. (red) Die Deutsche Bahn AG führt von Freitag, 8. November, 22 Uhr, bis Samstag, 9. November, 7 Uhr, Arbeiten zur Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks in Wasserbillig durch. Dabei kann es zu Lärmbelästigungen für Anwohner kommen. Die Arbeiten, die bereits Ende Oktober ausgeführt werden sollten, aufgrund von Unwetter jedoch verschoben werden mussten, sind dringlich. Deshalb bittet die Bahn um Verständnis.

TV vom 08.11.2002


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Rüstige Dame steht unter Dampf 
Sonderfahrten am Sonntag zum Lok-"Geburtstag"

DAUN/GEROLSTEIN. (red) Auf der Bahnstrecke zwischen den beiden Städten gibt es am Sonntag Pendelfahrten mit historischen Wagen.

Am Sonntag, 10. November, gibt es einen Grund zum Feiern: Fast auf den Tag genau vor 80 Jahren erblickte die Dampflok 941538 in Berlin das "Licht der Welt". Die Lok war im Ruhrgebiet und im Westerwald im Einsatz, von 1927 bis 1972 auf der Steilstrecke Dillenburg-Wallau. Aber statt den Weg allen alten Eisens zu gehen, wurde die Maschine am Bahnhof Gönnern (Hessen) als Denkmal aufgestellt. 
Dort wurde sie vom Gerolsteiner Verein Eifelbahn entdeckt. Die Dampflokspezialisten des Lokomotivwerkes in Meiningen (Thüringen) arbeiteten die Lokomotive 1997/98 wieder auf. 

Für 800 000 Mark auf Dampf gebracht 

Fast 800 000 Mark waren nötig, um wieder eine betriebsbereite und auf Bahngleisen zugelassene Dampflok zu erhalten. In den folgenden Jahren sorgte die "94er" bundesweit für großes Aufsehen, ist sie doch die einzig erhaltene Bundesbahn-Lok dieses Typs. 

Am Sonntag, 10. November, wird die "rüstige Dame" wieder ihre Vitalität unter Beweis stellen und in der Eifel für kräftig Dampf sorgen. Vorgesehen sind Pendelfahrten mit historischen Wagen zwischen Gerolstein und Daun. Der Fahrplan für Sonntag, 10. November: Gerolstein ab: 9.05 Uhr, 11.05 Uhr, 13.05 Uhr und 15.05 Uhr; Daun an: 9.35 Uhr, 11.35 Uhr, 13.35 Uhr und 15.35 Uhr. Daun ab: 9.50 Uhr, 11.50 Uhr, 13.50 Uhr und 15.50 Uhr; Gerolstein an: 10.25 Uhr, 12.25 Uhr, 14.25 Uhr, 16.25 Uhr. Fahrkarten sind nur im Zug erhältlich.

TV vom 07.11.2002
 
Rauchgeschwängert ist die Luft im Euskirchener Lokschuppen am Nachmittag des 4.10. "Roll out" um 17:43 Uhr: 94 1538 verlässt den Schuppen und wird an die Diesellok 203 005-4 angehängt