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NACHRICHTEN: April  2002



April 2002 [< Nachrichten Übersicht ]

19.04.2002 125 Jahre KVB - verkehrspolitische Ziele (JS)
18.04.2002 Bilder zu Remagen: RSE bedient Fa. Schauff (JS)
17.04.2002 Militärverkehr nach Höddelbusch am 15.04.2002 (PW)
15.04.2002 DB AG: Reiseangebot im Fernverkehr ab 15.12.2002 (TV)
12.04.2002 Von Trier direkt nach Frankfurt (TV)
09.04.2002 Remagen: RSE bedient Fa. Schauff (JS)
04.04.2002 Neues von Norbert (NL)
02.04.2002 Bahn-Betreuungsstelle in Gerolstein aufgelöst (TV)


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125 Jahre KVB - verkehrspolitische Ziele

Bei einem verkehrswissenschaftlichen Symposium zum 125 Jährigen Jubiläum der KVB mit dem Titel:"Unterwegs in die Zukunft" wurden vom Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma folgende verkehrspolitische Ziele genannt: 

- Fusion mit den Stadtwerken Bonn 
- kontinuierlicher Ausbau des Niederflurnetzes 
- Verlängerung der Strecken in Weiden, Porz und Bocklemünd 
- oberirdische Fortführung der Nord-Süd-U-Bahn 
- Neue U-Bahn-Strecke Heumarkt - Aachener Weiher 
- Neubau U-Bahnhof Barbarossaplatz 

Diese Vorhaben wurden ohne Zeitplan genannt. 
Der ebenfalls anwesende NRW-Verkehrsminister Ernst Schwanhold kritisierte die Unternehmensvielfalt im VRS:"27 Unternehmen in einer Region - das kann nicht funktionieren" 

KHN


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Militärverkehr nach Höddelbusch - oder: Meistens kommt es anders...

Am 15.04. startete der MCV 90460 nach Höddelbusch in Eifeltor wie geplant mit zwei Dieselloks der BR 202. Wegen eines Defektes von einer der beiden Loks endete die Fahrt aber zunächst schon in Kalscheuren. 
Aus Euskirchen wurde 228 742-3 angefordert, die dann (unterstützt von 203 504-6 am Zugende) den Zug pünktlich ans Ziel brachte. In Höddelbusch schob die 228er den schweren Panzerzug alleine an die Kopframpe. Danach startete sie sofort die Rückfahrt nach Euskirchen, um dort die Eifeltour zu beginnen...

PW
 
 
228 742-3 hat nach der Ankunft des Zuges in Höddelbusch allein die Wagen an die Kopframpe geschoben, .... ... nachdem 203 504-6 auf das Streckengleis (nach Hellenthal) ausgewichen ist.
Als Lz fuhr die 228er dann nach Kall bzw. Euskirchen zurück - hier beim Schliessen der Schranken vor dem Gemünder Tunnel.
Ankunft in Kall.

Alle Fotos: (C) Peter Weber, Euskirchen


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Reiseangebot im Fernverkehr ab 15.12.2002 
in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland

(Pressemeldung der DB AG)

Link zum offiziellen Pressetext der DB: 
http://www.bahn-net.de/presse/presse-informationen/bundeslaender/hessen_rlp_saarland/
pi_20020415.htm
 

Fernzüge über die Neubaustrecke Köln - Rhein/Main bringen Reisezeitgewinn von rund einer Stunde
Neue Sprinterverbindung Frankfurt - Hamburg
Viertes ICE - Zugpaar im Saarland

(Frankfurt am Main, 15.04.2002) 
Der ab 15.12.2002 gültige neue Fahrplan 2003 hat durch die Inbetriebnahme der Neubaustrecke (NBS) Köln - Rhein/Main und der damit einhergehenden Fahrzeitverkürzung um rund eine Stunde Auswirkungen für rund 70 Prozent des bundesweiten Fernverkehrs. Künftig verkehren zwischen Köln und Frankfurt dreieinhalb Linien pro Stunde und Richtung über die NBS. Am linken Rhein entlang fahren stündlich anderthalb Linien pro Richtung plus täglich vier Zugpaare der neuen IC-Linie 32. Im Interregioverkehr werden die bestehenden Linien in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland als IC-Linien mit teilweise neuer Linienführung erhalten; die Moselstrecke wird weiterhin mit dem Interregio bedient.

Ziel der Planungen für den Fahrplan 2003 war, die NBS so in das Netz zu integrieren, dass möglichst viele Reisende Nutzniesser dieser Beschleunigung werden. Die Auswirkungen im einzelnen:

Neustrukturierung des Fernverkehrs entlang des Rheins 
Neue Linienkonzepte in der Achse Hamburg - Hannover - Süddeutschland 
Neue Linienkonzepte in der Achse Berlin - Kassel - Süddeutschland 
Neuordnung des Fernverkehrs im Rhein-/Ruhrgebiet. 

Auf der NBS Köln - Rhein/Main werden ab Fahrplanwechsel im Dezember 2002 ausschliesslich ICE 3 eingesetzt. Damit werden auf anderen Linien, so beispielsweise der heutigen Linie 4 (Hamburg - / Bremen - Hannover - Kassel/Wilhelmshöhe - Fulda - Würzburg - München) wieder andere ICE-Züge fahren. Die Linienverläufe durch Hessen, RLP, Saarland im einzelnen:
 

ICE-Linien über die Neubaustrecke

Linie 40 Münster - Frankfurt/M Hbf 2-Stundentakt

Vorgesehene Halte:
Recklinghausen, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg, Düsseldorf-Flughafen, Düsseldorf Hbf, Köln-Deutz(tief), Limburg Süd, Frankfurt-Flughafen

Reisezeit: von von
Frankfurt (M) Flughafen Frankfurt (M) Hbf 
nach 
Münster 2:47 (3:50) 3:01 (4:09) 
Recklinghausen 2:18 (3:36) 2:32 (3:50) 
Gelsenkirchen 2:08 (3:17) 2:21 (3:36) 
Essen 1:57 (2:54) 2:14 (3:13) 
Duisburg 1:44 (2:40) 2:01 (3:00) 
Düsseldorf Hbf 1:27 (2:27) 1:44 (2:46) 
Köln-Deutz 0:58 (2:10) 1:15 (2:24) 
Limburg Süd 0:20 (1:21) 0:34 (1:07) 

In der Frühverbindung ist ein zusätzlicher Halt in Montabaur vorgesehen.

Linie 41 Dortmund - Frankfurt/M Hbf 2-Stundentakt

Vorgesehene Halte:
Bochum, Essen, Düsseldorf Hbf, Köln-Deutz(tief), Montabaur, Frankfurt (M) Flughafen.

Reisezeit: von von 
Frankfurt (M) Flughafen Frankfurt/M Hbf 
nach 
Dortmund 2:20 (3:15) 2:37 (3:34) 
Bochum 2:08 (3:05) 2:25 (3:24) 
Montabaur 0:24 (2:28) 0:41 (2:00) 

Übrige Reisezeiten: Siehe Linie 40.

Zusätzlicher Halt in Limburg Süd bei zwei Frühverbindungen.

In Frankfurt (M) Flughafen besteht Anschluss in bzw. aus Richtung Stuttgart mit der ICE-Linie 20 (Hamburg - Hannover - Stuttgart) und in Frankfurt (M) Hbf in bzw. aus Richtung Darmstadt, Heidelberg und Karlsruhe mit der IC-Linie 26 (Binz - Hamburg - Kassel - Giessen - Karlsruhe).

Linie 42 Dortmund - München 2 - Stundentakt 

Vorgesehene Halte:
Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Köln Hbf, Siegburg, Frankfurt (M) Flughafen, Mannheim, Stuttgart, Ulm, Augsburg 

Reisezeit: von Frankfurt (M) (im Durchschnitt) 
nach 
Dortmund 2:12 (3:15) 
Bochum 1:59 (3:03) 
Essen 1:49 (2:52) 
Duisburg 1:35 (2:40) 
Düsseldorf 1:22 (2:25) 
Köln Hbf 0:55 (2:01) 
Siegburg 0:35 (2:33 

Zwischen Köln und Mannheim verkehrt die Linie 42 im stündlichen Wechsel mit der Linie 43 (Dortmund - Wuppertal - Basel). In Frankfurt am Main - Flughafen wird Anschluss nach Frankfurt Hbf - Nürnberg zur Linie 31 (Wiesbaden - Mainz - Nürnberg) hergestellt. In Mannheim besteht Korrespondenz mit der ICE-Linie 12 (Berlin - Mannheim - Basel). 

Linie 43 Dortmund - Basel 2 - Stundentakt 

Vorgesehene Halte:
Hagen, Wuppertal, Köln Hbf, Siegburg, Frankfurt (M) Flughafen, Mannheim 

Reisezeit: von Frankfurt (M) (im Durchschnitt) 
nach 
Hagen 1:50 (2:52) 
Wuppertal 1:33 (2:35) (sonst wie Linie 42) 

Zwischen Köln und Mannheim verkehrt die Linie 42 im stündlichen Wechsel mit der Linie 42 (Dortmund - Ruhr - München). In Frankfurt (M) Flughafen vermittelt die Linie 43 Anschluss zur Linie 31 nach Nürnberg. In Mannheim korrespondiert die Linie 43 mit der ICE-Linie 11 (Berlin - München). 

Linie 45 Köln - Stuttgart 2-Stundentakt 

Vorgesehene Halte:
Montabaur, Limburg-Süd, Wiesbaden, Mainz, Worms, Mannheim, Heidelberg 

Reisezeit: von von von von 
Wiesbaden Limburg Montabaur Mainz 
nach 
Köln Hbf (2:00) (1:52) (3:17) (1:44) 
Mannheim Hbf (0:55) (1:56) (2:53) (0:40) 
Stuttgart Hbf (1:49) (2:38) (3:41) (1:30) 

Die Linie 45 vermittelt in Mainz Anschluss aus der Linie 31 von Hamburg über Bonn und Koblenz. In Mannheim entsteht Anschluss auf die Linie 43 nach bzw. von Basel. 

Linie 78 Amsterdam - Frankfurt (M)  Hbf 2-stündlich 

Die Reisezeit Frankfurt (M) Hbf - Amsterdam verkürzt sich von heute 5:08 Stunden auf 3:37 Stunden. Sieben Zugpaare verkehren zwischen Amsterdam - Frankfurt (M), ein Zugpaar zwischen Dortmund - Frankfurt (M) und ein Zugpaar Köln - Frankfurt (M). Ein EC-Zugpaar zwischen Amsterdam - Rheintal - Basel - Chur ist in dieser Linie integriert. Die Linie wird von Köln Hbf aus über die Südbrücke auf die Neubaustrecke geführt. Zwischen Köln und Frankfurt Hbf hält diese Linie nur in Frankfurt (M) Flughafen.

Linie 79 (Brüssel - ) Köln - Frankfurt (M) 2-stündlich 

Zwischen Köln Hbf und Frankfurt (M) verkehren die ICE dieser Linie in der Zwischenstunde zur Linie 78 (Amsterdam - Frankfurt (M)). Es laufen Gespräche mit der SNCB über ein durchgebundenes Angebot Brüssel - Aachen - Köln - Frankfurt (M).
 

Linien durch das Rheintal (linksrheinisch)

IC-Linie 30 (Westerland-) Hamburg - Dortmund - Ruhr - Köln - Koblenz - Mainz - Mannheim - Karlsruhe  2-stündlich

Über den Linienast Wiesbaden - Mainz - Nürnberg besteht durch Umsteigen in Mainz eine stündliche Verbindung von Bonn und Koblenz zum Flughafen Frankfurt(M). Südlich von Karlsruhe werden vier Zugpaare in touristisch interessanten Zeitlagen in die Schweiz (Brig, Chur, Interlaken) verlängert.
 

IC-Linie 31 (Kiel-) Hamburg - Dortmund - Wupper - Köln - Koblenz - Mainz - Frankfurt (M) - Nürnberg - Passau (-Wien) 2-stündlich

Die Linie 31 verkehrt zwischen Hamburg und Mainz in der Zwischenstunde zur IC-Linie 30. Ab Mainz wird die Linie 31 über den Linienast Wiesbaden - Mainz - Nürnberg zum Stundentakt verdichtet. Diese von Wiesbaden nach Nürnberg verkehrende Linie 31 hält zusätzlich in Hanau und vermittelt in Würzburg Anschluss auf die ICE-Linie 25 nach München auf dem schnellen Weg über Ansbach.
 

IC-Linie 32 Dortmund - Ruhr - Köln - Koblenz - Mainz - Mannheim - Heidelberg - Stuttgart  4 Zugpaare.

Die IC-Linie 32 besteht aus vier Zugpaaren in touristische Gebiete wie Klagenfurt, Berchtesgaden/Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf und Lindau. Die Linie hält in Remagen, Andernach und Bingen.
 

IR-Linie 35 Norddeich - Münster - Oberhausen - (neu) Düsseldorf-Flughafen - Köln - Koblenz - Trier (-Luxemburg)

Die Linie 35 ersetzt zwischen Luxemburg - Trier - Koblenz - Münster die heutige IR-Linie 15. Die Linie verkehrt von dort um eine Stunde verschoben als Ersatz für die entfallende Linie 23 nach Norddeich. Die Zahl der Zugpaare von bzw. nach Luxemburg erhöht sich von heute drei auf fünf. Saarbrücken wird im Fernverkehr nicht mehr über Trier angefahren, da der schnellere Weg von der Saar in den Rhein-Ruhr - Raum über Mannheim und die Neubaustrecke führt.

Ein Zugpaar dieser Linie verkehrt zwischen Luxemburg und Frankfurt (M) Hbf und vermittelt in Koblenz Anschluss an die Verbindung Frankfurt (M) Hbf - Norddeich. Das touristische Zugpaar von Frankfurt über Giessen - Siegen - Hamm entfällt und wird durch das Zugpaar Frankfurt (M) - Norddeich über Koblenz ersetzt.
 

Durch das Rheintal (Köln - Bonn - Koblenz) verbleiben folgende Linien:

IC-Linie 30 Hamburg - Mainz - Basel
2-stündlich

IC-Linie 31 Hamburg - Mainz - Passau
2-stündlich

IC-Linie 31 Wiesbaden - Mainz - Nürnberg
wie Linie 30

IC-Linie 32 Dortmund - Mainz - Stuttgart
4 Zugpaare

IR-Linie 35 Norddeich - Koblenz - Trier
2-stündlich
 

Entwicklung der bestehenden IR-Linien

IR-Linie 15 Frankfurt (M) - Fulda - Gerstungen - Halle - Berlin - Stralsund

Diese Linie 15 ersetzt die heutige IR-Linie 36 Frankfurt (M) - Stralsund, hält jedoch nicht mehr in Hanau. Dafür wird Hanau stündlich von den ICE-Linien 11/12 bedient. Durch die Auflassung des Haltes Hanau wird es ermöglicht, in Frankfurt (M) in beiden Richtungen Anschluss an die neue ICE-Linie 79 in bzw. aus Richtung Köln über die Neubaustrecke Köln - Rhein/Main herzustellen (Reisezeitgewinn für z.B. von Fulda nach Köln rund 45 Minuten gegenüber heute).
 

IC-Linie 26 Stralsund - Rostock - Hamburg - Hannover - Frankfurt (M) - Karlsruhe

Diese neue IC-Linie ersetzt zwischen Stralsund und Hamburg die heutige IR-Linie 11 und zwischen Hamburg und Karlsruhe die heutige IR-Linie 19.

Durch Kürzung des Aufenthaltes Frankfurt (M) werden in Karlsruhe die Anschlüsse an die ICE-Linie 20 nach Basel und den IRE nach Konstanz erreicht.
 

IC-Linie 51 Düsseldorf - Dortmund - Kassel-Wilhelmshöhe - Erfurt - Weimar (Mitte - Deutschland - Verbindung)

Die Fahrlagen dieser Linie entsprechen denen der heutigen IR-Linie 20. Dreimal je Tag und Richtung ist der Einsatz von ICE-Neigetechnik-Fahrzeugen vorgesehen. Diese Züge können zwischen Kassel und Weimar um circa 15 Minuten beschleunigt werden und erreichen in Weimar - im Gegensatz zu den lokbespannten Zügen - die ICE-Linie 50 (Saarbrücken - Frankfurt (M) - Dresden).
 

Neue IC-Linie 62 Frankfurt (M) - Darmstadt - Heidelberg - Stuttgart - München - Salzburg

Diese neue IC-Linie bedient anstelle der heutigen IR-Linie 23 (Norddeich - Münster - Mainz - Darmstadt - Karlsruhe) die Halte Darmstadt und Bensheim Richtung Süden, in Stuttgart Anschluss Richtung Gäubahn, in Ulm Anschluss Richtung Allgäu, und ersetzt zwischen München und Salzburg die bisherige IR-Linie 28. 
 

Sprinterangebote

Sprinter Frankfurt (M) - Mannheim - München

Das Zugpaar (Frankfurt - München / München - Frankfurt) verkehrt jeweils morgens in nahezu unveränderten Fahrlagen.
 

Sprinter Berlin - Frankfurt (M)

Die beiden Zugpaare verkehren jeweils morgens und abends in beiden Richtungen. Die Frühleistung von und die Spätleistung nach Berlin verkehren jeweils etwa 10 Minuten später (Frankfurt an 9:42 / ab 18:15 Uhr), die Spätleistung ab Berlin 1 Stunde später (Frankfurt an 21:42 Uhr).
 

Sprinter Hamburg - Hannover - Frankfurt (M)

Ein neues, massgeschneidertes Angebot für den Geschäftsreiseverkehr. Abfahrt Hamburg Hbf bzw. Frankfurt (M) Hbf jeweils kurz nach 6 Uhr mit Ankunft jeweils gegen 9:30 Uhr. Reisezeit: 3 Stunden 25 Minuten. Durch Zwischenhalt in Hannover wird eine optimale Anbindung aus Richtung Bremen mit 8 Minuten Übergangszeit erzielt. Die Gesamtreisezeit Bremen - Frankfurt (M) beträgt 3 Stunden 26 Minuten.
 

Weitere Fernverkehrslinien in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland

ICE-Linie 50 Saarbrücken - Mannheim - Frankfurt (M) - Erfurt - Leipzig - Dresden

Fahrlagen und Anschlussbeziehungen entsprechen denen der heutigen ICE-Linie 9. Die Anzahl der Durchbindungen von bzw. nach Saarbrücken wird von heute 3 je Richtung auf 4 Zugpaare (neu 20:46 Uhr ab Frankfurt (M) und um 19:04 Uhr ab Saarbrücken) erhöht. In Frankfurt (M) wird mit ca. 20 Minuten Übergangszeit Anschluss auf die ICE-Linie 78 nach Köln und Amsterdam hergestellt.
 

EC-Linie 82 Frankfurt (M) - Mannheim - Saarbrücken - Paris

Die Züge der Linie 82 verkehren künftig taktgenau wie die ICE-Linie 50 zwischen Frankfurt (M) Hbf und Mannheim Hbf. Damit verkürzt sich die Übergangszeit aus dem ICE-Knoten Mannheim in Richtung Neustadt (Weinstr.) und Kaiserslautern. Allerdings muss in Frankfurt (M) Hbf der Anschluss aus/auf die ICE-Linie 12 Richtung Berlin aufgegeben werden.

CMi


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Fernverkehr: Von Trier direkt nach Frankfurt 
Neue Zug-Verbindung ins Rhein-Main-Gebiet kommt

MAINZ. (win) Ein Fahrplanwechsel im Dezember wälzt die Fernzug-Linien im 
Land um. Nach Informationen des TV wird es eine neue Verbindung 
Luxemburg-Trier-Koblenz-Frankfurt geben. 

"Revolutionäre" Änderungen will die Bahn in der kommenden Woche mit der
Vorstellung des Fahrplans für das Jahr 2003 im Fernverkehr präsentieren. 
Hintergrund ist die Einbindung der neuen Schnellstrecke Köln-Rhein/Main über 
Montabaur/Limburg ins Netz. Nach Informationen des Trierischen Volksfreunds 
wird dabei auch eine neue "Tagesrandverbindung" von Luxemburg über Trier und 
Koblenz nach Frankfurt vorgestellt. Ein Interregio soll gegen sieben Uhr 
starten und in etwas mehr als zwei Stunden in Frankfurt sein. Gegen 18 Uhr 
wird dann die umgekehrte Richtung bedient. Da die Bahn jegliche Auskunft mit 
Verweis auf die Präsentation des neuen deutschlandweiten Fahrplans am Montag 
verweigert, sind die genauen Haltepunkte noch unklar. Es ist davon 
auszugehen, dass auch Wittlich, Cochem und Bullay bedient werden. 
Erhalten bleibt entgegen früheren Planungen nach heftigen Protesten in der 
Region und Absprachen zwischen Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage und 
Bahnchef Hartmut Mehdorn die Interregio-Linie von Trier via Koblenz und Köln 
in Richtung Norden. Die Züge verkehren bisher im Zwei-Stunden-Takt. Dabei 
fährt fast jeder zweite nach Luxemburg weiter. Endgültig gekappt wird jedoch 
der Streckenabschnitt Trier-Saarbrücken für diese Interregio-Linie, der 
bisher alternierend bedient wurde. 
Durch die Inbetriebnahme der Schnellstrecke Köln-Rhein/Main werden sich die 
IC-Verbindungen auf der linksrheinischen Strecke über Koblenz auf rund ein 
Drittel reduzieren. Bereits im August wird die Bahn einen Shuttle-Verkehr 
auf der neuen Strecke über den Westerwald aufnehmen. Der neue ICE-Bahnhof 
Montabaur ist von Koblenz aus nur per Bus zu erreichen. 
Keine maßgeblichen Änderungen sind im Nahverkehr auf der Eifelstrecke zum 
kommenden Jahr zu erwarten. Eine erneute Einführung der umstrittenen 
Neigetechnikzüge wird es genauso wenig geben wie eine durchgehende 
Verbindung von Saarbrücken nach Köln über Trier. 
 

Mehdorns neue Züge 
Kommentar von JOACHIM WINKLER

Endlich einmal eine positive Nachricht aus dem Hause von Bahnchef Mehdorn. 
Eine Verbindung von Luxemburg nach Frankfurt, selbst wenn sie sich vorerst 
in einmal täglich hin und zurück erschöpft, signalisiert zumindest neue Züge 
beim Staatskonzern, der offenbar auch angebotsorientiert denken kann, statt 
wie bisher unter Verweis auf angeblich mangelnde Nachfrage Linien einfach 
einzustellen. Damit wird nicht nur der Gedanke aufgenommen, zwei 
Bankenmetropolen miteinander zu verbinden, sondern auch der Region der 
wichtige Anschluss ins Rhein-Main-Gebiet erleichtert und eine neue 
Perspektive geboten. 
Nicht zuletzt wird der Wegfall von Umsteigemöglichkeit zum Fernverkehr in 
Koblenz wenigstens teilweise kompensiert, wenn das linksrheinische 
Intercity-Netz durch die neue Schnellstrecke über den Westerwald erheblich 
ausgedünnt wird. Ausgezahlt hat sich zumindest vorläufig der massive Protest 
in der Region Trier und in der Landeshauptstadt gegen die geplante 
Streichung der Interregio-Linie 15 in Richtung Ruhrgebiet, durch die der 
gesamte Mosel-Raum vom Fernverkehr abgehängt worden wäre. 
Gleichwohl hält die Bahn intern am deutschlandweiten Aus für die Interregios 
fest. Die Strategie ist einfach: Einträgliche Strecken werden zu IC-Linien 
hochgestuft, vermeintlich unrentable Verbindungen dicht gemacht oder zu 
Nahverkehr degradiert, für den dann Länder und Zweckverbände zahlen müssen. 
So gesehen ist die direkte Anbindung der Region ans Fernzugnetz 
mittelfristig alles andere als gesichert. Wenn schon die Verbindungen über 
Saarbrücken zum Jahresende gekappt werden, bleibt noch die Trumpfkarte 
Luxemburg, um auch künftig nicht auf dem Abstellgleis zu landen. Auf dem Weg 
ins Nachbarland wartet allerdings der lähmende Engpass rund um die Konzer 
Brücke auf seine teure Beseitigung. 

TV vom 12.04.2002


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Verladung in Remagen

Am 09.04. wurden bei der Fa. Schauff in Remagen zwei große Schiebewandwagen von der RSE zugestellt, die am Mittwoch morgen wieder nach Andernach zurückfahren werden. 

JS
 
 
RSE-Lok 332 - CL 100 ... ... bedient am 9.4. den Anschluss der Fa. Schauff in Remagen.
Ladegut waren Fahrräder, ... ... verladen in Schiebewandwagen.

Alle Fotos: (C) Jan Schauff, Remagen


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Neues von Norbert

- Im Bahnhof Witterschlick werden zur Zeit neue Außenbahnsteige montiert. 
Der Bahnsteig in Richtung Euskirchen ist bereits fertig. Der in Richtung 
Bonn wird noch aufgebaut; dieser wird auch eine lange Überdachung erhalten; 
der Bahnsteig in Richtung Euskirchen nur ein Wartehäuschen. Die Bahnsteige 
bestehen aus ca. 5 m Fertigbetonteilen, die auf Betonsäulen aufgesetzt 
werden. Der Zugang zu den Bahnsteigen wird dann über den Bahnübergang 
erfolgen. Der jetzige Mittelbahnsteig entfällt. Durch diese Umbaumaßnahme, 
die auch noch am Bahnhof Bonn-Duisdorf durchgeführt wird, soll der 
Zugbetrieb beschleunigt werden. Währendessen steht der zweigleisige Ausbau 
Bonn-Duisdorf-Kottenforst noch immer aus; 

- Auf dem Bahnhofsgelände von Mechernich sind vor kurzem 2-3 Weichen 
entfernt worden. Diese befanden sich etwa in Höhe der Signalbrücke. Dadurch 
sind wieder einige Abstellgleise überflüssig geworden, die entweder noch 
rausgerissen werden oder, wie üblich, von der Natur überwuchert werden. Das 
Abstellen von Gleisbauzügen oder ähnlichem wird dadurch immer schwieriger; 

- An der Eifelbahn sind sehr umfangreiche Baum- und Heckenschneidearbeiten 
verrichtet worden. Dadurch werden auch wieder bessere Fotos für 
Eisenbahnfreunde möglich; 

- Wenn es nach dem Willen der Eisenbahner des Betriebshofes Trier geht, soll 
218 217 bei dem HU-Aufenthalt im Oktober in Bremen die TEE-Farbe behalten 
bzw. neu nachlackiert werden und nicht in Verkehrsrot umlackiert werden; 
 
218 217-8 vor RE von Trier nach Köln-Deutz, aufgenommen zwischen Blankenheim (Wald) und Nettersheim am 21.02.2002. Am Tag darauf entstand diese Aufnahme in der Nähe von Burg Veynau. Fotos: Peter Weber.

- In Büllingen/Belgien stehen des öfteren Wagen zur Verladung von Holz. Die 
Holzzüge von Ehrang nach Losheim werden schon lange nicht mehr durchgeführt, 
wegen angeblichen Brückenmängel in Stadtkyll; 

- Auf dem Bahnhofsgelände Kall in Höhe der Ausfahrtgruppe in Richtung Trier 
wurden/werden die ehemaligen Unterkünfte des Baubezirks und die 
Dieseltankstelle abgerissen; 

- Der Güterschuppen in Bonn wurde ebenfalls abgerissen. Hier erinnert zur 
Zeit nur noch ein Teil der Verladerampe und ein Giebel an die grosse 
Güterhalle; 

- In Oberbettingen-Hillesheim möchte DB-Netz den jetzigen Block und das 
Überholgleis aufheben. Auch in St. Thomas soll das Überhol-/Kreuzungsgleis 
demontiert werden. Dadurch werden die eingleisigen Abschnitte der Eifelbahn 
im Süden immer länger. Verpätungen werden natürlich durch solche 
"hirnrissige" Baumaßnahmen verschlimmert. Auch eventl. Mehrverkehr im Güter- 
wie auch im Personenverkehr wird dadurch verhindert. Nach dem Willen der DB 
sollen die Signale/Weichenstellungen dem Fahrdienstleiter in Gerolstein zur 
Fernsteuerung zugeordnet werden. Das macht allerdings eine Modernisierung 
der jetzigen Anlagen nötig. In den nächsten Jahren werden also in Jünkerath 
auch die Flügelsignale verschwinden;

- In der Bürgerhalle Euskirchen soll am 30.5.2002 (Fronleichnam) eine 
Modelleisenbahnbörse stattfinden. Näheres und weitere Termine unter 
www.adler-märkte.de ; 

- In der Dortmunder Westfalenhalle findet vom 17.4. bis zum 21.4.2002 die 
alljährliche InterModellBau statt. Hier werden außer Modelleisenbahnen und 
deren Zubehör auch alles zum Thema Autos, Schiffe und Flugzeuge im Modellbau 
gezeigt. KombiTickets (Eintritt+Fahrt im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) gibt es 
seit dem 4.4. im Vorverkauf. (TIPP:Vorverkauf allerdings nur im VRR und 
nicht im VRS; da aber z.B. Solingen-Ohligs beiden Verkehrsverbünden 
angehört, können z.B. Job-Ticket-Inhaber (mit ihrem Job-Ticket) das 
KombiTicket dort kaufen); 

- Vor kurzem war ich in Pronsfeld bei meinem VW-Autohändler zur Inspektion. 
Hier unterhielten sich zwei andere Kunden über den Nahverkehr im Prümer 
Raum. Aus diesem Gespräch konnte man entnehmen, dass hier viel zuwenig für 
den ÖPNV getan wird. Busse fahren zu Uhrzeiten, wenn sie niemand braucht, 
oder, Ortschaften sind überhaupt nicht an den ÖPNV angeschlossen, usw. Wenn 
man aber den Autoverkehr und den Schülerverkehr sieht, denke ich würde sich 
selbst die Bahnstrecke Pronsfeld-Prüm-Gerolstein lohnen. Denn die Stadt Prüm 
erstickt zur Berufsverkehrszeiten, aber auch am Wochenende förmlich am 
Autoverkehr. Dennoch halten die Politiker an die Demontage der 
Eisenbahnstrecke fest und möchten lieber einen Radweg darauf bauen. Zwar ist 
diese Idee für den Tourismus sehr schön, aber ist diese auch zweckmäßig bei 
diesem Verkehrschaos auf deutschen Straßen ? 

- In Prüm und Umgebung sieht man im Regionalbusverkehr ausrangierte 
SWB-Busse (SWB=Stadtwerke Bonn) aus Bonn in ihrer grünen Lackierung; 

- Das AST-Angebot (Anrufsammeltaxi) ist im Kreis Euskirchen von der 
Bevölkerung sehr gut angenommen worden. Auf den Buslinien verkehren damit 
nicht nur (fast leere) RVK-Busse, sondern nach einem bestimmten Fahrplan 
stündlich Taxi´s, die man vor Fahrtantritt telefonisch bestellen kann. Es 
ist damit mal wieder bewiesen, wenn das Angebot stimmt, wird es auch von 
Fahrgästen rege angenommen und Haushalte können so auf einen eventl. 
Zweitwagen verzichten; 

- Die Ortschaften und Regionen an der Ostbelgischen/Deutschen Grenze sollen 
besser miteinander verkehrsmäßig verbunden werden. Dafür wurde oder wird 
eine Mobilitässtudie aufgestellt. Allerdings kommen dabei nur 
Straßenverbindungen zur Sprache. Wissen die Politiker nicht, dass dort noch 
eine Schienenverbindung Jünkerath-Losheim-Büttgenbach-Vennbahn/Tois-Ponts 
besteht ? Diese wartet gerade darauf für den Güterverkehr, Personenverkehr 
und im grenzüberschreitenden Tourismus-/Wochenendverkehr reaktiviert zu 
werden. Leider rosten die Schien aber nur vor sich hin; 

- Die belgische Vennbahn in Eupen/Raeren steht finanziell vor der Pleite; 

- Die Vennbahn Raeren-Monschau-(Deutschland) soll für den planmäßigen 
Personenverkehr reaktiviert werden. Dazu war anfangs die 
HochTief-Baugesellschaft in ein Konsortium eingestiegen um die Strecke zu 
sanieren. Diese ist aber wieder ausgestiegen. Anstelle HochTief ist nun eine 
Baugesellschaft aus dem Siegener Raum in das Geschäft eingestiegen und soll 
laut Presseberichten bald mit der Sanierung (Brücken,Gleise) beginnen; 

- Herr Herman Klinkhammer ist letzte Woche im Alter von 75 Jahren 
verstorben. Er war bei den Eisenbahnfreunden Jünkerath aktiv und hat an den 
Publikationen über die Bahnhöfe Jünkerath, Lissendorf und Dahlem gearbeitet. 
Außerdem war er viele Jahrzehnte im Bahnhof Jünkerath u.a. als 
Fahrdienstleiter beschäftigt. Wenn man Fragen hatte, besonders zu der "alten 
Eisenbahn" in Jünkerath, so konnte Herr Klinkhammer meistens weiterhelfen. 
Er hatte wirklich tolle Geschichten auf Lager und ich bin froh, dass ich
mich sehr oft mit Ihm über das Thema Eisenbahn in Jünkerath und Umgebung 
unterhalten konnte. Ihm ist es u.a. durch seine Hilfe zuverdanken, dass ein 
Eisenbahnfreund aus Österreich, das Bahnhofsgelände von Jünkerath mit Stand 
vor dem II. Weltkrieg in H0 nachbauen konnte; 

- Der EBM-Güterverkehr im Eifeler Raum scheint gut zu funktionieren. Sehr 
Interessant ist der lange Laufweg von Euskirchen nach Gerolstein und zurück. 
Hierbei kann es vorkommen das bei sehr schweren Güterzügen in Richtung 
Euskirchen eine DR-V100 am Zugschluß, der 228 bzw. der 120er über den 
Schmidtheimer Berg hilft. Sehr gute Fotomöglichkeit dafür bietet der 
Schmidtheimer Berg zwischen Dahlem und Schmidtheim um ca. 14.00/14.30 Uhr. 
Sorgen bereitet allerdings der Streckenabschnitt Euskirchen - Zülpich - 
(Düren). Diesen möchte DB-Netz am liebsten stilllegen oder ausschreiben. Die 
EBM bedient in Zülpich einige große Firmen über deren Anschlußgleise; 
 
Die EBM fährt zur Zeit in Derkum direkt bis in die Halle der Fa. Procter & Gamble, weil sich die Werlslok in Revision befindet. Die Aufnahme zeigt 203 504-6 am 22.02.2002. Wohl wegen Lokmangel ist am 04.03.2002 die 105 970 in Euskirchen im Rangiereinsatz.
Taigatrommel 120 286 im Anschluss der Zülpicher Papierfabrik, 04.03.2002. Die neue 203 der EBM, normalerweise nicht in der Eifel im Einsatz, führt am 09.03.2002 hinter Derkum einen Lokzug in Richtung Köln, am Haken eine Leihlok der DB BR 203 spwie die 228 472.
Wegen Lokmangels bei der EBM ist am 04.03. die V 1351 (ex DB BR 213) der MWB (Mittelweserbahn) bei einem Militärtransport nach Höddelbusch im Einsatz. Das Foto zeigt die Lok nach dem Umsetzen im Bahnhof Kall. In Höddelbusch werden die Wagen an die Kopframpe geschoben.

Alle Fotos: (C) Peter Weber, Euskirchen

- Das ehemalige Walzwerk Becker in Euskirchen-Euenheim ist vor kurzem dem 
Erdboden gleich gemacht worden. Hier bestand vor ca. 5 Jahren (?) noch ein 
Anschlußgleis, außerdem war hier eine Köf auf den Werksgleisen unterwegs; 

- Laut Presseberichten soll der Halbstundentakt ab Fahrplanwechsel von Kall 
bis Nettersheim verlängert werden (???); 

- Man munkelt, dass ab dem Fahrplanwechsel im Dezember der NeiTechZug der 
BR612 auf der Eifelstrecke Köln-Trier-Saarbrücken eingesetzt wird. Dieser 
hat aber auch mit einigen technischen Mängeln und Störungen in den jetzigen 
Einsatzgebieten zu kämpfen. Ich denke nochmal so ein Chaos, wie mit dem 
Vorgänger der BR611 kann sich die DB-AG in der Eifel nicht leisten; 

- Der Truppenübungsplatz Vogelsang bei Schleiden/Gemünd wird wahrscheinlich 
2005/2006 durch die belgische Armee geschlossen. Panzerzüge über die 
Oleftalbahn werden dann Geschichte sein. Hoffen wir, dass bis dahin endlich 
die Strecke Kall-Schleiden-Hellenthal für den SPNV reaktiviert ist. 

Norbert
 

Warum ist es am Rhein so schön?
 
140 716-2 passiert am 16.03.2002 mit 7 zur Verschrottung bestimmten Loks der Baureihe V 100 den Bahnhof Bonn-Oberkassel. Auf dem Nachschuss sind die Dieselloks besser zu erkennen.
Kurz zuvor durchfuhr ein Arbeitszug mit 203 303-3 den Bahnhof Bonn-Oberkassel in Richtung Süden.
Alle Fotos: (C) Peter Weber, Euskirchen


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Bahn-Betreuungstelle in Gerolstein aufgelöst

Bahn tritt Rückzug an 
Betreuungsstelle Gerolstein gibt es nicht mehr 

GEROLSTEIN. (es) Seit April gibt es die Bahn-Betreuungsstelle Gerolstein 
nicht mehr. Für Bahn-Rentner und -Pensionäre wurde zwar ein 
Ersatz-Beratungsangebot eingerichtet, zur Lösung größerer Probleme müssen 
die Bahnleute künftig aber nach Trier. 
Der Rückzug der Bahn aus der Brunnenstadt trifft viele ehemaligen 
Eisenbahner und deren Hinterbliebene des bisherigen Betreuungsraumes. Der 
erstreckte sich vom Raum Arzfeld/Neuerburg im Westen, Bitburg im Süden, 
Daun, Ulmen und Gillenfeld im Osten bis in den Raum Hillesheim, Jünkerath 
und Stadtkyll im Norden. Ernst Becker aus Mürlenbach, pensionierter 
Bahnbeamter und jetziger Sozialbetreuer für ehemalige Bahnbedienstete in der 
Region, bedauert die "Entscheidung aus Kostengründen": "Die Verlagerung 
bedeutet für die betreuten Personen weite Wege und hohen Zeitaufwand." 
Betroffen sind laut Becker 943 ehemalige Beamte und Angestellte der Bahn, 
die bei der Bahn-Betreuungsstelle Gerolstein einen Ansprechpartner hatten, 
wenn sie Rat, Hilfe und Betreuung benötigten. 
Becker informiert: "Und weil der Betreuungsbereich Gerolstein so groß war, 
wird die Stiftung ,Bahn-Sozialwerk' in Gerolstein eine neue Beratungsstelle 
eröffnen und somit allen Eisenbahnern und deren Hinterbliebenen sowie den 
aktiven Eisenbahnern des Einzugsbereiches Beratung in sozialen Fragen 
anbieten." 
Hilfe in Notsituationen werde vermittelt, Anträge auf Erholungsaufenthalte 
und Kuren würden entgegengenommen, Informationen über die betrieblichen 
Sozialeinrichtungen der Bahn erteilt. Becker ist überzeugt: "Durch das 
ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Ortsvorstandes der Stiftung BSW 
wird den Eisenbahnern der größte Teil der negativen Folgen der Verlagerung 
der Betreuung nach Trier erspart." 
Die Beratungen in Gerolstein starten heute und sind jeweils mittwochs, von 
9.30 bis 12 Uhr im bisherigen Betreuungsraum in Gerolstein (Telefon 
06591/980377 während der Beratungszeiten). Für umfangreiche Beratungen 
sollte ein Termin vereinbart werden. 
Dennoch: Für eine Reihe von Beratungen ist künftig die Stelle in Trier 
(Telefon 0651/1422565) zuständig. 

TV 02.04.2002