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NACHRICHTEN: 12/2001



Dezember 2001 [< Nachrichten 2001]

16.12.2001 ICE-Strecke: Mit 12.000 PS in Richtung Michaelsberg (RSE)
14.12.2001 Euskirchen: Die Bahn kennt keine Gnade (RSE)
11.12.2001 RSE bietet Silvester-Fahrt nach Köln (RSE)
12.12.2001 Sprayer aus Rheinbach gefasst (GA)
08.12.2001 Leserbrief zur Zukunft der DeuLuxBahn (TV)
10.12.2001 Zülpich: Papierfabrik hat neue Köf, u.a. (PW)
05.12.2001 Euskirchen: Bahnhofs-Umbau (KRU?)
06.12.2001 Sonderfahrten: Tolle Angebote - Mitfahren lohnt! (PW)
06.12.2001 EBM-Lok in Euskirchen entgleist (PW)


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Mit 12 000 PS in Richtung Michaelsberg

Auf dem 64 Kilometer langen Trassenabschnitt zwischen Montabaur und Siegburg 
beginnen die Testfahrten - ICE-3 fährt erstmals im Januar durchs Siebengebirge 

Von Holger Willcke 

Rhein-Sieg-Kreis. Auf diesen Tag haben viele Menschen mit Spannung gewartet: 
Am Montag beginnen die ersten Testfahrten auf der ICE-Strecke. Zwei rote 
Dieselloks, dazwischen ein knallgelber Messwagen: So zieht der Zug aus, der 
wahrscheinlich am Montag von Montabaur bis Siegburg fahren wird. Dieser 
Messzug steckt voller Technik und prüft, ob die Firmen in den vergangenen 
drei Jahren die bautechnischen Vorgaben eingehalten haben. "Diese Tests sind 
lebenswichtig. Wir untersuchen, ob alles passt und funktioniert. Dann tasten 
wir uns langsam an Tempo 300 heran", sagt Udo Kampschulte, Sprecher der 
DB-Bauprojekt in Köln. 

Als nächstes setzt die Deutsche Bahn den ICE-S ein, eine "Turbo-Rennmaschine 
mit 12 000 PS". Der Termin steht noch nicht fest, da die Bahn AG den 
Fahrplan noch nicht festgelegt hat. Dieser "Silberpfeil der Gleise" wird den 
64 Kilometer langen Abschnitt zwischen Montabaur und Siegburg erstmals unter 
Volldampf befahren. 

Messleiter Herbert Zück arbeitet ab Montag einen umfangreichen Testplan ab. 
Sensoren an den Radsätzen und im Zug erspüren alle Bewegungen und 
registrieren die Abweichungen von der Ideallinie. "Wir ermitteln, ob das 
Gleis unzulässige Reaktionen auf das Fahrzeug auslöst", erklärt Kampschulte. 

Dazu sind vier Messradsätze montiert, je zwei an einem Triebkopf und am 
Mittelwagen des ICE, die die vertikalen und horizontalen Kräfte ermitteln, 
die von den Schienen auf das Fahrwerk übertragen werden. Will heißen, ob der 
Zug mehr rüttelt als erlaubt. Doch nicht nur der Oberbau wird inspiziert, 
auch die Fahrleitungen werden untersucht. Auf dem ICE-S ist eine auf den 
Stromabnehmer gerichtet Kamera montiert. Per Monitor und weiteren Sensoren 
testen die Techniker von der Bahn und der Firma Siemens, ob die Kraft 
zwischen Abnehmer und Oberleitung im zulässigen Bereich von 120 Newton 
liegt. 

Auf der Neubaustrecke zwischen Hannover und Berlin erreichte der Zug bei 
Testfahrten 385 Stundenkilometer, 400 dürften wohl kein Problem sein - 
glauben die Leute von der Bahn. Doch zwischen Siegburg und Montabaur geht es 
in diesen Tagen nicht um Höchstgeschwindigkeiten, sondern um den Nachweis 
der Betriebstauglichkeit für "Deutschlands schnellste Bahnstrecke". Ab 
Sommer 2002 sollen die ersten regulären Züge zunächst im Stundentakt mit 
Tempo 300 zwischen der Domstadt und der Mainmetropole hin- und herpendeln. 

Bis dahin gibt es aber noch viel zu testen: Zum Beispiel eine Vollbremsung 
bei Tempo 300 und 40 Promille Gefälle. Diese Extremsituation wird im 
Frühjahr am Elzer Berg ausprobiert. 3 240 Meter lang ist der Bremsweg in der 
Ebene, wieviel länger er bei der Talfahrt ist, wird dann getestet. "Wir 
haben zwar errechnet, wie der ICE-3 zum Stillstand kommt, aber ob dies in 
der Praxis auch so ist, das müssen wir noch untersuchen", betont 
Kampschulte. Drei Bremssysteme hat das "Flaggschiff" der Bahn: die 
elektrodynamisch-generatorische Bremse, bei der Energie zurückgewonnen wird, 
und - erstmals in einem Zug der Bahn AG eingesetzt - eine Wirbelstrombremse. 
Hinzu kommt eine Druckluftbremse. 

GA Bonn vom 16.12.2001


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Die Bahn kennt keine Gnade 

Dem Fahrkartenautomaten am Nebeneingang des Euskirchener Bahnhofs fehlt es 
an Wechselgeld, als ein Mann (37) dieser Tage mit dem Zug nach Bonn wollte. 
Passend zahlen, wie es die Maschine verlangte, konnte er aber nicht: Die 
Münzen reichten nicht, Scheine waren nicht gefragt. 
Die Zeit war knapp, der Weg zu den Automaten im Hauptgebäude zu weit. "Macht 
nichts", dachte der Euskirchener, wusste er doch, dass man auch im Zug 
selbst Fahrscheine kaufen kann. Und zwar an "intelligenten" Automaten, an 
denen der Kunde "nur den Zielbahnhof eintippen" muss. Mit diesen Worten 
jedenfalls hatte die DB Regionalbahn Rheinland GmbH für die neuen Geräte die 
Werbetrommel gerührt. 
Gerne hätte der Euskirchener dieses Wunderwerk der Technik ausprobiert. Doch 
die Enttäuschung folgte auf dem Fuß. Den Apparat gab es zwar. Er war aber 
nicht in Betrieb. Wenn auf den viel gepriesenen Automaten ebenfalls kein 
Verlass ist, "dann kaufe ich eben beim Schaffner eine Fahrkarte", dachte 
sich der Fahrgast. 
Aber es kam anders. Der Zug hatte sich gerade in Bewegung gesetzt, als ein 
Kontrolleur auftauchte, um die Fahrausweise in Augenschein zu nehmen. Nun 
überkam den Euskirchener ein mulmiges Gefühl, denn der Kontrolleur eröffnete 
ihm, Fahrscheine zu verkaufen sei nicht seine Aufgabe. Er habe nur einen 
Job: die Überprüfung der Fahrscheine. Und überhaupt: Im Zug gebe es keine 
Fahrausweise. 
Der Fahrgast erzählte, was er alles ausprobiert hatte. Alles dies 
interessierte den Kontrolleur nicht. Seine Antwort: "Wenn Sie keinen 
Fahrausweis haben, dürfen Sie die Fahrt nicht antreten. Sie müssen eben so 
früh am Bahnhof sein, dass Sie eine Karte kaufen können." Sprach's und 
füllte für den Fahrgast eine Zahlungsaufforderung aus - über den Fahrpreis 
für die Strecke Euskirchen-Bonn in Höhe von 9,30 Mark plus 60 Mark fürs 
Schwarzfahren - zu überweisen binnen 14 Tagen. 
Der Euskirchener wundert sich nach diesem Erlebnis nicht mehr darüber, dass 
die Deutsche Bahn bei manchen Leuten keinen besonders guten Ruf hat. (ejb) 

Kölner Stadtanzeiger 14.12.2001


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RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH 
Siebengebirgsstr. 152, D-53229 Bonn 
Tel.: 0228 / 430521, Fax: 0228 / 432413 
www.rhein-sieg-eisenbahn.de 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

wir bitten Sie um zeitnahe Veröffentlichung der nachfolgenden Pressemitteilung. 
Herzlichen Dank. 

Freundliche Grüße 
RSE GmbH 

Rainer Bohnet 
 

RSE BIETET SILVESTER-FAHRT NACH KÖLN; 
TRAUMHAFTER BLICK AUF DOM UND ALTSTADT 

Die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH bietet am Silvester-Abend eine besonders 
attraktive Sonderfahrt an: 

Von Bonn-Beuel startet um ca. 22.45 Uhr ein Sonderzug in Richtung Köln. Im 
rechtsrheinischen Köln-Kalk vereinigt sich dieser Zug mit zwei anderen 
Sonderzügen, die zur gleichen Zeit aus Köln-Nippes bzw. Köln Hauptbahnhof und 
aus Wiehl bzw. Dieringhausen eintreffen. Gemeinsam geht es dann auf die Kölner 
Südbrücke, von der die Fahrgäste um Mitternacht einen traumhaften Blick auf den 
Dom und die Kölner Altstadt haben. Nach dem Feuerwerk geht es über Köln Hbf 
wieder zurück nach Bonn-Beuel. Dort wird der Zug am Neujahrsmorgen um ca. 1.10 
Uhr zurückerwartet. 

"Wir haben diesen Panoramaplatz für unsere Züge auf der Kölner Südbrücke 
reserviert. Alle Züge, aus Köln, Wiehl und Bonn-Beuel, fahren unter der Regie 
der RSE. Ein besonderes Lob richten wir an die DB Netz AG, die mit ihrer 
Flexibilität und Kundennähe ein solches Highlight erst ermöglicht," so 
RSE-Pressesprecher Rainer Bohnet. 

Die Hin- und Rückfahrt kostet für Erwachsene 45 DM, für Kinder zwischen 6 und 12 
Jahren 22 DM. Die Sitzplätze sind begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist 
unbedingt erforderlich. 

Verbindliche Anmeldungen nimmt die RSE ab sofort unter der Rufnummer 
0 22 44 / 83 10 63 oder per e-Mail unter "Klaus.Sieben@t-online.de" entgegen. 


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Polizei fasst Urheber von 250 Farbschmierereien 

Junge Männer aus Rheinbach richteten Spray-Schäden von mehr als 70 000 
Mark an - Polizei entdeckt detailliertes Fotoarchiv bei Wohnungsdurchsichung

Von Michael Hochheuser 

Rheinbach. Ein Schlag gegen die Rheinbacher Graffiti-Szene ist Beamten des Kriminalkommissariats 2 der Polizeiinspektion West gelungen. Nach monatelangen Ermittlungen haben sie zwei junge Männer gefasst, die für 250 Farbschmierereien in Rheinbach in Frage kommen. 

Foto: Mit dem Kürzel "RF" signierte der 25-Jährige seine Graffiti, die er unter anderem an ein Haus in der Bachstraße sprühte. Foto: Henry

Insgesamt soll das Duo laut Polizei einen Schaden von mehr als 70 000 Mark angerichtet haben. In der Nacht zum 28. Oktober hatten Beamte des zivilen Einsatztrupps der Inspektion in Rheinbach einen 20-Jährigen überprüft. Da er eine Graffiti-Szenezeitschrift bei sich hatte, schöpften sie Verdacht und informierten ihre Kollegen im Meckenheimer Fachkommissariat. 

Deren Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass der Arbeitslose, der bereits im September 1999 mit Graffiti-Schmierereien am Rheinbacher Gymnasium aufgefallen war, für mehrere Sachbeschädigungen in Rheinbach in Frage kam. So waren gleichartige Schriftzüge auf Fassaden, Mauern und Automaten an den Straßen An der alten Molkerei, Euskirchener Weg, Haupt- und Münstereifeler Straße geschmiert. 

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Rheinbachers konnten die Beamten Beweismaterial wie persönliche Aufzeichnungen, zahlreiche Farbdosen und weitere Sprayerutensilien sicherstellen. In der Vernehmung gestand der 20-Jährige, in den vergangenen anderthalb Jahren allein in der Rheinbacher Kernstadt mehr als 200 Objekte mit Farbe beschmiert zu haben. 

Im zweiten Fall hatte die Kölner Polizei Ende August einen 25-jährigen Rheinbacher Sprayer auf frischer Tat geschnappt. Dem einschlägig Vorbestraften konnten nach Angaben der Polizei etwa 50 Straftaten in Rheinbach und entlang der Bahnlinie Bonn-Euskirchen angelastet werden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung Ende November fanden die Ermittler neben Sprayerutensilien belastendes Material auf der Festplatte seines PCs: Der 25-Jährige hatte ein detailliertes Fotoarchiv seiner eigenen Farbschmierereien erstellt und gespeichert. 

Um eventuell weiteren Geschädigten, die die Sachbeschädigungen noch nicht der Polizei gemeldet haben, die Möglichkeit zur Anzeige zu geben, macht die Kripo die "Kürzel" der Sprayer publik: Der 20-Jährige signierte seine Werke mit "TMS", "TMS-Crew", "METABO", "FAN", "KEKS" und "KASE", der 25-Jährige wählte das Pseudonym "RF". 

Die Polizei warnt Sprayer davor, sich durch "solch unüberlegte Aktionen, die als Sachbeschädigung verfolgt werden, die Zukunft zu verbauen". Regressforderungen drohten, die wie in diesem Fall mehrere 10 000 Mark betragen könnten, so dass ein verurteilter Heranwachsender mit einer Schuldenlast ins Berufsleben starten müsse. Die Polizei rät allen Geschädigten, Strafanzeige zu erstatten und die Graffiti zu fotografieren. 

Die besprühte Fläche sollte nach der Kontaktaufnahme mit der Polizei schnell gereinigt werden, um die Jugendlichen "um den Lohn ihrer heimlichen Aktivitäten zu bringen", so die Polizei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-bonn.de, Fragen beantworten auch die Mitarbeiter des Kommissariats Vorbeugung in Bonn, 0 22 8/15 48 62. 

GA 12.12.2001


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Es gibt genügend Ansätze für Zukunft der DeuLuxBahn

Zum Beitrag "Fahrten der DeuLuxBahn der Hochwaldbahn" (TV vom 27. November): 
Durch die DeuLuxBahn ließ sich die Kreisstadt Bitburg wieder mit dem Zug erreichen. Engagierte Eisenbahnfreunde der Hochwaldbahn haben die dafür notwendigen Fahrzeuge erworben, hergerichtet, das Personal gestellt, die Fahrten im Jahr 2001 auf eigene Rechnung riskiert und eine einzigartige Pünktlichkeitsbilanz erreicht. Die gleiche Hochwaldbahn hatte bereits in den 90er Jahren einen Ausflugsverkehr Trier–Hermeskeil mit ihren Schienenbussen organisiert. Diese Fahrten mussten nicht wegen der Nachfrage eingestellt werden, sondern weil die Schienen nicht der Hochwaldbahn gehörten und dem immer noch nicht gebauten Ruwertalradweg Platz machen sollten. Es wäre also nicht das erste Mal, dass die Hochwaldbahn nicht für ihren Einsatz zu Gunsten eines umweltfreundlichen und für jeden zugänglichen Verkehrsmittels belohnt werden würde. 
Zwischen dem Bahnhof Bitburg-Erdorf und Bitburg wurde auch für den Sonntag ein Bus vom Zweckverband bestellt. Wenn die Hochwaldbahn Zuschüsse erhalten würde, könnte sie regelmäßiger verkehren und den Bus an ihren Fahrttagen ersetzen. Außerdem könnte die DeuLuxBahn von der "großen Bahn" nicht immer mit einem Halt bediente kleinere Bahnhöfe der Eifelstrecke regelmäßig anfahren und dort als Privatbahn im Taktfahrplan sonntags Zugleistungen übernehmen. Auch zum Beispiel der touristisch wertvolle Bahnhof Igel besitzt keinen Takt, der nicht um eine Bereicherung durch die DeuLuxBahn dankbar wäre. Es gibt also genug Ansätze für eine Zukunft der DeuLuxBahn, die touristisch und verkehrspolitisch der Region behilflich ist, weswegen die Eisenbahnfreunde diesmal nicht wieder von der Politik enttäuscht werden und die notwendigen Zuschüsse erhalten sollen. In Anbetracht der Startinvestitionen in die neuen Haltepunkte Triers wäre die Startinvestition in die DeuLuxBahn vergleichsweise niedrig. 

Andreas Kurth 
50823 Köln 

TV 8.12.01


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Zülpich: Papierfabrik hat neue Köf

Die Köf der Papierfabrik in Zülpich befindet sich derzeit in Reparatur. Ersatzweise kommt eine andere Köf zum Einsatz.
 
 
Die Lok vor zwei Fc-Wagen auf dem Werksgelände... ... am 10. Dezember 2001.

Euskirchen: Ablaufberg verschwindet (Millionengrab 1)

Im Zuge der Bauarbeiten für den "Ringschluss" (= StadtDURCHgehung - freie Fahrt für freie Autofahrer) wird nicht nur eine ganze Häuserzeile Opfer der Abrissbirne, auch der Ablaufberg soll verschwinden. Auf der gegenüberliegenden (Nord-)Seite wird bereits das äussere Gleis zurück- oder abgebaut.
 

Scheven: Strasse zur neuen Bahnunterführung im Bau (Millionengrab 2)

Seit längerem ist die neue Bahnunterführung in Scheven fertig - allerdings fehlte bislang die dazugehörige Strasse. Diese befindet sich inzwischen im Bau.
 

Euskirchen: Bahnhof-Umbau (Millionengrab 3)

Laut Zeitungsberichten ist ein behindertengerechter Umbau des Euskirchener Bahnhofs geplant - für rund 13,5 Millionen Mark! Wieviele Behinderte müssen dann zusätzlich mit der Bahn fahren, bis diese Kosten wieder eingespielt sind?


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Entscheidung liegt beim Verkehrsminister 
Bahnhof-Umbau auf Abstellgleis? 

Von Michael Schwarz 

Euskirchen. Seit Jahren ist sie ein Dauerbrenner: die behindertengerechte Umgestaltung des Euskirchener Bahnhofes. Es gab aber Signale der Hoffnung. So verlautete von der Deutschen Bahn AG, dass die Maßnahme in den nächsten Jahren anstehe. Wie der Vorsitzende des Deutschen Beamten Bundes (DBB), Hans Burggraf, erklärte, habe es sogar eine Zusage seitens der Bahn gegeben, dass der Bahnhof im Jahre 2004 neu gestaltet sei: "Schon im nächsten Jahr sollte mit Umbaumaßnahmen für rund 13,5 Millionen Mark begonnen werden", so Burggraf. 

Doch inzwischen gibt es erhebliche Zweifel: Steht das Unternehmen "Umbau" bald auf dem Abstellgleis?

Zwar habe die Bahn AG ein Kölner Ingenieurbüro mit den Vorplanungen beauftragt, erklärte Burggraf, viel mehr habe sich aber noch nicht getan. Burggraf: "Jetzt soll eine Abordnung bei einem Besuch im Landesverkehrsministerium in Düsseldorf antreten, um anhand der Kostenvoranschläge klären zu können, welche Arbeiten als dringlich zuerst durchgeführt werden sollen." 

Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel, die vor wenigen Monaten mit Vertretern des DBB die für mobilitätseingeschränkte Personen unhaltbaren Zustände am Euskirchener Bahnhof besichtigt hatte, ist abermals aktiv geworden. Auch sie befürchtet, dass die Pläne nun in Düsseldorf zerschlagen werden könnten. Kühn-Mengel, die nach eigenen Aussagen auch vom Euskirchener Bürgermeister Dr. Uwe Friedl (CDU) um Mithilfe in dieser Angelegenheit gebeten worden ist, sagte gestern: "Die Umgestaltung des Bahnhofs muss realisiert werden, denn alles, was wir für behinderte Bürger tun, tun wir auch für ältere Bürger." 

Daher habe sie sich an das Landes-Verkehrsministerium gewandt, um zu verhindern, dass das Vorhaben durch Sachzwänge nicht ins Förderprogramm zur Modernisierung von Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen aufgenommen werde. 

Das Haus von Minister Michael Vesper (Grüne) scheint auch die richtige Adresse sein, denn dort werde entschieden, welche Stationen in dem 344 Millionen Mark schweren Programm Rücksicht finden sollen, sagte gestern DB-Sprecher Manfred Ziegerath: "Wir wollen jedenfalls , dass Euskirchen umgestaltet wird." 

Ob der Umbau bei einer positiven Entscheidung des Ministeriums dann bis Ende 2004 tatsächlich fertig sein wird, scheint eher unwahrscheinlich: Das hänge von der Dauer des Planungs- und Genehmigungsverfahrens ab, so Ziegerath. Die Maßnahme selbst dürfte 20 Monate in Anspruch nehmen: "Es könnte dann also bis ins Jahr 2005 hineingehen." 

05.12.2001


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Sonderfahrten: Tolle Angebote - Mitfahren lohnt!

Nikolausfahrten und mehr...

RSE:
An den Advendswochenenden 01./02., 08./09., 15./16. und 22./23.12.2001 bietet die RSE auf der Strecke Beuel - Hangelar wieder die beliebten Nikolausfahrten an. Anmeldungen werden ab sofort für die Abfahrten ab Bonn-Beuel um 15 und 17 Uhr angenommen. Die kleinen Fahrgäste erhalten vom Nikolaus eine bunte Tüte mit Leckereien. Infos und Anmeldungen unter der Rufnummer 0 22 44 / 83 10 63 und per e-Mail unter Klaus Sieben.

Brohltalbahn:
Nikolausfahrtenin dampfgeführten Zügen von Brohl nach Oberzissen und zurück mit dem Nikolaus am Donnerstag den 6.Dezember 2001, Samstag den 1./8./15./22.Dezember 2001 und Sonntag den 2./9./16./23.Dezember 2001 (Adventswochenenden).

Nachtrag vom 13.12.2001

Hallo! 

Ich lese gerade Eure Veranstaltunghinweise in Bezug auf die Nikolausfahrten. Ich bin aktives Mitglied der IBS und möchte folgendes los werden: 
Bei uns gibt es bis auf weiteres keinen Dampfbetrieb.
Unsere Lok V ist wegen feuerbüchsseitigen Rohrlaufens leider abgestellt worden. Da wir den Schaden nicht selbst beheben können, wurde der Kessel im Laufe der letzten 
Woche verladen, um repariert zu werden. Die Reparatur wird leider etwas dauern, sodass eventuell auch Anfang bis Mitte der nächsten Saison kein Dampfbetrieb möglich sein wird. So sieht es im Moment aus. Wir möchten nicht dass die Leute mit falschen Erwartungen bei uns auftauchen um dann mit langen Gesichtern wieder abzuziehen. 

Karlheinz Weber, Wachtberg 
 

Der Christbaumexpreß startet am Sonntag den 9./16.Dezember 2001 jeweils um 10.00 Uhr zu einer fröhlichen Sonderfahrt für alle Familien, die ihren Weihnachtsbaum auf ungewöhnliche Art und Weise erwerben wollen.

Weihnachtsfahrt von Brohl nach Engeln und zurück im dieselgeführten Zug am Mittwoch den 26.Dezember 2001 (2. Weihnachtsfeiertag).
Die Weihnachtsfahrt mit dem Weihnachtsmann in den Schnee der Vulkaneifel startet um 11.30 Uhr von Brohl (BE) aus. Rückkehr nach Brohl gegen 16.15 Uhr. Von Engeln aus besteht die Möglichkeit an einer geführten Wanderung durch die Winterlandschaft der Eifel teilzunehmen.
 

Die AKE-Eisenbahntouristik bietet am 8.12. mit einem geselligen Sonderzug zum Christkindlesmarkt nach Nürnberg.

Die DeuLux-Bahn verkehrt am 9.12. zwischen Wasserbillig und Bitburg (!).

Die Vennbahn fährt am 8./9. und 15./16. von Eupen über Raeren zum Weihnachtsmarkt nach Monschau.

Die RSE veranstaltet am 15. und 16.12.2001 wieder Sonderfahrten zum Weihnachtsmarkt in Gemünd (Eifel). Besteller dieser Fahrten ist die Bus- und Bahn-Initiative Schleidener Tal (BuBi). Damit finden seit rund einem Jahr wieder Personenzugfahrten auf der Oleftalbahn Kall - Schleiden statt.

Am gleichen Wochenende gibt es Sonderfahrten von Köln nach Blankenheim - unter dem Motto "Mit der Bahn und viel Dampf zum Christbaumschlag in die Eifel". 
Veranstalter: DB Regio / EBM / VRS.

Wie man sieht, werden reichlich Angebote gemacht, die es zu nutzen gilt!
Weiteres (z.T. auch Fahrpläne) siehe TERMINE oder auf den Internetseiten der Veranstalter!

Peter Weber
 
 
Plakat zu den Sonderfahrten von Köln nach Blankenheim am 15./16.12.2001.


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EBM-Lok in Euskirchen entgleist

Am 04.12.2001 ist auf Weiche 40 im Euskirchener Bahnhof die EBM-Lok 202 487-5 entgleist. Zum Aufgleisen kam 294 170-6 mit rotem Hilfsgerätewagen. Am Abend stand die Unfall-Lok im Schuppen, grössere Schäden sind nicht entstanden.

Peter Weber
 
 
10:37 Uhr: 202 487-5 an der Unfallstelle. Knapp 4 Stunden später sind die Aufgleisarbeiten noch im vollen Gange.
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Gleisskizze.