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NACHRICHTEN: 11/2001



November 2001 [< Nachrichten 2001]

27.11.2001 Euskirchen: Eisenbahn-Club Euskirchen im Internet (KRU)
24.11.2001 Dahlem: CDU plädiert gegen Reaktivierung der (Oleftal-)Bahn(KRU)
23.11.2001 Nikolausfahrten auf der Industruebahn Beuel - Hangelar (RSE)
21.11.2001 Neue Bilder aus Euskirchen (PW)
21.11.2001 EBM übernimmt Güterverkehr (PW)
14.11.2001 EBM übernimmt Güterverkehr (EBM)
13.11.2001 Troisdorf: ICE-Tunnel (TV)
13.11.2001 EBM-Entwicklung 1996-2002 (EBM)
13.11.2001 Grünes Signal für private Güterzüge (EBM)
12.11.2001 Eifelquerbahn: Güterverkehr rollt weiter (TV)
08.11.2001 ET 425: Neue Züge erschweren den Einstieg (EX)
07.11.2001 Rhein-Wupper-Express bekommt neue Züge (GA)


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Eisenbahnromantik und harte Fakten 
Die "Deulux-Bahn" fährt im ersten Jahr ihres Betriebs in die roten Zahlen, 
doch das Projekt geht weiter

Von unserer Redakteurin ULRIKE LÖHNERTZ 

BITBURG/GEROLSTEIN. Sie ist rot, robust und besticht durch nostalgischen 
Charme: die Deulux-Bahn. Vier Mal war sie von Gerolstein durchs Kylltal bis 
an die luxemburgische Grenze unterwegs. Am 9. Dezember ist ihre letzte 
Fahrt. Doch schon jetzt ist klar: Die rote Bahn fährt in die roten Zahlen. 
Andreas Heinrichsmeyer ist keiner, der schnell aufgibt. Schon gar nicht, 
wenn er von einem Projekt überzeugt ist. Und das ist bei der Deulux-Bahn der 
Fall. "Das ist ein schönes Projekt, das mir am Herzen liegt. Und 
Anfangsschwierigkeiten sind bei neuen Projekten normal", sagt der 
Geschäftsführer des Vereins Hochwaldbahn. Etwa 20 000 bis 30 000 Mark 
Defizit werden die historischen Schienenbusse am Ende des Jahres eingefahren 
haben, schätzt er, auch wenn die letzte und fünfte Fahrt des Jahres am 9. 
Dezember von Gerolstein zum Trierer Weihnachtsmarkt noch aussteht. 
Im Juni 2001 war die Deulux-Bahn zu ihrer Jungfernfahrt auf der Strecke von 
der luxemburgischen Grenze bis Gerolstein gestartet. Auf Anregung des 
Bürgermeisters von Trier-Land, Bernhard Kaster, hatte der Verein die 50 bis 
60 Jahre alten Gefährte zwischen Igel und Bitburg auf die Schiene gesetzt. 
Das touristische Angebot sollte an mehreren Tagen im Jahr von 
Eisenbahnfreunden und Familien genutzt werden. Ursprünglich waren 20 Termine 
geplant, "leider", sagt Heinrichsmeyer, wurden nur fünf daraus. 
Die Gründe sind ganz einfach: Die Fahrten sind für den Verein zu teuer. 
"Etwa zehn Mark pro Schienenkilometer kostet es, wenn die Bahn fährt", 
rechnet der Geschäftsführer vor. Zu Buche schlagen dabei die 
Nutzungsgebühren für die Bahnnetz AG, der Diesel und Personalkosten. Die 
Wartung für das Fahrzeug sei darin noch gar nicht eingerechnet, erklärt der 
Geschäftsführer. 
Dabei tun Heinrichsmeyer, die wie er ehrenamtlich tätigen 34 
Vereinsmitglieder und ein hauptamtlicher Mitarbeiter in der Werkstatt ihr 
Möglichstes, um die Kosten niedrig zu halten. Denn sie sind allesamt 
Idealisten, die Spaß an der Pflege und Wartung der 18 Schienenbusse und acht 
Motorwagen haben. So fangen sie auch das Defizit aus dem ersten Jahr auf. 
"Wir richten Schienenbusse für andere her oder machen Auftragsfahrten, um 
das wett zu machen", erklärt Heinrichsmeyer. Zudem gibt es Spenden, die dem 
Verein über die Runden helfen. 
Dennoch: Es könnte besser laufen bei der Deulux-Bahn. Der Knackpunkt, so 
glaubt Heinrichsmeyer, 
ist der Bekanntheitsgrad der roten Flitzer. Denn nur so kann er sich 
erklären, warum die bisherigen vier Fahrten so schwach genutzt wurden. An 
Pfingstmontag war die Bahn zu 30 Prozent ausgelastet, an zwei 
Feriensonntagen im Juli zu 24 Prozent und am 3. Oktober nur zu zwölf 
Prozent. Dabei hatte der Verein mit 60 Prozent Auslastung kalkuliert, um am 
Ende vom Jahr schwarze Zahlen schreiben zu können. Zudem hätte man mit dem 
eingefahrenen Geld auch mehr Fahrten anbieten können. Das wiederum hätte die 
Akzeptanz des Angebots erhöht, glaubt Heinrichsmeyer. 
Aber: Dieses Jahr waren eben nicht mehr als fünf Fahrten drin - trotz der 
Unterstützung der Eifel Tourismus GmbH, die für die Deulux-Bahn ein Prospekt 
erstellt hat, und die Touristik-Infos der betroffenen Verbandsgemeinden und 
Städte, die bei der Werbung mitgeholfen haben. 
Im kommenden Jahr hofft Heinrichsmeyer jedoch auf Finanzspritzen. Deshalb 
wird er einen Antrag beim Zweckverband Schienenpersonen-Nahverkehr auf 
Förderung stellen. Zudem hofft er auf kleinere Beträge aus den Städten und 
Verbandsgemeinden, durch die der Zug rollt. Etwa 1000 Euro Verfügungsmittel 
"pro Nase" sind Heinrichsmeyers Wunsch. Diesbezügliche Gespräche will er in 
den kommenden Wochen führen. 
Mit einer besseren Finanzausstattung kann sich der Geschäftsführer 
vorstellen, mehr Fahrten anzubieten und den Bekanntheitsgrad der Bahn zu 
steigern. Sinnvoll sei der Einsatz an besonderen Tagen zur Ergänzung eines 
anderen touristischen Angebots, zum Beispiel bei "Kylltal aktiv". Zudem will 
er öfter Fahrten nach Trier-Stadt anbieten, wie zum Beispiel am 9. Dezember. 
Vorgenommen hat er sich auch, endlich die Fahrt der Deulux-Bahn nach 
Wasserbillig möglich zu machen. Bereits seit Februar 2000 sei er in 
Verhandlungen mit der luxemburgischen Bahn, aber bisher seien diese 
ergebnislos verlaufen. 
Offenbar, so vermutet er, befürchtet die Luxemburger Bahn damit auch 
Anbietern Tür und Tor zu öffnen, die - im Gegensatz zur "kleinen" 
Deulux-Bahn - für sie eine Konkurrenz darstellen könnten. 
Alles in allem schaut Heinrichsmeyer zuversichtlich in die Zukunft. Und auf 
eines ist er besonders stolz: Nur einmal war eine Deulux-Bahn unpünktlich. 
Ganze zwei Minuten später als vorgesehen rollte sie am Bahnhof ein. 
Der Verein Hochwaldbahn veranstaltet am 9. Dezember Adventsfahrten der 
Deuluxbahn zum Weihnachtsmarkt Trier. Zusteigemöglichkeiten: Gerolstein 
(10.30 Uhr), Kyllburg (10.52 Uhr), Erdorf (10.58), Kordel (11.26) und Ehrang 
(11.32 Uhr). Die Rückfahrt startet um 16 Uhr ab Trier. Reservierung: Telefon 
06505/9109915. 

TV vom 28.11.2001 


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Eisenbahn-Club Euskirchen (ECE)

Der Eisenbahnclub Euskirchen e.V. hat nun endlich auch seine eigenen Internetseiten!
Die Adresse lautet: 
www.ece-ev.de

Außerdem möchte ich auf Wilfrieds und meine Projektseite hinweisen. Wir bauen die Strecke Euskirchen-Bad Münstereifel in H0 nach. Baufortschritt/verlauf und ein bißchen Vorbildinfo unter 
www.hettner.com

Und dann noch meine private Seite. Ein bißchen Eisenbahn ist auch dabei: 
www.schwarzbau.net

Alexander


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Dahlemer fürchten Wegfall ihrer Buslinien 
CDU plädiert gegen Reaktivierung der Bahn

Dahlem. Die CDU in Dahlem befürchtet, vom Netz der KVE in Richtung Schleidener Tal abgeschnitten zu werden. Dies haben Vertreter der KVE in der Bauausschussitzung im August in Dahlem erklärt. 
Das wäre nämlich dann der Fall, wenn von Kall in Richtung Hellenthal die Bahnstrecke aktiviert würde. 
Nach Auskunft der KVE-Vertreter wird dann der Ort Schmidtheim vom geplanten System ausgeschlossen und nicht mehr angefahren. 
"Das darf nicht sein", forderte CDU-Fraktionssprecher Hans Josef Schmitt die Verwaltung auf, im Rahmen ihrer Vertretung in der KVE gegen das Vorhaben der Bahnstreckenaktivierung zu votieren. 
Einige Ratsmitglieder erinnern sich noch an ihre Schulzeit in Schleiden. Damals musste die Bahn genommen werden. Von Dahlem und Schmidtheim ging es zunächst mit dem Zug nach Kall und dort in die überfüllte Flitsch. 
Damit waren die Dahlemer Schüler eine Stunde länger unterwegs als andere, die direkt mit dem Bus zur Schule gefahren wurden. 
"Wir wollen nicht mehr in die Zeit der 50er und 60er Jahre zurückfallen", sagte Schmitt. 
Nach Meinung der CDU würde der zurzeit funktionierende Busverkehr von Dahlem in die weiterführende Schulen nach Schleiden Gefahr laufen, zur Stärkung der Bahnlinie eingestellt zu werden. 

Kölnische Rundschau vom 24.11.2001. 
 


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RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH 
Siebengebirgsstr. 152, D-53229 Bonn 
Tel.: 0228 / 430521, Fax: 0228 / 432413 
www.rhein-sieg-eisenbahn.de 

Nikolausfahrten im Schienenbus; 
Überraschung in Hangelar 

Am 01. und 02., 08. und 09., 15. und 16., 22. und 23. Dezember, jeweils 15 und 17 Uhr finden auf der Industriebahn Beuel - Hangelar wieder die beliebten Nikolausfahrten der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH statt. Der Nikolaus wird unterwegs zusteigen. 

Die Nikolausfahrten werden von der Firma Wintergarten-Center Bonn, Ecke Konrad-Adenauer-Straße 1 a in Sankt Augustin-Hangelar unterstützt. Dort wartet auf alle Fahrtteilnehmer bei einem kurzen Aufenthalt eine kleine Überraschung. 

Die Fahrpreise betragen für Erwachsene 15 DM, für Kinder inklusive Nikolaustüte 11 DM. 

Anmeldungen nimmt die RSE ab sofort unter Tel.: 0 22 44 / 83 10 63 oder per e-Mail unter "klaus.sieben@t-online.de" entgegen.

RSE-Pressemitteilung


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Neue Bilder aus Euskirchen
 
 
"Hans Dampf": Dampflok 24 009 im Euskirchener Lokschuppen. Die Lok ist seit längerem in Euskirchen "beheimatet" und wird vor Az eingesetzt. "Eifelbahn-Schmankerl": Mit etwas Glück erwischt man die 218 217 in TEE-Farben auch in Richtung Trier am Zuganfang, hier aufgenommen bei Wisskirchen. Das Betreten der Autobahnbrücke ist natürlich verboten..
"Aufbau West": Wegen Gleisbauarbeiten weilt derzeit die Wiebe Lok Nr. 3 in Euskirchen (hier an Gleis 38 am 21.11.2001). Zwischen Derkum und Weilerswist werden Gleise erneuert. ."Steter Wandel": Nun hat es auch 215 133 erwischt. Am 21.11.2001 steht sie als 225 133-8 an der neuen Dieseltankstelle in Euskirchen.
"Götterdämmerung": An der Ladestrasse in Euskirchen wird weiter fleissig Holz verladen. Das bereits für Weihnachten vorbackende Christkind sorgt am 21.11.2001 für eine ansprechende Kulisse (Abendhimmel). "Abwägen": Die von Zülpich gekommenen Wagen der Fa. Cerestar werden gewogen, bevor sie weiter nach Köln transportiert werden. Die von innen beleuchtete Gleiswaage sorgt zusammen mit der früh einsetzenden Dämmerung für ein stimmiges Bid.


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Güterverkehr in der Eifel: Vertragsunterzeichnung zwischen DB Cargo und EBM

Am 12.11.2001 wurde im Gerolsteiner Rathaus zwischen der DB Cargo und der EBM im Rahmen des Projekts MORA C ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die EBM wird zukünftig den Güterverkehr in der Eifel übernehmen.
 
Bei der Vertragsunterzeichnung zwischen DB Cargo und EBM war auch das Bahn TV anwesend.
Die gezeigten Lackierungsvarianten der EBM-Lokomotiven der BR 203 sind nur als Denkanstösse gedacht.


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EBM übernimmt Güterverkehr

Die "Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft Bergisch Märkischer Raum" schloss einen 
Kooperations-Vertrag mit der "DB Cargo". 126 Kunden werden in der Eifel 
bedient. 

Kreis Euskirchen - Die Bundesbahn heißt zwar inzwischen "Deutsche Bahn AG", aber den Geruch des Staatsunternehmens mit einem dicken Verwaltungs-"Wasserkopf" ist sie durch die Privatisierung keinesfalls losgeworden. In vielen Fällen zeigt sich, dass die Bahn weitaus höhere Kosten einkalkulieren muss als die kleine private Konkurrenz, die mit schlankem Management und geringen Nebenkosten auskommen kann. Das ist auch den Verantwortlichen bei der DB AG bewusst. Im April vergangenen Jahres startete die Bahn daher das Projekt "Marktorientiertes Angebot Cargo" ("MORA C"): Zunächst wurden sämtliche Güterbahnhöfe bundesweit hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Güterverkehr auf sehr vielen Strecken für den Konzern unwirtschaftlich war. Wenn beispielsweise nur ein Waggon pro Woche gefahren werden musste, wurden rote Zahlen geschrieben. Allerdings wollte die zuständige Tochtergesellschaft DB-Cargo den Güterverkehr nicht sang- und klanglos einstellen. Vielmehr bot die Bahn die unter ihrer eigenen Regie unwirtschaftlichen Strecken privaten Unternehmen zur Übernahme an. In vielen Fällen war das Geschäft derart defizitär, dass auch die Privaten keine Chance für einen wirtschaftlichen Betrieb sahen. Die Bahn bot alle 650 vakanten Güterverkehrsstellen auf dem freien Markt an; nur für jede zehnte gab es private Interessenten. 

Bei den übrigen 90 Prozent lag die Kostendeckung meistens unter 50 Prozent, und damit war auch für Privatunternehmen kein Geschäft zu machen. Aber mit 19 privaten Eisenbahnunternehmen konnten Verträge für insgesamt 23 Kooperationsgebiete abgeschlossen werden. 

Damit wurde immerhin der Erhalt von 60 Güterverkehrsstellen bundesweit gesichert, Umsätze von rund 40 Millionen Mark können auf der Schiene gehalten werden. Offensichtlich ist auch die Eifelstrecke für Privatunternehmen durchaus rentabel zu betreiben, was eine Machbarkeitsanalyse der "Eisenbahn-Verkehrs-Gesellschaft im Bergisch Märkischen Raum mbH" (EBM) zeigte. 

Am Montag wurde in Gerolstein zwischen der DB Cargo und der EBM ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Demnach übernimmt die EBM vom 2. Januar 2002 an den Wagenladungsverkehr im Raum Euskirchen. Auf rheinland-pfälzischem Gebiet wird die EBM den Raum Gerolstein-Bitburg bedienen. 

Übergabestelle der Wagen zwischen DB Cargo und EBM werden die Bahnhöfe Köln-Kalk Nord sowie Gremberg sein. Künftig werden von der EBM sechs Güterverkehrsstellen mit 126 Kunden in der Eifel bedient. Diese Güterverkehrsstellen liegen in Derkum, Zülpich, Euskirchen, Mechernich, Meckenheim und Gerolstein. In Bitburg fährt die EBM für drei Kunden. 

"Wir freuen uns auf die Zusam¦menarbeit mit DB Cargo", sagte EBM-Geschäftsführer Frank Zelinski anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Gerolstein. Das Unternehmen fährt auf einer anderen Strecke im Sauerland bereits seit Januar 2000 für DB Cargo. Die EBM besteht seit 1996. Sie hat derzeit 31 Angestellte und wird weitere Arbeitsplätze für den zusätzlichen Güterverkehr im nächsten Jahr schaffen. 

Die Kunden werden wenig von der Veränderung spüren, erklärte der Niederlassungsleiter der DB Cargo Duisburg, Rüdiger Michaelsen. 

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 14.11.2001. 


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Im Troisdorfer ICE-Tunnel liegen die ersten Schienen 
Bauarbeiter verlegen Montagegleise 

Troisdorf. (wrm) Lange dauert es nicht mehr, bis auch das letzte Schienenstück der neuen ICE-Trasse im rund 31 Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Köln und Sankt Augustin fertig ist. Am Dienstag begannen Bauarbeiter im Tunnel Troisdorf zunächst provisorische Montageschienen zu verlegen, bevor in den kommenden Wochen die endgültigen Schienen verlegt werden. 

Foto: Montageschienen ebnen den Weg für die eigentlichen, 120 Meter langen ICE-Schienen im Troisdorfer Tunnel. Foto: Holger Arndt 

"Diese Vorarbeiten sind notwendig, um die ICE-fähigen Schienen später überhaupt in den Tunnel zu bekommen", sagte Udo Altmann, stellvertretender Bauleiter. Auf den Montageschienen, die in den kommenden Tagen verlegt werden - sie sind jeweils zwölf Meter lang und bereits vormontiert - transportieren Arbeitsfahrzeuge, so genannte Eisenbahndrehkreuz-Wagen, die etwa 120 Meter langen ICE-Schienen später in den Tunnel. "Neue Schwellen müssen wir nicht verlegen - da können wir die bereits verlegten Schwellen der Montageschienen nutzen", erklärte Altmann. Schon zum Jahreswechsel sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. 

Wenn alles nach Plan läuft, werden ab Dezember 2002 die ersten ICE-Züge über die Langschienen durch den im März fertig gebauten Tunnel fahren. In den vergangenen Tagen hatten Bauarbeiter über eine Hilfsschiene bereits den Schotter in den 627 Meter langen Tunnel transportiert, mit dem die Schienen später befestigt werden. 

Quelle: GA-Bonn vom 13.11.2001. 


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EBM Entwicklung 1996-2002

1996
nur ehrenamtliche Mitarbeiter, keine eigenen Loks, Konzession EVU 30.04.1996, historische Sonderzuggestellung

1997
nur ehrenamtliche Mitarbeiter, keine eigenen Loks, historische Sonderzuggestellung

1998
2 Lokführer, 4 geringfügig Beschäftigte
2 Lokomotiven (V60, V200)
Gestellung von Bauzuglokomotiven, Überführung von Schienenfahrzeugen

1999
5 Lokführer, 2 Geschäftsleitung, 8 geringfügig Beschäftigte, 0,5 Bürokräfte,
6 Lokomotiven (4 x V200, 1 x V60)
Gestellung von Bauzuglokomotiven mit Personal, Überführungsfahrten
Konzession Infrastrukturunternehmen, Übernahme Strecke Hagen-Haspe Ennepetal-Altenvörde

2000
10 Lokführer, 2 Geschäftsleitung, 3 Betriebsarbeiter, 8 geringfügig Beschäftigte, 
0,5 Bürokräfte
8 Lokomotiven (3 x V200, 3 x V100, 2 x V60)
Bauzuggeschäft, Cargo-Verkehre, Überführungsfahrten
Betriebseröffnung Hagen-Talbahn, Erbringung Güterverkehr in Kooperation mit der DB Cargo

2001
17 Lokführer, 2 Geschäftsleitung, 4 Betriebsmitarbeiter, 5 geringfügig Beschäftigte, 3 Bürokräfte
13 Lokomotiven (2 x V200, 6 x V100, 4 x V60, 1 x V180)
Bauzuggeschäft, Cargo Verkehre, Überführungsfahrten
Übernahme Infrastruktur Gerolstein Kaisersesch, Wochenend-SPNV auf der Eifelquerbahn im Auftrag des Zweckverbandes Rheinland Pfalz Nord

2002
Anschaffung 4 weiterer Lokomotiven (V100 BR 203)
Einstellung weiterer Lok- und Rangierführer
Erbringung Güterverkehrsleistungen im Raum Eifel und Remscheid im Rahmen MORA C

Quelle: EBM


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Grünes Signal für private Güterzüge 
DB Cargo kooperiert mit Bahngesellschaft EBM 

Von unserer Mitarbeiterin GABI VOGELSBERG 

GEROLSTEIN/BITBURG. Am Montag sind in Gerolstein die Weichen für den Güterschienenverkehr in der Eifel neu gestellt worden. Die private Eisenbahnverkehrsgesellschaft im Bergisch-Märkischen Raum (EBM) schloss mit der DB Cargo einen Kooperationsvertrag ab. 

"Großer Bahnhof" für EBM-Chef Frank Zelinski und seine Angestellten im Gerolsteiner Rathaus. Medienpräsenz pur: Presse-, Rundfunk- und Fernsehleute hatten Stellung bezogen, als die EBM-Crew und Vertreter der DB Cargo sowie der Kommunal- und Landesverwaltung pünktlich zur Vertragsunterzeichnung im Sitzungssaal erschienen. "Vielleicht beginnt für uns heute eine sorgenfreiere Zukunft", sagt der Gerolsteiner VG-Chef Adolf Rodermann und spricht damit seinem Bitburger Kollegen Joachim Streit und Firmenvertretern, die ihre Waren über die Schiene transportieren, aus der Seele. Hintergrund: Die Cargo-Tochter der Deutschen Bahn AG hat im Eifelraum sechs Güterverkehrsstellen mit 126 Kunden zum Jahresende den Dienst aufgekündigt. Die EBM übernimmt nahtlos ab 2002 den Gütertransport auf der Strecke zwischen Köln und Bitburg über Euskirchen und Gerolstein sowie den Transport auf der Eifelquerbahn bis nach Kaisersesch. 

Frachtpalette soll erweitert werden 

Das Güteraufkommen ist enorm und reicht von Holz und Schotter über Bier bis hin zu Pampers. Allein in Gerolstein und Bitburg werden jährlich jeweils 1500 Wagenladungen verschickt. In Bitburg ist mit 1200 Sendungen die Brauerei der größte Kunde. Aus dem Birresborner Basaltwerk gehen pro Jahr 100 000 Tonnen Schotter über die Gleise zu den Kunden. Die Euskirchener Firma Procter & Gamble verschickt via Zug bergeweise Einmalwindeln. Auf der Eifelquerbahn werden neben Holz vor allem Spanplatten transportiert. "Die Palette ist beliebig zu erweitern", freut sich EBM-Mann Jörg Petry auf die Kundenwerbung. Im Vorfeld hat er potenzielle Kunden befragt. Petry: "Für die Strecke Gerolstein-Prüm besteht Interesse. Anders für die Linie Prüm-Pronsfeld, die eher touristisch interessant ist." Die Bahnlinie in Richtung Belgien, sprich Losheim, sei wegen Baumängeln an vier Brücken gesperrt und so vorerst aus dem Rennen. "Hier wäre sowieso nur mit Fördermitteln etwas zu machen", meint Petry. 

Für die Kooperation zwischen EBM und DB Cargo hat das rheinland-pfälzische Verkehrs-ministerium kräftig in die Tasche gegriffen. 1,6 Millionen Mark erhält die EBM für den Kauf von zwei Diesel-Loks, die insgesamt über vier Millionen Mark kosten. Axel Sattler, Vertreter des Ministerium, bringt es auf den Punkt: "Dies ist landesweit die erste Förderung für ein solches Projekt und zeigt unser Interesse daran, den Güterverkehr auf der Schiene zu erhalten und zu forcieren." Gleichzeitig gibt er für diesen "Infrastrukturgewinn für die Eifel-Region" einen Seitenhieb in Richtung DB Cargo: "Wir hätten uns da mehr Kooperation gewünscht. Im Süden des Landes nehmen sie sich nur die Filetstückchen raus und überlassen den Privaten den Rest." Das lässt Klaus Kremper von DB Cargo nicht gelten: "Die EBM übernimmt alles. Mit dem Programm Mora C, einem Sanierungskonzept der Bahn, lassen sich durch Kooperationen 60 Verkehrsstellen retten." Innerhalb von fünf Monaten seien bundesweit so schon 23 Güterverkehrsstellen unter Vertrag genommen worden. Allein in Rheinland-Pfalz sollte ihre Zahl von 123 auf 54, in Nordrhein-Westfalen von 320 auf 240 reduziert werden. 

Die EBM unterzeichnete in Gerolstein auch einen Vertrag für den Betrieb von vier Güterzentralen in Remscheid und Wuppertal. "Auch in Nordrhein-Westfalen haben wir Fördermittel für die Anschaffung von zwei weiteren Loks beantragt", sagt Petry. Durch den zusätzlichen Einsatz der Loks in Rheinland-Pfalz erhofft sich EBM-Chef Zelinski Vorteile beim Kundenfang. "So können wir rascher die Kunden beliefern. Zum Schotter-Transport in Birresborn wäre sogar eine zweite Einsatzschicht möglich." Zudem sei die EBM günstiger als die Bahn-Tochter, sagt er. Der Grund: "Wir haben weniger Verwaltungskosten, und wir werden die Abstellgleise nicht mieten, sondern pachten und selbst unterhalten." Zelinski will sechs neue Arbeitnehmer einstellen. Eine Übernahme von der DB Cargo sei aber schwierig. Manfred Pietschmann, Pressesprecher der Bahn, beruhigt: "Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben." 

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 13.11.2001 


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Eifelquerbahn: Güterverkehr rollt weiter 

GEROLSTEIN. Am heutigen Montagmittag soll in der Brunnenstadt ein Kooperationsvertrag zwischen der Eisenbahn Verkehrsgesellschaft im Bergisch Märkischen Raum (EBM) und der Deutsche Bahn Cargo AG unterzeichnet werden, mit dem der Schienengüterverkehr auf der Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch und zwischen der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und Bitburg gesichert werden soll. 

Damit die EBM die erforderlichen Anfangsinvestitionen stemmen kann, stellt das Land Rheinland-Pfalz eine Starthilfe von 1,6 Millionen Mark zur Verfügung. Das teilte Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage in Mainz mit. Nachdem die DB Cargo im Frühjahr 2001 angekündigt hatte, ihre Güterverkehrsstellen in der Fläche zu verringern, habe sich das Land darum bemüht, nicht-bundeseigene Eisenbahnen für eine Weiterführung der Güterverkehrs zu gewinnen. Das Projekt für den Eifelraum habe sich als bisher einziges wirtschaftlich tragfähiges Vorhaben erwiesen. 

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 12.11.2001 


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Neue Züge erschweren den Einstieg 
Wenn der Bahnsteig zur Falle wird

Von JENS O. KRISCHKER 

Bonn - "Geschafft", freut sich Else Sietkowski und schnauft. Die 72-Jährige hat gerade eine schwierige Aufgabe hinter sich gebracht: Sie ist in den Zug eingestiegen. In den Regionalexpress, der zwischen Koblenz und Wuppertal fährt. 

Auf dieser Strecke hat die Bahn die alten "Silberlinge" ersetzt durch moderne Züge, die den Namen ET 425 tragen. Das Problem: Von der Bahnsteigkante bis zum Einstieg klafft eine Lücke von 47 Zentimetern - für Gehbehinderte schwer zu überwinden, für Rollstuhlfahrer gar nicht. 

"Als ich das erste Mal in einen dieser neuen Züge einsteigen wollte, bin ich fast aufs Gleis gefallen", schimpft Sietkowski. "Aber selbst jetzt, wo ich weiß, was mich erwartet, habe ich Schwierigkeiten, in den Zug zu kommen. Ich kann mich doch nicht mehr so gut bewegen", empört sich die rüstige Rentnerin. 

Ähnlich gehts Jörg Leonhardt. Der 36-jährige Student sitzt im Rollstuhl. Ein sportlicher Typ: er spielt Basketball bei den Rollis vom ASV Bonn. Trotzdem schafft er es nicht, ohne Hilfe in die neuen Züge einzusteigen, egal, ob es die ET 425 sind oder die "Talent"-Züge nach Euskirchen und Ahrbrück. 

Die Bahn hat zwar Rampen, mit denen der Einstieg möglich ist, aber Leonhardt sagt: "Ich kenne diese Rampen und habe sie schon ein paar Mal benutzt. Bis der Zug kam, vergingen manchmal über 15 Minuten. Ich saß in diesem Käfig drin und kam mir vor wie im Zoo." 

Die Bahn aber wirbt mit der behindertenfreundlichen Einrichtung der Wagen. Schließlich gibts im ET 425 vorne und hinten Hub- und Schwenklifte. Nur: Ohne Anmeldung beim Bahnpersonal läuft hier nichts - spontanes Reisen ist unmöglich. 

Manfred Pietschmann, NRW-Pressesprecher der Bahn, wiegelt ab: "Wir tun einiges. Unsere Leute auf den Bahnhöfen reißen sich den Arsch für Behinderte auf. Die müssen sich halt rechtzeitig melden, wenn sie eine Reise planen. Dann ist auch immer jemand zum Helfen da." Immerhin gibt er zu: "Wir sind nicht durchgängig behindertenfreundlich." 

Das ist milde ausgedrückt. Jeden Tag stolpern Menschen in die neuen Züge rein oder aus ihnen raus - und nicht nur Alte, Behinderte und Mütter mit Kinderwagen. Else Sietkowski nimmts mit Galgenhumor: "Vielleicht werde ich durch diese sportliche Betätigung ja etwas fitter." 

Quelle: Express vom 08.11.2001.


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Klimaanlagen sorgen für mehr Fahrkomfort 
Rhein-Wupper-Express bekommt neue Züge - Auch an Behinderte gedacht 

Bonn. (tes) Die Regional-Express-Linie 6, der Rhein-Wupper-Express, der zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Koblenz über Köln und Bonn pendelt, erhält neue Fahrzeuge. Die durchgängig aneinander gekoppelten Triebzugeinheiten lösen die in die Jahre gekommenen lokbespannten Züge des Baujahres 1960 mit den über 30 Jahre alten "Silberlingen" ab.

Durchgängige Waggons, Haltestellenanzeigen an den Waggonübergängen und an den Seitenwänden, sowie Klimaanlagen im Sommer sollen laut Deutscher Bahn bei den Reisenden für ein neues Fahrgefühl sorgen. Zudem informiert die Bahn ihre Fahrgäste über eine Lautsprecheranlage mit digitalem Sprachspeicher über den nächsten Halt, über Anschlüsse und Umsteigemöglichkeiten. Auch an Rollstuhlfahrer wurde gedacht, beidseitige Hubschwenklifte an den vorderen Einstiegen erleichtern den Zugang für die Behinderten. Das im Vergleich zu den alten Zügen großzügig bemessene WC gestattet auch ihnen die Benutzung. 

Das immer noch bestehende Problem, dass Züge bei feuchter Witterung beim Anfahren oder Bremsen ins Rutschen geraten, kann zwar auch mit den neuen Triebzügen nicht gelöst werden, jedoch sei die Sicherheit der Fahrgäste nicht beeinträchtigt, da sich die Türen erst beim Stillstand des Zuges öffnen lassen, so Wolfgang Groß, Eisenbahnbetriebsleiter der Deutschen Bahn. 

Quelle: GA-Bonn vom 07.11.2001.