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NACHRICHTEN: 10/2001



Oktober 2001 [< Nachrichten 2001]

25.10.2001 Euskirchen: Rangierlok entgleist (PW)
23.10.2001 Bonn: ICE blockierte Bahnhofsausfahrt (GA)
23.10.2001 Verkehrsclub Deutschland: Telefonische Fahrgastberatung (VCD)
19.10.2001 EBM bedient die gesamte Eifel (NL)
18.10.2001 Bonn: Lok prallte auf Personenzug - 16 Verletzte (GA)
16.10.2001 Bitburg: Schienenanbindung Flugplatz? (TV)
16.10.2001 Eifeler unterwegs oder: die Axt im Walde (KST)
15.10.2001 DB AG: Fotografiererlaubnis (NL)
15.10.2001 Neues von Nobbi (NL)
27.09.2001 Kuchenheim: 1. Euskirchener Dampf- und Transportfest (?)


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Rangierlok in Euskirchen entgleist

Heute morgen gegen 6.00 Uhr ist in Euskirchen in Höhe des Anschlusses der Zuckerfabrik bei Rangierarbeiten die Lok 294 203-5 entgleist. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden.

Das Unfallgleis ist die Fortsetzung des Gleises über den Ablaufberg und besass am Ende einen Prellbock, den die Lok überfuhr. Es führte früher noch weiter auf das Gelände der Zuckerfarbrik, hier (auf dem heute nicht mehr vorhandenen Abschnitt) soll vor ungefähr 6 oder 7 Jahren schon einmal eine Lok entgleist sein.

Um 14.00 Uhr war man noch mit der Einrichtung eines 500t-Krans beschäftigt, kurz nach 16.00 Uhr wurde die Lok dann angehoben und über das benachbarte Gleis des Anschlusses der Zuckerfabrik gehoben. Der Hilfszug - bestehend aus 294 175-5 und einem Einheitshilfsgerätewagen - wurde dann vom Unfallgleis in den Anschluss neben die Lok umgesetzt. Danach wurde mit Schweissarbeiten an der Unterseite der Lok begonnen...
 
 
Schwebebahn: Am Nachmittag wird die Lok angehoben... ...und über eins der Gleise im Anschluss der Zuckerfabrik gehoben.

Peter Weber


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ICE blockierte Bahnhofsausfahrt 

Zugreisende mussten erneut warten - Fernreisezüge über Beuel umgeleitet

Bonn. (dab) Ein leerer ICE nach Berlin blieb liegen, und schon ging im
Bonner Hauptbahnhof nichts mehr. Wie die Bahn dem GA am Dienstag bestätigte,
wurden Reisende am späten Sonntagabend eineinhalb Stunden im Regionalexpress
Köln-Koblenz festgehalten. Bahnsprecher Manfred Ziegerath: "Das Problem war,
dass der Regionalexpress eingeklemmt war.

Wegen eines Schnellzuges hinter ihm konnte er auch nicht rückwärts fahren.
Die Sache ist ärgerlich, vor allem, weil sie in der Bahnhofsausfahrt
passierte." Der ICE war laut Ziegerath wegen eines Defekts der
Federspeichenbremse liegengeblieben. Zunächst habe es eine Zeit gedauert,
bis Techniker den Fehler gefunden hätten. Um die festgefahrene Bremse zu
lösen, hätte an allen 16 Radsätzen gearbeitet werden müssen.

Als Folge des Defekts mussten drei Fernreisezüge über Beuel umgeleitet
werden. In der vergangenen Woche hatte es nach einem Zugunglück in der
Südstadt erhebliche Verspätungen gegeben. Reisende wurden über den Grund
nicht informiert und bis zu zwei Stunden in einem Zug festgehalten.

Quelle: GA Bonn vom 23.10.2001.


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Pressemitteilung des VCD

Telefonische Fahrgastberatung für Reisen in und ausserhalb Hessens

Sie möchten an einem Sonntag von Butzbach nach Worms zu einer bestimmten Uhrzeit fahren und stehen vor dem Problem, dass der Fahrkartenschalter geschlossen ist und Sie die Telefonnummer der Fahrplanauskunft nicht zur Hand haben.

Dies ist alles kein Problem für die kostenlose telefonische Fahrgastberatung vom umweltorientierten Verkehrsclub Deutschland (VCD). In der Zeit von ca. 9.00 - 19.00 (ab 17.00 Uhr persönlich, ansonsten AB) können unter der Friedberger Rufnummer 06031-61464 Fahrplanauskünfte für den Fern- und Nahverkehr in- und ausserhalb Hessens erhalten werden.

Udo Messer, VCD-Mitglied aus Friedberg, der diese Fahrgastberatung ehrenamtlich durchführt, hat dabei nicht nur Zugriff auf die aktuellen Kurs- bzw. Fahrplanbücher der Deutschen Bahn, sondern ist auch per Computer dazu in der Lage, Fahrplaninformationen über den Nahverkehr aus vielen anderen deutschen Städten und Regionen abzurufen. Auf diese erhält der interessierte Fahrgast in vielen Fällen die Möglichkeit, seine Reise durch die deutschen Lande schon im Vorfeld "von Haustür zu Haustür" zu planen.

Mit dem Angebot der Fahrgastbetreuung versucht der VCD selbst im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und damit zu einer Verlagerung des Verkehrs vom eigenen PKW hin zu den umwelt- und sozialvertäglichen Verkehrsmitteln des "Umweltverbundes" (Bus, Bahn und Rad) zu leisten.

Verantwortlich:
VCD-KV Wetterau e.V.
Postfach 10 11 46
61151 Friedberg

Udo Messer


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In der Zeitschrift Eisenbahn-Kurier 11/2001 ist über den Güterverkehr in der Eifel folgendes zu lesen:

EBM bedient die gesamte Eifel

(rh) Die Eisenbahnverkehrsgesellschaft im bergisch-märkischen Raum (EBM) führt ab 1. Januar 2001 den Güterverkehr in der gesamten Eifel durch. Dann starten an jedem Werktagmorgen in Gremberg zwei Güterzüge nach Euskirchen, wobei der erste mit V100 in Doppeltraktion bespannt wird. In Euskirchen erfolgt die Aufteilung der Wagen. Eine Lok bedient Euskirchen und Umgebung, z.B. Zülpich. Der zweite Zug fährt weiter über Mechernich und Gerolstein bis Bitburg, wobei die Unterwegsbahnhöfe und Zweigstrecken bedient werden. Nachmittags erfolgt die Rückfahrt beider Züge nach Gremberg.
 

Sonderzug der Eisenbahnfreunde Jünkerath

Am Sonntag, den 14.10.2001 fand, wie schon bekannt, in Jünkerath ein verkaufsoffener Sonntag statt, wobei zwischen Gerolstein - Jünkerath - Blankenheim (Wald) ein Sonderzug des Eifelbahn e.V., VT95 mit Beiwagen, eingesetzt wurde. Nach eigenen Beobachtungen war dieses Sonderzugpaar sehr gut besetzt. Also mal wieder ein Beweis dafür, wenn der Preis und das Angebot stimmt, wird dieses auch von den Fahrgästen angenommen.

Norbert (19.10.2001)


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Lok prallt auf Personenzug: 16 Verletzte

Regionalexpress 11 148 blieb zwei Mal in Bonn liegen - Fahrgäste verärgert:
Zwei Stunden ohne Information im Zug festgehalten

Von Dagmar Blesel

Bonn. Bei einem Zugunglück kurz hinter dem Bonner Hauptbahnhof sind am Donnerstag 16 Menschen leicht verletzt worden. Eine Diesellokomotive war in Höhe Kaiserstraße/Königstraße um 15.45 Uhr auf den Regionalexpress 11 148 (Emmerich-Koblenz) gefahren.

Der Personenzug, so berichtete Karl-Heinz Schorn von der Deutschen Bahn AG am Unfallort, war wegen eines Schadens zwei Mal liegen geblieben und hätte von einer sogenannten Hilfslok in den Hauptbahnhof zurückgezogen werden sollen. Als die Lok jedoch ankuppeln wollte, sei der Regionalexpress aus noch unbekannter Ursache zurückgerollt und auf die Lok geprallt.

Die bei der Kollision verletzten 16 Fahrgäste trugen nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Heinz Erken Schürfwunden und Prellungen davon. Ein kleiner Junge habe sich das Nasenbein gebrochen. Die Besatzungen von sechs Rettungswagen sowie zwei Notärzte kümmerten sich um die zwölf Verletzten; vier hätten sich selbstständig in Krankenhäuser begeben, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Der Regionalexpress war ein paar Minuten nach 14 Uhr mit etwas Verspätung aus dem Hauptbahnhof Richtung Süden gerollt. Ursula Worms aus Remagen: "Schon da ruckelte es", aber sie habe sich natürlich nichts dabei gedacht. Weit kam der Zug nicht. Gegen 14.15 Uhr sei er am Bonn-Center liegen geblieben, habe dort länger gestanden und sei dann unter lautem Pfeifen ganz langsam rückwärts gerollt.

"Und dann gab's einen Knall. Gott sei Dank fuhr der Zug sehr langsam, mit Schrittgeschwindigkeit", sagte Ursula Worms. Sie selbst habe gesessen, ihr sei nichts passiert, "vielleicht eine Prellung, mehr nicht". Nach dem Zusammenstoß habe sie nach verletzten Mitreisenden geschaut. Die Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen und hätten die Verletzten aus dem Zug geholt.

Sie und andere hätte man allerdings gut zwei Stunden im Zug festgehalten. "Das Schlimmste war, dass uns niemand gesagt hat, was los ist", sagte die Frau aus Remagen, und weitere Mitreisenden pflichteten ihr bei. "Ich wollte aussteigen, schließlich war die Straße doch nur ein paar Meter weg, doch die Bahnmitarbeiter drohten mir mit einem Knöllchen", berichtete ein junger Mann.

Aussteigen auf freier Strecke sei schließlich verboten. Als sie endlich den Zug verlassen durften, mussten die Fahrgäste noch minutenlang auf der Straße warten, ehe ein Bus sie weiter transportierte. 

Während Schorn sich in Erklärungen für das lange Festhalten im Zug versuchte - "Wir sind bemüht, die Informationen so schnell es möglich ist, an die Reisenden weiterzugeben, doch es geht nicht immer so schnell, wie sich Reisende das wünschen" -, redete Bahnsprecher Manfred Ziegerath Klartext.

"Dass es keine Informationen gab, war nicht in Ordnung. Die Zugbegleiter sind angewiesen, die Reisenden zu verständigen und ihnen auch den wahren Grund der Störung zu nennen. Wir bekommen das nicht in den Griff, werden aber daran weiter arbeiten. Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei den Reisenden."

Die Strecke Richtung Bonn war bis 17.20 Uhr, die Richtung Koblenz bis 17.50 Uhr gesperrt. Der Fernverkehr wurde nach Angaben Schorns über die rechte Rheinseite umgeleitet; die Regionalzüge fuhren bis Hauptbahnhof beziehungsweise Bahnhof Godesberg. Dazwischen wurden Busse eingesetzt.

Warum der Regionalexpress liegen blieb und wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Schorn: "Zunächst muss der Fahrtenschreiber ausgewertet werden." In die Ermittlungen wurde das Eisenbahn-Bundesamt eingeschaltet.

Quelle: General-Anzeiger Bonn vom 18.10.2001.


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Noch fährt kein Zug nach Irgendwo

Studie befürwortet Schienenanbindung des Bitburger Flugplatzes - Hohe Kosten
mindern Aussicht auf Erfolg

Von unserem Redakteur HARALD P. JANSEN

BITBURG. Eine vom Zweckverband Flugplatz Bitburg in Auftrag gegebene
Nachfrageanalyse kommt zum Schluss, dass der Güterumschlag per Bahn eine
Chance für den Standort sein kann. Bisher fehlt es an den Voraussetzungen.
Das Projekt würde mehrere Millionen Mark kosten. 
Die Bahn kommt! Vielleicht kommt sie. Nachdem schon vor Jahren der letzte
Zug auf dem Gelände der ehemaligen amerikanischen Air-Base Bitburg
abgefertigt wurde, macht ein Gutachten Chancen für eine Renaissance des
Schienenverkehrs zwischen Stadt und Flugplatz aus. Gutachter Dr. Christoph
Zimmer empfiehlt, die Möglichkeit einer Inbetriebnahme der Schienenanbindung
offen zu halten. Nun ist der Zweckverband Flugplatz einen Schritt weiter. Er
hatte gemeinsam mit der Stadt Bitburg das Papier in Auftrag gegeben. Bisher
war nämlich überhaupt nicht bekannt, ob die Schienenanbindung noch Sinn
macht.

43 auf der Konversionsfläche beheimatete Firmen befragte Gutachter Zimmer,
und das Ergebnis stimmt Bahnfreunde zuversichtlich. 14 Firmen bekundeten
Interesse. Schon jetzt ergibt sich ein kurzfristiges Aufkommen von 18
Güterwaggons pro Woche. Dies entspricht einem kurzen Güterzug pro Tag.
Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass nach dem Bau der nötigen
Infrastruktur bis zu 50 Waggons pro Woche vom und zum Flugplatz rollen
könnten. Dies entspricht rund 200 Lkw-Ladungen pro Woche oder 10 000 Fuhren
pro Jahr. Im Grunde genommen müssten also die Mitglieder im Zweckverband
glücklich sein ob der frohen Kunde. Die Prognose eines erwarteten
Güteraufkommens sagt aber nichts über die Kosten aus, die es verursacht,
wieder Schienenverkehr bis zum Flugplatz laufen zu lassen. Auch die Stadt
als Besitzerin der Strecke müsste Millionen investieren Zudem ergeben sich
Probleme bei der Entwicklung neuer Gewerbeflächen. Auf der Trasse zum
Flugplatz liegen zwar Schienen. Das ist aber fast alles, was der
Schienenstrang gemein hat mit einer normalen Strecke. Dichtes Gestrüpp hat
den Bahnkörper überwuchert. Die Bohlen modern vor sich hin, die Gleise
rosten.

Diese Schienen sind es aber, die den Bitburger Planern Kopfschmerzen
bereiten. Die Linie zum Flugplatz zerschneidet nämlich ein neues
Merlick-Gewerbegebiet. Und weil das Gesetz (Eisenbahnkreuzungsgesetz,
Paragraph2, Satz3, Absatz1, EKrG) es so will, dürfen Straßen nicht einfach
so die Strecke kreuzen. Nur in Ausnahmefällen kommt der Straßenplaner daran
vorbei, den Schienenweg mittels Brücke oder Unterführung zu überwinden. Das
hieße im Fall Merlick: Zwei Brücken über eine Strecke, auf der vorerst
niemand fährt. Trotzdem steht Bitburgs Bürgermeister Joachim Streit der
Anbindung des Flugplatzes an das Schienennetz positiv gegenüber: "Das
Gutachten hat gezeigt, dass es Entwicklungsperspektiven gibt."
Schienenverkehr um jeden Preis dürfe es aber nicht geben. "Das Angebot muss
auch finanziell vertretbar sein". Soll heißen: Millionen-Investitionen,
damit jeden Tag eine Lok mit drei Wagen fährt, sind Unsinn. Denn völlig
ungeklärt ist, wer für das Aufmöbeln der Gleise zwischen Bahnhof und
Flugplatz zahlt. Im Hunsrück hilft das Land mit einem dreistelligen
Millionenbetrag der Bahn wieder auf sie Sprünge. Dort lässt sich die
Eisenbahn den Schienenweg in Ordnung bringen, den sie selbst stilllegte.
Ähnliches gilt in Bitburg. Auch hier hat die Bahn kein Interesse daran, eine
Strecke von Erdorf bis Bitburg-Bahnhof oder gar bis zum Flugplatz in Schuss
zu halten. Nur werden die Zuwendungen des Landes im Fall Bitburg geringer
ausfallen. Schließlich liegt das Prestigeobjekt der Mainzer im Hunsrück und
nicht im Gutland.

Die Stadt plant derweil in Sachen Eisenbahn erst einmal im Bereich um den
Bahnhof herum und hat damit ihre liebe Müh und Not. Grund: Niemand im
rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium scheint in der Lage zu sein,
eine Entscheidung darüber zu treffen, ob im Bereich Güterstraße ein
Bahnübergang gebaut werden darf. Dies ist nur unter der Voraussetzung
möglich, dass die Strecke nicht mehr im Besitz der Deutschen Bahn ist. Denn
dann kann eine Ausnahme vom Verbot eines Bahnüberganges gemacht werden (
EKrG, Paragraph2, Satz3, Absatz2). Der Verkauf der Strecke von Erdorf bis
Bahnhof Bitburg ist inzwischen so gut wie in trockenen Tüchern. Trotzdem ist
im Rathaus weiter Geduld angesagt, da sich Mainz mehr als schwer tut, den
Bitburgern Planungssicherheit zu geben. Die brauchen die Bierstädter aber,
da sie den Bereich des Bitburger Bahnhofs komplett überplanen wollen. Die
Brücke über die Saarstraße - wo immer die Lkw festhängen - wird abgerissen,
die Schienen bis zur Kreuzung Südring/Saarstraße werden als Rangiergleis
dienen. Die Nebengleise und Weichen im Bereich des Bahnhofs verschwinden.
Vorgestellt wird die Analyse zur Eisenbahnanbindung bei der Sitzung der
Verbandsversammlung des Zweckverbands Flugplatz Bitburg, heute, 9 Uhr,
Sitzungssaal der Kreisverwaltung in Bitburg, Trierer Straße.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 16.10.2001.


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Eifeler unterwegs oder: die Axt im Walde

Die Ratschläge der Deutschen Bahn sind gut gemeint, aber nicht immer
praktikabel: "Wir wünschen Ihnen eine gute Reise. Denken Sie auch bitte an
den Abschluss Ihres persönlichen Reiseschutzes." Wie soll man sich aber
"schützen", wenn eine dreiköpfige Delegation aus Mechernich unter Führung
des gewichtigen Ortsvorstehers Peter Kronenberg im Speisewagen eines
Intercity-Zuges ihren Auftritt hat? Dem sind offensichtlich auch prominente
Zeitgenossen schutzlos ausgeliefert. 
Kronenberg und seine zwei Begleiter hatten sich vier Tage lang auf dem
Münchner Oktoberfest köstlich amüsiert. Auf der Heimreise im Intercity
München-Dortmund sollte nun ein zünftiger Skat gedroschen werden. Kronenberg
und einer seiner Mitausflügler, ein 50-jähriger Schichtarbeiter bei der
Degussa, hielten also Ausschau nach einem freien Tisch im Speisewagen.
Ein freundlicher Herr bot dem Duo auch an, in seiner Gesellschaft Platz zu
nehmen. Was der Mann bereuen sollte. Nicht etwa, weil Kronenberg und sein
Kumpel ihr Vis-á-vis sofort mit dem vertraulichen "Du" ansprachen. Diese
Eifel-typische Leutseligkeit verkraftete der Herr gesetzteren Alters noch,
ohne mit der Wimper zu zucken.
Mit der Contenance war es aber vorbei, als der 50-jährige aus Mechernich ein
Foto von Nadja Abdel Farrag in einer zufälligerweise auf dem Tisch
herumliegenden Abendzeitung kommentierte: "Was ist das denn für eine
Trulla?" Mit dieser uncharmanten Bemerkung über die 36-jährige Schönheit und
Ex-Freundin von Pop-Star Dieter Bohlen dürfte der Mechernicher nicht nur
beim Gros der Männerwelt auf völliges Unverständnis stoßen. Den
distinguierten Herrn traf diese eigenwillige Form der Bildbetrachtung sogar
wie ein Keulenhieb: "Das ist aber doch meine Naddel!"
Ausgerechnet mit dem bekanntesten Schlagerkomponisten Deutschlands, mit
Ralph Siegel, saß das Eifel-Duo an einem Tisch. Und dass dem diese
Verunglimpfung Naddels gewaltig gegen den Strich ging, ist für alle frisch
Verliebten nur zu verständlich. Schließlich hatten der 56-jährige Komponist
und seine Naddel schon das zarte Pflänzchen ihrer jungen Liebe vor laufenden
Kameras zur Schau gestellt. Und nun das - seine Geliebte "eine Trulla". 
"Wir haben Siegel nicht erkannt", fand Kronenberg entschuldigende Worte für
den verbalen Ausrutscher seines Kompagnons. Um dann aber quasi noch einen
draufzusetzen: "Die ist doch viel jünger als Du. Bist Du dem denn
gewachsen?", fragte der Mechernicher Ortsvorsteher und CDU-Stadtrat
(Jahrgang 1947) seinen neuen Duz-Freund unverblümt.
Was Siegel darauf antwortete, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass
Kronenberg doch noch die Kurve kriegte und bei dem Komponisten mit Erfolg
gut Wetter machte: Der Mechernicher Ortsvorsteher bekannte sich als
eingefleischter Fan des deutschen Schlagers und wurde dafür mit einem
Autogramm Siegels - "Für Peter, alles Liebe + Gute" - belohnt.
In Heidelberg, wo Ralph Siegel ausstieg, fand dann die angeregte
Unterhaltung ein Ende. Von dem "Ausstieg" seiner Naddel aus der kurzen
Liaison ahnte der 56-Jährige Schlager-Erfinder zu diesem Zeitpunkt noch
nichts.

Den Laufpass von ihr bekam er per SMS drei Tage nach seiner Begegnung mit
der Eifel-Delegation. Was Siegel womöglich nicht nur zu dem Selbstbekenntnis
veranlasste, jetzt als "Trottel" dazustehen. Vielleicht hat der Komponist
nun ja auch die gleiche Ansicht über Naddel wie der Mechernicher im
Speisewagen des Intercitys.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 16.10.2001.


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Fotografiererlaubnis für private Zwecke

In den geschäftlichen Mitteilungen der Deutschen Bahn Nr. 3 vom 19.1.2001 wurde folgende Regelung zur Fotografiererlaubnis für private Zwecke veröffentlicht:

Foto- und Filmaufnahmen für private Zwecke sind in allen "dem allgemeinen Verkehrsgebrauch dienenden Anlagen" (der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen) ohne Genehmigung/Legitimation gestattet. Die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer darf durch die Aufnahmen nicht gefährdet werden. Der Einsatz von Scheinwerfern und Blitzanlagen ist nicht erlaubt.

Aufnahmen von Hobbyfotografen für private Zwecke sind auch dann ohne besondere Genehmigung/Legitimation gestattet, wenn diese Fotos (nicht berufsmäßig) Eisenbahnfach- und Hobbyzeitschriften gegen das von den Verlagen üblicherweise gezahlten Honorar zur Veröffentlichung in diesen Magazinen (nicht zu Werbezwecken) zur Verfügung gestellt werden. Diese Regelung gilt auch für Foto- und Filmaufnahmen von Hobbyfotografen und -filmern, die sie nicht kommerziell auf eigener Homepage ins Internet einstellen.

Die DB AG kann Hobbyfotografen und -filmern auch Aufnahmen im Bereich von Bahnanlagen gestatten, die nicht dem "allgemeinen Verkehrsgebrauch" dienen (Bereiche, die der allgemeinen Öffentlichkeit nicht zugänglich sind). Die mündliche bzw. schriftliche Genehmigung dazu kann der örtlich zuständige Leiter der betreffenden Bahnanlagen unter Beachtung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen erteilen, sofern durch die Aufnahmen die betrieblichen Abläufe nicht behindert werden und sofern nicht andere Gründe dem entgegenstehen.

Die Erteilung der Genehmigung erfolgt zeitbegrenzt und für einen definierten Bereich. Ein zusätzlicher Personal- und Sachaufwand darf der DB AG durch die Aufnahmen nicht entstehen. Sollte die betriebliche Situation allerdings einen zusätzlichen Aufwand ohne Beeinträchtigung des Betriebsablaufes erlauben, müssen die Kosten dafür in jedem Fall vom Fotografen/Filmer getragen werden. 

Fotografiererlaubnis für kommerzielle Zwecke

Für kommerzielle Zwecke (Bildagenturen, Werbung) wird in vielen Fällen eine Lizenzgebühr verlangt. So ist der ICE nach dem Geschmacksmusterrecht geschützt. Die gewerbliche Benutzung wird dann nur nach vorheriger Genehmigung durch die Bahn AG ermöglicht. Nähere Auskünfte gibt die DB AG,
Abt. GKW 2,Tel. 069/26540179.

Norbert


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Neues von Nobbi

Kleine Berichtigung zu der BR 225: Tatsächlich laufen Loks dieser Baureihe nicht nur in verkehrsroter Farbgebung, sondern auch in ozeanblau/beiger (225 027) und orientroter Farbgebung zwischen Köln und Euskirchen. 
 
225 027-2 brachte am 25.09.2001 zusammen mit 212 057-4 und 212 328-9 ... ... einen Militärzug nach Höddelbusch.
Abgeholt wurden die Panzer wieder am 04.10. von 225 025-6 (orientrot) ... ... und 225 015-7 (verkehrsrot). 
Alle Fotos: Peter Weber.

 

Die TEE-farbene 218 217-8 ist immer noch in der Eifel vor RE´s zwischen Köln und Trier unterwegs.
 
218 217 mit RE von Trier nach Köln bei Euenheim. - Viele Eisenbahnfreunde reisen von weit her in die Eifel, um die Lok abzulichten. Wegen Gleisbauarbeiten startete am 30.09. dieser von 218 217 geschobene Zug in Nettersheim,  aufgenommen im Schmidtheimer Berg.
218 217 (DB Regio AG Regensburg) mit RE von Köln nach Trier bei Euenheim. 
Alle Fotos: Peter Weber.

Im Bereich Odendorf wird nun schon wieder am Oberbau gearbeitet.
 

Zwischen den Bahnhöfen Urft und Nettersheim wurde vor einiger Zeit das schon lange unbesetzte Gebäude (Stellen von Weiche und Signalen) des Blocks "Gronrechtsmühle" abgerissen. Nun erinnert nur noch der zweigleisige Bahndamm an die Zeit von Zugkreuzungen mitten im Wald.
 
Im Mai 1998 schon eine Ruine: Das Gebäude des Blocks Gronrechtmühle.

Norbert


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Erstes "Euskirchener Dampf- und Transportfest"
Lok kommt mit dem Tieflader

Von Norbert Katemann

Kuchenheim. "Alles, was dampft oder auf Rädern rollt", erwartet die
Besucher, die am Sonntag, 7.Oktober, den Weg nach Kuchenheim ins Rheinische
Industriemuseum finden. Dort findet von 11 bis 18 Uhr das erste "Euskirchener Dampf-
und Transportfest" statt. Museumsleiter Detlef Stender und sein
Stellvertreter Dr.Markus Krause, der die Organisation dieser Veranstaltung
übernommen hatte, sind davon überzeugt, mit diesem Fest, das - wenn möglich
- im jährlichen Rhythmus durchgeführt werden soll, den Geschmack vieler Fans
zu treffen. 

Und sie hoffen, damit auch überregional Beachtung zu finden. Das Programm
jedenfalls, das die beiden jetzt in einer Pressekonferenz vorstellten, lässt
mehr als hoffen, dass das Dampf- und Transportfest zu einer ähnlichen
Institution wird wie der alljährliche Kuchenheimer Wollmarkt. 

Dampfmaschine ist frisch restauriert 

Die Attraktionen rund um die Themen Dampf und historischer Transport an
diesem Sonntag sind vielfältig. Für die ganze Familie ist etwas dabei. So
zeigt beispielsweise die frisch und aufwendig restaurierte, heute mit
Druckluft betriebene Dampfmaschine - das "Herz" der Museumsfabrik , wie bis
1961 sämtliche Maschinen des Tuchfabrik Müller in Bewegung gesetzt wurden. 

Im Außenbereich des Museums vermitteln eine Schmalspurlokomotive der
Selfkantbahn bei Heinsberg, die extra mit einem Tieflader nach Kuchenheim
gebracht wird, und eine historische Lokomobile - gewissermaßen eine
Dampfmaschine auf Rädern - echte Dampfatmosphäre. Zwei Dampftraktoren im
Maßstab 1:2 und eine Dampf-Modellbahn laden zur Mitfahrt ein. Und in der
Wechselausstellungshalle demonstrieren Modellbauer ihre kleinen
Dampf-Kunstwerke. 

Historische Fahrzeuge - vom Fahrrad über Moped und Motorroller bis hin zum
imposanten Hauben-Lkw aus den 50er Jahren - erinnern an eine vergangene
Epoche des Straßenverkehrs. Ein ganz besonderes Highlight ist sicherlich das
Ford-T-Modell mit Lieferwagenaufbau aus den 30er Jahren, das die Ford AG in
Köln zur Verfügung stellt. 

Vom Rheinischen Freilichtmuseum im Kommern ist Ochse Max mit seinem
Ackerwagen zu Besuch. Er repräsentiert ebenso wie zwei Lanz-Traktoren den
ländlichen Transport. Filme über das Dampfpflügen und zur Verkehrsgeschichte
ergänzen das Programm. Und wer Lust hat, kann stündlich mit dem historischen
Reisebus eine kleine Tour in die Umgebung des Rheinischen Industriemuseums
unternehmen. 

Transportspiel für Kinder und Jugendliche 

Doch nicht nur Erwachsene kommen auf ihre Kosten. Kinder und Jugendliche
können auf der Fabrikwiese bei einem Transportspiel ihre Schnelligkeit und
Geschicklichkeit erproben oder unter kundiger Anleitung selbst
Dampfmaschinen-Modelle zum Laufen bringen. Natürlich hoffen die
Organisatoren auch darauf, dass das Wetter mitspielt. 

Der Besuch der Veranstaltungen des "Dampf- und Transportfestes" ist übrigens
kostenlos. Die Führungen durch die Tuchfabrik Müller, die ebenfalls unter
dem besonderen Thema Dampf und Transport stehen, kosten 8 Mark für
Erwachsene, 4 Mark für Kinder und 16 Mark für Familien. 

Quelle: ?
 
 
Klein aber fein: 81 007 beförderte unzählige Kinder über das auf dem Museumsgelände ausgelegte Oval. Keine Probleme mit einer noch schmaleren Spur hatte dieser Lokführer der Selfkantbahn.
U.a. waren in Kuchenheim ein Lokomobil und diverse Dampftraktoren zu bestaunen - letztere luden auch zum Mitfahren ein.
Alle Fotos: Peter Weber.
Gruppenbild mit Dame: Im Hintergrund Lok "Regenwalde" von der Selfkantbahn - zwar nur auf einem Tieflader, dafür aber unter Dampf und mit reichlich Pfeifen und Geläute!