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NACHRICHTEN: 04/2001



April 2001 [< Nachrichten 2001]

27.04.2001 Stundentakt geplant - Taxibusse erst 2002 (PW)
23.04.2001 Chancen? Nicht vertun! (PW)
23.04.2001 Mitfahrgelegenheit! Nutzen!!! (PW)
23.04.2001 Mit der Angertalbahn zur Bergischen Kaffeetafel (RSE)
20.04.2001 Kreis Euskirchen: 2 Millionen Mark für neue Fahrzeuge (KRU)
08.04.2001 Brühl: Zugunglück: Anklage gegen Lokführer (BLI)
18.04.2001 Koblenz-Lützel: DB-Museum (RZ)
18.04.2001 Euskirchen: Bahnhofsumbau (WO)
17.04.2001 Güterverkehr in der Eifel (CM)
13.04.2001 Bonn: Aus für den Güterbahnhof (GA)
12.04.2001 Chat mit Verkehrsminister Kurt Bodewig (PD)
05.04.2001 Eifelquerbahn, Fahrkartenschalter u.a. (TV)
03.04.2001 DB Museum - Standort Koblenz (DB)
03.04.2001 VRS fordert von der Bahn Gelder zurück (KRU)


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Stundentakt geplant - Taxibusse erst 2002

Kreis Euskirchen. Dem Anrufsammeltaxi (AST) soll schon bald der Taxibus folgen, der vornehmlich auf den Linien eingesetzt werden soll, die stark frequentiert werden. Im Blick haben die in der Kreisverkehrsgesellschaft organisierten Städte und Gemeinden eine Verbesserung des bisherigen Angebots. 

Sobald die entsprechenden Anrufe (wie beim Anrufsammeltaxi) in einer Dispositionszentrale eingehen, soll die jeweilige Buslinie im Stundentakt bedient werden. Die Einhaltung eines solchen Bedienungstaktes wurde bisher im ländlichen Raum als utopisch angesehen. Wohlgemerkt, der Bus kommt nicht unmittelbar nach dem Anruf, sondern der Anrufer kann ihn zur nächsten ausgedruckten Abfahrtzeit an "seiner" Haltestelle erwarten. 

Die auf Sparsamkeit bedachten Bürgermeister gaben zunächst als Maxime aus, dass die neue Bedienungsform nicht teurer werden dürfe als der bisherige (lückenhafte) Linienverkehr.

In der ersten Vorkalkulation wurde dann doch eine Mehrausgabe von 723 000 Mark für die einzurichtende Mobilitätszentrale, die Nachfragen in Fahraufträge umwandelt, hingenommen. Inzwischen ist eine neue Berechnung fällig, weil sich auch die Kosten des aktuellen Linienverkehrs in 2002 erhöhen werden. 

Ende Mai will sich der Beirat der Kreisverkehrsgesellschaft erneut über einen Umlageschlüssel unterhalten. Das wird nicht einfach, weil beim Taxibus wie beim AST nur Kosten entstehen, sobald eine Fahrt ausgeführt wird. 

Im Hinblick auf die unsichere Entwicklung der Nachfrage wird eine schrittweise Einführung überlegt, damit später nicht die Angebote zurückgenommen werden müssen, die zu wenig oder gar nicht in Anspruch genommen werden. 

Quelle: Kölnische Rundschau vom 27.04.2001 (Internet).


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Chancen? Nicht vertun!

Geht es aufwärts mit den Bahnen der Eifel? Die DKB schreibt schon seit längerem an einer Erfolgsstory (Düren - Heimbach, Düren - Jülich), für die Strecken Kall - Hellenthal und Euskirchen - Düren scheint Hoffnung zu bestehen. Zwischen Mayen West und Kaisersesch "läuft" es wieder, die Reststrecke der Eifelquerbahn bis Gerolstein wird ab Pfingstsamstag im Zweistundentakt - an Wochenenden und Feiertagen - bedient. Nach Losheim rollen wieder Güterzüge. Auch die Stadt Bitburg scheint zu ihrem Bahnanschluss zu stehen.

Doch was ist mit der Strecke Gerolstein - Prüm - Pronsfeld? 

Ihr Prümer: Seid ihr wirklich so auto(bahn)geil, dass ihr den letzen Rest (eines einst grenzüberschreitenden Eisenbahnnetzes) einem Radweg opfern wollt? Radeln könnt ihr auch woanders! 

Kämpft für die Erhaltung des Bahnanschlusses einer ehem. Kreisstadt!!!

Peter Weber


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Mitfahrgelegenheit!

Es tut sich was! 

Im Mai startet die Vennbahn ihre Dampflokfahrten. Am 5.5. geht es von Eupen nach Trois.Ponts und am 6.5. von Eupen nach Bütgenbach.

Ebenfalls im Mai beginnt die RSE mit zwei interessanten Fahrten: Am 13.5. geht es zur Sprengung des "Kaiserbaus" in Troisdorf (geänderte frühere Abfahrtszeit - ca. 6.45 ab Bonn-Beule - beachten!), am 24.5. (Christi Himmelfahrt) geht es mit der Angertalbahn zur Bergischen Kaffeetafel nach Wülfrath ins Niederbergische Museum.

Am 2.6. (Pfingstsamstag) startet der Wochenendverkehr auf der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch, durchgeführt von Eifelbahn e.V. und EBM. Bis zum 28. Oktober können Sie an allen Wochenenden (Sa+So) und Feiertagen dabei sein! Wenn Anwohner und Touristen mitspielen vielleicht die Vorstufe zu einer Reaktivierung.

Äusserst interessant ist auch das Angebot des Hochwaldbahn e.V. -  die DeuLux-Bahn, die an 5 Terminen in diesem Jahr zwischen Wasserbillig (Lux) und Bitburg (!) (Deu) verkehrt und sicher nicht nur Rad- und Wanderfreunde ansprechen wird. Die Eröffnungsfahrt findet am 4.6. (Pfingstmontag) statt.

Ein tolles Angebot sind ferner auch die Dampfsonderfahrten zum "Mühlen-Spektakel" in Birgel (erster von insgesamt drei Terminen ist Fronleichnam 14.6.), veranstaltet von der AKE Eisenbahntouristik - Jörg Petry, dessen aktuelles Tagesfahrten-Programm inzwischen vorliegt.

Als Highlight des Jahres sollten sich alle Eisenbahnfreunde das diesjährige Dampfloktreffen und Sprudelfest in Gerolstein am 25./26.8. merken, veranstaltet vom Eifelbahn e.V.

Die hier genannten Termine stehen nur stellvertretend für das, was von den diversen Veranstaltern geboten wird. Alle mir bekannten Fahrten finden Sie unter TERMINE, um Ergänzungen (und Korrekturen, falls erforderlich) wird gebeten!

Das Gebotene hat nur Erfolg, wenn auch mitgefahren wird. An die sogen. "Autobegleiter" (die oft von weit her und zum Teil aus dem Ausland kommen) daher meine Bitte: das eine Mal fotografieren -  das andere Mal aber auch Mitfahren! Denn nur dann gibt es auch im nächsten Jahr

eine Mitfahrgelegenheit!

Peter Weber


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RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstr. 152, D-53229 Bonn
Tel.: 0228 / 430521, Fax: 0228 / 432413
www.rhein-sieg-eisenbahn.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte nehmen Sie folgende Sonderfahrt in Ihren Terminkalender auf:

Das Niederbergische Museum "On Tour"
Mit der Angertalbahn zur Bergischen Kaffeetafel

Sonderfahrt mit MAN-Triebwagen der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH von 
Köln Hbf über Düsseldorf Hbf nach Wülfrath durch das Angertal im Rahmen der 
Bergischen Museumswochen

Donnerstag, 24. Mai 2001 (Himmelfahrt),  9.30 Uhr ab Köln Hbf, 10.00 Uhr ab Düsseldorf Hbf

Fahrpreise:

Erwachsene und Jugendliche: 30,00 DM
Kinder 5 - 12 Jahre:        15,00 DM
Kinder 0 - 4 Jahre:         frei
(Alle Preise inklusive Bergischer Kaffeetafel im Niederbergischen Museum)

Tickets sind aufgrund der begrenzten Plätze (120) vorher zu erwerben, 
Telefon: 0 20 58 / 92 58 80

Die Angertalbahn wurde 1903 hauptsächlich für den Transport der Kalksteine und 
Kalkprodukte der Rheinisch-Westfälischen Kalksteinwerke Wülfrath nach Ratingen 
West und weiter nach Duisburg gebaut. Nur für kurze Zeit auch für den 
Personenverkehr freigegeben, ist sie bis heute eine reine Güterstrecke, die 
durch das landschaftlich reizvolle Angertal führt. An diesem Tag veranstalten 
das Niederbergische Museum und die RSE eine Sonderfahrt mit zwei historischen 
MAN-Triebwagen der Baujahre 1956-1960. Aber nicht nur Eisenbahnfreunde kommen 
auf ihre Kosten. 

In Wülfrath wartet im Niederbergischen Museum eine "Original Bergische 
Kaffeetafel mit allem Dröm und Dran" auf die Besucher und Besucherinnen. Neben 
den traditionellen Bergischen Waffeln, dem Rosinenstuten mit Milchreis, Honig, 
Zimt und Zucker darf dabei natürlich auch die "Dröppelmina", die zinnerne 
Bergische Kaffeekanne, nicht fehlen. Nach der Schlemmerei besteht die 
Möglichkeit eines Rundgangs durch die Ausstellung und eines Besuches in der 
historischen Altstadt, bevor sich der Zug um 14.00 Uhr wieder auf den Weg nach 
Düsseldorf und Köln macht. 

Aufgrund der begrenzten Plätze (120!) sind die Tickets vorher zu erwerben! 
Der Vorverkauf beginnt am 25.4.2001.
Karten und nähere Informationen unter Telefon 0 20 58 / 92 58 80. 

Bitte geben Sie den Abfahrtsbahnhof bei Ihrer verbindlichen Anmeldung an.
 

Unsere Sonderfahrt zur Sprengung des "Kaiserbaus" in Troisdorf am 13.05.2001 
startet in Bonn-Beuel bereits um ca. 6.45 Uhr. In der urspünglichen Termin-
ankündigung steht 10.00 Uhr als Abfahrtszeit. Die ursprünglich geplante 
Zubringerfahrt von Köln nach Troisdorf findet nicht statt. Bitte ändern Sie 
dies. 

Danke für Ihre Mühe. 

Freundliche Grüße
RSE GmbH

Rainer Bohnet


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Land NRW fördert Öffentlichen Nahverkehr
Zwei Millionen Mark für neue Fahrzeuge

Kreis Euskirchen. Genau 997 585,31 Mark sind es, die der Kreis Euskirchen vom Land Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr für die Beschaffung neuer Nahverkehrs-Fahrzeuge bekommt. Die Stadt Euskirchen erhält 1 133 695 Mark für denselben Zweck. Damit sollen Kapazität, Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und der Komfort für  die Fahrgäste in Bussen und Bahnen weiter verbessert werden.

Landesweit hat das NRW-Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand,  Energie und Verkehr unter Minister Ernst Schwanhold für dieses  Programm insgesamt 326 Millionen Mark bereit gestellt. Das Geld geht an die Kreise und kreisfreien Städte als Aufgabenträger  des Öffentlichen Nahverkehrs. Die Anschaffungskosten der Verkehrsbetriebe werden in der Regel mit 40 Prozent bei Bussen und 50 Prozent bei Stadt- und Straßenbahnen aus Landesmitteln bezuschusst.

Darüber hinaus können mit dem Geld auch bauliche Verbesserungen zum Beispiel an Haltestellen finanziert werden und Busse und Bahnen mit kundenfreundlichen Einrichtungen nachgerüstet werden. Die Fördermittel hat das Land an die Bezirksregierungen freigegeben, die in den nächsten Tagen entsprechende Bewilligungen an die Aufgabenträger aussprechen werden. Die Mittel werden nach einem Schlüssel verteilt, der sich nach dem jeweils gefahrenen Bus- und Bahnangebot richtet.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 20.04.2001 (Internet).


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Zugunglück Brühl: Anklage gegen Weilerswister Lokführer
Auch Strafverfahren gegen drei weitere Bahnmitarbeiter anhängig

Brühl / Weilerswist (huz). Vor mehr als einem Jahr entgleiste im Bereich des Bahnhofs Brühl der mit 300 Personen besetzte Schnellzug 203 von Amsterdam nach Basel. Acht Fahrgäste wurden damals tödlich verletzt, 149 Personen erlitten teilweise schwere Verletzungen. Ein Mann erlag wenige Wochen später seinen schweren Verletzungen.

In dem zur strafrechtlichen Überprüfung des Unglücks bei der Staatsanwaltschaft Köln geführten Verfahren sind die Ermittlungen jetzt abgeschlossen. Nach Auswertung der Unterlagen, Vernehmungen einer Vielzahl von Zeugen und Einholung eines Gutachtens des Eisenbahnbundesamtes ist Anklage zum Landgericht Köln erhoben worden.

Die Anklage wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung richtet sich gegen vier Persönen, und zwar gegen den heute 29jährigen Lokomotivführer, wohnhaft in Weilerswist, einen 55jährigen Bundesbahnmitarbeiter, der als Sachbearbeiter für die Bau- und Betriebsanweisung ("Betra") zuständig war, einen bei der Bundesbahn tätigen 46jährigen Bauingenieur, zu dessen Aufgaben es gehörte, die erstellten Bau- und Betriebsanweisungen zu genehmigen und einen 34jährigen Sachbearbeiter bei der Deutschen Bahn AG, der für den Eintrag im Verzeichnis der vorübergehenden Langsamfahrstellen (LA) zuständig war.

Wegen Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Köln-Koblenz im Bereich des Bahnhofs Brühl - so haben es die Ermittlungen ergeben - musste am Abend des 5. Februar 2000 für 24 Stunden ein Gleis gesperrt werden. Die Einrichtung der Baustelle und der damit verbundenen Regelungen wurden in einer "Betra" geregelt, die von dem Angeschuldigten aufgestellt bzw. geprüft und genehmigt worden war.

Den Gegebenheiten im Bahnhof Brühl entsprechend war die Einfahrt in den Bahnhof durch ein Ersatzsignal geregelt, das dem Lokomotivführer eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h anzeigte und ihn zugleich verpflichtete, diese Geschwindigkeit bis zum Erkennen des Ausfahrsignals oder dem Anhalten im Bahnhof Brühl beizubehalten. Da sich aber dort an Gleis 2 kein Ausfahrsignal befindet, wurden die Züge über die Unglücksweiche auf das Ausweichgleis 3 geleitet, wo sich am Ende des Bahnsteiges ein entsprechendes Ausfahrsignal befindet.

Der angeklagte Lokomotivführer überfuhr zwar das Ersatzsignal mit einer Geschwindigkeit von 38 km/h, behielt diese Geschwindigkeit noch rund 350 Meter bei, beschleunigte dann aber den Zug und erreichte bei Weiche 48 eine Geschwindigkeit von 122 km/h. Zugelassen sind hier höchstens 40 km/h. Die Folge: Der Zug wurde aus den Gleisen getragen.

Obwohl die Signalgebung für den Lokomotivführer eindeutig war und am selben Abend bereits von zehn Zügen ordnungsgemäß durchfahren worden war, ist es aber von seiten der Anwaltschaft nicht auszuschließen, dass weitere Umstände mit ursächlich für den Unfall gewesen sind.

So war in der von einem Angeschuldigten erstellten Verzeichnis der vorübergehenden Langsamfahrstellen, die allen Triebfahrzeugen ausgehändigt wird, versehentlich für die Strecke Köln-Bonn anstelle für die Gegenrichtung eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h eingetragen.

Unterlassen wurde zudem durch Einbau entsprechender Sicherungseinrichtungen wie automatischer Abbremsung für die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit zu sorgen oder durch eine weitere Signalisierung an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu erinnern.

Das Verfahren gegen zwei weitere Beschuldigte, nämlich die zur Unfallzeit verantwortliche Fahrdienstleiterin und einen Betriebsleiter ist mangels Nachweises einer strafbaren Handlung eingestellt worden.

Quelle: Blickpunkt am Sonntag vpm 08.04.2001, S. 7.


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Koblenz-Lützel: Aussenstelle des DB Museums Nürnberg

Die Bahn-Geschichte(n) im Schuppen erleben
Noch im April wird im ehemaligen Güterausbesserungswerk in Konlenz-Lützel eine Aussenstelle des DB Museums Nürnberg eröffnet - Sammlung beherbert einige Schätzchen 

Dass der Zahn der Zeit nicht nur sprichwörtlich nagt, sondern ganz real, das kann man an der alten Dampflok aus dem Jahr 1904 sehen. Große Roststücke liegen neben dem Gerüst, und auch im Inneren hat die Lok einige Veränderungen erfahren - 40 Jahre lang stand sie im Kölner Zoo als Spielobjekt. Die Graffitis und Liebesschwüre stammen aus dieser Zeit.

Von Doris Schneider

KOBLENZ. Im ehemaligen Güterausbesserungswerk in Koblenz-Lützel (Schönbornsluster Straße 3) wird eifrig gewerkelt. Denn hier soll eine von bundesweit zehn neuen Außenstellen des DB Museums Nürnberg eingerichtet werden. Bis zur offiziellen Eröffnung am Samstag, 21. April, um 10 Uhr, ist noch viel zutun.

Klangvolle "Namen" stehen in dem alten Lokschuppen: "Die E 18, Baujahr 1935, war zu ihrer Zeit schon eine Attraktion." Wolfgang Ihrlich bekommt einen leicht schwärmerischen Unterton, als er die "Schätzchen" zeigt. Eine Gruppe des Bahnsozialwerks aus Koblenz wird das kleine Museum betreuen. Es wird neben den 15 Fahrzeugen - davon drei E-Loks, eine Dampf-, eine Diesellok, drei Salonwagen und sieben normale Reisewagen - auch einen kleinen Ausstellungsraum enthalten, in dem - ebenfalls zweigeteilt in Loks und Wagen - technische Geräte, Modelle und Texttafeln zur Geschichte der Eisenbahn die Besucher informieren.

Wunderbar und originalgetreu restaurierte Gefährte sind in Lützel zu bewundern, wie der Salonwagen, in dem Goebbels, aber später auch Adenauer und Königin Elizabeth ihre Reisen unternommen haben. Da gibt es die schönen Sitzabteile mit lindgrüner Seidentapete und einem bequemen Bett-Sofa, das kleine Bad mit der marmornen Sitzbadewanne und die Raucherecke, die zum Politisieren geradezu einlädt. Aber nicht nur die alt-neuen, sondern auch alt-alte Loks und Wagen sollen im Museum zu sehen sein. "Auch der Prozess wird hier gezeigt. Wir arbeiten an verschiedenen Loks und demonstrieren so, hautnah, wie aufwändig es ist, etwas wieder herzustellen", erklärt Ihrlich.

Alle 14 Tage am Samstag soll die Ausstellung den Besuchern zugänglich 
gemacht werden, jeweils von 10 bis 13 Uhr. Die Salonwagen werden alle zehn Minuten geöffnet, und ein fachkundiger Bahner macht eine Führung. "Leider haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Als wir das letzte Mal einen Wagen einfach zur Besichtigung geöffnet haben, fehlte nachher ein Schild", bedauert Ihrlich, der in Bad Ems wohnt und bei der Bahn in der Abteilung Zugbildung und Wagenwirtschaft arbeitet. Auch in den Loks wird einer der rund 15 bis 20 Freizeit-Bahner bereit stehen, um die technischen Details zu erklären.

Nicht nur die schon hergestellten Fahrzeuge, sondern auch der Prozess der Restaurierung selbst soll im Museum gezeigt werden. Helmut Wirth ist einer der begeisterten Hobby-Eisenbahner, die zurzeit die Ausstellung vorbereiten und dann auch betreuen werden. Der Lützeler verbringt quasi seinen Ruhestand in der Halle. - Foto: Thomas Frey.

Quelle: Rhein-Zeitung Nr. 84 vom 9. April 2001, S. 16.


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Euskirchen: Bahnhofsumbau

Umbau des Bahnhofs: Planungen beginnen

Zum Frühlingsanfang verteilten die Bahnmitarbeiter im Euskirchener Bahnhof Blumenzwiebel an die Fahrgäste, zweifellos eine nette Geste. Insgesamt aber ist die Situation am Bahnhof aber immer noch verbesserungsbedürftig.

Euskirchen (wa). Das weiß auch der Euskirchener CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Wolf Bauer, der sich jetzt auf Bitte von Ferdinand Wirtz, Vorsitzender des Behindertenbeirats der Stadt, an die Deutsche Bahn gewandt hat. Wirtz hatte sich beklagt, dass die behindertengerechte Umgestaltung des Bahnhofs keinerlei Fortschritte mache. Bekanntlich haben Rollstuhlfahrer (oder auch Eltern mit Kinderwagen) keine Möglichkeit, die Bahnsteige zu erreichen - es sei denn, Passanten oder Bahnmitarbeiter helfen ihnen. Die Bonner Station und Service AG der Bahn hat jetzt erfreulicherweise mitgeteilt, dass Ende April mit den Planungen für den Umbau begonnen wird. Zur Zeit laufen die Verhandlungen zur Machbarkeit und zum Anforderungsprofil mit der Stadt Euskirchen und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg.

Quelle: Wochenspiegel Euskirchen vom 04.04.2001, S. 5.


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Güterverkehr in der Eifel

Man munkelt darüber, daß die EBM ihre Fahrzeuge in Zukunft von Euskirchen aus einsetzen will und dabei wahrscheinlich auf den nicht mehr von der DB genutzten Lokschuppen zurückgreifen möchte. Ob die Platzkapazitäten in Euskirchen allerdings auch für alle Museumsfahrzeuge der Eifelbahn ausreichen bleibt fraglich.

Damit scheint man nach den Konflikten um das Bw Gerolstein nun eine attraktive Lösung gefunden zu haben, deren Wahl sicherlich auch durch die Nähe zum EBM Standort Dieringhausen begünstigt wurde.

Nun bleibt abzuwarten, ob die EBM auch in der Nordeifel Güterzugleistungen von Die Bahn übernimmt (letztere zieht sich immer mehr aus der Eifel zurück; ab Planwechsel soll eine weitere 294 Euskirchen verlassen und durch eine 365 ersetzt werden). Auch in der Südeifel ist indes eine Übernahme der DB-Leistungen im Gespräch. Es bleibt spannend...

Die Losheimer Strecke ist nach wie vor aufgrund drei maroder Brücken gesperrt, die EBM plant allerdings eine Sanierung innerhalb der nächsten Wochen.

Christian Meyer


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Aus für den Güterbahnhof
Die DB-Immobilien AG verkaufte das ehemalige Bahngelände

Von Wulf-Peter Schroeder

Bonn. Das Aus für den Bonner Güterbahnhof samt ehemaligem Bahnbetriebswerk und Güterschuppen zwischen Hein-Moeller-Straße, Immenburgstraße und Am Dickobskreuz ist besiegelt. Wie ein Sprecher der Deutsche Bahn Immobilien AG in Köln der Rundschau gegenüber bestätigte, ist das Gelände bereits im Dezember vergangenen Jahres verkauft worden.

Neuer Eigentümer ist eine von der Bonner Firma Brenner & Klaudt gegründete Gesellschaft "Bauprojekt ehemaliger Güterbahnhof Bonn" unter der Federführung von Detlev Klaudt. Klaudt ist auch Gesellschafter der TK Umweltdienste, die ebenfalls in dem Bereich der benachbarten Müll-Verwertungs-Anlage (MVA) ihren Sitz hat.

Klaudt: Gelände-Kauf nicht spekulativ Wie Detlev Klaudt gegenüber der Rundschau erklärte, ist die Firma Brenner & Klaudt bereits seit vielen Jahren Hauptmieter auf den Gelände des Güterbahnhofs. Nach der politischen Entscheidung der Deutschen Bahn, sich von zahlreichen Anlagen und Gebäuden zu trennen, sei das Gelände Brenner & Klaudt angeboten worden. Über den Kaufpreis schwieg sich Detlev Klaudt aus; er liege aber weit unter zehn Millionen Mark.

Klaudt betonte, der Kauf sei nicht spekulativ gewesen. Seine Firma brauche einfach viel Platz zur Lagerung beispielsweise von Containern oder Toilettenhäuschen für Baustellen. Eine Bebauung sei zwar nicht ausgeschlossen, aber derzeit nicht geplant. Vor einem Abriss der Güterschuppen und einer Planierung des Geländes sei die Deutsche Bonn nun in der Pflicht, bis Ende September dieses Jahres ihre Gleisanlangen abzubauen.

Die SPD-Fraktion hat sich des Vorgangs in einer Großen Anfrage an den Ratausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie angenommen. In der Sitzung am 25. April soll die Stadtverwaltung auf Initiative des Stadtverordneten Ernst-Michael Epstein einige Fragen beantworten, so auch nach etwaigen eigenen Zielvorstellungen der Verwaltung. Epstein fragt auch, ob damit zu rechnen ist, dass der Boden auf Teilen des Geländes kontaminiert (verseucht) ist und eine aufwendige Entsorgung ins Haus steht. Wie Detlev Klaudt erklärte, ist "im Fall eines Falles" dazu die Deutsche Bahn vertraglich verpflichtet; das Gelände des ehemaligen Lokschuppens sei schon vor Jahren aufwendig entseucht worden.

Die Firma TK Umweltdienste ist laut Klaudt im Übrigen vertraglich verpflichtet, bei Bedarf jederzeit einen Schienen-Anschluss der Müllverwertungsanlage, an der sie ebenfalls beteiligt ist, an das Netz der Deutschen Bahn zu schaffen.

Die SPD erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auf dem Gelände, das die Deutsche Bahn seit Ende 1995 nicht mehr zur Güterabfertigung nutzt, ein so genanntes City-Logistik-Zentrum geplant war, so wie es 1994 in einem Gutachten des Büros "Dornier Planungsberatung" vorgeschlagen worden war; in einem solchen City-Logistik-Zentrum sollten alle ankommenden Güter angeliefert und dann mit kleinen stadtverträglichen Lastwagen an die Empfänger in Bonn und der Region verteilt werden. Obwohl ein solches Zentrum laut Detlev Klaudt nicht mehr im Gespräch ist, sollten laut SPD die Chancen dafür nicht verbaut werden.

Quelle: General-Anzeiger.


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Pressemitteilung
Chat mit Verkehrsminister Kurt Bodewig

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 03.05. ist Verkehrsminister Kurt Bodewig zwischen 15 und 16 Uhr zu Gast im Live-Chat bei stern.de und politik-digital. Eine Stunde lang stellt sich der Minister den Fragen unserer Leser. Selbstverständlich können auch Sie und Ihre Leser an diesem Chat aktiv teilnehmen und Fragen an den Minister stellen. Sie gelangen zum Chat auf unserer Homepage http://www.politik-digital.de. Schon im Vorfeld des Chats finden Sie dort einen Hintergrundartikel und ein Diskussionsforum. Nach dem Chat finden Sie auf unseren Seiten ein Transkript.

Falls Sie an einer weitergehenden Kooperation (Einbindung des Chats in Ihr Online-Angebot) interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit meinem Kollegen Christoph Dowe (redaktion@politik-digital.de) in Verbindung.

Im Anhang sende ich Ihnen Links zu unserem Pressetext zum Chat sowie zu Informationen über politik-digital. Für weitere Fragen stehen Ihnen mein Kollege Christoph Dowe und ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Bauchhenß
wbauchhenss@politik-digital.de

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Zum Chat mit Kurt Bodewig:
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Über politik-digital.de:
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Eifelquerbahn erhält Zuschuss 
Schienen-Nahverkehrs-Zweckverband will außerdem Fahrkartenschalter erhalten

Von unserem Mitarbeiter DANIEL ZIELKE

DAUN. Geschlossene Karten-Schalter der Bahn will der Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr Nord (SPNV) mit Langzeit-Arbeitslosen besetzen.

Für Unmut sorgten die derzeitigen Pläne der Deutschen Bahn (DB) AG, alle Schalter, die unter einem Jahresumsatz von 1,43 Millionen Mark liegen, zu schließen. Obwohl am Umweltbahnhof Bullay ein Umsatz von rund 1,2 Millionen Mark erzielt wird, soll der Schalter spätestens zum 1. Juni nächsten Jahres geschlossen werden. Bisher wurden von der DB bereits acht Fahrkartenschalter dicht gemacht, darunter auch der in Saarburg.

Um diesen Wegfall von Serviceleistungen aufzufangen, war der Zweckverband mit Unterstützung des Mainzer Sozial- und des Verkehrsministeriums auf die Gesellschaft zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen (ENTRADA) zugegangen.

Gemeinsam wurden bereits aufgegebene Schalter wieder mit Langzeitarbeitslosen besetzt. In dieser bundesweit einmaligen Aktion unterstützten die beiden Ministerien die Ausbildungskosten des Personals. Im Dezember 1999 wurde das Pilotprojekt am Bad Breisiger Bahnhof umgesetzt. Nach dem dortigen Erfolg soll nun auch in anderen Orten die Fahrkartenausgabe unter dem Namen "Re-Station" wieder besetzt werden. Geplant ist dies für Saarburg, Wissen, Bad Ems, Jünkerath Traben-Trarbach, Altenkirchen und Bitburg-Ehrdorf.

Auch Brötchen und Tee am Schalter? 

Um kostendeckend arbeiten zu können, muss in den reaktivierten Schaltern nach Auffassung des Zweckverbandes die Produktpalette erweitert werden. Bei der Suche nach potentiellen Partnern sollen nun die Kommunalpolitiker helfen.

Die Versammlung beschloss, das Projekt "Re-Station" weiterhin zu unterstützen, um einen lückenlosen Übergang vom DB-Personal zu den Re-Station-Beschäftigten zu gewährleisten. Einziger Diskussionspunkt: Erfolgt die Unterstützung ideell oder organisatorisch? Landrätin Beate Läsch-Weber (Bernkastel-Wittlich) schlug vor, das Projekt "organisatorisch und logistisch zu begleiten". Dem stimmte die Versammlung zu, auch wenn Groß einräumte: "Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, was logistisch in dem Zusammenhang heißt, aber es ist mir auch egal."

Einen erfreulichen Beschluss gab es für die Pendler aus den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm, die in Luxemburg arbeiten. Aus Mitteln des EU-Förderprogramms Interreg II war eine Studie erstellt worden, die drei Fahrstrecken favorisiert. Die erste davon, Bitburg-Echternach-Luxemburg-Stadt, soll nun in Angriff genommen werden.

Freuen können sich auch die Nord-Eifeler: Mit 300 000 Mark bezuschusst der Zweckverband die Reaktivierung der Eifel-Querbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein. An 21 Wochenenden zwischen Juni und Oktober, sowie an Pfingsten, Fronleichnam und dem Tag der Deutschen Einheit sollen die Züge im Zwei-Stunden-Takt mit Anschluss an die Regional-Express-Züge von und nach Köln und Trier auf der Eifelstrecke fahren.

Langfristig strebt der Zweckverband an, die Eifel-Querbahn nicht nur für Sonder- sondern auch Regelverkehre wieder in Betrieb zu nehmen.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 05.04.2001 (Internet).


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DB Museum - Standort Koblenz

Eröffnung am 21. April 2001

Der Standort Koblenz des DB Museums ist im ehemaligen üterwagenausbesserungswerk Koblenz- Lützel untergebracht. Die Anlage wurde im Rahmen der Umgestaltung und Erweiterung des Güterbahnhofs Koblenz - Lützel im Jahre 1905 als Bahnbetriebswerk Koblenz - Lützel erbaut. Ursprünglich umfaßte die Anlage einen großen Ringlokschuppen mit Doppeldrehscheibe in dem die Güterzuglokomotiven beheimatet waren sowie die heute noch vorhandene Wagenhalle in der bis 1995 Güterwagen instandgesetzt wurden. Das alte Bahnbetriebswerk wurde in mehreren Abschnitten bis Anfang der achziger Jahre abgetragen. 

Die Schwerpunkte der Ausstellung des Standortes Koblenz sind: 

die Entwicklung der elektrischen Lokomotiven
Reisen mit der Bahn 
 

Originalfahrzeuge

Im Standort Koblenz sind zur Zeit 15 historische Fahrzeuge beheimatet:
Neben den drei historischen Elektrolokomotiven ( E 16 03, E 18 03 und E 44 002) befinden sich noch 3 Salonwagen der Baujahre 1937 und 1938 in der Sammlung, die noch bis Anfang der neunziger Jahre von der Bundesregierung benutzt wurden. Berühmte Persönlichkeiten wie z.B. Königin Elisabeth von England, die Beatles oder Charles de Gaulle haben diese Wagen während ihrer Staatsbesuche in Deutschland genutzt. Aber auch historische Wagen des "normalen" Reiseverkehrs können bewundert werden.
 

Museumsraum

Im neu eingerichteten Museumsraum wird die Entwicklung der elektrischen Lokomotive anhand erläuternder Texte und Bilder sowie durch Modelle im Maßstab 1:20 dargestellt. Modelle verschiedener Antriebstechniken geben einen Einblick in deren Funktionsweise . 

Anhand von Text- und Bildtafeln sowie Originalexponaten wird das Reisen mit der Bahn in verschiedenen Epochen anschaulich dargestellt.
 

Modellbahn

Auf der 15 m2 großen Modulanlage, die eine Nebenfernstrecke zum Thema hat, werden überwiegend Zuggarnituren der Epoche III präsentiert. Zur Zeit wird die Anlage um ein Bahnbetriebswerk ergänzt.
 

Museumsshop

Ob Eisenbahnliteratur, ein Geschenk für die Enkelkinder oder stilvolle Accessoires- der Museumsschop erfüllt viele Wünsche. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und stöbern Sie in unserem Angebot. Der Shop befindet sich in unmittelbarer Nähe des Eingangs.
 

Veranstaltungen

Außerhalb der regelmäßigen Öffnungszeiten finden an verschiedenen Tagen im Jahr Themenveranstaltungen statt. Hierbei besteht die Möglichkeit zur Mitfahrt auf dem Führerstand einer Lokomotive u. a. mehr.
Informationen hierzu erhalten unter den Rufnummern 0261/396/1339 oder 0911/ 219/ 2424.
 

Öffnungstage des Standortes Koblenz 

Der Standort Koblenz ist an folgenden Tagen geöffnet: 

Samstag 21.04.2001 Eröffungsveranstaltung mit Rahmenprogramm 
Samstag 05.05.2001 
Samstag 19.05.2001 
Samstag 02.06.2001 
Samstag 16.06.2001 
Samstag 30.06.2001 
Samstag 14.07.2001 
Samstag 28.07.2001 
Samstag 11.08.2001 
Samstag 25.08.2001 
Samstag 08.09.2001 Bahntag 
Samstag 22.09.2001 Tag der offenen Tür und Weinfest
Samstag 06.10.2001 
Samstag 20.10.2001 
Samstag 03.11.2001 
Samstag 17.11.2001 
Sonntag 02.12.2001 Tag der offenen Tür mit Modellbahnvorführungen 
Samstag 15.12.2001 
 

Öffnungszeiten

Samstags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr
jeweils um 10.15 Uhr, 11.15 Uhr und 12.15 Uhr finden Führungen statt. 

Am Samstag, den 21.04., Samstag, den  22.09. und Sonntag, den 02.12. ist das Museum von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Quelle: DB (Internet: www.dbmuseum.de).


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Künftig Strafzahlungen auch wegen Dreck und Sicherheitsmängeln
VRS fordert von der Bahn Gelder zurück

fra Köln. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) will von der Deutschen Bahn Gelder wegen anhaltender Unpünktlichkeit im Schienenpersonen-Nahverkehr zurückfordern. Man werde in den anstehenden Verhandlungen mit der Bahn Rückzahlungen vereinbaren und auf eine Verbesserung der Qualität drängen. 

Die kontinuierliche Überprüfung der vertraglich vereinbarten Leistungen hätten ergeben, dass die Bahn den S-Bahn-Vertrag mit dem VRS nicht erfülle. Das sagte VRS-Geschäftsführer Walter Reinarz bei der Vorstellung einer "Qualitätstester-Aktion", deren Ergebnisse der Bahn trotz punktueller Verbesserungen weiterhin schlechte Noten bescheinigen. 

Zur Zeit sind Vertragsstrafen nur im Bereich "Pünktlichkeit" möglich. Reinarz versprach, in neue Verträge auch weitere verpflichtende Qualitätskriterien wie Sauberkeit und Sicherheit einzuarbeiten. Der VRS zahlt an die Bahn jedes Jahr 194 Millionen Mark für die Erfüllung ihrer Aufgaben im Nahverkehr. 

Reinarz bestätigte Anfragen "mehrerer Verkehrsunternehmen", Aufgaben für den VRS zu übernehmen. Als mögliche Konkurrenten der Bahn bei der Neuausschreibung der S-Bahn-Leistungen im Jahre 2003 gelten kleinere Unternehmen wie die Prignitzer Eisenbahn oder die Dürener Kreisbahn, aber auch der von den deutschen Nahverkehrsunternehmen gefürchtete "Global-Player" Connex. Auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) überlegen, sich zu beteiligen.

Die Bahn reagierte auf die Ankündigungen des VRS gelassen. Bis 2004 investiere man allein in NRW 1,2 Milliarden Mark, so Sprecher Manfred Ziegerath. Dann sei man in der Lage, der Konkurrenz zu trotzen. Bis dahin werde man den Verpflichtungen nachkommen. "Wenn vereinbarte Leistungen nicht optimal sind, ist es normal, dass Geld zurückgefordert wird." 

Quelle: Kölnische Rundschau vom 03.04.2001 (Internet).