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NACHRICHTEN: 03/2001



März 2001 [< Nachrichten 2001]

29.03.2001 Drachenland-Express startet in seine dritte Saison (RSE)
24.03.2001 RSE: Einmalige Sonderfahrt am 13. Mai 2001 (RSE)
22.03.2001 Hochwaldbahn, Vennbahn u.a. (NL)
16.03.2001 Talent: Schmuckstücke haben Getriebeprobleme (KRU)
16.03.2001 Förderverein Schienenbus e.V. Menden: Sonderfahrten (GB)
16.03.2001 Euskirchen: Schusswechsel am Bahnhof? (KRU)
13.03.2001 Morac: Güterverkehr in der Eifel (CMI)
13.03.2001 Bonn: Blinder Passagier (NL)
12.03.2001 Daun: Beleuchtung des Dauner Viadukts (+ Kommentar) (TV)
07.03.2001 Bullay: Diskussion über Verkehrspolitik im Umweltbahnhof (TV)
07.03.2001 Morac: 1000 Güterbahnhöfe werden stillgelegt (?)
07.03.2001 Morac: Mit "Mora C" aus den roten Zahlen (TV)
06.03.2001 A 1: Eifelautobahn - Die Ahrdorfer fordern den schnellen Weiterbau (KSTA)
04.03.2001 Brohltalbahn (JJ)
03.03.2001 Morac: Güterverkehr bzw. Strecken in der Eifel ausgeschieben (PW)
02.03.2001 250 Spraydosen - Züge und Wände besprüht (+ Kommentar) (KSTA)
02.03.2001 Morac: Bahn zieht sich aus Güterverkehrsgeschäft weiter zurück (?)


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RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstr. 152, D-53229 Bonn
Tel.: 0228 / 430521, Fax: 0228 / 432413
www.rhein-sieg-eisenbahn.de
 

"Drachenland-Express" startet in seine dritte Saison
RSE und Eifelbahn sorgen weiterhin für touristisches Hight-Light in der Region

Am kommenden Sonntag, 01. April 2001 startet der "Drachenland-Express" der 
Bonner RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH in seine dritte Saison. Wie 1999 und 2000 
fährt der rote Schienenbus bis 28.10.2001 an allen Sonn- und Feiertagen zwischen 
Linz (Rhein) und Vettelschoß-Kalenborn. Unterwegs halten die Züge in Kasbach und 
in Höhe der Steffens-Brauerei. Damit ist diese die einzige Brauerei in der 
Region, die unmittelbar per Bahn erreichbar ist. 

Der "Drachenland-Express" ist ein Gemeinschaftsprodukt der RSE GmbH aus Bonn und 
der Eifelbahn GmbH aus Kasbach. Während die RSE den Zugbetrieb abwickelt, den 
Lokführer und die Schaffner stellt, ist die Eifelbahn für die Strecke zuständig. 
Eine solche Konstellation ist im Zuge der Öffnung des Schienennetzes 
mittlerweile durchaus branchenüblich. 

Der dunkelrote "Retter der Nebenbahnen", ein VT 798, gehört der Eifelbahn GmbH, 
die das Fahrzeug an die RSE GmbH vermietet. Bei besonders starkem Andrang steht 
jetzt auch ein sogenannter Steuerwagen zur Verfügung, ein unmotorisierter 
Anhänger, der die Sitzplatzkapazität von 60 auf ca. 120 Plätze erhöht. In diesem 
Jahr können auch wieder Fahrräder mitgenommen werden, allerdings nur in 
begrenzter Anzahl. 

Erstmals wird die RSE GmbH von ihrem Zugpersonal eine Fahrgastbefragung 
durchführen. Die Ergebnisse sollen dann gezielt ausgewertet werden, damit das 
Zugangebot noch besser auf die Bedürfnisse der Reisenden ausgerichtet werden 
kann. 

Die Fahrpreise haben sich für Einzelreisende nicht erhöht. Nach wie vor kostet 
die einfache Fahrt für Erwachsene 8 DM, für Kinder 4 DM, die Hin- und Rückfahrt 
12 DM bzw. 6 DM. Selbstverständlich gibt es diverse Gruppenermäßigungen. Für 
Gruppen- und Vereinausflüge kann der "Drachenland-Express" jederzeit angemietet 
werden. 

Quelle: RSE


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Einmalige Sonderfahrt des RSE am 13. Mai 2001
Von Bonn-Beuel nach Troisdorf und weiter nach Niederkassel-Lülsdorf auf der Strecke des "Rhabarber-Schlittens"
Info siehe TERMINE/Sonderfahrten

Quelle: RSE


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Neues von Norbert

- Mo., 16.April 2001:
Eröffnung des Fahrbetriebes zwischen Bitburg-Stadt über Trier-West nach Wasserbillig (Lux.) als Fahrradexpreß. Infos und Anmeldung über Hochwaldbahn e.V., Fahrbetrieb Kylltalbahn, Postfach 8125, 54182 Trier, Tel.: 06505-9109915

- PEG (Prignitzer Eisenbahn Gesellschaft aus Brandenburg) ab 2002 auch im Rheinland: ... Die PEG will auch im Ausland aktiv werden; dazu hat sie in Österreich eine Tochterfirma gegründet. Auch finden Gespräche zwecks Übernahme von Personenverkehrsleistungen auf dem belgischen Teil der Vennbahn statt.

Aus: Eisenbahn-Kurier 4/200.
[Wer weiss dazu mehr? Weitere Infos evtl. z.B. unter www.hochwaldbahn.de ]

So viel ich weiß, finden jetzt am Wochenende 24./25.3. wieder eine Ehrenlokführerveranstaltung im Eisenbahnmuseum Dieringhausen statt.

Norbert


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Talbot repariert Sorgenkinder 
Schmuckstücke haben Getriebeprobleme

Gerolstein/Düsseldorf.cFür Manfred Pietschmann, NRW-Pressesprecher der Bahn kein Wunder: "Wir wissen schon lange, dass es Getriebeprobleme bei den Talent-Zügen gibt.

Unsere Fahrzeugführer sind zwar schon besonders vorsichtig gefahren, doch dann wurde das Problem schlagartig so gravierend, dass wir neun Züge von der Schiene nehmen mussten, wenn wir nicht riskieren wollten, dass uns einmal ein Fahrzeug auf offener Strecke stehen bleibt.

Es handelt sich hier zwar um eine Gewährleistungssache, doch ist für unsere Talent-verwöhnten Kunden ein Umsteigen auf die alten Züge nicht angenehm." 

Für Manfred Pietschmann waren die Entwicklungszeiträume für die modernen Züge zu kurz, daher jetzt die Probleme in der Halbzeit der Bahnreform.

Wie soll es weitergehen? Der Hersteller Talbot aus Aachen wird die Sorgenkinder schnellstens reparieren. 

Bei den Lok-bespannten Zügen, die ersatzweise verkehren, gibt es keine Pünktlichkeits-Probleme. Aber es sind halt Methusalems der Bahngeschichte.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 16.03.2001 (Internet).


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Förderverein Schienenbus e.V. Menden bietet an Sonderfahrten an

28.April 2001 ab Hagen Schwelm-Loh - Witten - Bochum-Dahlhausen - Witten-Ost - Hagen Hbf
Fahrt mit der Strassenbahn ab Bochum-Dahlhausen - Witten möglich

26.Mai 2001 ab Hagen über Münster zur Bentheimer Eisenbahn
Befahrung der kompletten Strecke

29.September 2001 ab Hagen nach Paderborn, Büren - Brilon-Wald

29.April / 28.Oktober Rundfahrten im Bergischen Land
Wp.-Oberbarmen - Remscheid - Solingen-Ohligs
Anschlussgleis Remscheid-Bliedinghausen

Info:
Förderverein Schienenbus e.V. Menden
Märkische Strasse 149
44145 Dortmund

Gerhard Blüthner


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Geschichte vom Schusswechsel unglaubwürdig
Wurde Roitzheimer am Bahnhof beschossen?

Euskirchen. Mit einer Schussverletzung hat sich ein Roitzheimer am Montagabend im Euskirchener Marien Hospital gemeldet und später Polizeibeamten erklärt, er sei am Euskirchener Bahnhof beschossen worden, dem Schützen aber entkommen. Die Darstellung des Mannes wird bei der Polizei nach ersten Ermittlungen allerdings als sehr wenig glaubhaft angesehen. 

Es stehe zwar zweifelsfrei fest, dass der Mann eine Schussverletzung habe, doch es gebe keine Hinweise, dass der Schuss den Mann tatsächlich am Bein getroffen habe, als er sich im Bahnhofsbereich aufhielt. Der Mann war selbst im Krankenhaus in der Ambulanz erschienen und hatte um ärztliche Versorgung seiner Wunde gebeten. Die Polizei ermittelt noch und bittet mögliche Zeugen um sachdienliche Hinweise.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 15.03.2001.


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Morac: Güterverkehr in der Eifel

Nach Durchführung von MORA C sollen in der Eifel laut "BahnZeit-Special - CARGO" noch folgende Orte durch Güterverkehr bedient werden:

Trier Hbf - Trier West - Ehrang - Mechernich - Euskirchen - Zülpich - Derkum -  Kalscheuren - Köln Gremberg. 

Damit fällt sowohl die Bedienung der Anschlüsse in Gerolstein als auch in Bitburg seitens DB Cargo spätestens Ende dieses Jahres wegfallen. Hoffen wir, dass die EBM diesen Güterverkehr übernehmen wird und kann. 

Christoph


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Blinder Passagier

Als ich heute Morgen (13.3.01) von Euskirchen kommend in den Bonner Hbf kurz nach sieben Uhr einfuhr, überholte uns ein Güterzug, gezogen von einer neuen E-Lok der BR 152 090 mit Railion-Beschriftung, in Richtung Süden. Auf einem beladenen Niederbordwagen entdeckte ich plötzlich einen blinden Passagier.
Aber was war das? Kein Mensch, sondern ein Tier! Mit dem Rücken zur Fahrtrichtung saß ein schwarzer, mittelgroßer Hund und ließ sich ganz ruhig den Fahrtwind um die Nase wehen. Wenn das der Herr Mehdorn wüßte!

Norbert


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Dauner Wahrzeichen im Rampenlicht

Bauausschuss denkt über Beleuchtung des alten Eisenbahnviadukts am Stadteingang nach Idee von "Strahlemann" Jenssen

Von unserem Redakteur ROLAND GRÜN

Möglicherweise eine einmalige Ansicht. Denn bislang wird das Viadukt nur testweise angestrahlt. Jetzt wird überlegt, ob das Wahrzeichen Dauns abends immer beleuchtet werden soll, und wer das bezahlt.

Foto: Hans Jürgen Sittig

DAUN. Hell erleuchten wird möglicherweise in naher Zukunft das Eisenbahn-Viadukt in Daun. Ein Ausschuss begutachtete im Vorfeld schon mal die Wirkung. Jetzt wird ein Geldgeber für diese Verschönerung des Wahrzeichen gesucht.

Es werde Licht: Einen ungewöhnlichen Anblick bot in den vergangenen Tagen das angestrahlte Dauner Viadukt. Allerdings handelte es sich nur um einen Versuch des RWE, der von Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen angeregt worden war.

Der Bauausschuss begutachtete die Wirkung, um dann in nicht öffentlicher Sitzung zu beraten, ob die Strahler gekauft und dauerhaft installiert werden sollen. "Das würde uns schätzungsweise zehn- bis 12 000 Mark kosten", sagte Jenssen dem TV.

Die Finanzierung dieser "Verschönerungsmaßnahme" ist denn auch noch einer der Knackpunkte, denn "das wird uns die Kommunalaufsicht wohl kaum als unabweisbare Pflichtausgabe abnehmen", glaubt Jenssen.

Deshalb wird nun überlegt, Sponsoren zu suchen. Endgültig will der Ausschuss im April über die Beleuchtung des Viadukts entscheiden. Dann sollen auch Fragen geklärt werden, wie und in welcher Zeit abends die Strahler eingeschaltet werden. Die Wartung der Anlage würde schätzungsweise 1000 Mark pro Jahr kosten und im Rahmen des Versorgungsvertrages, den die Stadt mit dem RWE abgeschlossen hat, erfolgen.

"Im Ausschuss wurde die Sache positiv gesehen", sagte der Stadtbürgermeister, der die
Beleuchtungsidee hatte und dafür beim Ortstermin schon als "Strahlemann" tituliert wurde.

Jetzt will der Stadtchef wissen, ob ein angestrahltes Viadukt bei den Bürgern gut ankommen würde. Jeder Bürger ist aufgerufen, seine Meinung über das Viadukt-Vorhaben unter Telefon 06592/939-206 mitzuteilen. Auch auf den Internetseiten der Stadt (www.stadt-daun.de) können Meinungen abgegeben werden.
 

KOMMENTAR

Viadukt-Beleuchtung: Mäzen für mehr Licht

Von ROLAND GRÜN

Die schlechte Nachricht ist: Die Stadt wird Sponsoren finden müssen , um dieses Sahnehäubchen der Stadtpräsentation finanzieren zu können. Denn und das wissen die Stadtväter auch als unabweisbar lässt sich dieses Vorhaben gewiss nicht bei der Kommunalaufsicht verkaufen, und auf der hohen Kante hat die Stadt nichts. Aber bereits bei den Strahlern für die Nikolauskirche sprang damals der Gewerbeverein in die Bresche. Warum also sollten sich nicht auch edle Geldgeber für die Viadukt-Beleuchtung finden lassen? Wenn's denn so kommt, hätte die Stadt neben dem finanziellen Effekt auch einen kleinen Akzent gesetzt, wie in Zeiten leerer öffentlicher Kassen künftig eine Kommune attraktiv bleiben kann. Und: Der sanfte Lichtschein wird vielleicht eines Tages nicht ganz so selbstverständlich hingenommen wie manche kommunal finanzierte Verschönerungsaktion. Beteiligung schafft Verbundenheit, und so mancher, der zur Realisierung des Projekts beiträgt, wird später einmal von "seinem" Viadukt sprechen.
 

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 12.03.2001 (Internet).


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Schöner Bahnhof ohne Reisende?
CDU-Bundesparlamentarier diskutierten im Umweltbahnhof Bullay mit Bahnmanagern über Verkehrspolitik

Bullay. (sim) Die Deutsche Bahn AG will nach dem Jahr 2003 auf der Moselstrecke anstelle der bisherigen Interregio-Züge Interregio-Express-Züge verkehren lassen. Dies aber nur dann, wenn Land und Kommunen sich finanziell beteiligen.
Beim Besuch der CDU-Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland im Deutschen Bundestag im Umweltbahnhof Bullay stand das Thema Interregio-Züge auf der Moselstrecke im Mittelpunkt. Für die CDU-Parlamentarier war die Aussage von Rudolf Göbertshahn, Konzernbeauftragter der Deutschen Bahn AG für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, enttäuschend: Der Bahn-Sprecher sagte zwar grundsätzlich zu, dass die Bahn nach 2003 weiterhin im Zwei-Stunden-Takt die neuen Interregio-Express-Züge auf der Moselstrecke betreiben wolle, diese Züge müssten aber vom Land bestellt und bezahlt werden.
Albrecht Feibel, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, kritisierte diese Aussage des Bahnmanagers deutlich. Feibel: "Die Bahn zockt die Länder über die Hintertür ab." Damit verabschiede sich die Bahn vom Interregio-Verkehr.
Göbertshahn wies darauf hin, dass die Interregio-Wagen inzwischen rund 40 Jahre alt seien. Ein Interregio müsse zu 50 Prozent ausgelastet sein, wenn er sich rentieren soll. Das entspreche, so Göbertshahn, rund 200 Reisenden pro Zug. Dieser Wert werde aber von keinem Zug in Deutschland erreicht. Die Bahn mache daher rund 300 Millionen Mark Verlust pro Jahr mit den Interregio-Zügen. Feibel kündigte an, dass die Bahn ab 2003 die Verbindung zwischen den Bankenstädten Luxemburg und Frankfurt über die Moselschiene verstärken wolle. Dafür sollten moderne Interregio-Züge in Neigetechnik eingesetzt werden.
Feibel und auch sein Parteifreund Peter Bleser hatten zuvor nachdrücklich auf die Bedeutung der Interregio-Verbindung für die Region hingewiesen. Ohne Interregio werde eine ganze Region abgehängt, sagte Feibel. Arbeitsplätze, Lebensqualität und der Tourismus würden darunter leiden. Feibel: "Wenn wir nicht für Mobilität sorgen, werden die Menschen in Ballungszentren abwandern." Die Bahn habe als Noch-Monopolist auch eine strukturpolitische Verantwortung.
Die CDU-Landesgruppe mit ihrem Vorsitzenden Joachim Hörster hatte zunächst den neuen Umweltbahnhof Bullay besichtigt. Landrat Eckhard Huwer erläuterte die beispielhafte Baumaßnahme des Landes. Insgesamt zwölf Millionen Mark kostete das Projekt, das für den öffentlichen Personennahverkehr des Kreises Cochem-Zell große Bedeutung hat. Joachim Hörster lobte den neuen Umweltbahnhof, meinte aber: "Was nützt der schönste Bahnhof, wenn kein Zug ankommt und kein Zug abfährt?"

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 07.03.2001 (Internet).


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1000 Güterbahnhöfe werden stillgelegt
Deutsche Bahn gibt viele Frachtkunden auf - Tausende von Mitarbeitern betroffen

Düsseldorf' - Die Deutsche Bahn (DB) will ihren Güterverkehr von Grund auf sanieren und dabei spätestens vom Jahr 2004 an jährlich 500 Millionen DM einsparen. Das Konzept der DB-Cargo sieht vor, unrentable Gleisanschlüsse stillzulegen. Von den derzeit 2.100 Güterbahnhöfen werden bis zum Ende des Jahres 1000 geschlossen. Im Frachtbereich werden von den bundesweit 23.000 Mitarbeitern einige Tausend betroffen sein, erklärte Bahnsprecher Manfred Pietschmann. Ziel sei es, die Pünktlichkeit zu verbessern, die Transportdauer zu verringern und die Kunden flexibler zu bedienen.

Bislang führ die DB-Cargo vor allem im Einzelwgen-Verkehr hohe Verluste ein. Der Leiter der Niederlassungen von Köln und Duisburg, Rüdiger Michaelsen, erklärte: "Wir werden uns voll einer großen Anzahl der Kunden trennen." Die müssten sich dann an eine Regionalbahn wenden oder auf' Lastwagen- oder Schiffstransport umstellen. Insgesamt verfügt die DB bundesweit über 7000 Einzelkunden, davon 320 Großkunden, mit denen 85 Prozent der Umsätze im Wert von knapp 4,9 Milliarden DM abgewickelt werden. Mit kleinen und mittleren Kunden setzt DB-Cargo jährlich rund 890 Millionen DM um.

Die Konkurrenten der DB bedienten schon lange nicht mehr ihre Kunden in der Fläche, sagte Michaelsen. Auch für DB-Cargo bestehe keine Beförderungspflicht. Bei vielen Gleisanschlüssen decke der Betrieb noch nicht einmal die Kosten für Lokomotiven und Lokführer. Unregelmäßiges Güteraufkommen und der oft lange Weg der Waggons vom Versender zum Rangierbahnhof führe zu jährlichen Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe.

Seit April 2000 hat die DB-Cargo alle Gleisanschlüsse auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. In NRW werden vermutlich knapp 100 von 325 Anschlüssen stillgelegt. Die Gleise seien jedoch von privaten Bahnen weiterhin nutzbar. Mittelfristig sollen in NRW 850 DB-Mitarbeiter entweder in andere Bereiche versetzt oder sozialverträglich abgebaut werden.

Das eingesparte Geld will die Bahn nur noch in profitable Anlagen investieren. So sind Ausgaben für neue Lokomotiven (2,2 Milliarden DM) und neue Güterwagen (1,6 Milliarden DM) geplant. "Wenn wir als DB Cargo am wachsenden Güterverkehrsmarkt partizipieren und den Wettbewerbern Marktanteile abnehmen wollen, müssen wir uns jetzt neu aufstellen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, Bernd Malmström.

Die Bahn erarbeitet unterdessen gemeinsam mit den betroffenen Kunden alternative Konzepte, um einen Großteil der Güter weiter auf der Schiene fahren zu können. Hierbei werden auch Kooperationen mit Privatbahnen angestrebt.

HeinzTutt

Quelle: ?


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Mit "Mora C" aus den roten Zahlen
Sanierungskonzept soll der DB Cargo die lukrativen Kunden erhalten - Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

TRIER."Mora C" - Marktorientiertes Angebot Cargo, so heißt das Sanierungskonzept für den Güterverkehr der Deutschen Bahn. Etwa die Hälfte der 2100 Güterverkehrsstellen bundesweit soll gestrichen werden, damit die Bahn aus den roten Zahlen fahren kann.

Bier per Bahn: Die Bitburger Brauerei versendet jährlich 50.000 Hektoliter direkt vom Betriebsgelände. Für die DB Cargo ist das nicht lukrativ genug. Auch dieser Transportplatz steht offenbar auf der Streichliste.
Foto: Bitburger

Unter "Güterverkehrsstellen" summiert die Bahn alle Anschlüsse, mit denen Firmenkunden bedient werden, vom einzelnen Gleis mit Rampe bis zur größeren Verlade- und Rangierstation. Auf diesen Stationen werden meist Einzelwagen beladen und an zentralen Punkten zu längeren Zügen zusammen gestellt. Beispiel Bitburger Brauerei: Ein Gleis führt direkt auf das Firmengelände, 15 000 Tonnen Malz und 10 000 Tonnen Kohle werden per Zug jährlich angeliefert, etwa 50 000 Hektoliter Bier nach Norddeutschland verschickt. Gut ein Dutzend ähnlicher Güterverkehrsstellen gibt es noch in der Region Trier.

Die Bedienung des größten Teils davon ist jedoch für die Bahn offenbar unrentabel. Wird Mora C umgesetzt, bleiben nur die Güteranschlüsse in Trier-West, Trier-Ehrang und am Trierer Hauptbahnhof in Bahn-Regie, auf alle anderen Kunden will die DB-Cargo verzichten, und das schon bis Ende 2001. Welche Güterverkehrsstellen das sind, wollte die Bahn gestern nicht mitteilen, weil nun erst Verhandlungen mit den Firmen beginnen. Dass nur 48 von 123 Plätzen in Rheinland-Pfalz erhalten blieben, sei nicht unbedingt endgültig. "Wir werden den Kunden vorschlagen, ihre Waren zu einer anderen Güterverkehrsstelle zu liefern, oder mit Privatbahnen zusammenzuarbeiten", sagt Bahn-Sprecher Gerd Felser. "Die können einfach, kostengünstiger arbeiten." Kostengünstig - das ist das Zauberwort von Mora C. Die Bahn
macht nach eigenen Angaben jährlich bundesweit mit dem Einzelwagenverkehr Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.
Bis Ende 2004 soll sich das ändern, dann will die Bahn aus dem Defizit heraus sein. Die Aufgabe von
Güterverkehrsstellen geschehe deshalb "ausschließlich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten", sagt Bahnsprecher Achim Stauß. Unter den Schließungen seien viele schon seit Jahren kaum mehr bediente Gleise. Die Bahn, entledigt sich mit Mora C vor allem der kleinen Kunden, die zugleich aber weitaus zahlreicher als die Großkunden sind. 320 große Unternehmen (fünf Prozent) größtenteils in Ballungsgebieten bescheren der Bahn laut eigenen Angaben 85 Prozent des Umsatzes im Einzelwagenverkehr. Die 15 Prozent Restumsatz tragen weitere 7000 Einzelkunden zum Umsatz bei. Die Frachtmenge, die die Bahn mit den kleinen Kunden verliert, fällt dementsprechend gering aus. "90
Prozent der Netto-Tonnage bleiben uns nach Mora C erhalten", erklärt Gerd Felser. Angesichts von zunehmender Konkurrenz will sich die DB Cargo mit diesen lukrativeren Verbindungen bei gleichzeitig niedrigeren Kosten besser im Markt platzieren.

Niedrigere Kosten lassen sich allerdings vor allem über Personalabbau erwirtschaften, fürchten die Mitarbeiter. Viele Jobs von Rangierern und Zugabfertigern stünden auf dem Spiel, sagt Helmut Trierweiler, 1. Bevollmächtigter der Bahngewerkschaft TransNet in Trier. Gemunkelt werde, dass bis zu 30 Prozent der DB Cargo-Jobs dank Mora C "sozialverträglich abgebaut" werden müssten. Zahlen dazu sind von der Bahn nicht zu bekommen, dass es deutlich weniger Stellen sein werden, wird aber nicht bestritten. Die Argumentation von DB-CargoChef Bernd Malmström ist der Blick in die Zukunft: "Nur wenn DB Cargo wirtschaftlich auf einer soliden Basis steht, können wir dauerhaft Arbeitsplätze erhalten."

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 02.03.2001, S. 6.


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Eifelautobahn [A 1]
Die Ahrdorfer fordern den schnellen Weiterbau

sch Blankenheim-Ahrdorf - Die Bürgerinitiative gegen den Weiterbau der A 1 aus Lommersdorf wehrt sich seit Jahren mächtig gegen den Lückenschluss der Eifelautobahn von Blankenheim nach Daun. Am Samstag meldete sich eine weitere Bürgerinitiative in der Gemeinde Blankenheim zu Wort, in Ahrdorf. Sie fordert das genaue Gegenteil: den sofortigen Weiterbau der A 1. Am Samstag waren Heinz Theo Wirtz und seine Mitstreiter damit beschäftigt, große Schrifttafeln aus fünf miteinander verschraubten Schaltafeln an einer alten Feldscheune neben der B 258 zu befestigen.

"A 1 ja, Umweltschutz für Menschen" und "A 1 jetzt, Lärm und Gestank machen uns krank" steht darauf zu lesen. Denn obwohl der größte Teil der Lkw-Karawane über die B 51 zum Autobahnanschluss zwischen Blankenheim und Tondorf fährt, berichten die Ahrdorfer von Hunderten von Lastwagen, die täglich durch den Ort rollen. Durch ihren Lärm, ihre Abgase und die von ihnen ausgehenden Gefahren beeinflussten sie das Lebensumfeld stark negativ. Vom Weiterbau der A 1 versprechen die Ahrdorfer Bürger sich neue, ortsnahe Arbeitsplätze, eine Belebung des Fremdenverkehrs und eine Verbesserung des Umweltschutzes durch mehr Verkehrssicherheit und Energieeinsparung.

Auch der stellvertretende Blankenheimer Bürgermeister Franz Caspers war zu der Transparent-Montage gekommen. Dass die Autobahn gebaut werde, erklärte er, sei wohl ziemlich klar. Die Frage sei nur, wann. Deshalb haben die Bürger aus Ahrdorf die großen Schilder aufgehängt, um auf die seit Jahren geduldete Verkehrsbelastung aufmerksam zu machen. Sie fordern schnelle Abhilfe im Interesse der Ahrdorfer Bürger.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 06.03.2001 (Internet).


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Brohltalbahn

Auf der Brohltalbahn wird derzeit der Ostkopf des Bahnhofs Oberzissen im Unterbau erneuert. Sicht: 3.3.2001. Im Einsatz waren der Skl 53 0592 mit Rollwagen zur Aufnahme der ausgebauten Einfahrweiche. Hinzu kamen noch ein Zweiwegebagger und ein Radlader, samt größerer Rotte. (Mit Hansemann Merzbach).

Vom 18. Mai bis zum 20. Mai 2001 finden die Feierlichkeiten seitens der VG Brohltal statt. Mit Ausstellung in der Bausenberghalle Nzi. Exponate werden immer gesucht. Zuständig ist Herr Rick.

Joachim Jakubowski


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MORAC lässt grüssen: Güterverkehr bzw. Strecken in der Eifel ausgeschrieben

- Zum 10. Juni 2001 wird der Güterverkehr der DB Cargo auf der Strecke Andernach Mayen eingestellt
- Der Güterverkehr auf der Reststrecke Koblenz-Lützel - Ochtendung wird demnächst ausgeschrieben
- Die Strecke Gerolstein - Pronsfeld wird demnächst erneut ausgeschrieben
- Auch vom Rest-Güterverkehr auf der Ahrtalbahn will sich DB Cargo trennen

Peter Weber


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250 Spraydosen
Züge und Wände besprüht

mt Heimbach/Nideggen - Mehrfach hatte im Dezember des letzten Jahres ein Graffiti-Sprayer am Jülicher und am Heimbacher Bahnhof seine Spuren an Zügen der Dürener Kreisbahn hinterlassen. Die aufgesprühten Graffiti trugen alle dieselbe Handschrift.

Mitte Januar schließlich wurde ein 27-Jähriger aus Nideggen in der Nähe einer frisch besprühten Wand an der Bahnunterführung in Höhe von Gut Lorsbeck angetroffen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fand man bei dem Nideggener 250 Spraydosen und 60 Edding-Stifte sowie Skizzenmaterial.

Bei der Vernehmung zeigte sich der Mann aus Nideggen jedoch nur teilweise geständig. Er bezeichnete sich als "Künstler". Mittlerweile konnte dem Sprayer auch eine Straftat vom Oktober 2000 am Schulzentrum in Nideggen nachgewiesen werden.

Das Strafmaß für "gemeinschädliche Sachbeschädigung" sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren Haft sowie eine Geldstrafe vor. Außerdem muss der 27-Jährige nun damit rechnen, die Beseitigungskosten seiner "Kunstwerke" selbst tragen zu müssen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 02.03.2001 (Internet).
 

Kommentar: Das sind schon merkwürdige "Künstler" die Fahrzeuge oder anderes öffentliches und privates Eigentum beschmieren. Da wird nicht nur das Auge der meisten Menschen beleidigt. Die Kosten für die Geschädigten sind immens. Bei dieser "Kunst" handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt - es ist Sachbeschädigung. Daher wäre es begrüssenswert, wenn mit hohen Strafen Nachahmer abgeschreckt würden. Vielleicht wäre es ja auch hilfreich, einmal das Eigentum der "Künstler" mit ein paar Spraydosen zu verschönern...

Peter Weber


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Bahn zieht sich aus Güterverkehrsgeschäft weiter zurück

München (ddp-bay). Die Bahn wird sich in den kommenden drei Jahren in Bayern in ihrem Güterverkehrsgeschäft weiter aus der Fläche zurückziehen. Im Rahmen eines Sanierungsprogramms ist geplant, rund die Hälfte der heute 353 Güterverkehrsstellen zu schließen. Die Bahnhöfe von Rosenheim, Landshut und Plattling werden ihre Bedeutung im Güterumschlag weitgehend verlieren.

Im Rahmen des Sanierungsprogramms «Morac» («Marktorientiertes Angebot der DB Cargo AG»), das jetzt anläuft, will die Bahn ihr hochdefizitäres Güterverkehrsgeschäft auf Kurs bringen. Am Donnerstag stellten die bayerischen Bahnchefs in München Eckpunkte des Morac-Programms vor. Ziel sei eine Ergebnisverbesserung von rund 500 Millionen Mark jährlich, sagte der bayerische Konzernbeauftragte Hermann Graf von der Schulenburg. Das derzeitige Defizit im Güterverkehr wollte Schulenburg nicht näher beziffern. Es liege im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Besonders unrentabel für die Bahn ist der so genannte Einzelwagenverkehr, bei dem nicht ganze Züge, sondern lediglich separate Waggons zu einzelnen, weit verstreuten Zielpunkten transportiert werden. «Hier sind wir auf Grund des hohen Zeit- und Kostenaufwands nicht konkurrenzfähig», sagte Wilfried Renger, der für den Güterverkehr zuständige Bahnchef. Ziel sei deswegen, das bisher zu komplexe Verkehrssystem zu vereinfachen.

Im Zuge dessen sollen in Bayern rund 175 Güterverkehrsstellen, die bisher nur schwach frequentiert waren, nicht mehr bedient werden. Um welche Bahnhöfe es sich dabei handelt, steht nach Auskunft der Bahnsprecher noch nicht im Detail fest. Bevor es an Schließungen geht, wolle man zunächst Gespräche mit den Kunden führen. Fest steht hingegen, dass die Bahnhöfe von Rosenheim, Landshut und Plattling an Bedeutung im Güterverkehr verlieren werden. Dort werden ab 2002 keine kompletten Güterzüge mehr zusammengestellt.

Die DB Cargo erwartet durch das Sanierungsprogramm einen kurzfristigen Rückgang der Geschäfte um rund zehn Prozent. «Unser Ziel ist es aber, diese Marktanteile wieder zurückzuholen», sagte Schulenburg. Unter anderem wolle man den Rückzug aus der Fläche mit strategischen Partnerschaften kompensieren. Es liefen bereits Verhandlungen mit privaten Schienenanbietern, etwa in Augsburg, über eine Zusammenarbeit im Güterverkehr.

Anmerkung: In diesem Sinne werden die Fahrten auf der Ahrtalbahn zu Apollinaris wohl
auch demnächst eingestellt werden...

01.03.2001 (Jan Schauff)