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NACHRICHTEN: 12/2000



12.12.2000 Auf Wiedersehen...
16.12.2000 Bonn: Strassenbahn (Hardtbergbahn)
16.12.2000 VRS sauer auf Deutsche Bahn
16.12.2000 Köln: S-Bahn Westring
20.12.2000 VRT: Verbund startet im Januar
19.12.2000 Vorgebirgsbahn: Schranken-Säger in Bornheim
19.12.2000 Bahn-Pendler: Der tägliche Bahnsinn
18.12.2000 ÖPNV: "Taxi-Bus" soll hohe Defizite reduzieren
18.12.2000 Börse in Bitburg: Modellbahnen und Spielzeug
14.12.2000 Bad Breisig: 10 Tonnen Schienenschrott geklaut
13.12.2000 Bahntrassen zu Radwegen...
12.12.2000 Neues von Norbert
08.12.2000 Sechste Farbattacke auf Rhein-Sieg-Eisenbahn
08.12.2000 The return of BR 215 ...
07.12.2000 SWR-Landesschau berichtet über Nostalgie-Eisenbahnen
04.12.2000 In drei Jahren rollt der ICE zum Flughafen Köln/Bonn
04.12.2000 Bahn muss drastisch sparen
02.12.2000 Neues vom 2.12.
01.12.2000 Jahresrückblick des AK Bördebahn
01.12.2000 Nikolausfahrten im Visier der Wissenschaft
01.12.2000 Gleiserneuerung zwischen Weilerswist und Erftstadt


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Auf Wiedersehen - im nächsten Jahr(tausend)

Das Jahr und das zweite Jahrtausend neigen sich langsam zu Ende. Die vom Eifelbahn e.V. veranstalteten Schienenbusfahrten von Prüm nach Trier am kommenden Wochenende sind vielleicht auch die letzten Fahrten auf der Strecke Gerolstein - Prüm (- Pronsfeld), denn einem Artikel des TV nach hat die EBM nun doch kein Interesse an einer Übernahme der Strecke. Wenn sich auf die erneute Ausschreibung hin kein Betreiber findet, ist die Eifel demnächst wahrscheinlich um eine weitere (Rest-)Strecke ärmer. Vielleicht sind unsere hohen Herren aber einmal so schlau, und lassen die Gleise einfach mal liegen. Man weiss schliesslich nie, was die Zukunft noch alles so bringen wird.
Enttäuschend ist da auch die rot-grüne Politik, die weite Strecken mit höheren Entfernungspauschalen belohnt. Und unsere schwarzen "Freunde" fordern weiter vehement den Weiterbau der A 1, als ob eine direkte Autobahnverbindung von Skandinavien bis nach Spanien für die Eifel etwas bringen würde (ja, mehr Verkehr, mehr Umweltverschmutzung, mehr Landschaftszerstörung...).
Aber der Wahnsinn hat ohnehin Methode (nicht nur bei den Rindern): Da hat man irgenwo eine neue Autobahn von 100 km Länge eröffnet. Kosten: 1,2 Milliarden DM. Wenn ich richtig rechne, kostet ein km dann stolze 12 Millionen! Aber es kommt noch besser: Die Bahnanbindung des Flughafens Köln/Bonn kostet 1 Milliarde Mark bei einer Länge von 15,2 km!
Wo wir gerade bei Enttäuschung waren: Die Mitarbeit an diesen Seiten ist enttäuschend, von einigen wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen. Ich bitte nochmals um Mitarbeit und Beiträge (aktuelle Informationen, Literaturhinweise, Zeitungsartikel, Fotos, Fehlerhinweise usw.), damit sich auf diesen Seiten etwas mehr tut.

Liebhaber der praktischen Übersichtsseiten finden den Link auf die Sitemap unter IMPRESSUM und jetzt auch zusätzlich auf der Startseite. Ferner haben jetzt fast alle grossen Menüpunkte ein Foto erhalten (unter MARKTPLATZ gibt es eine aus 10 Fotos erstellte GIF-Animation: Lok V der Brohltalbahn verlässt den Teufelstunnel).
Während der Menüpunkt HOME bislang zum Portal führte, kann man jetzt zwischen PORTAL (Auswahl eifelbahn.de, Eifelbahn e.V., AKE Eisenbahntouristik usw.) und STARTSEITE (eifelbahn.de) wählen.

Für den Rest des Jahres ist auf diesen Seiten nicht mehr mit viel Neuem zu rechnen. Obwohl ich mir eine (wohlverdiente) Pause gönnen möchte, werde ich aber mir zugehende Informationen u.a. einbauen.

Ich wünsche allen bereits jetzt Frohe Weihnachten und Alles Gute für das kommende Jahr!

Peter Weber


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Bonn: Hardtbergbahn

Mehrheit aus CDU und SPD fällte den Grundsatzbeschluss im Rat:
Tunneldeal für Hardtbergbahn

jfr Bonn. Als "Automobilitätspakt" beschimpfte Grünen-Planungssprecher
Karl Uckermann im Stadtrat das Zweckbündnis von CDU und SPD zur
Rettung der Hardtbergbahn. Damit konnte er aber eine deutliche
Mehrheit für den Grundsatzbeschluss über die Einführung der
Straßenbahnen in den Tunnel und U-Bahn-Haltepunkt unter dem
Hauptbahnhof, die Planung der Tunnel unter Poppelsdorfer Allee,
Bonner Talweg (61/62) und Baumschulallee (künftige Hardtbergbahn)
sowie die Prüfung einer Tieflage der Straßenbahnen zwischen
Stadthaus und Kennedybrücke nicht verhindern.

Als "einzig guten Satz in der Vorlage" lobte PDS-Ratsherr Stefan
Schenke den Punkt 5 des Beschlussentwurfs: "Die Beschlüsse zum Bau
der Viktoriaunterführung werden aufgehoben".

Die reine Freude über weitere Straßenbahntunnel und -tieflagen war bei
keinem Redner im Rat zu hören. Auch das Zweckbündnis gab sich in der
Ratssitzung vor dem Grundsatzbeschluss bedächtig.
SPD-Planungssprecher Werner Esser: "Hardtbergbahn schaffen,
Viktoriatunnel verhindern - das war wichtig!" So oder keine
Hardtbergbahn - auf diese Kurzformel brachte der SPD-Sprecher dann,
was er noch einmal ausdrücklich als eine der wichtigsten
Planungsentscheidungen bezeichnete.

Von einer "Fülle von Vorteilen" sprach auch CDU-Planungssprecher
Benedikt Hauser, und zwar wie er betonte, sowohl für den Verkehr in der
Stadt Bonn als auch "für die Entwicklung des Städtebaues in der Stadt".
Dazu wies er unter anderem später auf die Problemzone
Bahnhofsvorplatz hin. Auch blieb der stellvertretende
Fraktionsvorsitzende unverbindlich in seinem Urteil, dass die
Hardtbergbahn "wichtig", "notwendig" und "sinnvoll" sein könne.

Während Uckermann die Grünen-Ablehnung mit dem Motto "Menschen
und Straßenbahnen gehören an die Oberfläche" skandierte, erinnerte
FDP-Ratsfrau Sigrid Brozio an die Speksis der FDP aus wirtschaftliche
Gründen: "Der Kompromiss bestärkt uns nur in unserer Ablehnung", er
sei nicht anders als eine "Rettungsaktion der Hardtbergbahn-Planung"
bis zu nächsten Kommunalwahl".

Quelle: Kölnische Rundschau vom 16.12.2000 (Internet).


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VRS-Verbandsversammlung im Rathaus
Die Partner sind sauer auf die Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn hat im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erneut für
Verärgerung gesorgt. Bei der Verbandsversammlung des
Zweckverbandes VRS teilte die Bahn den politischen Vertretern der
Kommunen mit, dass sie mit weiteren Beeinträchtigungen und
Verzögerungen beim Ausbau des Bahnnetzes rechnen müssen. So wird
der Bau des sogenannten S-Bahn-Westrings, der den Kölner
Hauptbahnhof mit Bonn und Euskirchen verbinden sollte, erst 2012
fertig werden. Bislang war von 2008 als spätestem Fertigstellungsdatum
die Rede gewesen.

Die Bahn bestätigte noch einmal die bereits bekannt gewordenen
Verzögerungen beim rechtsrheinischen S-Bahn-Ausbau für die S 12.
Außerdem werde es durch die Baumaßnahmen auf beiden Rheinseiten
zu erheblichen Behinderungen im normalen Verkehr kommen.

Im VRS mehren sich nun die Stimmen, die den Partner Bahn stärker in
die Pflicht nehmen wollen. "Wir müssen uns überlegen, wie wir als
Aufgabensteller und Bezahler mit solchen Informationen umgehen",
sagte der Sprecher der Grünen in der Verbandsversammlung, der Kölner
Ratsherr Manfred Waddey. Man müsse von der Bahn einen Ausgleich
verlangen.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist schon einen Schritt weiter als
der VRS: Er fordert von der Deutschen Bahn wegen Unpünktlichkeit zwei
Millionen Mark zurück. Seit Jahresbeginn seien nur 87 Prozent aller
S-Bahnen im Gebiet des VRR pünktlich. Vertraglich vereinbart war eine
Quote von 90 Prozent. Eine solche Vereinbarung gibt es auch im VRS.

fra

Quelle: Kölnische Rundschau vom 16.12.2000 (Internet).


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Köln: S-Bahn-Westring

Land zahlt Planungsauftakt für den S-Bahn-Westring
Die Planung für den S-Bahn-Westring - der das linksrheinische Köln wie ein "C" umfängt - kann beginnen.

Wie der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS),
Walter Reinarz, am Freitag in der Sitzung der Verbandsversammlung
mitteilte, hat das Land vor wenigen Tagen zugesichert, die Kosten für
die Planung zu übernehmen.

Damit setzte die Landesregierung den Schlusspunkt unter einen
schwelenden Konflikt mit der Deutschen Bahn.

Denn es bestand und besteht zwar im Prinzip Einigkeit darüber, dass ein
solcher S-Bahn-Ring nötig ist.

Gleichzeitig aber hatte die Deutsche Bahn eine ganze Weile die
Auffassung vertreten, sie werde Planung und Bau nur dann
übernehmen, wenn man ihr zusichere, dass sie später auch dort die
Strecke betreiben könne. Darauf war man aber nicht eingegangen.

Selbst bei zügiger Planung und ebensolchen Genehmigungsverfahren
dürfte es noch eine ganze Weile dauern, bis die Strecke befahren
werden kann.

Vor dem Jahr 2011 wird wohl kaum eine S-Bahn auf dem Westring
rollen. Bisher war häufig 2007 als Jahr der Inbetriebnahme genannt
worden.

Enttäuschung auch beim zweiten Vortrag in der Sitzung: Die Bahnhöfe
Troisdorf, Porz und Ehrenfeld werden bis 2003 "Problemzonen" bleiben,
auf etlichen Strecken in der Region werden Pendler erhebliche
Verspätungen in Kauf nehmen müssen - bis ICE-Strecke und andere
Bauprojekte fertig sind.

Der VRS und seine Vertreter sahen zwar ein, dass Einschränkungen nicht
zu vermeiden seien, hielten sogar Verzögerungen der
Streckenfertigstellung für nachvollziehbar. Sprecher aus besonders von
Verspätungen betroffenen Kreisen forderten jedoch, für diese
Minderleistungen eine Kompensation bei der Bahn einzufordern.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 16.12. 2000 (Internet).


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VRT: Verbund startet im Januar

hs Hillesheim/Obere Kyll - 17 Unternehmen aus dem Bezirk Trier bieten
ab Januar einen neuen Verkehrsverbund an. "Verkehrsverbund Region
Trier" (VRT) heißt das neue Unternehmen, das den Öffentlichen
Personennahverkehr ab 2001 organisiert.

In einem ersten Schritt werden sämtliche bislang in dieser Region
geltenden ÖPNV-Tarife vereinheitlicht. Künftig gilt ein Fahrschein für
die gesamte Strecke, unabhängig von den benutzten Verkehrsmitteln.

Der VRT wird von einer gemeinsamen GmbH, an der
Verkehrsunternehmen und ÖPNV-Aufgabenträger in der Region Trier
mit je 50 Prozent beteiligt sind, gesteuert. Dabei übernimmt die GmbH
die zentralen Aufgaben wie die Koordination, die Abwicklung der
Ausgleichsberechnungen, die gemeinsame Außendarstellung und die
Information.

Rechtzeitig vor dem Verbundstart am 1. Januar 2001 erhalten alle
Haushalte eine Tarif-Information. Sie enthält ebenfalls die detaillierte
Zonenaufteilung für den jeweiligen Landkreis. Persönliche Fragen zu
den zukünftigen Tarifen werden unter der Hotline [TEL] 01 80/ 1 99 33
66 beantwortet.

Weitere Infos im Internet:

www.vrt-info.de

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 20.12.2000 (Internet).


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Vorgebirgsbahn: Schranken-Säger in Bornheim

3. Anschlag auf Anlagen der Bahn
Linie 18: Irrer Schranken-Säger schlug wieder zu

Von STEFAN SCHULTZ

Bornheim - Der Wahnsinnige aus dem Vorgebirge - wieder
hat er zugeschlagen und die Fahrgäste der Linie 18 in
Angst und Schrecken versetzt.

Am Bahnübergang Bornheim-Waldorf im Weidenpeschweg zersägte der
irre Bahn-Säger wieder eine Halbschranke. Zum Glück konnte sie vom technischen
Notdienst der Bahn schnell wieder repariert werden - eine
Gefahr für die Fahrgäste wurde somit ausgeräumt. Wer ist der große
Unbekannte? Seit Wochen bereitet er Polizei und Bevölkerung
Kopfzerbrechen. Was treibt er für ein Spiel? Noch tappen die Beamten
im Dunkeln, gehen allerdings von einem Einzeltäter aus.

Schon zum dritten Mal schlug der Bahnsäger auf der Strecke Bonn - Köln
zu. Immer nimmt er sich die Bahnlinie 18 vor, immer in Bornheim.

Dank der Aufmerksamkeit der Autofahrer und der Geistesgegenwart der
Lokführer konnte bisher eine Katastrophe verhindert werden.

So auch vor drei Wochen. Am 29. und 30. November zersägte er
ebenfalls am Bahnübergang Bornheim-Waldorf die Kunststoffschranken -
die Teile legte er fein säuberlich auf und neben den Gleisen ab.

Mit Spezialwerkzeug, vermutlich einer Elektrosäge mit Akku, macht sich
der Wahnsinnige ans Werk und gefährdet das Leben unzähliger
Fahrgäste.

Die ermittelnden Beamten sind dringend auf Hinweise aus der
Bevölkerung angewiesen. Wer hat den unheimlichen Schranken-Säger
beobachtet oder sonstige Verdächtige in der Nähe des Tatortes?

Hinweise nimmt die Polizei unter 0228/15 80 11 entgegen.

Quelle: Express vom 19.12.2000 (Internet).


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Bahn-Pendler

Der große Pendler-Report
Der tägliche Bahnsinn

Von PETER BERGER

Köln - Unser Hauptbahnhof, an einem ganz normalen Montagmorgen. Es ist
8.15 Uhr. Gleis 5. Heute ist er ausnahmsweise einmal pünktlich, der
Regional-Express von Düren, der über Wuppertal weiter nach Münster fährt.
Pünktlich, das sind in diesem Fall nur vier Minuten Verspätung. Denn bei
ihrer Statistik wendet die Bahn einen Trick an. Bis fünf Minuten ist pünktlich.
Erst dann greift die Statistik.

Fünf Doppelstock-Wagen hat der Zug, bietet 921 Pendlern Platz. Stehplätze
eingerechnet. „Einen Sitzplatz kriegst du hier nur ganz selten“, sagt
Holger Wolters (36). „Höchstens in den Sommerferien. Dass wir heute
hier nur vier Minuten zu spät sind, ist ein echter Glücksfall.“

Der tägliche Bahnsinn. 1055 Züge passieren täglich den Kölner
Hauptbahnhof. Davon 780 im Nahverkehr. Die Anzahl der Zug-Kilometer
pro Jahr hat sich seit 1994 von 15,1 auf 16,8 Millionen erhöht. Doch das
Schienennetz ist nicht mitgewachsen. Und der Fahrzeugpark auch nicht.
Noch immer rollen beispielsweise auf der Strecke Krefeld-Köln
Uralt-Waggons, die schon bald 40 Jahre und Millionen von Kilometern
auf dem Buckel haben.

„Genau da liegt unser Problem“, sagt Bahnsprecher Manfred
Pietschmann, der weit davon entfernt ist, das Pendler-Chaos
schönzureden. „Nehmen wir die Strecke Düren-Köln. Wir bauen an der
S-Bahn auf der 42 Kilometer langen Strecke. Ende 2002 soll die fertig
sein.“ Bis dahin rät der Bahnsprecher den Kunden: „Wir können dort
nicht pünktlich sein. Das ist bei uns nicht anders als bei Baustellen auf
der Autobahn.“

Eingleisige Betriebsführung, Geschwindigkeitsbeschränkungen in
Baustellen. „Das wirft den Fahrplan durcheinander“, so Pietschmann. Er
rät den Kunden: „Notfalls einen Zug eher fahren. Autofahrer, die auf
ihrem Weg eine Baustelle haben, fahren ja auch früher los.“

Der tägliche Bahnsinn. EXPRESS nimmt ihn in dieser Woche unter die
Lupe. Denn es sind nicht nur die Baustellen und der veraltete Fuhrpark,
die die Pendler täglich nerven.

Es ist auch der schlechte Service, die mangelnde Flexibilität. „Ich fahre
täglich nach Düsseldorf und zurück“, erzählt Herta Weinrich. „Wenn der
Regional-Express zu spät ist, darf ich den ICE nicht benutzen. Dabei
fährt er auch nach Köln. Das ist eine Unverschämtheit.“

Ab morgen im EXPRESS: Der Pendler-Report. Schildern Sie uns Ihre
Erlebnisse. Schreiben Sie an die EXPRESS-Lokalredaktion, Postfach,
50590 Köln. Per Fax unter 0221/224 2136, per E-Mail unter
koeln@express.de. Stichwort: „Bahnsinn“.

Quelle: Express vom 19.12.2000 (Internet).


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ÖPNV: RVK-Omnibuslinien

"Taxi-Bus" soll hohe Defizite reduzieren
Ab September 2001 im ganzen Kreis

js Mechernich - Statt mit dem Omnibus werden die Mechernicher
demnächst mit dem "Taxi-Bus" durch die Lande kurven. In der jüngsten
Sitzung des Planungsausschusses stellten gleich drei Fachleute in
Sachen Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) die neuen Pläne der
Kreisverkehrsgesellschaft, des Regionalverkehrs Köln (RVK) und der
Planungsgesellschaft Verkehr vor.

Bei einem Umsatz von 150 Millionen Mark per anno fahre der
Regionalverkehr rund 20 Millionen Mark Miese ein, verkündete deren
Betriebsleiter Erwin Jakobs. Es gelte daher, diese Defizite möglichst zu
reduzieren: "Auch um die Kommunen zu entlasten, die sich durch
Umlagen an diesen Kosten beteiligen müssen."

Und da sei die Einführung eines "Taxi-Busses" ein probates Mittel.
Fahrgastzählungen hätten nämlich ergeben, dass eine Vielzahl der vier
Omnibuslinien, die der RVK in Mechernich betreibt, nur kümmerlich
frequentiert würden. Außer in Stoßzeiten sollten diese Linien daher
durch besagte "Taxi-Busse" ersetzt werden.

Wobei "Bus" allerdings ein nicht immer zutreffender Begriff ist. Die
örtlichen Taxiunternehmer sollen ihre Pkw zur Verfügung stellen, um
auch die Bewohner der Außenorte im Stundentakt nach Mechernich zu
bringen. Anders als beim Anrufsammeltaxi würden die Fahrgäste im
"Taxi-Bus" zum Normaltarif kutschiert.

Aber wie bei diesem System sei auch beim Taxi-Bus eine
Voranmeldung erforderlich. Unnötige und kostenträchtige Leerfahrten
könnten so verhindert werden, meinten die Experten. Ab September
2001 soll der Taxi-Bus kreisweit eingeführt werden.

Die Fachleute hielten diese neue Errungenschaft für eine Verbesserung
des Angebotes. Eine Auffassung, die Hans Schmitz (SPD) nicht teilte.
Denn der Bahnreisende wird nach derzeitigem Sachstand ab September
2001 spätabends nicht mehr per ÖPNV vom Euskirchener Bahnhof nach
Kall kommen. Der Busbetrieb zwischen Mechernich und Kall soll
nämlich eingestellt werden.

Und auch über die Kosten, die danach auf Mechernich zukommen,
wollte Schmitz Aufklärung haben. Denn den Taxi-Unternehmern, die
ihre Fahrzeuge für diese Touren zur Verfügung stellen, wird eine
Entschädigung gezahlt werden müssen.

Obwohl die drei Experten etwa eine Stunde auf die Ausschussmitglieder
einredeten, verloren sie kein Wort darüber, was Mechernich für den
ÖPNV zuzubuttern hat - weder nach neuer noch nach alter Regelung.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.12.2000 (Internet).


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Börse in Bitburg

Modellbahnen und Spielzeug

BITBURG. (ka) Die zweite Große Modellbahn- und Spielzeugbörse Bitburg öffnet
am 17. Dezember ihre Pforten. In der Ausstellungshalle des Autohauses Tix,
Auf Merlick, ist in der Zeit von 11 bis 17 Uhr ein breites Sortiment an
Modelleisenbahnen, Modellautos, Puppen, Lego und Playmobil, altes
Blechspielzeug, Holzspielzeug und vieles mehr, was das Kinder- und
Sammlerherz höher schlagen lässt, zu bewundern. Zudem gibt es kostenlose
Fahrten mit der Kindereisenbahn, und von 13 bis 15.30 Uhr hat der Nikolaus
für die kleinen Besucher Überraschungen parat.
Aufgrund des enormen Erfolges der ersten Großen Börse im vergangenen Januar
hat man die jetzige Veranstaltung wesentlich erweitert. Im Gebiet zwischen
Köln und Saarbrücken sowie zwischen Luxemburg und Koblenz ist es die größte
Modellbahn- und Spielzeugbörse, sagt der Veranstalter. Ein Teil des Erlöses
wird für die SWR-Aktion "Herzenssache" gespendet.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 15.12.2000 (Internet).


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Bad Breisig: Zehn Tonnen Schienenschrott geklaut

BAD BREISIG. In der Zeit zwischen Sonntag, 19 Uhr, und Montag, 7 Uhr,
10./11. Dezember, wurde im Bereich des Bahnhofs Bad Breisig ein mit zehn
Tonnen Schienenschrott beladener Container gestohlen. Der Container ist
orangefarben. Der Verkaufspreis fur den Schrott betragt zirka 1200 Mark.
Die Polizei Remagen ermittelt und nimmt Hinweise entgegen.
Polizei Remagen, Tel. 02642/93 820

Quelle: Rhein-Zeitung [Jan Schauff].


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Radweg

Bald an der Ahr entlang
Absprache mit Landrat im Nachbarkreis

Von Johannes Puderbach

Blankenheim - Das vielgewünschte Projekt eines durchgehenden
Radweges entlang der Ahr wird schon bald Realität werden. "Die
Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern verlaufen äußerst
positiv", erklärte auf Nachfrage Franz Unterstetter, zuständiger
Geschäftsbereichsleiter der Kreisverwaltung.

Der Kreis Euskirchen will einen Radweg vom Bahnhof Blankenheim
Wald über Blankenheimerdorf und den Hauptort Blankenheim errichten.
Anschließend soll ein neuer Weg entlang der Ahr gebaut werden, der in
weiten Abschnitten der alten Ahrbahntrasse folgt. Nach der Stilllegung
der Bahn waren einzelne Abschnitte der Trasse an Privateigentümer
verkauft worden. "Bis auf einen haben wir mittlerweile mit allen
Grundstückseigentümern gesprochen", erklärte Unterstetter.

Außerdem habe es dieser Tage ein Gespräch zwischen dem
Euskirchener Landrat Günter Rosenke und seinem Kollegen aus dem
Kreis Ahrweiler gegeben. Denn im Kreis Ahrweiler führt bisher ein
Radweg von der Mündung der Ahr in den Rhein bei Sinzig den Fluss
hinauf bis nach Dernau. Der Kreis Ahrweiler habe bei dem Treffen
zugesichert, seinen Radweg bis an die Kreisgrenze zu verlängern.

"In einem überschaubaren Zeitraum wird der Radweg durchgehend von
der Quelle bis zur Mündung befahrbar sein", prophezeite Unterstetter.
Natürlich könne er nicht sagen, wie lange der Kreis Ahrweiler brauche,
um seinen Radweg zu verlängern. Bis der Kreis Euskirchen seinen
Abschnitt "komplett tipptopp" errichtet habe, würde es etwa drei bis vier
Jahre dauern. Doch einzelne Abschnitte könnten schon früher
freigegeben werden. Der Radweg werde im Prinzip der Ahrbahntrasse
folgen, an einigen Stellen, wo es schöne Alternativen gebe, würden
auch Wirtschaftswege benutzt.

Im kommenden Jahr wird das Blankenheimer Radwegenetz an zwei
Abschnitten mit Mitteln des Bundes erweitert. Dies teilte die
Bundestagsabgeordnete Helge Kühn-Mengel (SPD) in einer
Presseerklärung mit.

Mehrere Blankenheimer Bürger hatten sich in einer Sprechstunde an die
Bundestagsabgeordnete gewandt, um den Ausbau des Radwegenetzes
zu erreichen. In einem Gespräch mit dem Leiter des Rheinischen
Straßenbauamtes Euskirchen, Helmut Nikolaus, erfuhr Helga
Kühn-Mengel von den zwei anstehenden Erweiterungen. "In Richtung
Schmidtheim soll neben der B 51 eine rund ein Kilometer lange eigene
Radwegespur entstehen, die die Blankenheimer Radwege fortführt und
einen für die Radfahrer gefährlichen Engpass auf der unfallträchtigen B
51 beseitigt", teilte die Bundestagsabgeordnete mit. Diese Maßnahme
war dem Blankenheimer Hauptausschuss schon im Februar diesen
Jahres angekündigt worden. Allerdings hieß es damals noch, dass der
Radweg bereits dieses Jahr gebaut werden soll.

Der zweite Radweg wird am Ortsende von Blankenheim in Richtung
Ahrtal gebaut, teilte Kühn-Mengel mit. Der vor gut zwei Jahren erstellte
Fuß- und Radweg an der B 258 werde nun bis zur Kläranlage
weitergeführt.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.12.2000 (Internet) [Norbert].


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Neues von Norbert

- Wie schon gemeldet wurden die VT 611er mal wieder aus dem Verkehr gezogen.
Seitdem sind lokbespannte Züge zwischen Trier und Köln unterwegs, bestehend
aus einer 215er und 4 Wagen + 1 Steuerwagen. Die Diesellok ist dabei immer
in Richtung Köln am Zug.

- Laut der Kölner Rundschau übernimmt die EBM (Dieringhausen) die Strecke
Gerolstein - Prüm - Pronsfeld aus wirtschaftlichen Gründen doch nicht. Das
"könnte" damit das Ende der reizvollen Strecke bedeuten, da die
Verbandsgemeinde Prüm auf eine endgültige Entscheidung drängt. Diese möchte
nach wie vor einen Radweg auf die Bahntrasse bauen und damit den
Kylltalradweg mit Belgien und Luxemburg verbinden. Außerdem ist Sie an dem
Bahnhofsgelände in Prüm für eine andere Verwendung interessiert.
(Anmerkung: Wenn man dann doch den Schienenstrang Gerolstein bis Pronsfeld
liegen läßt und hier zum Beispiel einen Betrieb mit Fahrraddraisinen
durchführt, oder einen regelmäßigen Museumsbetrieb (Eifelbahn e.V.)
durchführt, müßte doch eine weitere Existenz der Strecke  möglich sein. Denn
in anderen Regionen der BRD ist davon immer wieder zu lesen. Warum nicht
auch in der Eifel !!!)

- Einige 215er sollen von DB-Regio an DB-Cargo verkauft werden und nach
einem Umbau (Ausbau des Kessels für die Dampfheitzung) in Baureihe BR 225
umgezeichnet werden.

Gruß
Norbert


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Sechste Farbattacke auf Rhein-Sieg-Eisenbahn

Sprayer drangen in abgesperrtes Gelände hinter Beueler Bahnhof ein - Bohnet: "Handschrift" kommt mir bekannt vor

Von Rüdiger Sturm

Beuel. Detektive, Bewegungsmelder, ein hoher Zaun - alles hat nichts genützt: Zum sechsten Mal
innerhalb zweier Jahre sind Waggons der Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) von Graffiti-Sprayern
beschmiert worden. Und zwar von oben bis unten. "Die Täter müssen am vergangenen
Wochenende, vermutlich in der Nacht zum Sonntag, auf das abgesperrte Gelände hinter dem
Beueler Bahnhof eingedrungen sein", sagte RSE-Pressesprecher Rainer Bohnet. Dazu hätten sie
kurzerhand ein großes Loch in den Maschendrahtzaun geschnitten.

Rund 6000 Mark Schaden haben die Graffiti-Sprayer an den RSE-Waggons angerichtet. Foto: Malsch

Beschmiert wurden diesmal ein Schienenbus und ein großer Reisezugwagen. Beide waren erst kürzlich
mit erheblichem Aufwand von ähnlichen "Kunstwerken" gesäubert und zum Teil neu lackiert
worden. Die "Handschrift" der Sprayer kommt Bohnet übrigens bekannt: "Einige der Embleme sind auch bei
früheren Farbattacken auf unsere Waggons gesprüht worden."

Den Schaden schätzt der RSE-Sprecher auf 3000 Mark pro Wagen. Er hat die Polizei eingeschaltet
und hofft, dass die Täter diesmal ermittelt werden. Allerdings hat niemand etwas Verdächtiges
beobachtet. Wobei unklar ist, ob die Bewegungsmelder überhaupt angesprungen sind. Bohnet:
"Wenn die Sprüher sich clever bewegt haben, sind die Lampen gar nicht angegangen." Aber
RSE-Mitarbeiter haben Spraydosen gefunden, die die Täter auf dem Betriebsgelände weggeworfen
haben. "Vielleicht kommt die Polizei den Schmierern anhand von Fingerabdrücken auf die Spur",
so der RSE-Sprecher. In den vergangenen Monaten seien ja in Bonn einige Graffiti-Sprayer
geschnappt und zur Rechenschaft gezogen worden.

Auf Hilfe von anderer Seite hofft Bohnet diesmal nicht. Wie berichtet, hatte sich bei Schmierereien
im Mai vergangenen Jahres ein Detektiv-Büro auf die Suche nach den Graffiti-Sprayern gemacht.
Die Detektive hatten zwar herausgefunden, dass die auf die RSE-Waggons gesprühten Embleme
auch in anderen Stadteilen zu finden waren, und eine Dokumentation zusammengestellt. Die
Identität der RSE-Besprüher blieb aber im Dunkeln. Und auch NRW-Justizminister Jochen
Dieckmann wird diesmal wohl nicht in Aktion treten. Er hatte sich im vergangenen Jahr den
Schaden angesehen, aber gleichzeitig eingeräumt, dass es sehr schwer sei, den Hinweisen
nachzugehen. Darüber hinaus habe er aus Düsseldorf nichts gehört, so Bohnet.

Egal, ob die Täter gefunden werden oder nicht - für die RSE dürfte die erneute Farbattacke ein
schwerer Schlag sein. Bohnet: "Anders als bei der Bundesbahn gibt es bei uns keinen großen Topf,
aus dem der Schaden bezahlt werden kann." Was nicht weiter verwunderlich ist: Die RSE ist eine
kleine Privatbahn mit zehn festen Mitarbeitern, die nur sporadisch auf der Strecke zwischen dem
Beueler Bahnhof und Großenbusch in Hangelar verkehrt. Nur einmal im Jahr, wenn Pützchens
Markt ist, fährt sie fast eine ganze Woche lang. Die Haupteinnahmequelle sind gelegentliche
Gütertransporte.

Quelle: GA vom 07.12.2000.


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The return of BR 215 ...

Ab 08.12.2000 werden für einige Wochen ALLE RegionalExpress auf der Eifelstrecke
durch Wagenparks mit BR 215 ersetzt, die aber nur Trier - Köln fahren!
Verspätungen sind also wieder sicher...

Gruß
A. M.


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"Wat is´n Dampfmaschin?"

Zu Zeiten der Feuerzangenbowle schnauften diese großen Maschinen noch über die Gleise. Bis heute haben die Dampfloks nichts von ihrer Faszination verloren. Grund genug für Eisenbahnfans, die musealen Schienenfahrzeuge immer wieder ins Rollen zu bringen. Übers Jahr tut sich so einiges auf rheinland-pfälzischen Schienen.
Die LANDESSCHAU gibt einen Überblick über die schönsten Nostalgie-Eisenbahnen im SWR-Sendegebiet.

MO 4. Dezember 2000 Die Ludwigsbahn
DI 5. Dezember 2000 Das Kuckucksbähnel
MI 6. Dezember 2000 Nikolausfahrt
DO 7. Dezember 2000 Rheingold-Lok
FR 8. Dezember 2000 Die Hunsrückbahn
SA 9. Dezember 2000 Vulkan-Express

Quelle: SWR (Internet).


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In drei Jahren rollt der ICE zum Flughafen

Arbeiten an Airport-Schleife haben begonnen - Land, Bahn und VRS unterschrieben
S-Bahn-Vertrag - S-12-Ausbau im Siegtal Ende 2004 fertig

Von Klaus Elsen

Region. "Seit mehr als 30 Jahren wird über einen Schienenanschluss für den
Köln/Bonner-Flughafen geredet, heute ist es endlich soweit." Werner Schniedermann, neuer
Geschäftsführer des Adenauer-Airports, sprach denn auch von einem historischen Augenblick, als am
Montag am Bahnhof Porz-Wahn der erste Spatenstich für den Bau der Flughafenschleife geführt
wurde. Zudem wurden die Verträge für den Ausbau der S-Bahn-Linie 12 und den Bau der
S-Bahn-Linie 13 unterzeichnet. Die 15,2 Kilometer lange ICE-Flughafenschleife, auf der auch die
S-Bahn verkehren wird, soll rund eine Milliarde Mark kosten.

Spatenstich ohne Spaten: Mit einer hydraulischen Ramme wurde die erste Spundwand für die
ICE-Flughafenschleife in Porz-Wahn in die Erde getrieben. Fotos: Klaus Elsen

Während der Bau der ICE-Strecke Köln-Frankfurt seit einigen Jahren auf Hochtouren läuft, verzögerte
sich die Verwirklichung der Airport-Schleife immer wieder. Vor allem rechtliche Auseinandersetzungen mit
Anliegern wie dem Gestüt Röttgen brachten das Projekt, für das im Bonn/Berlin-Ausgleich eine
halbe Milliarde Mark zur Verfügung stehen, mehr als einmal an den Rand des Scheiterns.
So wird der ICE Ende 2002 mit Tempo 300 zwischen Köln und Frankfurt verkehren. "Der Flughafen wird
aber frühestens ab Dezember 2003 angefahren", sagte Wolfgang Mauer, DB-Beauftragter für Nordrhein-Westfalen.

Die Schleife zweigt am Bahnhof Porz-Wahn nach Osten von der Hauptstrecke ab, quert die B 8 und
verschwindet in Höhe der Flughafen-Autobahn im Tunnel. Der führt zwischen Grengel und
Wahnheide hindurch zum 18 Meter unter der Erde gelegenen ICE-Halt am Flughafen und von dort
wieder nach Westen. Bei Gremberghoven stößt die Trasse wieder auf die Hauptstrecke. Der Tunnel
ist 4 210 und der Schloß-Röttgen-Tunnel 1 047 Meter lang. Für den Bau der Schleife werden rund
2,3 Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Die Kosten teilen sich Bund (500 Millionen), Land (435
Millionen) und Flughafen (105 Millionen).

Mit der Unterzeichnung des S-Bahn-Vertrages wurden Investitionen von 750 Millionen Mark in der
Region festgeschrieben.

Vor rund 200 Gästen unterzeichneten am Montag Vertreter von Land, Verkehrsverbund Rhein-Sieg
und Bahn AG auch den so genannten "S 12/S 13-Vertrag". Der Vertrag mit einem Gesamtvolumen von
750 Millionen Mark regelt den Ausbau der S-Bahn-Infrastruktur im rechtsrheinischen Großraum
Köln/Bonn. Die bestehende S-Bahn-Linie 12 (Köln-Troisdorf-Hennef-Au/Sieg) wird vor allem
im Siegtal komplett ausgebaut. Neu eingerichtet wird die S 13 von Köln über den Flughafen
und Troisdorf bis nach Bonn-Oberkassel. In den Kosten von 750 Millionen Mark sind Park & Ride-Anlagen,
Bahnhofs-Modernisierungen, behindertengerechte Ausstattungen und der Neubau von Brücken enthalten.

Die S 12 soll bis Ende 2004 fertiggestellt sein, ebenso der S-13-Abschnitt bis Troisdorf. Das sollte
eigentlich auch für den Abschnitt bis Oberkassel gelten - der wird allerdings erst bis Ende 2006
verwirklicht, teilte Maurer am Montag mit. Im Zuge des S-Bahn-Ausbaues werden auch der
Troisdorfer Bahnhof und der Haltepunkt Friedrichs-Wilhelms-Hütte erneuert; in Weldergoven entsteht
der völlig neue Haltepunkt Hennef-Ost.

Angelika Mertens, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, sagte, die Verknüpfung der
Verkehrssysteme Schiene und Luft sei ein "übergeordnetes Verkehrsziel" für die Bundesregierung.
"Die Region Köln/Bonn wird deutlich von den Impulsen der Schienenanbindung profitieren. Sie ist
ein Beitrag zur erfolgreichen strukturellen Neuausrichtung der Region", sagte Mertens. Staatssekretär
Jörg Hennerkes vom NRW-Verkehrsministerium schätzt, dass durch die Anbindung des Flughafens in
den kommenden Jahren in der Region rund 15 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. "Hier wird
nicht nur Verkehrsinfrastruktur auf hohem Niveau geschaffen, sondern auch eine hervorragende
Wirtschaftsinfrastruktur." Airport-Manager Schniedermann richtete an die Bahn den Wunsch, dass am
Flughafen nicht nur ICE- und S-Bahn-Züge halten, sondern auch Fern- und Regionalzüge. So
könnten bei erschöpften Kapazitäten in Düsseldorf Fluggastpotenziale aus NRW in Köln/Bonn
aufgefangen werden.

Quelle: Internet (04.12.2000).


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Bahn muss drastisch sparen
Transrapid-Gelder für Netz-Ausbesserung?

Von Klaus Dieter Oehler

Der Transrapid soll in China eingesetzt werden.

Frankfurt - Die Lage der Bahn zwingt zu drastischen Sparschritten. Für die
Neubaustrecke zwischen Stuttgart und München sowie den Umbau einiger
Bahnhöfe fehlt das Geld. Die Bundesregierung will den Personalabbau
mit Mitteln aus dem Verkauf der Eisenbahnerwohnungen unterstützen.

"In unserem Finanzszenario sind keine Gelder für die Bahnhofsprojekte in
Stuttgart, München und Frankfurt enthalten", bestätigte ein Sprecher der
Bahn am Wochenende einen Zeitungsbericht. In der mittelfristigen
Finanzplanung bis zum Jahr 2005, die Bahnchef Hartmut Mehdorn dem
neuen Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig vorgelegt hat, sind bereits
ohne diese Neubaumaßnahmen Investitionen von rund 70 Milliarden DM
vorgesehen.

Allein 50 Milliarden DM muss die Bahn in die Sanierung des
Streckennetzes stecken, für 20 Milliarden DM will man modernere
Lokomotiven und Waggons anschaffen. Da diese Investitionen weder aus
eigener Kraft zu finanzieren sind noch vom Bund bezahlt werden, will die
Bahn verstärkt Kredite aufnehmen. Insgesamt, so heißt es, müssten bis
2005 rund 30 Milliarden DM mehr Schulden gemacht werden als
veranschlagt. Der Schuldenberg wachse bis dahin wieder auf 52
Milliarden DM.

Bei der Bahn betont man jedoch, dass dieses Szenario noch keine
endgültigen Zahlen enthalte. Es sei aber absehbar, dass angesichts der
finanziellen Lage weder in München noch in Frankfurt oder Stuttgart die
bisherigen "Kopfbahnhöfe" für viel Geld umgebaut werden könnten. Auch
für die geplante ICE-Strecke zwischen Stuttgart und München seien keine
Mittel in der Investitionsplanung vorgesehen. Selbst die beiden
alternativen Strecken für den Hochgeschwindigkeitszug Transprapid - in
München und im Ruhrgebiet - könnten auf die Streichliste geraten.

Die Grünen im Düsseldorfer Landtag haben deshalb Bundesfinanzminister
Hans Eichel (SPD) aufgefordert, die für die Magnetschwebebahn
vorgesehenen rund 5,1 Milliarden DM in die Modernisierung des
Bahnnetzes zu stecken.

Verkehrsminister Bodewig hat angekündigt, dass der Bund den
notwendigen Personalabbau bei der Bahn ab 2001 finanziell unterstützen
werde. Mit den Mehrerlösen aus dem Verkauf der Eisenbahnerwohnungen
von 500 Millionen DM werde man eine Vorruhestandsregelung
mitfinanzieren.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 04.12.2000 (Internet).


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Neues vom 2.12.

Brohltalbahn (Vulkan-Express)
Heute fanden die ersten diesjährigen Nikolausfahrten der Brohltalbahn mit dem Vulkan-Express statt. Im Einsatz waren Lok V (deren Pfeifen sich eher wie ein Mississipi-Dampfer anhört) und der Dieseltriebwagen am Zugende.
Im Bahnhof Brohl (Brohltalbahn) steht ein beleuchteter Weihnachtsbaum. Die Bahnhofsgebäude sind weihnachtlich geschmückt, ebenso die Fenster der Wagen des Zuges (z.B. mit Strohsternen). Im Bahnhof kann man sich mit Glühwein (auch als alkoholfreie Variante für Kinder) oder mit einem Siedewürstchen stärken (dazu eine Scheibe Brot und wahlweise normalen oder scharfen (Löwen-) Senf. Die Zeit bis zur Abfahrt wird von vielen auch für das obligatorische Foto NN und die Dampflok genutzt.
Der Nikolaus steigt unterwegs zu. Bevor er einsteigt geht er an den Wagen entlang und ergreift so manche Kinderhand. Die jüngeren Kinder sind dabei zum Teil etwas skeptisch. Die im Packwagen mitgeführten Nikolaustüten werden von Helfern auf die Wagen verteilt und bei der Weiterfahrt an die Kinder überreicht. In Oberzissen verlässt der Nikolaus den Zug und winkt den Fahrgästen bei der Rückfahrt nach.
Die Fahrten stossen auf ein grosses Interesse. So warteten bei der Ankunft des 13.00 Uhr Zuges in Oberzissen mehrere (> 5) Busse [ :-(  - Die wären besser mit dem Wochenendticket angereist] auf die Fahrgäste aus dem Kreise Bitburg-Prüm.

Euskirchen (EBM-Loks)
120 281-1, derzeit wegen des Gleisumbaus zwischen Weilerswist und Liblar ähhh Erftstadt im Einsatz, hat Besuch bekommen. Am späten Nachmittag stand auch 120 506 der EBM (beschmiert "made in Cologne", vgl. BahnFoto) im Bahnhof Euskirchen, im Gegensatz zu ihrer Schwester allerdings ohne Wagen.


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Jahresrückblick des AK Bördebahn

Der Arbeitskreis Bördebahn lädt alle an der Eifel-Bördebahn (Düren - Euskirchen) interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich ein zu einem engagierten Austausch über den ÖPNV in der Voreifelregion.

Donnerstag, 7. Dezember 2000, 19:00 Uhr
in der Bürgerbegegnungsstätte Vettweiss, Gereonstraße/Rathaus

Weitere Informationen über Veranstaltungen des AK Bördebahn bei:
Holger Filipowicz 02421 / 49 01 01; Hansbert Schruff 02421 / 29 14 18

Der Arbeitskreis Bördebahn lädt zum Jahresrückblick 2000

Am 07. Dezember 2000 findet in der Bürgerbegegnungsstätte Vettweiss der Jahresrückblick des Arbeitskreises Bördebahn statt. Um 19.00 Uhr treffen sich alle interessierten Bürger zum engagierten Gedankenaustausch über den ÖPNV in unserer Region.
Der AK Bördebahn schaut an diesem offenen Abend auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
Lokalpolitiker aus Gemeinden des Kreises Euskirchen und Düren haben sich bereits angekündigt.
Neben dem Rückblick bietet der AK Bördebahn einen Ausblick auf die kommenden Aktivitäten des Vereins im Jahr 2001, wo die Arbeit als Initiator von Fahrten und als Forum für Reaktivierungsbemühungen im Mittelpunkt stehen wird.
Wichtige Entscheidungen auf regionalpolitischer Ebene stehen an. Zur Belebung der Eifel-Bördebahn ist Unterstützung von allen Seiten ist sehr willkommen.
Kontaktadresse: Holger Filipowicz (AK Bördebahn) 02421 / 490101, Hansbert Schruff (IG Rurtalbahn e.V.) 02421 / 291418
 


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Nikolausfahrten im Visier der Wissenschaft

Die Volkskundeabteilung des Amtes für rheinische Landeskunde (ARL) in Bonn beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Nikolausbrauchtum. Interessant für die Kulturdienststelle des LVR (Landschaftsverband Rheinland) sind auch neuere Formen wie die von verschiedenen Eisenbahnvereinen angebotenen Nikolausfahrten. Wer die Arbeit des ARL mit Informationen und Bildmaterial (gerne auch leihweise) unterstützen will, wende sich bitte an:

Amt für rheinische Landeskunde
Endenicher Str. 133
53115 Bonn
Tel. 0228 / 98 34-0 (Zentrale).


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Gleiserneuerung zwischen Weilerswist und Erftstadt

Bedingt duch den Gleisumbau ist derzeit auch in Euskirchen viel los.

Am 27.11. verlud Kranwagen 007 Gleisjoche von der Ladestrasse auf Wagen, im Rangiereinsatz war 120 281-1 der EBM.
Später stand im Güterbahnhof für den abend- und nächtlichen Einsatz folgender Az bereit:
- Lok 120 281-1 (EBM)
- 4 x Fas 126 (keine K-Wagen vorhanden) für den alten Schotter
- 1 x Sms 461 (mit Aggregat)
- 2 x Facns 141 (mit Schotter)
- 2 x Slps (mit Gleisjochen - Betonschwellen)
- 2 x Fac 139 (mit Schotter)
- 1 x Schutzwagen 816 (für Gleiskran)
- 1 x Kranwagen 007.
Ferner stand im Bahnhof 215 036-5 mit Park sowie 215 031-6, letztere wohl für den Güterzug nach Köln.

Am 28.11. rangierte 203 503-8 (DB Regio AG Werk Stendal) mit 120 281-1 (EBM), abgestellt war 118 004 (ITL Dresden) in grün-weiss. Noch spät im Rangierdienst war DB Cargo Euskirchen mit 294 169-8, und 215 031-8 stand für den Güterzug nach Köln bereit.

Am 30.11. stand der Kranwagen 007 an der Güterabfertigung, der Güterbahnhof war voll mit diversen Fahrzeugen wie z.B. MFS-38 oder BSW 2000 (Bunker-Schüttgut-Wagen, Fa. Wiebe). 203 503-8 stand mit Fas 126 und K-Wagen zur Aufnahme von altem Schotter bereit, ein paar Gleise weiter 120 281-1 mit neuen Gleisjochen, ferner 215 036-5 mit Park.
An der Ladestrasse fuhr ein Tanklaster mit Diesel an. Daraufhin setzte sich der Umbauzug von Gleis 47 in Bewegung, darunter RM 900 S - 2 AHM (Bettungsreinigungsmaschine, Fa. Spitzke), Werkstattwagen 470 und Wagen für Oberbaumaschinen 193. Nach dem Betanken von mehreren Fahrzeugen des Zuges ging es zurück auf Gleis 47, wozu aber einige Rangierfahrten erforderlich waren.
An Gleis 46 standen 09-32 CSM (DB Bahnbau), SSP sowie diverse Wohn- und Werkstattwagen.