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NACHRICHTEN: 12/1999
 
 

Ich wünsche allen Besuchern dieser Site Frohe Weihnachten und ein Fröhliches Neues Jahr!

Fotomontage links: Lok 365 660-0 kommt am 6.2.1996 aus Zülpich zurück, aufgenommen kurz vor Euskirchen. Als Hintergrund wurde eine Eifeler Schneelandschaft verwendet. - Neujahrskarte von 1903: Der abfahrende Zug trägt auf dem letzten Wagen die Jahreszahl 1902 (das alte Jahr geht), die Lok des ankommenden Zuges trägt die Jahreszahl 1903.



[30.12.1999]

Neues von der Bahn

Heute erwarb ich die neue Ausgabe des "nachrichtenblattes 4/99 INFORMATIONEN
ZUR VERKEHRSPOLITIK IM RHEINLAND" (diese Zeitschrift erscheint 4x im Jahr
und ist in Bahnhofsbuchhandlungen im Rheinland zu kaufen; wirklich sehr zu
empfehlen!!!)
Hier findet man unter anderem interessante Berichte über die Realisierung der
Hardtbergbahn (Straßenbahn von Bonn Hbf in Richtung Duisdorf/Hardtberg),
über einen Testbericht des VT 644 TALENT (Rote Eleganz mit blauen Härten ,
Der TALENT-Triebzug BR 644 in der Fahrgastkritik), Eifelquerbahn - Stand der
Dinge (Reaktivierung) und aktuelle Streckenmeldungen.

Bei den Streckenmeldungen der KBS 474 Köln - Gerolstein - Trier ist zu
lesen, daß die durch Schwellenkreuze versehenen Gleise im Bf Jünkerath
demnächst abgebaut werden und der Abzweig nach Losheim in den direkten
Bahnsteigbereich hineingezogen wird. Außerdem sollen dann die Signalanlagen
der Bahnanlagen Jünkerath von Gerolstein aus gesteuert werden!!!

Zum Thema "Pendolino" VT 611 ist zu lesen, daß dieser wohl erst im Mai 2000
wieder in die Eifel zurück kehren wird und dieser dann aber nicht mehr bis
Saarbrücken fahren soll. Das wäre allerdings nicht sinnvoll, da schon jetzt
durch den Wegfall der durchgehenden Züge Köln-Trier-Saarbrücken im Bf
Gerolstein die Verkaufszahlen um 50% gesunken sind.

Ab 1.8.2000 soll es einen Verkehrsverbund Region Trier geben, wobei noch
viele Frage nicht gelöst sind, wie z.B. Anerkennung der BahnCard oder die
Anerkennung von VRS-Karten zwischen Gerolstein und Jünkerath.

Norbert
 

Bombendrohung

In letzter Zeit scheint sich die Anzahl der Bombendrohungen auf Bahnhöfe
wieder zu erhöhen. Nach Euskirchen am 1. Weihnachtstag kam es auch im Trierer
Hbf zu einem Bombenalarm. Gegen 12:30 Uhr muss ein Anrufer die DB verständigt
haben, dass eine Bombe auf dem Bf hochgehen werde. Der Hbf wurde daraufhin
bis ca. 13:50 weiträumig abgesperrt. Es kam zu größeren Verspätungen.

z.B.  IR 2432 Bremerhaven - Luxembourg +80
        IR 2537 Saarbrücken - Cuxhaven +65
        RB 22231 Trier - Koblenz +90
        RB 22939 Gerolstein - Trier +90
        RE 22103 Gerolstein - Trier +30
        RE 3251 Köln - Trier +5
        RE 22112 Trier - Gerolstein +15
        RB 22936 Trier - Gerolstein +85
        RB 22942 Trier - Gerolstein +80
        RE 3256 Trier - Gerolstein +80
        ........

Gruß Christoph

P.S. War leider selbst betroffen...
 

[29.12.1999]

Müllverkehr nach Mechernich

Hallo!

wollte nur mitteilen, daß das örtliche Personal in Mechernich davon ausgeht, daß der Müllverkehr auch im neuen Jahr auf unbestimmte Zeit weitergeht. Denkbar wäre allerdings eine Variante mit nur noch 2 Zügen pro Woche (bislang 3). Schriftlich hat man jedoch noch keine Informationen vorliegen.

Viele Grüße und HAPPY MILLENNIUM

Christian
 

Dürener Kreisbahn (DKB)

Hallo zusammen,

ich hab gerade mal im Internet gestöbert und sowohl unter
http://194.245.36.141/aseag/Default_busspur.htm
wie auch im DB-online-Hafas (www.bahn.de)
für Mi, den 12.1.00 bei der DKB einen Halbstundentakt zwischen DN und
Untermaubach gefunden:

DN ab 5.20, 6.20...alle 30 min bis...20.20, 21.20, 22.20.

Die Fahrzeit von DN nach Heimbach beträgt jetzt nur noch 44 min, in der
Gegenrichtung 45 min.

Sa+So scheint es bei einem Stundentakt zu bleiben.

Die AVV-Auskunft (und nur diese!) verschweigt allerdings die Fahrt DN ab
9.50 - sollte da eine Lücke für den Güterzug nach Lendersdorf geblieben
sein? Bemerkenswert in diesem Zusammenhang, dass der Zug Heimbach 13.12 -->
DN 14.05 in Lendersdorf 4 min Aufenthalt hat, während alle anderen nur 1
min dort halten.

Außerdem verschweigt die AVV-Auskunft interessanterweise den 22.20-Zug,
wenn man als Such-Zeitraum "ganzer Tag" eingibt. Wählt man hingegen z.B.
"17.00 +8h", dann kommt er.

Die Ortsauswahl der AVV-Auskunft ist bekanntlich grauenhaft. "Nideggen
Brück Bahnhof" oder "Heimbach Bhf" werden z.B. als unbekannt
zurückgewiesen. Die korrekte Eingabe für Kommune und Haltestelle muss
lauten:

Düren / Bahnhof
Kreuzau / Eifelstraße
Kreuzau / Untermaubach (!)
Nideggen / Brück Bhf (nicht Bf!)
Heimbach / Bf (nicht Bhf!)

Viele Grüße und einen guten Rutsch,
Klaus Wölfle
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einer unterjährigen Fahrplanänderung bei der Dürener Kreisbahn (DKB)
auf der Strecke Düren - Heimbach scheinen auf der benachbarten DKB-Strecke
Düren - Jülich eine ganze Reihe von Zügen falsche Verkehrstage bekommen zu
haben bzw. ganz verschwunden zu sein.

An Mo-Fr fahren laut Hafas nur noch ganz wenige Züge, z.B. besteht zwischen
7.12 und 12.48 Uhr eine LÜCKE im Zugverkehr von Düren nach Jülich, was
nicht sein kann, da zur selben Zeit in der Gegenrichtung Jülich --> Düren
ein Stunden- bzw. Halbstundentakt gefahren wird.

Ich bitte Sie, diese Datenfehler zu bereinigen. Die betroffenen Züge haben
Nummern im Bereich RB 81500 bis 81599; insbesondere um 81510 bis 81540
herum scheinen mir einige Dinge im Argen zu liegen. Herauskommen müsste für
beide Richtungen ein Stundentakt, der Mo-Fr zu Berufsverkehrszeiten auf
einen Halbstundentakt verdichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wölfle
 

[28.12.1999]

Pressespiegel: Bahnhof Euskirchen

In der Kreisstadt:
Bombenalarm im Bahnhof

bz Euskirchen. Eine Bombendrohung hat am Samstagabend, 25.
Dezember, gegen 23.05 Uhr Polizei und Rettungsdienste in Aufregung
versetzt. Ein anonymer Anrufer erklärte, gegen 23.30 Uhr werde im
Bahnhof eine Bombe hochgehen.

Das Bahnhofsgelände wurde geräumt und abgesucht. Nach Überprüfung
und in Absprache mit der Bahnpolizei Bonn wurde der Bahnhof gegen
23.45 Uhr wieder freigegeben. Der Bahnverkehr war nicht betroffen, da
der Bahnhof zu dieser Zeit geschlossen war.

Die Polizei stellt noch einmal klar, dass derartige Anrufe nicht als Scherz
verstanden werden, zumal die "Störung des öffentlichen Friedens durch
Androhung von Straftaten" nach dem Strafgesetzbuch unter Strafe
gestellt ist. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 28.12.1999, Internet
(http://www.rundschau-online.de/euskirchen/106)
 

Pressespiegel: VRS-Erweiterung bis Gerolstein

Gerolstein im Verbund
Vertrag wird im Gerolsteiner Rathaus unterzeichnet

GEROLSTEIN. (es) Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) wird seinen
Tarifraum ab dem 1. Februar 2000 bis nach Gerolstein ausdehnen.

Kommunalpolitiker, des Verbandsdirektors des Zweckverbandes
Schienenpersonennahverkehr, Dr. Thomas Geyer, und Vertretern der
Kreisverwaltung Daun waren gekommen, als Landrat
Heinz Onnertz, der Geschäftsführer des
Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Horst Krämer und der
Geschäftsführer der DB-Regio, Rolf Schüller, im
Rathaus Gerolstein den Vertrag über die
Verbunderweiterung (der TV berichtete)
unterzeichneten.

Landrat Onnertz bedankte sich bei allen, die zu diesem
positiven Verhandlungsabschluss beigetragen hätten.
Er stellte die Ausdehnung des Tarifverbundes als »eine
großartige Verbesserung des Angebotes im
Schienenpersonen-Nahverkehr nicht nur für unsere
Bevölkerung in den Großraum Köln, sondern auch
umgekehrt in unsere Region« dar.

Dr. Thomas Geyer sah diesen Tag als Wendepunkt,
denn seit 1998 sei es mit der Eifelstrecke immer nur
bergab gegangen. Nun soll diese Strecke wieder
qualifizierter werden. Auch der Pendolino sei wieder im
Gespräch.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 27.12.1999, Internet
(http://www.intrinet.de/19991227/da944316.htm)
 

Pressespiegel: Oleftalbahn

Interesse an Reaktivierung sehr gering

mn Hellenthal - In der Gemeinde Hellenthal stieß der Beschluss des
Kreistages, die Bahnstrecke Kall-Hellenthal reaktivieren zu wollen, auf
wenig Begeisterung. Bürgermeister Manfred Ernst wurmte es, dass er von
den Absichten des Kreises erst aus der Presse erfahren musste. "Mit uns",
so Ernst, "hat als betroffene Kommune im Vorfeld niemand geredet."

Laut Ernst gibt es zu der Reaktivierung eine Vielzahl von Gutachten, die
im Hinblick auf die Wirt¦schaftlichkeit zu sehr unterschiedlichen
Ergebnissen kommen. Bevor man sich überhaupt mit der Frage befassen
könne, müssten zunächst ganz konkrete Zahlen auf den Tisch. Von
besonderem Interesse sei natürlich, welchen finanziellen Beitrag die
Kommune zu leisten habe.

Ernst machte deutlich, dass man in Hellenthal über Jahre hinaus nicht
in der Lage und auch nicht willens sei, eventuelle Defizite aus dem
Betrieb der Bahnstrecke zu übernehmen. Der Bürgermeister ist, wie sein
Kaller Kollege Hans Kaiser, skeptisch, dass die Bahnstrecke tatsächlich
ohne große Defizite betrieben werden kann. Ein großes
Frachtaufkommen beim Güterverkehr dürfte es jedenfalls nicht geben.
"Ich habe", so Ernst, "sämtliche Unternehmen im Gemeindegebiet zu
dieser Sache befragt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass keines ein
Interesse an der Reaktivierung hat."

Auch für die Gemeinde wirft der Kreistagsbeschluss Probleme auf. Sie
wollte nämlich den vorhandenen Schienenstrang erwerben und das
Gelände später dazu nutzen, die Verkehrssituation im Kernort zu
entschärfen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Internet
(http://ksta.de/euskirchen/10241.html)
 

[24.12.1999]

Neue Rezensionen

In der Lokrundschau Nr. 187 (1-2/2000) werden auf den Seiten 76-77 die vier oben gezeigten CDs besprochen.

Zur Rezension der CD-ROM Die Bahnen der Stadt Köln folgende Anmerkung meinerseits: Da ich ohnehin ein Paket an den Verlag schicken musste, habe ich gleich eine Vorversion der unfertigen CD mitgeschickt. Eine Besprechung der fertigen CD würde sicher besser ausfallen...
 

[22.12.1999]

Zusätzliche Züge

Hi Leute!

An Silvester/Neujahr setzt die DB zusätzliche Züge von Köln nach Gummersbach, Au, Koblenz (Rechts-+Linksrheinisch), Düsseldorf, Aachen, Mönchengladbach, Wuppertal, Bergisch Gladbach und Euskirchen ein. Diese verkehren jeweils um 01:xx, 02:xx und 03:xx ab Köln Hbf. Die Fahrzeiten auf den für uns wichtigsten Strecken:

Köln-Euskirchen:
1) RB 11318 Köln-Deutz (01:10) - Euskirchen (01:56)
2) RB 11319 Köln-Deutz (02:10) - Euskirchen (02:56)
3) RB 11320 Köln-Deutz (03:10) - Euskirchen (03:56)
Aus diesem Grund sind auch alle Stw´s zw. Kalscheuren und KEU außerplanmäßig mit Nachtschicht besetzt!

Koblenz-Köln:
1) RB 22974 Koblenz (01:22) - Köln Hbf (02:49)
2) RB 22976 Koblenz (03:52) - Köln-Deutz(05:23)

Köln-Koblenz:
1) RB 11315 Köln-Deutz(01:06) - Koblenz(02:38)
2) RB 11316 Köln-Deutz(02:06) - Koblenz(03:38)
3) RB 11317 Köln-Deutz(03:06) - Koblenz(04:38)

Gruß Christoph
 

Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Lichtblick im Verbindungstunnel der Bahn
Ausdehnung des Tarifraumes des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) bis Gerolstein - Heute wird unterzeichnet

Von unserem Mitarbeiter STEFAN HAEB

GEROLSTEIN. Bahnreisende haben Grund zur Freude. Ab Februar 2000 weitet sich der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) von Jünkerath bis Gerolstein aus. Attraktive Tarife sind die Folge.

»Die Bahn kommt«, in Zukunft mit neuem VRS-Tarif bis Gerolstein. Wer ab Anfang nächsten Jahres mit dem Zug von Gerolstein nach Köln fährt, zahlt für ein VRS-Einzel-Ticket weniger als die Hälfte des aktuellen DB-Tarifs (14,50 Mark statt 30 Mark).

Egal ob jemand gelegentlich fährt oder regelmäßig pendelt, der neue Tarif rechnet sich für viele. Künftig wird es wesentlich günstiger, von den Bahnhöfen Lissendorf, Oberbettingen und Gerolstein in Richtung Köln oder Bonn zu reisen. Der Fahrgast hat die Möglichkeit, aus zwölf Tarifzonen auszuwählen. Vor allem die so genannten »Übersteiger«, also die Reisenden, die von den jeweiligen Zielbahnhöfen weiterfahren, profitieren vom neuen VRS-Tarif.
Alle Busse und Stadtbahnen innerhalb der Stadtgebiete Köln und Bonn sind in den Verbund einbezogen. Der Fahrgast muss nur noch ein Ticket lösen und hat damit mehrere in der Tasche. Die Bahnkunden hoffen, dass sich jetzt auch der Service den neuen Gegebenheiten anpasst. Die Bahn hat zur Zeit das »Talent« dazu, viele Kunden zu entnerven. Sei es durch Nichtraucherzüge oder angekündigte Verspätungen.
Auch die Sauberkeit in den Waggons überzeugt nicht jeden Autofahrer, auf die Schiene umzusteigen. Der neue Tarif sollte da erst der Anfang sein. Eines ist sicher: Die Neuerung stellt, laut Kreisverwaltung Daun, nicht nur eine Verbesserung des Schienen-Personen-Nahverkehrs auf der Eifelstrecke in den Großraum Köln dar, sondern auch für Touristen aus dem Kölner Raum wird die Eifel interessanter.
Das Angebot des VRS ist auf die Gewohnheiten der Bahnkunden abgestimmt. Neben dem Wochen- und Monatsticket gibt es weitere attraktive Angebote. Nachteil des neuen VRS-Gemeinschaftstarif ist, dass die Bahn-Card im Verbundnetz nicht gilt. »Eine Anerkennung macht nur Sinn, wenn die Bahn-Card in allen Verkehrsverbünden Deutschlands anerkannt wird«, so die Stellungnahme des VRS.

Fast drei Jahre wurde verhandelt

Bevor es zum Verbund kam, wurde fast drei Jahre verhandelt. Bereits 1996 wandte sich Verbandsbürgermeister Adolf Rodermann an den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), um für die Ausdehnung zu werben. Neben Gesprächen mit der Geschäftsführung des VRS knüpfte man damals Kontakte zur Deutschen Bahn und dem Wirtschaftsministerium. Das Wirtschaftsministerium stimmte grundsätzlich zu, sich zu 50 Prozent an den Kosten zu beteiligen.
Nach den Vorschriften des Nahverkehrsgesetzes war jedoch der Zweckverband des Schienenpersonennahverkehrs für die Entscheidung zuständig. Um die Verhandlungen zu forcieren, wurde ein Antrag an den damaligen Landrat Albert Nell weitergeleitet. Anfang 1998 kam die neue VRS-Geschäftsführung zu den gleichen Erkenntnissen, wie sie Verbandsbürgermeister Adolf Rodermann und Büroleiter Klaus Jansen bereits im September 1996 hatten.
Daraufhin legte der VRS eine Strukturuntersuchung mit Kostenschätzung für die Ausdehnung bis Gerolstein vor. Mindereinnahmen von 91 000 Mark, insgesamt zu erwartende jährliche Kosten von 103 000 Mark und einmalige Kosten von 11 000 Mark brachte die Untersuchung.
Anfang 1999 beantragte der Kreis als Kostenträger beim Ministerium eine Kostenbeteiligung für den Fall der Ausdehnung. Verbandsbürgermeister Adolf Rodermann beriet nun mit den Beigeordneten der Verbandsgemeinde über eine Kostenbeteiligung der Verbandsgemeinde Gerolstein. 25 Prozent wurden beschlossen.
In einer Kreisausschusssitzung beantragte Kreisbeigeordneter Klaus Jansen die Aufnahme des Themas in die Tagesordnung. Die nicht gedeckten Kosten sollten durch den Kreis übernommen werden. »Die Ausdehnung des Verkehrsverbundes stellt für die Bürger der VG einen besonderen Vorteil dar. Es besteht die Möglichkeit, dass durch erweiterte Programme der Touristikwerbung Gäste des Kölner Raumes über die Bahn in die Eifel kommen«, so die damaligen Argumente von Klaus Jansen.

Rheinischem Verbund den Vorzug gegeben

Die Diskussion über die Schaffung eines Verkehrsverbundes für die Region Trier blockierte das Vorhaben. Die Brunnenstädter waren der Meinung, dass im Hinblick auf die langwierigen Verhandlungen der Verkehrsverbund Köln vorgezogen werden sollte. »Für den Verkehrsverbund Region Trier wären zu viele Dinge noch zu klären gewesen. Eine zeitliche Verzögerung wäre nicht zu vertreten gewesen«, so Kreisbeigeordneter Klaus Jansen. Zum entscheidenden Durchbruch kam es im Mai 1999.
Aufgrund des massiven Drucks des Kreisbeigeordneten Klaus Jansen wurde die Bereitschaft signalisiert, den Verkehrsverbund vorab zu realisieren. »Die große Bedeutung der vorzeitigen Ausdehnung des Verkehrsverbundes für die Region Gerolstein und den Landkreis Daun brachte den Umschwung«, so Jansen.
Zur Finanzierung hat das Wirtschaftsministerium eine Förderung zugesagt, der Zweckverband wird sich an der Werbung beteiligen. Im Juni 1999 stimmte dann auch der Kreisausschuss des Landkreises einer Kostenbeteiligung des Landkreises Daun zu. Damit waren die Weichen gestellt.
Landrat Heinz Onnertz und der Geschäftsführer des VRS, Horst Krämer, unterzeichnen heute im Gerolsteiner Rathaus den Vertrag zur Ausdehnung des VRS-Tarifraums bis Gerolstein.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 22.12.1999 (Internet: http://www.intrinet.de/19991222/da941645.htm)
 

Wenn Lokführer nicht auf Gleisen fahren...

Polizei kassierte den Führerschein
Lokführer raste mit dem Auto zu seinem Zug

bz Euskirchen. Mit einem wahren "Affenzahn", so ein Polizeisprecher, raste gestern Mittag ein 31-jähriger Autofahrer aus Kall gen Euskirchen. Der Mann, von Beruf Lokführer der Bahn AG, sollte eigentlich um 13.30 Uhr seinen Nahverkehrszug in der Kreisstadt starten, hatte sich aber aus persönlichen Gründen verspätet. Also trat der Kaller kräftig aufs Gaspedal seines Fahrezeugs, um die Verspätung in Maßen zu halten. In Obergartzem mißachtete der Lokomotivführer eine rote Ampel auf der B 266, mehrfach überholte er an unmöglichen Stellen und ließ dabei auch schon einmal Verkehrsinseln rechts liegen, überholte also auf der Gegenfahrbahn.
Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten der Euskirchener Polizeileitstelle die rasante, halsbrecherische Fahrweise des Kallers. Eiligst jagten Polizeistreifenwagen deshalb dem Rasenden entgegen. Und tatsächlich: In der Roitzheimer Straße, an der Rückseite des Euskirchener Bahnhofs, wurden die Polizisten fündig. Der 31-Jährige wurde angehalten, kontrolliert und mußte seinen Führerschein abgeben. "Für den ist der Zug, zumindest was das Autofahren anbelangt, zunächst einmal abgefahren", kommentierte ein Polizist um 13.40 Uhr. Da hätte der Nahverkehrszug der Bahn schon zehn Minuten auf der Reise sein sollen.

Quelle: Kölnische Rundschau (Internet)
 

[14.12.1999]

Pressespiegel: Mit dem Schienenbus ins Schleidener Tal

Mehr Schienenbus-Fahrgäste als erwartet
In Kall innerhalb 4 Minuten rangiert

Gemünd. Unter Umständen wird eine Flügelung der Talent-Züge im Bahnhof Kall doch schon ohne aufwendige und kostspielige Gleisumbauten möglich. Die Regionalzüge von Köln - Gerolstein könnten eine Triebwageneinheit in Kall abkoppeln, die dann weiter durchs Oleftal nach Hellenthal verkehrt, um nach knapp einer Stunde wieder an die Regionalbahn nach Köln anzukoppeln. Reisende und Pendler können dann ohne ein Umsteigen bis Köln fahren.
Diese für das Schleidener Tal voraussichtlich schon in zwei Jahren gravierende Frage wird bisher als nicht durchführbar eingestuft. Am Samstagmorgen und am Sonntagabend kam es ausgerechnet mit einem historischen Schienenbus mit Anhänger zur Generalprobe. "In knapp vier Minuten hatten wir das Gleis gewechselt und standen am Bahnsteig in Richtung Gemünd", berichtete gestern Rainer Bohnet, Geschäftsführer der Rhein-Sieg-Eisenbahnen. Sobald dieser Rangiervorgang erst einmal zur professionellen Routine im Stellwerk geworden sei, seien drei Minuten spielend erreichbar, urteilte Bohnet.
Am Mittwoch wird der Kreistag Euskirchen in nichtöffentlicher Sitzung die Ausschreibung der Infrastruktur zur Reaktivierung der Oleftalbahn beraten. Der Kreisausschuss hat sich vorige Woche schon bei einer Gegenstimme (FDP) für die Ausschreibung der Arbeiten ausgesprochen.
Dabei wird zunächst von einem stündlichen Pendelverkehr zwischen Hellenthal und Kall ausgegangen. Während die künftigen Triebwagen auf einigen Teilabschnitten bis 80 Stundenkilometer fahren sollen, erhalten die rund 200 Meter über den Markt in Olef den Charakter von Straßenbahnverkehr. Vorbilder gibt es heute schon dafür in Karlsruhe und Zwickau, bald auch in Düren.
Umweg über Bonn kostete 35 Minuten Der vom Gemünder Verkehrsverein am Samstag und Sonntag gemietete Schienenbus konnte nicht direkt von Köln nach Kall und Gemünd durchfahren. Zwischen Weilerswist und Erftstadt war eine Rangierlok entgleist, also musste die "Flitsch" 40 km Umweg über Bonn verkraften. In Euskirchen stiegen 15 Reisende zu, weil ihre planmäßige Regionalbahn schon 20 Minuten Verspätung hatte. Durch diese besonderen Umstände kam es zu den 35 Minuten Verspätung.
Die weiteren Pendelfahrten zwischen Schleiden und Kall erfolgten am Samstag und Sonntag planmäßig. Die kostenlosen Fahrten wurden bei dem regnerischen Wetter sehr gut angenommen. "Wir waren positiv überrascht", erklärte Bohnet am Montag.

Quelle: Kölnische Rundschau (Internet)
 

[13.12.1999]

Termine
Ich habe die Terminseiten aktualisiert. Am 16.12. gibt es Militärverkehr nach Mechernich (Bundeswehranschluss) sowie nach und von Höddelbusch. Bei den Sonderfahrten liegt mir für den Rest dieses Jahres nur noch die Vennbahnfahrt zum Monschauer Weihnachtsmarkt vor. Auch die Modellbahnbörsen-Termine wurden aktualisiert. Einige Ergänzungen gab es auch auf der Eisenbahn-Linkseite.
Um Ergänzungen und evtl. Fehlerhinweise wird gebeten!
 

Mit dem Schienenbus ins Schleidener Tal
Die von der RSE durchgeführten Schienenbusfahrten waren trotz des schlechten Wetters gut besucht. Ob's am Nulltarif lag? Wir sind am Sonntag wegen des Regens nicht in Gemünd ausgestiegen, und in Schleiden riss dann der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein...
 

Reaktivierung der Strecke Euskirchen - Düren

Kreisausschuss Euskirchen votiert für eine Reaktivierung der Bahnstrecke nach Düren
Gutachten soll neu überarbeitet werden - nun werden gleiche Beschlüsse in Düren erwartet

Kreis Euskirchen (jwr). Die entscheidenden Weichen für eine Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Euskirchen und Düren werden nun auch im Kreis Euskirchen gestellt. Der Kreisausschuss votierte für eine Aufnahme der Schienenstrecke in den Ausbauplan des Üffentlichen Personen Nahverkehres NRW und fordert den Zweckverband VRS auf, die Reaktivierung der Bahnstrecke in den ÖPNV-Ausbauplan zu melden.
Den Bedarfsplan für den ÖPNV hat das Land Nordrhein-Westfalen am 1. Oktober vergangenen Jahres erstellt. Der Plan enthält unter anderem die langfristigen Planungen für eine Schieneninfrastruktur. Die Reaktivierung der Schienenstrecke Euskirchen - Düren wurde dabei in die Planungsstufe "möglicher späterer Bedarf" aufgenommen. Nach Ablauf von fünf Jahren wird geprüft, ob der Bedarfsplan fortgeschrieben werden soll ...

Quelle: Blickpunkt am Sonntag vom 12.12.1999 (21. Jg., 50. Woche), Titelseite
 

[10.12.1999]

BigPix: Neues Foto vom Bahnhof Mayen Ost, um 1976

Siehe FOTOS...
 

Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Das Tarifgebiet des VRS wird ab 1.1.2000 bis Gerolstein ausgeweitet. So können nun die Bf Lissendorf, Oberbettingen/Hillesheim und Gerolstein mit VRS-Fahrausweisen erreicht werden. Eine Fahrt von Gerolstein nach Köln oder Bonn kostet dann 14,50 DM.
Diese gute Nachricht kann man der Dezember Ausgabe eines VRS-Info Blattes entnehmen !

Norbert
 

[07.12.1999]

Mit dem Schienenbus ins Schleidener Tal (s. u.): Nachtrag

RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstrasse 152
D - 53229 Bonn
Tel.: +49 / 228 / 43 05 21, Fax: 43 24 13

Wir haben uns mit dem Besteller des Zuges darauf verständigt, dass alle Fahrten des Sonderzuges, auch die Überführungsfahrten von Köln nach Kall und zurück, kostenlos benutzt werden können.

MfG Rainer Bohnet
 

TV-Sendung zum Schienengüterverkehr: Endgültiger (?) Termin

RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstrasse 152
D - 53229 Bonn
Tel.: +49 / 228 / 43 05 21, Fax: 43 24 13

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie uns der SWR heute mitteilte, wird der Beitrag zum Schienengüterverkehr jetzt vsl. am Montag, 20.12.1999, 21.45 Uhr gesendet.

Nach Angaben des zuständigen Redakteurs soll dieser Termin jetzt definitiv sein. Hoffentlich bleibt es dabei!

Freundliche Grüße
RSE GmbH

Rainer Bohnet
 

[04.12.1999]

RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstrasse 152
D - 53229 Bonn
Tel.: +49 / 228 / 43 05 21, Fax: 43 24 13

Nachfolgender Veranstaltungshinweis zu Ihrer Information und mit der Bitte um Weiterverbreitung. Vielen Dank.

MfG Rainer Bohnet
 

Mit dem Schienenbus ins Schleidener Tal

Aus der Metropole Köln ins Schleidener Tal. Und das umweltfreundlich per Bahn. Dies ermöglicht am Samstag, 11. Dezember 1999 die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH mit zwei MAN-Schienenbussen.

Die Fahrt startet um ca. 9.35 Uhr in Köln Hauptbahnhof und verläuft über Euskirchen, Mechernich, Kall und Gemünd nach Schleiden. In Gemünd (Eifel) gibt es die Gelegenheit, den dortigen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Die Rückfahrt von Kall nach Köln kann mit den planmässigen Zügen der DB Regionalbahn Rheinland GmbH erfolgen.

Am Samstag, 11.12.1999 und Sonntag, 12.12.1999 pendelt die "Flitsch" dann um 11, 13, 15 und 17 Uhr von Kall nach Schleiden und zurück. Veranstalter ist der Werbe-, Verkehrs- und Verschönerungsverein Gemünd.

Am Sonntag, 12.12.1999 fährt der Sonderzug der RSE wieder zurück nach Köln. Der Zug startet um ca. 19.20 Uhr in Kall und erreicht Köln Hauptbahnhof um ca. 20.25 Uhr.

Die Mitfahrt im Sonderzug ist kostenlos !
 

RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH
Siebengebirgsstrasse 152
D - 53229 Bonn
Tel.: +49 / 228 / 43 05 21, Fax: 43 24 13

Nachfolgend eine Realsatire zu Ihrer Kenntnis. Man beachte den Preis von 2.000 DM für das Wegrangieren des Güterwagens. Gegenüber dem Hauptkonkurrenten der Bahn, dem Auto, sicher richtig. Gegenüber anderen Eisenbahnen aber bitte nicht!

MfG Rainer Bohnet

Vom Güterwagen zugeparkt

Halteverbot

Da er auf dem Park-and-ride-System auf der Oberlarer Seite des Troisdorfer Bahnhofes kein freies Plätzchen mehr für seinen Pkw fand, stellte ein Autofahrer den Wagen auf einem unbefestigten Platz ab, für den ein Halteverbot gilt. Um dahin zu gelangen, musste er ein ins Pflaster verlegtes totes Gleis überqueren. Wie groß aber war sein Schreck, als er abends feststellen musste, dass die Deutsche Bahn AG einen Güterwagen so ungünstig auf dem Gleis abgestellt hatte, dass er mit seinem Fahrzeug nicht mehr herauskam. Die Bahn AG wäre bereit gewesen, eine Lok, einen Lokführer und einen Rangierer zu aktivieren, um den Güterwagen zu entfernen, wollte für diese Hilfeleistung allerdings 2000 Mark kassieren. Daraufhin gab sich der Autofahrer damit zufrieden, dass er seinen Wagen tags darauf wegfahren konnte.

Quelle: Kölnische Rundschau, Ausgabe Rhein-Sieg, 03.12.1999
 

Streckenstillegung

Laut Berichten mehrerer Regionalzeitungen plant die DB AG zum 1.1.2000 die Stilllegung der Strecken Gerolstein-Kaisersesch, sowie Jünkerath-Losheim. Der Verein Eifelbahn e.V. versucht zusammen mit Eisenbahnfreunden aus Gummersbach eine Übernahme beider Strecken möglich zu machen. Weiterhin wurde bekannt, dass der Triebwagen der Eisenbahnfreunde Jünkerath jetzt im Lokschuppen in Gerolstein steht und ab Frühjahr aufgebessert werden soll. Außerdem sollen in Kürze einige Wagen eines ehem. Bauzuges aus Trier nach Gerolstein.

C. Michels
 

VRS ab 2000 bis Gerolstein

Laut neuen Prosepekten des VRS (Stand 01.01.2000) gilt dieser ab Neujahr auch bis Gerolstein.

C. Michels
 

Bahnhof Bitburg-Erdorf

Neuer Bahnhof erleichtert Reisen und Bleiben

Planung für Bitburg-Erdorf im Bauausschuss vorgestellt - Verkehrsplaner des Landes würdigen Konzept als vorbildlich

Von unserer Redakteurin ANNEMARIE HEUCHER

BITBURG. Das Umfeld des Bahnhofs in Bitburg-Erdorf soll städtebaulich komplett neu gestaltet werden. Jetzt liegt die Planung vor.

Wichtige Eckpunkte der Planung sind eine einheitliche ortstypische Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit der Schaffung eines kleinen Busbahnhofs, die Einrichtung von Park-&-Ride-Flächen sowie einer Bike&Ride-Anlage und die Erhöhung der Sicherheit auf dem gesamten Bahngelände. Alle Bahnsteige sollen praktischer nutzbar und Behinderten gerecht werden. Und - ganz im Trend - ein Kreisel rundet die Planung ab. 26 Meter soll er durchmessen und Bussen das Wenden erleichtern. Die Bauarbeiten, die insgesamt knapp 4,3 Millionen Mark kosten, können schon im nächsten Jahr beginnen, wenn keine besonderen Bedenken mehr vorgetragen werden, erläuterte Berthold Steffes, Ingenieur bei der Bitburger Stadtverwaltung, vor den Mitgliedern des Bauausschusses, der zusammen mit dem Erdorfer Ortsbeirat tagte.

Schiene und Straße zusammen geführt

Entworfen hat die Planung das Bopparder Büro Stadt-Land-Bahn. 55 Parkplätze entstehen vor dem Bahnhof, drei davon behindertengerecht. Wenn ein Bus aus Richtung Kirche (siehe Planzeichnung) in das Bahnhofsgelände einfährt, soll der Fahrer künftig Blickkontakt zu den Gleisen haben. Auf Zugverspätungen kann er somit leicht reagieren und die bisher immer wieder problematische Abstimmung zwischen Bus und Bahn verbessern. Auch das Ein- und Aussteigen auf dem Bahnsteig wird leichter. Die Bahnsteigkanten werden höher gebaut.

Wer künftig nur kurz am Bahnhof parken will, um Reisende abzuholen oder zum Zug zu bringen, der kann wie bisher hinter dem Bahnhof (in Richtung Metterich) parken. Die Einbahnregelung soll dafür aufgehoben werden. Fahrradboxen entstehen am Rande des Kreisels. Langzeitparker fahren aus Richtung Kirche wie die Busse an den Bahnhof heran, kommen dank eigens angebrachter Poller über den Kreisel aber nicht hinaus zum Bahnhofsgebäude, erläuterte Steffes.

Bislang ist das Reisen in Erdorf beschwerlich. Der Zweckverband des Schienen-Personennahverkehrs (SPNV) im nördlichen Rheinland-Pfalz nennt den heutigen Zustand des Erdorfer Bahnhofs »wenig attraktiv«. Nicht nur alte und gebrechliche Menschen seien beim Ein-, Aus- oder Umsteigen vielfach behindert. Auch Reisende mit Kindern und schwerem Gepäck könnten ohne fremde Hilfe kaum ein Gleis oder den Bahnsteig wechseln, so der SPNV-Zweckverband. Er würdigt die Bauplanungen als »vorbildlich«, weil Planungen der Stadt und des ÖPNV optimal verknüpft würden.

Umstritten ist in der Stadt die Frage, ob öffentliche Toiletten gebaut werden müssen. Der Ortsbeirat Erdorf wünscht dies, im Bauausschuss der Stadt scheut mancher aber die Kosten. Es hieß, der Bau einer Toilettenanlage koste schon 150 000 bis 200 000 Mark, der jährliche Unterhalt weitere 20 000 bis 30 000 Mark. Sollte man da nicht lieber mit dem Pächter der Bahnhofsgaststätte über eine öffentliche Mitbenutzung der Toiletten verhandeln?

Baubeginn kann schon nächstes Jahr sein

Offen ist auch noch die Frage, wo genau Schulkinder in den Bus einsteigen. Die Nähe zum Bahngleis ist manchen Eltern nicht geheuer.

Ausschussmitglied Stephan Garçon regte auch an, den jetzigen Zustand des Bahnhofs vor dem Umbau fotografisch festzuhalten, alte Inschriften (eine auch aus der Zeit des Nationalsozialismus) zu bewahren, statt sie auf den Müll zu werfen. Das Kreismuseum in Bitburg könne die Denkmäler, darunter auch alte Schilder, für seinen Bestand gut gebrauchen.

Das Land greift der Stadt finanziell kräftig unter die Arme. 85 Prozent der Baukosten fließen aus so genannten GVFG-Mitteln, am Hausbahnsteig 1 (Kosten 790 000 Mark) engagiert sich auch die Deutsche Bahn AG (DB Verkehrsstation), indem sie 15 Prozent der Baukosten übernimmt. Die Stadt Bitburg zahlt die gesamten Planungskosten (240 000 Mark) und 15 Prozent der Vorplatzgestaltung (Gesamtkosten: 1,5 Millionen Mark). Im Haushalt 2000 stellt die Stadt bereits die erste halbe Million dafür ein. Doch Steffes schränkt ein: »Die Finanzierung des Inselbahnsteigs steht noch in den Sternen.« Ortsbeirat und Ausschuss gaben dem Projekt seinen Segen. Der SPNV-Zweckverband, erinnert an das »äußerst ansprechende Fahrplanangebot« in Erdorf.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 1.12.1999, Internet (http://www.intrinet.de/19992101/bt878456).
 

Busverbindung von Hellenthal in Richtung Eupen

Buslinie über die Grenze

Kreis Euskirchen - Seit dem 27. November gibt es eine touristische Buslinie, die den Raum Eupen mit der Stadt Monschau verbindet. Dort zieht es viele Ostbelgier zum malerischen Weihnachtsmarkt im Rurtal.
Das wiederum kommt einem Wunsch entgegen, den die CDU-Kreistagsfraktion nach einem Besuch in den Ostkantonen geäußert hatte: Die Kreisverkehrsgesellschaft soll eine Verbindung von Hellenthal in Richtung Eupen schaffen.
Das müsse ja nicht gleich eine Schnellbus-Linie sein, erklärte Heinrich Vaßen von der Kreisverwaltung. Aber als touristische Linie könne man sehr wohl den "Luchsus-Bus" mit Monschau verbinden. Damit wäre automatisch auch der Weg frei in Richtung Eupen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (Internet).
 

Eifelstrecke

Kursbuchstrecke 474
Die Eifelstrecke wird ausgebaut

fa Kreis Euskirchen - Die Eifelstrecke zwischen Kalscheuren und Euskirchen (Kursbuchstrecke 474) soll ausgebaut werden - sofern das den Kreis Euskirchen keine müde Mark kostet. Diesen Beschluss fasste am Montag der ÖPNV-Ausschuss des Kreises.
Der Kreis geht davon aus, dass sowohl die Infrastruktur-Kosten als auch die Zusatzkosten durch eine Leistungsausweitung auf der Strecke durch den angepeilten integralen Taktfahrplan vom Land übernommen werden. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) wird vom Kreis aufgefordert, das beim Land deutlich zu machen.
Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass der S-Bahn-Betrieb zwischen Köln und Euskirchen nicht zu einer Verschlechterung für den Bereich südlich von Euskirchen führt. Außerdem dürfen sich die Fahrzeiten zwischen Weilerswist und Köln mit der Regionalbahn allenfalls geringfügig verlängern.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (Internet).
 

Strecke Euskirchen - Düren

Bahn nach Düren in den Ausbauplan?

fa Kreis Euskirchen - Der Trend war unverkennbar im Kreis-Ausschuss für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV): Der Kreis Euskirchen wird die Bahnstrecke Euskirchen-Zülpich-Düren für die Aufnahme in den Ausbauplan des Landes Nordrhein-Westfalen vorschlagen. Zwar fehlt noch ein endgültiges Gutachten, aber die Kreisverwaltung rechnet täglich mit dessen Eintreffen.

So wird voraussichtlich schon im Kreistag vor Weihnachten der entsprechende Beschluss gefasst werden. Dann müsste der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) die entsprechenden Schritte in die Wege leiten.

Bisher findet sich diese Schienenstrecke in der Kategorie "Möglicher weiterer Bedarf". Im Jahr 2003 soll geprüft werden, ob der Bedarfsplan fortzuschreiben ist. Dann könnte auch die Strecke Euskirchen-Düren neu bewertet werden. Bei der jetzigen Einstufung ist bis zum Jahr 2015 nicht mit finanzieller Förderung für die Reaktivierung zu rechnen.

Nach Auffassung der Kreisverwaltung wird die kurzfristig erwartete Machbarkeits-Studie die Chancen des Projektes deutlich verbessern. Darin sollen sowohl Aussagen zur Finanzierbarkeit als auch zur Betriebskonzeption enthalten sein. Dann könnte das Projekt womöglich 2003 in eine höhere Dringlichkeitsstufe rutschen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (Internet).