[last update: 01.06.2018] [ zurück | vor ]

NACHRICHTEN: Juni 2018



2018-04 [> Nachrichten Übersicht ]

05.04.2018 Kürzungen auf der Ahrtalbahn (10/2017-05/2018) (AW)


.
Kürzungen auf Ahrtalbahn für Landrat „völlig inakzeptabel“

Landrat Dr. Jürgen Pföhler spricht sich deutlich gegen etwaige Kürzungen im Fahrplanangebot auf der Ahrtalbahn aus und wird das Thema in die Oktober-Sitzung des Kreistags bringen. Die Pläne der DB Netz seien „völlig inakzeptabel".

Auch die Partner in der Region, die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis, seien alarmiert. Der Zweckverband Schienen-Personen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord in Koblenz (SPNV Nord), in dem der Kreis Ahrweiler Mitglied ist, habe sich bereits fundiert geäußert und in einer Stellungnahme gegenüber der DB Netz AG, der Bundesnetzagentur, dem Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz und dem benachbarten Aufgabenträger in Nordrhein-Westfalen, dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland, „klar kritisch geäußert und positioniert".

„Wir werden frühzeitig gegensteuern und verlangen Klarheit", betont Pföhler weiter. Große Teile des Kreises Ahrweiler und vor allem das Ahrtal seien im Berufs-, Versorgungs-, und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgerichtet. Umgekehrt stelle der AW-Kreis mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen dar. „Weniger Personenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr - das werden wir nicht akzeptieren", so Pföhler.

Anlass sind aktuelle Planungen der DB Netz, die den linksrheinischen Streckenabschnitt Hürth - Kalscheuren - Remagen gegenüber dem Eisenbahnbundesamt und der Bundesnetzagentur für überlastet erklärt hat. Demnach erwägt die Bahn unter anderem, dass die Ahrtalbahn (RB 30) über Remagen bis Bonn eingeschränkt verkehren soll, damit mehr Kapazitäten für den Güterverkehr entstehen. 

Pressedienst der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 12.10.2017
 

Resolution gegen Kürzungen auf Ahrtalbahn
 

Die Bahn erwägt, dass die Ahrtalbahn (RB 30) über Remagen bis Bonn eingeschränkt verkehren soll, damit mehr Kapazitäten für den Güterverkehr entstehen. Dagegen spricht sich der Kreistag Ahrweiler aus und hat eine entsprechende Resolution beschlossen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich dieser Resolution anschließen. Die entsprechende Online-Petition findet sich unter www.kreis-ahrweiler.de .

Resolution des Kreistages zu geplanten Einschränkungen bei der Durchbindung der Ahrtalbahn nach Bonn (RB 30):

Der Kreistag fordert den Bundesverkehrsminister, den Vorstand der Deutschen Bahn AG, den Vorstand der DB Netz AG sowie die Bundesnetzagentur und das Eisenbahnbundesamt auf, das Fahrplanangebot auf der Ahrtalbahn (RB30) zwischen Remagen und Bonn auch über 2018 hinaus unverändert sicherzustellen.

Die Planungen der DB Netz AG, aufgrund des Problems der Überlastung des Schienenverkehrs den Personennahverkehr auf der Ahrtalbahn zwischen Remagen und Bonn einzuschränken, um noch mehr Kapazitäten für laute Güterzüge auf der linken Rheinstrecke zu schaffen, werden kategorisch abgelehnt.

Die ablehnende Stellungnahme des Schienenpersonenzweckverbandes Nord vom 26.09.2017 wird vom Kreistag uneingeschränkt unterstützt.

Weiter unterstützt der Kreistag die gleichgerichteten Initiativen von Kreisverwaltung und Kommunen im Kreis Ahrweiler, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie von Bundestagsabgeordneten aus der Region.

Begründung:

Im Verdichtungsraum Köln/Bonn/Ahr mit über einer Million Einwohnern im Einzugsbereich der linken Rheinstrecke ohne vorhandene S-Bahn ist das Schienenpersonenverkehrsangebot auszubauen und keinesfalls wegen Versäumnissen beim Infrastrukturausbau einzuschränken. Die Ahrtalbahn (RB30) als eine der zentralen Verkehrsachsen in der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg fährt im Stundentakt durchgehend nach Bonn. Die Menschen im Rheinland, insbesondere Tausende von Pendlern, erwarten zu Recht einen vertakteten, pünktlichen und platzmäßig ausreichend dimensionierten Schienenpersonenverkehr, der die Orte untereinander und mit den Oberzentren an Rhein und Ruhr an allen Wochentagen und zu allen nachgefragten Zeiten zuverlässig verbindet.

Die DB Netz AG hat am 09.12.2016 den Schienenwegabschnitt Hürth-Kalscheuren – Remagen (linke Rheinstrecke) gegenüber dem Eisenbahnbundesamt und der Bundesnetzagentur für überlastet erklärt und im September dieses Jahres gegenüber den Behörden unter anderem als Kompensationsmaßnahme mitgeteilt, die Direktverbindung der Ahrtalbahn nach Bonn über Remagen zeitlich zu beschränken. Unter www.kreis-ahrweiler.de finden sich unter dem Stichwort „Ahrtalbahn“ die Planungsunterlagen der DB Netz AG.

Aktuell verkehrt die Ahrtalbahn im Zeitraum zwischen 5.30 Uhr bis 23.00 Uhr. Nach der Planung der DB Netz AG soll die Durchbindung der Ahrtalbahn von Remagen bis Bonn Hbf von Montag bis Freitag nur zugelassen werden, wenn die Ankunfts- bzw. Abfahrtszeit in Bonn Hbf zwischen 5:30 und 9:30 bzw.15:30 und 19:00 liegt. Die DB Netz AG plant mit dem Wegfall der RB 30 im Abschnitt Bonn-Remagen verbunden mit anderen Maßnahmen im Zugverkehr in NRW, weitere Kapazitäten für Güterzüge zu schaffen.

Für den Kreistag ist der Wegfall von durchgängigen Verbindungen von Bonn in das Ahrtal und umgekehrt zu Gunsten des Güterverkehres völlig inakzeptabel. Die Personenzüge sind bereits heute auf der Strecke Koblenz-Bonn sehr hoch ausgelastet, um nicht zu sagen überfüllt.

Der Kreistag vertritt die Auffassung, dass die Maßnahmen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für den Tourismus hätten, da der Kreis Ahrweiler mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen darstellt. Die Kürzungen würden auch dazu führen, dass z.B. Berufspendler - trotz Jobtickets - auf das Auto ausweichen müssten.

Die Planungen der DB Netz AG, weitere Güterzugkapazitäten auf der linken Rheinseite zu schaffen, werden vom Kreistag ebenfalls kategorisch abgelehnt. Diese stehen im eklatanten Widerspruch zu allen Bemühungen, insbesondere auch der Bundesregierung und der Deutschen Bahn AG, den Güterverkehrslärm im Rheintal einzudämmen. Im Gegenteil: Die linksrheinische Strecke muss vom Güterverkehr drastisch entlastet werden. 

27.10.2017
 

Unterschriftenaktion pro Ahrtalbahn: „Dranbleiben“

Die Online-Unterschriftenaktion des Kreises Ahrweiler zur Ahrtalbahn verbucht zwei Wochen nach ihrem Start 2.150 Unterschriften von Bürgern. „Das ist bereits jetzt ein deutliches Votum der Menschen, die sich gegen Kürzungen im Fahrplanangebot auf der Ahrtalbahn aussprechen", erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler, der zugleich an die Online-Petition erinnert: „Jetzt heißt es: Dranbleiben und unterschreiben. Wir brauchen starke Stimmen gegenüber der Deutschen Bahn."

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung auf Initiative des Landrats eine Resolution beschlossen, der sich die Bürger anschließen können. Die Petition findet sich unter www.kreis-ahrweiler.de (auf der Startseite links oben) sowie unter www.facebook.com/KreisverwaltungAhrweiler. Die Sichtweise von Kreistag und Landrat lautet: Weite Teile des Kreisgebietes und vor allem das Ahrtal seien im Berufs-, Versorgungs-, und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgerichtet. Umgekehrt stelle der AW-Kreis mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen dar. Weniger Personenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr und somit noch mehr Lärm auf der Rheinschiene - das sei völlig inakzeptabel.

Anlass sind Planungen der DB Netz, die den linksrheinischen Streckenabschnitt Hürth - Kalscheuren - Remagen für überlastet erklärt hat. Deshalb erwägt die Bahn unter anderem, dass die Ahrtalbahn (RB 30) über Remagen bis Bonn eingeschränkt verkehren soll, damit mehr Kapazitäten für den Güterverkehr entstehen.

10.11.2017
 

Kürzungen auf der Ahrtalbahn: Keine Entwarnung
Landrat wird Thema erneut in den Kreistag bringen - „Pläne nicht akzeptabel“

Das Vorhaben der Deutschen Bahn, Kürzungen im Fahrplanangebot auf der Ahrtalbahn vorzunehmen, ist nicht vom Tisch. Auch der überarbeitete Plan zur Erhöhung der Schienenwegekapazität, den die DB Netz AG jetzt vorgelegt hat, enthält weiterhin mögliche Einschränkungen auf der Regionalbahn (RB) 30 über Remagen bis Bonn. Diese Einschränkungen sollen dem Ziel dienen, stündlich eine weitere Güterzugtrasse zu öffnen.

Der Zweckverband Schienen-Personen-Nahverkehr Rheinland-Pfalz Nord in Koblenz (SPNV Nord), in dem der Kreis Ahrweiler Mitglied ist, hat sich deshalb in Absprache mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler nochmals an die DB Netz gewandt und gefordert, diese Pläne zu stoppen. Pföhler wird das Thema erneut auf die Tagesordnung des Kreistags bringen, dessen nächste Sitzung am 16. März stattfindet. Die Pläne der DB Netz seien „in jeder Hinsicht inakzeptabel", betont der Landrat nochmals.

Anlass sind die Planungen der DB Netz, die den linksrheinischen Streckenabschnitt zwischen Hürth-Kalscheuren und Remagen für überlastet erklärt hat. Demnach erwägt die Bahn unter anderem, dass die Ahrtalbahn (RB 30) eingeschränkt verkehren soll, damit mehr Kapazitäten für den Güterverkehr entstehen.

Der Kreistag Ahrweiler hat sich - neben Kommunen im Kreisgebiet sowie der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis - gegen diese Pläne ausgesprochen und im Oktober 2017 eine entsprechende Resolution beschlossen. Begründung: Weite Teile des Kreisgebietes und vor allem das Ahrtal seien im Berufs-, Versorgungs-, und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgerichtet. Umgekehrt stelle der AW-Kreis mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen dar. Weniger Personenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr auf der ohnehin lärmgeplagten Rheinschiene - das sei völlig inakzeptabel. Im Gegenteil: Kreistag und Landrat fordern, die linksrheinische Strecke drastisch vom Güterverkehr zu entlasten. Die Bürger können sich der Resolution anschließen, die entsprechende Online-Petition findet sich unter www .kreis-ahrweiler.de. 

23.02.2018
 

Unterschriftenaktion pro Ahrtalbahn nutzen
 

Die Online-Unterschriftenaktion des Kreises Ahrweiler zur Ahrtalbahn verbucht aktuell 3.330 Unterschriften von Bürgern. Mit Blick auf die nach wie vor bestehenden Pläne der Deutschen Bahn, Kürzungen im Fahrplanangebot vorzunehmen, appelliert Landrat Dr. Jürgen Pföhler an die breite Öffentlichkeit, die Online-Petition zu unterschreiben: „Je mehr Menschen ihr Votum abgeben, desto stärker ist die Stimme aus dem Kreis Ahrweiler gegenüber der Deutschen Bahn." Pföhler hat das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung am 16. März gebracht.

Der Kreistag hat im Oktober 2017 eine entsprechende Resolution beschlossen, der sich die Bürger anschließen können. Die Petition findet sich unter www.kreis-ahrweiler.de (auf der Startseite links oben) sowie unter www.facebook.com/KreisverwaltungAhrweiler. Die Sichtweise von Kreistag und Landrat lautet: Weite Teile des Kreisgebietes und vor allem das Ahrtal seien im Berufs-, Versorgungs-, und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgerichtet. Umgekehrt stelle der AW-Kreis mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen dar. Weniger Personenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr und so mit noch mehr Lärm auf der Rheinschiene seien inakzeptabel. - Anlass sind Planungen der DB Netz, wegen einer Überlastung der linksrheinischen Strecke die Ahrtalbahn (RB 30) über Remagen bis Bonn eingeschränkt verkehren zu lassen, damit mehr Kapazitäten für den Güterverkehr entstehen. 

07.03.2018
 

„Güterverkehr könnte ungehindert durchrauschen“
Ahrtalbahn: Kreistag fordert Bahn auf, Einschränkungspläne zu stoppen

Der Kreistag Ahrweiler spricht sich erneut gegen die Pläne der Deutschen Bahn aus, Kürzungen im Fahrplanangebot der Ahrtalbahn vorzunehmen. In einer Resolution warnen die Kreisparlamentarier vor einem „Präjudiz für künftige Vorrangentscheidungen zugunsten des Güterverkehrs". Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Kreistag halten „weniger Personenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr auf der ohnehin schon lärmgeplagten Rheinschiene für völlig inakzeptabel".

Zur Erklärung sagte der Landrat im Kreistag: Die Züge der Ahrtalbahn mit Durchbindung über Remagen nach Bonn wirkten auf der Rheinstrecke wie ein langsames Fahrzeug auf der Autobahn. Damit behinderten sie letztlich den internationalen Güterverkehr. Würde die durchgebundene Ahrtalbahn auf dieser Teilstrecke jedoch eingeschränkt, könnte der internationale Güterverkehr ungehindert hindurchrauschen. Pföhler warnt deshalb: „Das muss unbedingt verhindert werden. Es handelt sich hierbei um ei ne extrem wichtige Weichenstellung für die Zukunft."

Die Kreistags-Resolution zur Durchbindung der Ahrtalbahn im Wortlaut:

Der Kreistag fordert die DB Netz AG auf, die in der am 08.02.2018 vorgelegten Fassung des Plans zur Erhöhung der Schienenwegekapazität (PEK) für den als überlastet erklärten Schienenweg Hürth - Kalscheuren - Remagen vorgesehenen Einschränkungen des SPNV (Kapitel 5) ersatzlos zu streichen. Konkret geht es um die Einschränkung der Regionalbahnlinie 30 (Bonn - Remagen - Ahrbrück) mit dem Ziel, stündlich eine weitere Güterbahntrasse zu öffnen.

Der Kreistag fordert den SPNV Nord auf, sich als zugangsberechtigte Institution bei der Bundesnetzagentur gegen entsprechende Änderungen der Schienennetz–Benutzungsbedingungen einzusetzen und, soweit erforderlich, sämtliche rechtlichen Schritte einzuleiten.

Begründung: Der Kreistag ist der Auffassung, dass die geplanten Einschränkungen der Regionalbahnlinie 30 gegen den gesetz lichen Auftrag des § 59 Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG) verstoßen. Es handelt sich dabei um ein Präjudiz für künftige Vorrangentscheidungen im Sinne von § 55 Abs. 3 ERegG zugunsten des Güterverkehrs.

Auch inhaltlich sind die Pläne der DB Netz AG für Landrat Dr. Pföhler und den Kreistag völlig inakzeptabel. Bereits im Oktober 2017 hat sich der Kreistag - neben Kommunen im Kreisgebiet sowie der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis - gegen diese Pläne ausgesprochen und eine entsprechende Resolution beschlossen. Mit großem Unverständnis nimmt der Kreistag zur Kenntnis, dass die DB Netz AG ihre Pläne auch in der jetzt überarbeiteten Fassung des PEK weiterverfolgt.

Weite Teile des Kreisgebietes und vor allem das Ahrtal sind im Berufs-, Versorgungs- und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgerichtet. Umgekehrt stellt der AW-Kreis mit dem Ahrtal einen attraktiven Naherholungsraum für das angrenzende Nordrhein-Westfalen dar. Weniger Pe rsonenverkehr und dafür noch mehr Güterverkehr auf der ohnehin lärmgeplagten Rheinschiene - das ist völlig inakzeptabel. Im Gegenteil: Kreistag und Landrat fordern, die linksrheinische Strecke drastisch vom Güterverkehr zu entlasten.

16.03.2018
 

Keine Entwarnung für die Ahrtalbahn
Reaktion der DB nur „vermeintlicher Teilerfolg“

Die möglichen Kürzungen im Fahrplanangebot der Regionalbahnlinie 30 sind noch lange nicht vom Tisch. Der Kreistag hatte sich im März 2018 erneut mit einer Resolution gegen die Pläne der DB Netz AG ausgesprochen, die Taktung der Ahrtalbahn einzuschränken, um mehr Kapazität für Güterverkehr zu schaffen. Jetzt hat die Deutsche Bahn auf die Resolution reagiert: In einem gleichlautenden Schreiben an Landrat Dr. Jürgen Pföhler und MdL Heil, die sich ebenfalls an die Bahn gewandt hatte, bezieht sie zu den Forderungen des Kreistags Stellung.

Das derzeitige Angebot der Ahrtalbahn sei bis zum Fahrplanjahr 2020 gesichert, erklärt der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, Frank Sennhenn. Derzeit würden die sogenannten Schienennetz-Benutzungsbedingungen (SNB) für das Jahr 2020 erstellt, der Entwurf enthielte keine Einschränkungen für die Ahrtalbahn.

„Das ist aber nur ein vermeintlicher Teilerfolg", so Landrat Pföhler über die Nachricht aus Frankfurt.

Denn: Laut DB Netz AG solle das Angebot des Nahverkehrs auf dem „aktuellen Stand" eingefroren werden. Das stünde aber im Gegensatz zu den Plänen von Bund und Land NRW, das Nahverkehrsangebot des Rhein-Ruhr-Express zwischen Köln und Koblenz um eine zweite Linie zu ergänzen.

Außerdem könnten die Schienennetz-Benutzungsbedingungen auch im laufenden Jahr jederzeit geändert werden. „Deshalb müssen wir", so der Landrat, „weiter deutlich politischen Druck ausüben." Für Kreistag und Landrat sind etwaige Einschränkungen der Ahrtalbahn bei gleichzeitiger Erhöhung des Güterverkehrs völlig inakzeptabel. „Wir fordern, die linksrheinische Bahnstrecke vom Güterverkehr zu entlasten. Denn weite Teile des Kreisgebietes und besonders das Ahrtal sind im Berufs-, Versorgungs- und Freizeitverkehr größtenteils auf den Köln-Bonner Raum ausgelegt."

Einwohner des Kreises können sich der Forderung anschließen, indem sie die dazugehörige Online-Petition unterschreiben. Sie verbucht aktuell 3916 Unterschriften. Mit Blick auf die nach wie vor bestehende Gefahr der Kürzungen im Fahrplanangebot appelliert Landrat Dr. Jürgen Pföhler an die breite Öffentlichkeit, die Online-Petition zu unterschreiben: „Je mehr Menschen ihr Votum abgeben, desto stärker ist die Stimme aus dem Kreis Ahrweiler gegenüber der Deutschen Bahn:"

Die Petition findet sich auf der Startseite der Verwaltung unter www.kreis-ahrweiler.de oder direkt unter https://s.rlp.de/YwefA

20.04.2018
 

Heimatjahrbuch des Kreises: Leonhard Janta geht, Jürgen Kempenich übernimmt

Leonhard Janta, der in der Kreisverwaltung Ahrweiler unter anderem die Redaktionsleitung für das Heimatjahrbuch verantwortet hat, ist in den Ruhestand getreten. Jürgen Kempenich hat, nach 29 Jahren als Pressesprecher im Kreishaus, dessen Nachfolge übernommen.

In der Redaktionsrunde für das Heimatjahrbuch 2019 würdigte Landrat Dr. Jürgen Pföhler den langjährigen Kreisarchivar Janta als „anerkannten Fachmann für die Geschichte und Kultur unseres Kreises“ und Kempenich für seine „fundierte und klare Berichterstattung zu aktuellen Themen des Kreishauses“. Die drei Bände „Studien zu Vergangenheit und Gegenwart“ gelten bis heute als Standardwerke zum Kreis Ahrweiler. Für zwei der Studienbücher leistete Janta maßgeblich die Recherche-, Konzeptions- und Redaktionsarbeit. Das Studienbuch „Kreis Ahrweiler unter dem Hakenkreuz“ (1989), das auf 416 Seiten das Entstehen und die Zeit des Nationalsozialismus im Kreisgebiet beschreibt und analysiert , hat er größtenteils verfasst.

Janta kam 1986 zur Kreisverwaltung. Die Redaktionsleitung des Jahrbuchs übernahm er von Ignaz Görtz mit der Ausgabe 1995. Weitere Schwerpunkte von Jantas Tätigkeit lagen unter anderem in der Beratung der Archivbenutzer in Fragen zum Kreis in Geschichte und Gegenwart sowie bei heimatkundlichen Publikationen. Ausstellungen und Filme konzipierte und realisierte er vor allem in Zusammenarbeit mit dem Kreisfotografen Werner Mertens. Er betreute zudem die Archivbibliothek sowie die zeitgeschichtliche Sammlung und war in der Kulturarbeit tätig.

Kempenich begann 1989 im Kreishaus und war seither für die Pressearbeit verantwortlich. Darunter fiel unter anderem das Verfassen und Veröffentlichen von Pressemeldungen für die Abteilungen und Eigenbetriebe im Kreishaus sowie die Beantwortung von Anfragen regionaler und überregionaler Medien.

Mit dem Heimatjahrbuch ist Kempenich bestens vertraut: Seit de m Jahresband 1991 verfasst er die Aktuelle Chronik aus Kreis und Gemeinden. Zudem ist er seither ständiges Mitglied im Redaktionsausschuss. Was sich Kempenich für die Zukunft des AW-Jahrbuchswünscht? „Mehr junge Autoren.“

Foto: Abschied im Kreis der Redaktionskolleginnen und -kollegen für das Heimatjahrbuch: Leonhard Janta (sitzend, Mitte) geht in den Ruhestand. Als dessen Nachfolger stellte Dr. Jürgen Pföhler(rechts) Jürgen Kempenich vor (links).
 

Bilder zu diesem Beitrag finden Sie unter:
https://www.kreis-ahrweiler.de/presse.php?lfdnrp=8583
.