AUHAGEN



Auhagen
 

Kataloge, Neuheiten u.a.
1970-1980
1981-1990
1991-2000
2001-2010

Firmengründung 1885, Spielzeughersteller-Tradition im Erzgebirge. Hersteller von Bausätzen. Firmensitz: Marienberg / Erzgebirge. Schäden durch Hochwasser-Katastrophe am 05.07.1999. "2. Tag der offenen Auhagen-Tür" am 26. und 27. August 2000.
 

Firmengeschichte

1885 Gründung der Firma am heutigen Standort durch Heinrich Auhagen als Pappenfabrik

1919 Übernahme durch Sohn Rudolf Auhagen sen., da der Vater unerwartet verstarb. 

1946 Rudolf Auhagen jun., gelernter Maler und Grafiker, kehrt aus dem Krieg zurück und beginnt mit der Veredlung der Pappe aus eigener Herstellung. Geprägte Marmeladenglas-Deckel, gestanzter Christbaumschmuck und ähnliches sowie Verpackung aus Pappe und Karton werden hergestellt.

1952 Durch den Bau eines erzgebirgisch traditionellen Weihnachtsberges für die Familie erwachte die Idee, Häuser aus Pappe „im Sommer“ als Bausatz zu entwerfen und herzustellen.

1958 Die Firma entwickelte sich kontinuierlich. Rudolf Auhagen sen. und Rudolf Auhagen jun. gründen die H. Auhagen KG. Die Geschäftsleitung übernimmt Rudolf Auhagen jun.

1970 – 1971 Die Pappenherstellung wird liquidiert. Eine umfangreiche Rekonstruktions- und Erweiterungsbaumaßnahme schließt sich an. Das Gebäudesortiment wird nach und nach auf Mischbauweise (Pappe und Kunststoff) bzw. Vollplastausführung umgestellt. Kunststoffspritzgießformen und -teile werden selbst gefertigt.

1972 Zwangsverstaatlichung der Firma zum VEB Modellspielwaren Marienberg-Hüttengrund (MAMOS)

1979 Angliederung des VEB Modellbahn-Zubehör (ehemals Scheffler) Marienberg als Produktionsabschnitt

1980 Einbindung in den Kombinatsbetrieb VEB VERO Olbernhau zum VEB VERO, Werk 5, Marienberg-Hüttengrund

1990 Reprivatisierung der Firma Auhagen durch den inzwischen 70-jährigen Rudolf Auhagen jun. (gest. 19.04.95). Die Produktion des bewährten Auhagen-Modelleisenbahnzubehörsortiments sowie der Verpackung aus Pappe und Karton wird mit 13 Mitarbeitern weitergeführt.

1991 Erstmalige Teilnahme an der Nürnberger Spielwarenmesse und Auszeichnung des Modells Bahnhof Klingenberg-Colmnitz H0 zum „Modell des Jahres“ (1993, 1995, 1998, 2000, 2001 und 2002 weitere Auszeichnungen).

1993 Rudolf Auhagen jun. überträgt die Firma seiner Tochter Ute Klinner. Die Auhagen GmbH wird gegründet und bleibt damit weiterhin in 100-%-igem Familienbesitz.

1996 Umfangreiche Rekonstruktions- und Erweiterungsbaumaßnahme am Gründungsstandort

1996 Kauf der ehemaligen VERO-Modelleisenbahnzubehörproduktion Olbernhau  von der Treuhand, Verlagerung nach Marienberg und schrittweise Neuauflage des Sortiments

20./21. 6. 1998 „1. Tag der offenen Tür“ mit ca. 5.000 Besuchern

1998 – 1999 Investition in moderne Technik, vor allem im Werkzeugbau und Kunststoffspritzguß

1999 Die Firma Auhagen beschäftigt wieder 26 Mitarbeiter und bildet in zwei Berufen aus. In den neuen Bundesländern konnte die Auhagen GmbH ihre Stellung als Marktführer zurückerobern und bietet als einziger Hersteller ein komplettes TT-Gebäudesortiment an.

05. 07. 1999 Unwetterkatastrophe im Mittleren Erzgebirgskreis: Ca. 300 qm Kellerfläche, die als Material- und Halbfertigwarenlager genutzt wurden, einschließlich aller technischen Anlagen, wie Heizung, Kompressor, Fahrstuhl, Elektrohauptverteilung, Kühl- und Brauchwasser, wurden komplett überflutet. Das ca. 200 qm große Nebengebäude mit Auhagen-Shop, Messelager und Produktarchiv auf dem Dachboden wurde so zerstört, dass es abgerissen werden musste. Nur das Produktarchiv war zu retten. Die Produktion und das Fertigwarenlager waren glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen. 

04. 10. 1999 Baubeginn: Das Projekt und die Finanzierung stehen, die Baugenehmigung liegt vor! Mit dem 27 x 22 m großen Anbau in 2 Etagen werden verlorengegangene Quadratmeter ersetzt und Platz für eine weitere kontinuierliche Entwicklung der Firma geschaffen. 

Februar 2000 Nürnberger Spielwarenmesse: Alle Formneuheiten 2000 werden zum ersten Mal CNC-gefräst. 

März 2000 Rohbau und Innenausbau sind soweit fortgeschritten, dass nun die Verbindung zum Anbau hergestellt werden muß. Der Umzug innerhalb des Hauses ist ein Kraftakt für die Auhagen-Mitarbeiter. 

26./27. 08. 2000 Es ist geschafft! Das Grundstück der Firma Auhagen kann sich wieder sehen lassen. Ca. 7.000 Gäste aus dem In- und Ausland sind der Einladung zum „2. Tag der offenen Auhagen-Tür“ gefolgt. Die Einweihung des Anbaus und die Wiedereröffnung von „Brigittes Auhagen-Shop“, Inh. Brigitte Jaschke, sowie das 115-jährige Gründungsjubiläum der Firma Auhagen hatten Volksfestcharakter. 

16. 09. 2000 Würdigung der Leistungen der Auhagen GmbH mit „Ein Oskar für den Mittelstand“ 

2002 Die Firma Auhagen kann auf "50 Jahre Modellbautradition" zurückblicken. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eine umfangreiche Ausstellung zur Geschichte der Firma gestaltet, die öffentlich zugänglich ist.
Die Firma Auhagen beschäftigt 29 Mitarbeiter, hat Auszubildende übernommen und bildet weiter aus. 

12. 8. 2002 Ganz Sachsen wird von einer Hochwasserflut heimgesucht. Durch umfangreiche Investitionen in den Hochwasserschutz bleibt die Auhagen GmbH diesmal weitestgehend verschront.

Quelle: www.auhagen.de (Internet)